Japan will das Walfangprogramm in der Antarktis ‘neu erfinden’, um es wissenschaftlicher zu machen

Japans Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, Yoshimasa Hayashi: “Unser Land wird entschieden an seiner grundsätzlichen Vorgehensweise des Walfangs zu Forschungszwecken festhalten.“ Die Abbildung zeigt ihn als Sprecher bei einer Walfleisch-Probier-Aktion in Tokyo Photo: AP

Tokyo: Japan sagt, es will seine umstrittene Walfangmission in die Antarktis neu auflegen, mit der Absicht, sie wissenschaftlicher zu machen, nachdem ein Gericht der Vereinten Nationen entschieden hatte, es sei eine kommerzielle Jagd, die als Forschung maskiert sei.

Die starrköpfige Antwort, die bedeuten könnte, dass im nächsten Jahr wieder Harpunenschiffe im Südpolarmeer sind, bringt Tokyo erneut auf Kollisionskurs mit Umweltschützern.

Aktivisten hatten die Entscheidung des internationalen Gerichtshofs begrüßt, in der Hoffnung, sie werde das Ende einer Praxis einläuten, die sie für barbarisch halten.

Ein Mann ißt bei der 26. Walfleisch-Probier-Aktion am Dienstag, 15. April 2014 in Tokyo eine Scheibe Walfleisch. Photo: AP

“Wir werden in Zusammenarbeit mit Ministerien umfangreiche Studien durchführen, die darauf ausgerichtet sind, bis diesen Herbst ein neues Programm bei der Internationalen Walfangkommission (IWC) einzureichen, unter Berücksichtigung der in dem Urteil dargelegten Kriterien,“ sagte Yoshimasa Hayashi, Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei.

Japan, ein Mitglied der IWC, hat mithilfe eines Schlupflochs Walfang betrieben, das tödliche Forschung zuließ. Es hat stets die Behauptung aufrechterhalten, es beabsichtige nachzuweisen, dass die Walpopulation groß genug sei, um kommerzieller Waljagd standzuhalten.

Aber es hat nie ein Hehl aus der Tatsache gemacht, dass das Nebenprodukt Walfleisch seinen Weg auf die Speisekarten fand.

Das von Japans Institute of Cetacean Research 2013 aufgenommene Photo zeigt einen Brydewal an Deck eines Walfangschiffes. Photo: AFP

“Das Urteil hat bestätigt, dass das (IWC-Moratorium) teilweise auf nachhaltige Nutzung von Walbeständen hinarbeitet.”

“Demzufolge wird unser Land entschieden an seiner grundsätzlichen Vorgehensweise, Walfang zu Forschungszwecken durchzuführen, festhalten, auf der Grundlage internationalen Rechts und wissenschaftlicher Grundlagen, um wissenschaftliche Daten zu sammeln, die zur Regulierung von Walbeständen nötig sind, und auf die Wiederaufnahme kommerziellen Walfangs abzielen.“

Hayashi, der sich am Freitag mit dem japanischen Premierminister Shinzo Abe getroffen hatte, bestätigte eine frühere Meldung, dass die Jagd 2014-15 im Südpolarmeer nicht stattfinden werde.

Das Gerichtsurteil vom letzten Monat gilt nicht für Japans zwei weitere Walfangprogramme: eine “Forschungs”waljagd in Küstengewässern und im Nordwestpazifik, und ein weitaus kleineres Programm, das entlang der Küste durchgeführt wird und nicht Gegenstand des internationalen Verbots ist.

Hayashi sagte, die Jagd im Nordwestpazifik, die am 26. April von den Küsten Japans aufbrechen wird, werde fortgesetzt, wenn auch in einer leicht reduzierten Form.

Eine Stellungnahme, die von der Fischereibehörde herausgegeben wurde, besagte, dass die Jagd beschränkt werden würde und darauf abziele, rund 100 Zwergwale in Küstengewässern zu fangen, also weniger als 120 im letzten Jahr und weitere 110 andere Wale vor der Küste, also weniger als die zuvor 160. Aus der Tiefsee würden keine Zwergwale gefangen werden.

Ein Bestandteil des Gerichtsurteils lautete, dass die japanische Mission bei weitem zu viele Wale fing, als dass sie als berechtigte wissenschaftliche Forschung gelten könne.

Einige Kommentatoren hatten angedeutet, dass Tokyo den Gerichtsentscheid als Vorwand benutzen könnte, um sich aus einer fest verwurzelten Marktposition zurückzuziehen, mit der sie eine Praxis als unverzichtbares kulturelles Erbe verteidigt haben, die Unmengen Steuergelder kostet und sich keiner breiten öffentlichen Unterstützung erfreut.

Die Bekanntmachung vom Freitag wird die Anti-Walfang-Aktivisten hart treffen, die Tokyo gedrängt hatten, dem Grundgedanken des Gerichtsurteils Folge zu leisten und die weltweite öffentliche Meinung zu beachten, von der sie sagen, sie sei entschieden gegen die Jagd auf Wale.

Die Umweltaktivistengruppe Sea Shepherd, deren bisweilen aggressive Konfrontationen mit japanischen Walfangschiffen auf hoher See ihnen die Bezeichnung “Piraten” durch einen amerikanischen Richter einbrachten, sagten Anfang des Monats, sie erwarteten, dass Tokyo versuchen werde, das Gerichtsurteil zu umgehen.

Hayashi sagte am Freitag, dass Tokyo seine Anstrengungen verdoppeln werde, potentielle Saboteure, die ihre Flotten für etliche Jahre durch das Südpolarmeer verfolgt hätten, auszuschalten.

“Was ungesetzliche Akte der Gewalt angeht, die von Anti-Walfang-Organisationen begangen werden, so werden wir Gegenmaßnahmen für ein neues Forschungsprogramm aus der Perspektive der Gewährleistung der Sicherheit für die Forschungsflotte, die Forscher und Crewmitglieder prüfen“, sagte er.

Quelle: The Sydney Morning Herald

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Die Whale Wars gehen weiter

Getöteter Brydewal. Photo: AFP

Japan hat es offiziell gemacht. Sie haben vor, das Urteil des Internationalen Gerichtshofs zu ignorieren und sie beabsichtigen, das Töten von Walen im antarktischen Walschutzgebiet fortzusetzen.

