Zehn Delfine in der Bucht in Taiji, Japan gefangen!

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/new-100902-1.html

Sea Shepherd Crew ruft zur Hilfe bei der Rettung der Delfine in der Bucht auf

Die ersten in dieser Saison in Taiji gefangenen Delfine sind heute in der berüchtigten Bucht von Taiji, Japan, zusammengetrieben worden. Diese Delfine werden getötet, wenn nicht Menschen nach Taiji kommen, um sie zu beschützen.

Sea Shepherd hat eine Crew aus Australiern, Neuseeländern, Amerikanern und Japanern in Taiji, ist aber ernstlich in der Unterzahl.

Es halten sich einige 100 Leute in Tokyo auf, die nach Japan gekommen sind, um die Delfine zu schützen, Sea Shepherd ruft diese Leute auf, umgehend nach Taiji zu kommen. Die Delfine werden nicht