Ich habe vorausgesagt, dass sie genau das tun würden und Sea Shepherd ist bereit, zu einer elften Intervention gegen den illegalen japanischen Walfang in diesem Schutzgebiet zurückzukehren.

Die Waljäger sagen, dass sie neue Maßnahmen ergreifen werden, um gegen die Aktionen von Sea Shepherd vorzugehen. Sea Shepherd Global wird neue Maßnahmen ergreifen, um gegen die japanischen Gegenmaßnahmen vorzugehen.

Quelle: Facebook

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Japans Walforschungsinstitut (ICR) blamiert sich mit der Missachtung des Weltgerichtshofsurteils

Das ICR hat heute Schriftsätze bei Gericht eingereicht, die ihre Absicht bekunden, 2015-2016 in die Antarktis zurückzukehren; sie streben an, auch anderen Sea Shepherd-Einheiten die Behinderung ihrer Operationen gerichtlich verbieten zu lassen

Auf diesem Archivbild von 2009 ist die Crew der Yushin Maru No 3 zu sehen, wie sie mit Gewehrschüssen einen Zwergwal tötet

In einer unverfrorenen Zurschaustellung der Mißachtung des kürzlich erfolgten wegweisenden Urteils des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag, hat Japans Walforschungsinstitut (ICR) heute Schriftsätze bei Gericht eingereicht, die ihre Absicht bekunden, in der Saison 2015-2016 zur Jagd von Walen ins Südpolarmeer zurückzukehren, mit einem neu konzipierten „Forschungs“programm. Und sie streben eine endgültige Verfügung gegen Sea Shepherd USA an – ungeachtet der Tatsache, dass die USA-Einheit nicht mehr im Südpolarmeer operiert – und werden außerdem gerichtliche Anordnungen gegen weitere Sea Shepherd-Einheiten anstreben.

Der Fall Australien gegen Japan wurde im Juli letzten Jahres vor dem IGH verhandelt, um zu einer Entscheidung zu kommen, ob  Japan mit der Durchführung seines JARPA II – “Forschung” sprogramms im Südpolarmeer gegen seine internationalen Verpflichtungen verstoße, und zu fordern, dass Japan die Durchführung von JARPA II einstellt und jede damit zusammenhängende Genehmigung zurückzieht, bis Japan zusichern kann, dass ihre Operationen mit internationalem Recht vereinbar sind.

In einer am 31. März durchgeführten Abstimmung von 12 zu 4 urteilte das IGH, dass Japans Walfangprogramm JARPA II nicht, wie unter den Bestimmungen der Internationalen Walfangkommission festgelegt, zum Zwecke der wissenschaftlichen Forschung durchgeführt wurde. Es ordnete an, dass Japan die unter JARPA II erteilten wissenschaftlichen Genehmigungen zurückzieht und von der Erteilung jeglicher weiterer Genehmigung unter diesem Programm absieht. Heute jedoch reichte das ICR Schriftsätze beim U.S. Bezirksgericht in Seattle ein, die eindeutig ihre Absicht belegen, unter Mißachtung dieses Gerichtsurteils die Jagd auf Wale fortzusetzen.

Der Gründer der Sea Shepherd Conservation Society, Captain Paul Watson, sagte zu der heutigen Eingabe folgendes: “ Als das IGH-Urteil bekannt gegeben wurde, war mir bewußt, dass, obwohl es ein großartiger Sieg war, der unseren Widerstand gegen den illegalen Walfang im Südpolarmeer rechtfertigte, ich das Potential für das ICR sehen konnte, ihr Programm neu aufzusetzen und zurückzukehren. Meine Vorhersage war, dass sie in der Saison 2015-2016 zurückkehren würden. Es scheint, dass es genau das ist, was sie vorhaben“, sagte er. „Die seitens Japan erfolgte Stellungnahme, sich an das IGH-Urteil halten zu wollen, war aus meiner Sicht Heuchelei. Japan hat eine Geschichte der Doppelzüngigkeit, wenn es um Walfang geht. Ich gehe fest davon aus, dass Sea Shepherd bereit sein wird, im Dezember 2015 ins Südpolarmeer zurückzukehren, um erneut die Unversehrtheit des antarktischen Walschutzgebiets zu verteidigen“, fügte Captain Paul Watson hinzu.

Nach Bekanntwerden der Pläne des ICR stellte der Sea Shepherd USA-Direktor für Aufklärung und Ermittlung, Scott West, fest: „Die Japaner beabsichtigen eindeutig, gegen die Absicht, wenn nicht sogar den Wortlaut, des Weltgerichtshofsurteils zu verstoßen. Sie zollen dem Internationalen Gerichtshof nur Spott und Hohn und treten mit Schmutz an den Händen vor die U.S.-Gerichte. Sie sind die ersten, die lamentieren, wenn jemand es wagt, ihre Lügen zu hinterfragen, aber sie erwarten, dass die Welt Gerichtsentscheidungen zu ihren Gunsten respektiert. Sie sind Wilderer und sie operieren unredlich.“

Eindeutig ist das ICR verunsichert, nicht nur durch das günstige IGH-Urteil, sondern auch durch die kürzliche Einschätzung des Gerichtsbevollmächtigten Peter Shaw gegenüber dem Gerichtshof des 9. Bezirks, dass seitens Sea Shepherd USA kein Verstoß vorliege. In ihrem Gerichtsschriftsatz drohte das ICR: „Wenn das 9. Bezirkgsgericht feststellt, dass es nicht die Beklagten waren, die einen Verstoß begingen, dann könnten die Kläger gezwungen sein, diesem Vorgang die Parteien hinzuzufügen, die den Verstoß tatsächlich begangen haben.“ Sie merkten außerdem an: „Die Klagepartei geht davon aus, dass weitere Parteien, die sie diesem Vorgang hinzuzufügen bestrebt sind, ausländische Parteien einschließen dürften.“ Wie sie allerdings ausländische Einheiten vor ein U.S.-Gericht bringen wollen, bleibt noch abzuwarten.

Eine Konferenz zur Lage wird am Mittwoch, 16. April um 10:00 Uhr am U.S. Bezirksgericht, Western District of Washington, 700 Stewart Street, Seattle, Wash. 98101 stattfinden, um den Gerichtstermin für eine Klage auf endgültige Verfügung gegen Sea Shepherd USA wegen Behinderung illegaler Walfangoperationen im Südpolarmeer festzusetzen. Diese Sitzung ist öffentlich.

Auf diesem Archivbild von 2009 zieht das Fabrikschiff Nisshin Maru einen Zwergwal die Gleitbahn hinauf

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Sea Shepherd rettet 784 Wale im Südpolarmeer

Danke, Captain Peter Hammarstedt und der Crew der Bob Barker. Danke, Captain Sid Chakravarty und der Crew der Steve Irwin. Danke, Captain Adam Meyerson und der Crew der Sam Simon.

Japan hat seine Abschuss-Statistiken veröffentlicht. Ihr Ziel war 1.035 Wale. Sie haben 251 Wale getötet, was bedeutet, dass Sea Shepherd in diesem Jahr 784 Wale gerettet hat.

Trotz ihrer aggressiven Attacken gegen die Sea Shepherd-Schiffe mit dem Ziel, die Schiffe von der Verfolgung der Nisshin Maru abzuschlagen, fingen die Waljäger nur 24% ihrer Abschussquote, obwohl sie mehr Zeit in den Gewässern der Antarktis verbrachten als jemals zuvor.

Die Walfang-Flotte, die am Samstag aus dem Südpolarmeer nach Japan zurückgekehrt ist, wurde von der Sea Shepherd-Gruppe bedrängt, sagte der Funktionär der Fischereibehörde, Koichi Mizutani.

Die japanischen Waljäger „mußten oft vor der Gruppe flüchten und sie konnten ihre[n] ‘Forschung‘(swalfang] nicht betreiben“, sagte Mizutani.

Geringe Fangmenge: Tote Zwergwale auf dem Deck des japanischen Fabrikschiffs Nisshin Maru. Photo: AFP

 

http://www.smh.com.au/world/harassed-japan-fleet-catches-fewer-whales-20140408-zqsf7.html

Bedrängte japanische Flotte fängt weniger Wale

08. April 2014

Japan hat bei seiner letzten Jagd im Südpolarmeer nur ein Viertel des geplanten Fangs gemacht, zum Teil wegen der Behinderung durch Anti-Walfang-Gruppen, wie die Regierung sagt.

Die Walfang-Flotte, die am Samstag aus dem Südpolarmeer nach Japan zurückgekehrt ist, wurde von der Sea Shepherd-Gruppe bedrängt, sagte der Funktionär der Fischereibehörde, Koichi Mizutani.

Die japanischen Waljäger „mußten oft vor der Gruppe flüchten und sie konnten ihre[n] ‘Forschung‘[swalfang] nicht betreiben“, sagte Mizutani.

Heimische und internationale Kritiker sagen, Japan habe große Vorräte an Walfleisch auf Lager, weil die meisten japanischen Konsumenten es nicht essen.

Seit dem Dezember liegen Berichten zufolge 2888 Tonnen Walfleisch auf Lager.

Japan hat entschieden, Ende diesen Jahres keine Walfangoperationen im Südpolarmeer durchzuführen, nachdem der Internationale Gerichtshof in Den Haag am 31. März verkündete, dass es sein „Forschungs-Walfang“-Programm beenden müsse.

Australien hatte diesen Fall 2010 vor Gericht gebracht, in dem es behauptete, dass Japan mit dem Abschlachten Hunderter von Walen zu kommerziellen Zwecken jedes Jahr gegen internationales Recht verstoße.

Quelle: Facebook

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GrindStop 2014 Update

 

Sea Shepherd hat kürzlich eine Erkundungstour der Färöer Inseln abgeschlossen Photo: Sea Shepherd

Sea Shepherd hat kürzlich eine Erkundungstour der Färöer Inseln abgeschlossen. Vier Mitglieder des Operation GrindStop 2014 –Teams verbrachten mehrere Tage bei einem Besuch der Killerstrände und testeten neue Geräte und Hilfsmittel. Wir bereiten uns vor für die Anwesenheit Hunderter von Freiwilligen an Land und auf See, die über vier Monate an den Stränden Wache stehen werden, um Alarm zu schlagen, einzugreifen und zu dokumentieren, wenn dort eine Grind versucht werden sollte.

Die Sea Shepherd-Crew traf sich mit dem Polizeipräsidenten und verschiedenen Angehörigen der färöischen Polizeikräfte. Wir hatten ein herzliches Gespräch, in dessen Verlauf die Polizei uns mit Informationen über die Gesetze und Vorschriften versorgte, die zu beachten sind, wenn die Grind geschützt wird. Wir erklärten der Polizei, dass wir die Stellung halten und die Wale verteidigen werden.

Die Presse berichtete über unsere Bewegungen und wir führten mehrfach Interviews mit den Medien.

Sea Shepherd begegnete einigen ansässigen Färingern, die offene Feindseligkeit gegenüber unserer Anwesenheit und unserem Anliegen zeigten, aber wir trafen andere, die unser Anliegen und unsere Entschlossenheit teilen, die Schlächterei hier zu beenden.

Viele Personen haben schon Anträge gestellt, um sich der Crew anzuschließen, aber haben vielleicht noch nichts vom GrindStop-Team 2014 gehört. Wir organisieren die Kampagne zum gegenwärtigen Zeitpunkt und jeder, der das Team bereits kontaktiert hat, sollte demnächst von uns hören. Wir brauchen euch und brauchen noch viel mehr Freiwillige, um uns dieser Herausforderung zu stellen und zur Verteidigung der Wale und Delfine bereit zu stehen.

Operation GrindStop 2014 hat ein Ziel, und das ist, keine Meeressäuger in den Färöern abgeschlachtet zu sehen. Sollte es zu einer Abschlachtung (Grind) kommen, wird Sea Shepherd alles tun, was wir können, um gewaltfrei in die Schlachtung einzugreifen. Es kann sein, dass einige von uns ins Gefängnis gehen müssen, aber das ist ein geringer Preis, den man zahlen muss, um einen Wal oder Delfin zu retten. Es ist sogar möglich, dass ein im Blutrausch durchdrehender Walkiller Freiwillige angreifen könnte. Wir werden vorbereitet sein, uns selbst zu verteidigen, wenn es nötig wäre. Wenn es zu einer Grind kommt, werden wir die barbarischen Geschehnisse sorgfältig dokumentieren und ausstrahlen. Die Welt wird das beobachten und wir werden die Wahrheit über die Schlächterei zeigen.

Die Grind ist ein historisches Ereignis auf den Färöer Inseln. Es gibt Aufzeichnungen, die hunderte von Jahren zurückreichen (obwohl der Gebrauch von Motorbooten natürlich jüngeren Datums ist). Unterstützer der Grind werden argumentieren, dass ohne den historischen Verzehr von Walfleisch die Menschen nicht überlebt hätten und dass die Wale für ein „Geschenk“ Gottes gehalten werden. Die gegenwärtige Realität allerdings ist, dass kein einziger Mensch auf den Färöern Hunger leiden würde, und ganz sicher würde niemand Hungers sterben, wenn keine Wale mehr getötet würden. Tatsächlich ist das Walfleisch hochgradig giftig (wegen Quecksilber und Chemikalien, die die Menschen in den Ozeanen abladen) und üblicherweise vermeiden Kinder und Frauen im gebärfähigen Alter auf den Färöern den Verzehr von diesem Fleisch. Außerdem sind weitere Beweise aufgetaucht, die einen starken Zusammenhang zwischen dem Verzehr des Fleischs und der Parkinson-Krankheit herstellen. Entscheidend ist, dass die Grind vollkommen unnötig, ungesund und barbarisch ist und sich zu dem kommerziellen Walfang in den Ausstellungen historischer Museen gesellen sollte. Die Färinger haben eine reiche Kultur in der Literatur, Architektur, Kleidung, Musik, Kunst und Tanz. Es gibt überhaupt keine Notwendigkeit für die Färinger, sich an dieser Schlächterei festzuklammern.

Das wahre “Geschenk” der Wale in den Färöern sind die lebenden Wale und kleinen Meeressäuger. Die Färinger haben eine Wahl und eine gute Gelegenheit. Wegen der Anwesenheit der Land-Crew während der Kampagne werden auch wir eine Geschichte zu erzählen haben. Diese Geschichte kann eine von der Harmonie mit den Ozeanen sein, in der die Färöer Inseln ein einladender Ort für Touristen und Weltreisende sind. Oder die Geschichte kann von barbarischen, überholten Bräuchen handeln, die den gesunden Menschenverstand außer Kraft setzen und so die Färöer zu einem Ort machen, der von Touristen gemieden werden muss und dessen Produkte boykottiert werden müssen.

Eines der neuen Geräte wird vor Ort getestet Photo: Sea Shepherd

 

Die Kampagne besteht aus see- und landbasierten Komponenten. Die seebasierten Positionen sind ausgefüllt. Wir brauchen Freiwillige für die Crew an Land. Als Mitglied eines hingebungsvollen Teams internationaler Sea Shepherd-Aktivisten wirst du Sea Shepherd helfen, Grindwale, Atlantische Weißseitendelfine, Rundkopfdelfine und Schweinswale zu schützen – die vier Arten, die auf den Färöer Inseln bei ihren barbarischen „traditionellen“ Treibjagden getötet werden (bezeichnet als die „Grind“, abgeleitet von dem Wort „Grindadráp“ oder Walschlachtung, unter Bezugnahme auf die hauptsächlich getötete Art, die Grindwale).

Seit Beginn der Aufzeichnungen wurden mehr als 265.000 Kleinwale auf den Färöer Inseln abgeschlachtet. Seit dem 20. Juli 2013 wurden 1.499 Delfine und Wale bei den Färöer Grindwaljagden getötet. Die Mehrzahl der Grinds finden zwischen Ende Juni und Ende Oktober statt. GrindStop 2014 wird von Anfang Juni bis über den 1. Oktober stattfinden.

Die Wale und Delfine brauchen dich. Schließ dich noch heute der Kampagne an.

For the Oceans,
Scott West
und das GrindStop 2014-Team

Sea Shepherd führt seit 1983 den Widerstand gegen die brutale Abschlachtung von Walen und Delfinen auf den Färöer Inseln an. 2011 kehrte Sea Shepherd für unsere letzte färöische Kampagne, Operation Ferocious Isles, zurück. Es fanden keine Grindwaljagden statt, während Sea Shepherd die Inseln patrouillierte. Das ist nach wie vor unser Ziel: die Grind zu einem GrindStop zu bringen. In diesem Sommer wird Sea Shepherd wieder da sein, um unsere Klienten bei der bisher größten Kampagne auf den Färöer Inseln zu verteidigen, mit einer Crew, die sowohl auf See als auch an Land an der Frontlinie patrouilliert. Wir brauchen so viele leidenschaftliche und engagierte Freiwillige wie möglich, um diese Kampagne zu einem Erfolg zu machen. Wir haben alle Positionen auf See ausgefüllt und suchen noch Freiwillige, die sich der Crew an Land anschließen. „Wenn du dich uns auf den Färöer Inseln anschließen kannst, sende bitte deine Anmeldung an das Operation GrindStop 2014-Team über den link, den du unten findest. Wenn du noch Fragen hast, bitte maile an GrindStop@seashepherdglobal.org

Fülle hier online deine Anmeldung zur Kampagne aus: Grindstop 2014 On-Shore Crew Application.

Quelle: Sea Shepherd

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Glückwunsch, Präsident Luis Guillermo Solís

Luis Guillermo Solís of the Citizen Action Party takes a selfie after casting his ballot for president Sunday, April 6, 2014. Alberto Font/The Tico Times

Endlich ist die korrupte Regierung der ehemaligen Präsidentin Chinchilla weg und hoffentlich wird die ganze Korruption ihrer Regierung mit ihr verschwinden.

Jetzt kann ich mit Costa Rica verhandeln, um die politisch motivierten Anklagen loszuwerden, die Chinchilla 2012 gegen mich vorbrachte, dafür, dass ich 2002 auf Ersuchen der guatemaltekischen Regierung gegen illegales Shark-Finning in guatemaltekischen Gewässern eingeschritten war.

Und hoffentlich kann Sea Shepherd zurückkehren und der Regierung Costa Ricas beim Schutz des Cocos Island National Park im Pazifik und des Moins Beach auf der karibischen Seite der Nation helfen.

http://www.ticotimes.net/2014/04/06/live-costa-rica-presidential-election-results

Live Ergebnisse der Präsidentenwahl in Costa Rica

Corey Kane

UPDATE: Luis Guillermo Solís ist der nächste Präsident Costa Ricas. Der Oppositionskandidat gewann die Wahl Sonntag nacht mit gewaltigem Abstand.

Der Kandidat der Citizen Action Party (PAC) Solís schlug den Kandidaten der National Liberation Party (PLN) Johnny Araya, der sich entschieden hatte, keinen Wahlkampf zu führen, vernichtend. Am bedeutendsten für Solís, gelang es ihm, sein Mandat zu erhalten und 1 Million Stimmen auf sich zu vereinen. Solís gewann jeden Bezirk innerhalb aller sieben Provinzen des Landes.

Siehe unten die live-Wahlergebnisse der Entscheidung, wie die Zahlen von der obersten Wahlbehörde kommen. Die Ergebnisse kommen seit 20 Uhr herein. Beim letzten Update hatte Solís 1. 258 715 Stimmen. Araya erhielt 357 496 Stimmen. Die Wahlenthaltung schwankt um 43 Prozent und 94 Prozent der Stimmen sind bereits gezählt.

Quelle: Facebook

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Japan wird ins Südpolarmeer zurückkehren

Facebook-Kommentar von Captain Paul Watson

Trotz der Schau, die der japanische Außenminister abgezogen hat, dass Japan nicht zu seinen illegalen Walfangaktivitäten im antarktischen Walschutzgebiet zurückkehren werde.

Sie mögen in der Tat nicht in der Saison 2014/2015 zurückkehren, aber ich bin ganz sicher, dass sie in der Saison 2015/2016 zurückkehren.

Der Hauptgrund dafür ist simpel. Japan hat seinen Antrag auf ein Ersuchen um eine dauerhafte Unterlassungsverfügung gegen Sea Shepherd USA vor dem U.S.-Bundesgericht nicht zurückgezogen. Vielmehr präsentierten die Rechtsanwälte des Institute of Cetacean Research – auf das Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag folgend – dem U.S.-Gerichtshof einen Schriftsatz, dass sie beabsichtigten, fortzufahren.

Nun, was ist der Zweck einer Unterlassungsverfügung, Walfangoperationen zu stören, wenn es keine Walfangoperationen gibt?

Die japanische Regierung erkennt, dass die gegenwärtige Regierung Australiens nicht eingreifen wird, sollten die Waljäger in die Antarktis zurückkehren. Die gegenwärtige Regierung von Tony Abbott ist offen feindselig gegen Natur- und Umweltschützer eingestellt und sehr, sehr eifrig darauf bedacht, Japan glücklich zu machen, was internationale Handelsbeziehungen angeht.

Der japanische Premier Abe hat sehr deutlich gemacht, dass er unzufrieden mit dem IGH-Urteil ist.

Was sie sehr wohl tun könnten, ist, die nächste Saison auszusitzen, wobei sie erwägen werden, dass sie die sechs Monate nicht haben, die sie brauchen, um ihre Absichten bei der Internationalen Walfangkommission einzureichen. In der Zwischenzeit können sie ein völlig neues „wissenschaftliches“ Programm aufsetzen. Dann können sie zurückkehren. Australien mag sie anfechten oder nicht. Abbott wird nicht einschreiten, solange er nicht von der Wählerschaft unter Druck gesetzt wird.

Und sie werden denken, dass Sea Shepherd zu anderen Themen übergehen wird.

Ein Eingreifen würde bedeuten, dass Australien womöglich (wenn auch unwahrscheinlich) Japan erneut vor den IGH bringt, um eine weitere fünfjährige Wartezeit für ein zweites Urteil abzuwarten.

Japan hat eine Geschichte politischer und militärischer Doppelzüngigkeit.

Was das für Sea Shepherd bedeutet, ist, dass wir unsere Schiffe für zukünftige Einsätze reparieren und vorbereiten müssen. Das Jahr, das dieses Urteil uns gebracht hat, wird uns die Zeit geben, Spenden für ein schnelleres Langstreckenschiff aufzubringen, das unsere Flotte 100% effektiv macht.

Die Whale Wars im Südpolarmeer sind nicht vorbei und das Einzige, was mich überzeugt, dass die Japaner entschieden haben, sich aus dem antarktischen Walschutzgebiet zurückzuziehen, ist, wenn die Zivilklage um das Gesuch einer dauerhaften Verfügung fallengelassen wird.

Es macht wenig Sinn, weiterhin Geld für das Gesuch um eine Verfügung auszugeben, die nutzlos wäre, wenn es keinen Walfang gäbe, gegen den man vorgehen müßte.

Die Verfügung macht allerdings rechtlich wenig Sinn. Sea Shepherd USA ist im Südpolarmeer nicht involviert und steuert keine Spenden zu den Antarktis-Kampagnen bei. Die einstweilige Verfügung, die das ICR zur Zeit hat, unterbindet den Spendenfluß für die Südpolarmeer-Flotte, aber sie kann nicht verhindern, dass die Schiffe, die unter niederländischer Flagge fahren, von australischen Häfen aus operieren.

Das ICR will nicht, dass Sea Shepherd USA zur Spendenbereitstellung für die Kampagnen zurückkehrt und daher wird die Klage aufrechterhalten.

Das U.S.-Gericht des 9. Bezirks hat entschieden, dass die Waljäger legal vorgehen. Der internationale Gerichtshof hat entschieden, dass die Waljäger illegal vorgehen. Wird die Ansicht des internationalen Gerichtshof die des U.S.-Bundesgerichts aufheben? Theoretisch nein. Aber Japan führt Freudentänze auf, dass die U.S.-Gerichte den IGH nicht anerkennen werden.

Mich haben diese Woche Leute gefragt, warum ich keine Champagnerkorken knallen lasse und erfreut diesen Sieg feiere.

Auch wenn ich anerkenne, dass dies ein Sieg ist, der unsere rechtliche Position bestätigt und der bedeutet, dass es die Waljäger sind, die die Verbrecher sind, bleibt die Tatsache, dass diese Verbrecher auf jeden Fall immer noch die Absicht haben, das Töten der Wale fortzusetzen.

Die Grenzen des antarktischen Walschutzgebiets sind den Waljägern noch nicht verschlossen.

Wir brauchen ein weiteres Schiff und wir müssen unsere drei großen Schiffe bereit machen für eine erneute Rückkehr ins Südpolarmeer. Der internationale Gerichtshof hat uns die Zeit verschafft, diese Vorbereitungen zu treffen und ein viertes großes, schnelles Langstreckenschiff zu beschaffen.

Die Tore des antarktischen Walschutzgebiets werden weiter von Sea Shepherd bewacht sein, so lange, wie es dauert, um aus dem Schutzgebiet einen stabilen Schutzraum zu machen, wo die Wale ungestört von der Absicht der Kriminellen, sie zu ermorden, leben können.

Wenn die japanischen Waljäger zurückkehren, werden sie auf eine viel stärkere und vollständig vorbereitete Streitmacht zum Schutz der Wale treffen.

Wir werden vorbereitet sein und wir stehen bereit.

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Danke, Bob Brown

Kommentar von Captain Paul Watson

Ich habe die Karriere von Bob Brown von den frühen achtziger Jahren an verfolgt, als er sich für den Erhalt des Franklin River in Tasmanien einsetzte. Ich habe seine Karriere als Chef der australischen Grünen und als Senator in der australischen Bundesregierung verfolgt.

Politiker, ja, aber zuerst und vor allem einer der bedeutendsten Umwelthelden in der Geschichte Australiens. Er ist für Australien, was John Muir für Amerika war und ist. Er ist außerdem der fürsorglichste, besorgteste, ehrlichste und praktischste Politiker, den ich je getroffen habe.

Er ist außerdem ein Poet, und das für sich macht ihn schon zu einem ganz besonderen Menschen.

Nachdem er sich 2012 aus der Politik zurückgezogen hatte, erwies Bob Brown Sea Shepherd die Ehre, eine Sea Shepherd Australien-Kampagne nach Nordwestaustralien zum Schutz der Kinderstube der Buckelwale zu leiten. Und dann, als ich gezwungen war, als Kampagnenleiter für die Operation Zero Tolerance zurückzutreten, nahm Bob Brown die Herausforderung an, die Rolle des Kampagnenleiters zu übernehmen und er hat einen unglaublichen Job gemacht. Operation Zero Tolerance (2012/2013) war die erfolgreichste Intervention gegen illegale japanische Walfangoperationen von allen Kampagnen, die Sea Shepherd bisher durchgeführt hat.

Bob fuhr fort als Kampagnenleiter und überwachte die Operation Relentless (2013/2014), die gerade erst, vor weniger als einem Monat, abgeschlossen wurde.

Jetzt, mit der Entscheidung des Internationalen Gerichtshof, die den japanischen Walfang im Südpolarmeer verurteilt, hat Bob Brown endlich die Chance auf einen wohlverdienten Ruhestand und ist als Vorsitzender Sea Shepherd Australiens zurückgetreten.

Er wird weiterhin dem Sea Shepherd Australien-Beratergremium vorstehen und wir sind verdammt stolz, ihn weiterhin an Bord zu haben.

Und ich war stolz, geehrt und privilegiert, Bob Barker als Freund, Berater, Leiter und Inspiration zu haben.

http://www.smh.com.au/national/bob-brown-steps-down-as-sea-shepherd-chairman-20140402-35yz1.html

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Greenpeace scheint überhaupt kein Schamgefühl zu haben

Facebook-Kommentar von Captain Paul Watson

Wow! Von Greenpeace erhielt ich gerade die erstaunlichste Nachricht überhaupt – sie haben die Waljäger im Südpolarmeer gestoppt.

Sie haben die Nachricht sogar an mich persönlich adressiert. Ich fühle mich so geehrt, dass sie sich die Zeit genommen haben, mich persönlich zu benachrichtigen.

Sie gaben mir bekannt, dass Greenpeace gerade die japanische Waljagd im Südpolarmeer beendet habe. Ein Sieg für Greenpeace, sagen sie. Ich bin ein wenig überrascht. Das war mir nicht aufgefallen, bevor ich diese erhellende Nachricht von Phil erhielt.

Wir haben sie seit 2008 nicht da unten im Südpolarmeer gesehen. Nun, ich würde das nicht beachten, wenn sie erwähnt hätten, dass Sea Shepherd den Ball über die Ziellinie getragen hat, doch laut Phil hat Greenpeace das alles mit Hilfe ihrer Wenigkeiten erreicht.

Das Problem ist, dass das IGH-Urteil den Walfang nicht beendet hat und wir uns immer noch vorbereiten müssen, unsere Schiffe im Dezember da runter ins Südpolarmeer zu bringen.

2014 wird nicht das erste Jahr sein, in dem keine Wale gejagt werden. Greenpeace vergißt, dass Sea Shepherd in den letzten vier Monaten dort unten Walfangschiffe gejagt hat. Und Phil könnte ein bißchen voreilig sein, was 2015 betrifft.

Phil will, dass ihr Greenpeace Geld schickt, weil laut Phil dieser Sieg vor Gericht allein das Werk von Greenpeace war. Keine Anerkennung von Australien oder Neuseeland und keine Erwähnung der Sea Shepherd-Kampagnen von 2002 bis 2014.

Wenn es nach Greenpeace geht, existiert Sea Shepherd einfach nicht.

Also, wenn die Waljäger das Urteil wirklich ignorieren und ins Südpolarmeer zurückkehren, wird es nicht Greenpeace sein, die da sind, um sie in Empfang zu nehmen. Es werden die tapferen internationalen Freiwilligen von Sea Shepherd sein.

Phil, das war ein großer Sieg für die Wale und es ist wirklich traurig, dass du dich entschieden hast, diesen Sieg für diesen opportunistischen erbärmlichen Spendenaufruf auszuschlachten.

Phil, vielleicht kannst du uns aufklären, für was du diese Spenden haben willst? Du hast seit 2008 nichts in den antarktischen Gewässern getan.

Wirst du im Dezember da sein, falls die Japaner zurückkehren? Höchstwahrscheinlich nicht.

Du sagst, du willst den Schwung beibehalten, aber dein Schwung erstarb jäh im Wasser, als du vor sechs Jahren die Wale im Südpolarmeer den japanischen Harpunen überlassen hast. Was genau schützt du für Wale? Ihr seid nicht auf den Färöern, ihr seid nicht in Taiji, ihr seid nicht in Island, ihr seid nicht in Norwegen. Wo bist du, Phil?

Was meinst du mit komplett hingebungsvoll? Sprichst du von der Überreichung von Broschüren, Petitionen etc. Was hat deine Definition „völliger Hingabe“ zu bedeuten, Phil?

Du hast für Sea Shepherd nichts als Verachtung übrig für unseren Einsatz.

Du solltest dich wirklich für dich selber schämen.

Captain Paul Watson
Sea Shepherd Conservation Society

Brief von Phil Kline (der nie im Südpolarmeer war)

Paul -

Mach einen Freudensprung – kein Walfang im Südpolarmeer in diesem Jahr!

Ich habe fantastische Neuigkeiten und habe mein ganzes Leben darauf gewartet, sie mit dir teilen zu können. Japan hat offiziell alle Pläne aufgegeben, 2014 im Südpolarmeer Wale zu fangen.

Dies wird das erste Jahr seit 1904 sein, dass keine Wale in antarktischen Gewässern gejagt werden.

Das ist großartig. Der heutige Tag kennzeichnet einen phänomenalen Sieg für die Wale – und für die Greenpeace-Unterstützer wie dich, dich sich zusammengetan haben, um ein Ende des kommerziellen Walfangs zu fordern. Ich kann mir nur vorstellen, dass wenn wir diese Neuigkeit den Walen vermitteln könnten – sie würden ebenfalls Freudensprünge machen.

Seit 1989 hat Greenpeace neun Anti-Walfang-Expeditionen in die Antarktis entsandt. In jüngerer Zeit haben Unterstützer wie du unermüdlich gekämpft, um die Zuschüsse zu stoppen, die den kommerziellen Walfang am Leben erhalten und den unrechtmäßigen und unprofitablen Markt für Walfleisch zu kappen.

Dieser Tag wäre ohne deine Unterstützung nicht möglich gewesen. Danke dir!

Ich hoffe, du nimmst dir die Zeit, diese großartige Nachricht für die Wale heute mit mir zu feiern. Das ist ein Beweis, dass wir zusammen wirklich etwas bewirken können, um die Wale dieser Welt und die Meere zu schützen, in denen sie leben.

Für die Wale,

Phil Kline
Leitender Meeres-Aktivist

P.S. Heute ist ein großartiger Sieg für die Wale, aber wir wissen, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben. Greenpeace leistet vollen Einsatz, um ALLEN kommerziellen Walfang zu beenden – aber wir brauchen deine Hilfe. Bitte erhalte mit deiner heutigen Spende diesen Schwung aufrecht. Deine Unterstützung wird uns in den bevorstehenden Kämpfen 2014 helfen – zum Schutz gefährdeter Wale, unserer Meere und unseres Planeten.

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Das IGH-Urteil war eine Gemeinschaftsleistung

Kommentar von Captain Paul Watson

Die Wale des Südpolarmeers haben vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag gesiegt.

Das ist alles, was wirklich wichtig ist.

Ein Sieg hat selbstredend viele Mütter, daher bin ich nicht überrascht über all die Menschen und Organisationen, die ihn sich zuschreiben. Das war zu erwarten.

Ich bin überrascht, einige Organisationen ihre Beiträge posten zu sehen, wie das alles ihr Handeln gewesen sei und niemand anderen zu erwähnen. Das Problem ist, dass ich im vergangenen Jahrzehnt rein garnichts von vielen dieser Gruppen gehört habe (die ich nicht erwähnen werde), so dass ich ein wenig perplex war, wie es ihr Handeln gewesen sein soll, aber, nun gut, ich bin sicher es hat gut als Behelf zum Spendensammeln funktioniert. Menschen sind von Natur aus opportunistisch.

Jedoch hat mich das motiviert, einigen der Menschen, Organisationen und Regierungen Anerkennung zu zollen, die tatsächlich in enormem Umfang zu diesem Sieg vor Gericht beigetragen haben.

Zuallererst dem australischen Bundesgerichtshof, der 2008 den japanischen Walfang in australischen Gewässern verboten hat, als Ergebnis eines Gerichtsverfahrens, das von der Humane Society International vor diesem Gericht angestrengt wurde.

Zweitens dem früheren liberalen Umweltminister und früheren Senator Ian Campbell dafür, dass er Australien in den Jahren 2006 und 2007 als die führende Nation im Walschutz positionierte.

Drittens der ehemaligen australischen Regierung unter Kevin Rudd für die Erhebung der Klage gegen die japanische Regierung. Es hat eine Weile gebraucht, aber der Einsatz hat sich ausgezahlt. Nur eine Staatsregierung konnte die Mittel aufbringen, dieses kostspielige Gerichtsverfahren anzustrengen. Dank Premierminister Rudd hat Australien das in Angriff genommen. Ich persönlich denke, das wird als die größte Leistung der ehemaligen Labor-Regierung und sicher des früheren Premierministers in die Geschichte eingehen.

Ja, ich weiß, dass der ehemalige Labor-Umweltminister Peter Garrett im Fernsehen war und sagte, es habe nichts mit Sea Shepherd zu tun, aber das ist keine Überraschung von dem in Ungnade gefallenen ehemaligen Politiker, der die Umweltbewegung in solchem Ausmaß betrogen hat, als er noch im Amt war. Unsere damalige Kritik an ihm hat dazu geführt, dass er heute sauren Trauben hinterherweint. Peter, du hättest dir den Sieg zu eigen machen sollen und ihn nicht als Gelegenheit benutzen, Sea Shepherd zu kritisieren.

Die Wahrheit ist natürlich, dass, wenn Sea Shepherd nichts mit der Entscheidung zu tun hätte, dann wäre er nicht im Fernsehen und würde nicht seine Sendezeit dafür verwenden zu sagen, dass Sea Shepherd nichts damit zu tun habe.

Viertens den australischen Grünen, die der Labor im Rücken standen, wann immer diese den Eindruck machte, zurückzuweichen. Und ganz besonders Bob Brown, dafür dass er nicht nur als Senator und Chef der Grünen für diese Kampagne eingetreten ist, sondern auch, dass er die Leitung der Operation Zero Tolerance und der Operation Relentless übernommen hat.

Und der fünfte wichtige Akteur ist Neuseeland, weil es zu dem Sieg beigetragen hat, indem es als Nebenkläger Australiens in der Sache vor dem IGH auftrat.

Es gab selbstverständlich noch weitere Organisationen, wie Living Oceans, Australian Zoo, Kindness House. Oceanic Preservation Society, die australischen Grünen und, ja, Greenpeace. Obwohl ich Greenpeace oft kritisiert habe, besonders dafür, dass sie sich mit ihren Schiffen aus dem Südpolarmeer zurückgezogen haben, erkenne ich an, dass sie viele Jahre sowohl im Südpolarmeer als auch in Japan bis 2008 beteiligt waren.

Schließlich möchte ich den Beitrag von Animal Planet und dem Discovery Network würdigen, dafür, dass sie dieses Problem der Welt vor Augen geführt haben.

Was viele Jahre vor den Augen der Welt verborgen und daher auch nicht in ihrem Bewußtsein war, das wurde vor den ganzen Welt durch Whale Wars aufgedeckt.

Und auch wenn Peter Garrett behauptet, dass Sea Shepherd nichts mit dem Sieg zu tun habe, muss ich sagen, dass er extrem unfair gegenüber den Australiern ist, die als Mannschaft auf den Sea Shepherd-Schiffen waren und den Hunderttausenden von Australiern, die die Sea Shepherd-Fahrten unterstützt haben.

Als wir 2002 anfingen, war der japanische Walfang im Südpolarmeer praktisch unbekannt. Geduldig haben wir unsere Schiffe Jahr für Jahr in die lebensfeindlichsten, entlegensten Gewässer der Welt gebracht, um gegen das Schlachten der Wale vorzugehen und mit jedem Jahr wurden wir erfolgreicher.

2002 war die Unterstützung des französischen Filmemachers Jacques Perrin und Galatee Films ein ganz entscheidender Faktor für die Durchführung dieser Kampagne.

2005 waren wir dank Mike Galesi und Patty Shenkar in der Lage, einen Helikopter zu beschaffen. Peter Heller kam mit uns und schrieb das Buch Whale Warriors. Phil Wollen ermöglichte uns, in Melbourne anzulegen.

2006 ermöglichten uns Pritam Singh und John Allison, die Robert Hunter zu beschaffen, die später in Steve Irwin umbenannt wurde. Auch Senator Ian Campbell war uns in diesem Jahr als Umweltminister eine große Hilfe.

2007 schloß sich Animal Planet das erste Mal uns an und war von da ab in jedem Jahr dabei.

2010 spendete Bob Barker 5,2 Millionen, um uns zu ermöglichen, die Bob Barker zu erwerben und außerdem unser Langstreckenschiff und einen Helikopter, der entscheidend wichtig ist für das Auskundschaften der Walfangflotte und die Dokumentation ihrer Verbrechen.

2011 schaffte Sea Shepherd die Gojira an, die später in Brigitte Bardot umgetauft wurde.

2012 stellte uns Sam Simon die Mittel zur Verfügung, die Sam Simon zu erwerben, die uns ermöglichte, unsere Präsenz bei der Patrouille zu verstärken und ihnen den psychologischen Schaden zuzufügen, eins der ehemaligen japanischen Schiffe gegen ihre Walwilderei einzusetzen.

Letztes Jahr haben die Waljäger weniger als 10% ihrer Jagdquote gefangen und über die Jahre hat Sea Shepherd etwa 6.000 Wale vor den Harpunen gerettet. Und es war die Öffentlichkeit, das Drama und die Aufdeckung durch die Freiwilligen von Sea Shepherd, die dieses Problem im Bewußtsein erhielten und über die ganze Welt zum Thema machten.

Der IGH war sich der Interventionen von Sea Shepherd sehr bewußt, wie es auch die Regierungen der Welt sind und Sea Shepherd wird in den Entscheidungen des IGH erwähnt.

Der Gerichtsentscheid des IGH rechtfertigt, was wir seit 12 Jahren gesagt haben. Der japanische Walfang im Südpolarmeer ist nicht wissenschaftlich und ist illegal. Sea Shepherd, die keine Protestorganisation ist, war nicht unten im Südpolarmeer, um gegen den Walfang zu protestieren, wir waren im Südpolarmeer, um gegen eine kriminelle Operation vorzugehen.

Unser vorrangiges Anliegen war das Vorgehen in direkter Aktion um das Leben so vieler wie möglich leibhaftiger Wale zu retten, so lange die Entscheidung des IGH anhängig war. Unser zweites Ziel war, die illegalen japanischen Walfangaktivitäten im Südpolarmeer aufzudecken und öffentlich zu machen.

Wie in allen Kampagnen gibt es eine Vielzahl von Herangehensweisen, Taktiken und Strategien. Aufklärung, Gesetzgebung, Gerichtsverfahren, Durchsetzung sind alles Herangehensweisen, die zum Erreichen des Ziels beitragen.

Die Sea Shepherd-Einheiten auf der ganzen Welt, die Unterstützer, Freiwilligen an Land, Schiffsbesatzungen, Beiräte und Direktoren und die früheren Direktoren verdienen alle Anerkennung für diesen gerichtlichen Sieg.

Ich erstelle eine vollständige Liste aller Menschen, denen ich danken möchte und werde diese innerhalb der nächsten Tage veröffentlichen.

Das war ein gerichtlicher Sieg, der durch die Leidenschaft von Tausenden erreicht wurde, durch den Einsatz des Klageweges, von Rechtsprechung, Aufklärung und Intervention.

Wenn du für die Sache gespendet hast, hast du zu dem Urteilsspruch beigetragen. Wenn du auf den Schiffen warst oder als Freiwilliger an Land, hast du zu dem Urteilsspruch beigetragen. Wenn du 2007 die Labor-Partei oder die Grünen gewählt hast, hast du zu dem Urteilsspruch beigetragen.

Und wir können alle stolz darauf sein, der Welt bewiesen zu haben, dass die Aktivitäten der japanischen Waljäger, die Rückhalt von der japanischen Regierung bekamen, illegal waren und dass der Internationale Gerichtshof den Erlass von Genehmigungen verweigert hat.

Und damit wir es nicht vergessen, der Walfang geht weiter. Japan könnte dieses Gerichtsurteil ignorieren. Sie werden höchstwahrscheinlich den Walfang im Nordpazifik fortsetzen und dann gibt es noch die gesetzlosen Walfangnationen Island, Norwegen und die Färöer Inseln.

Wir haben eine Schlacht gewonnen. Den Krieg haben wir noch nicht gewonnen.

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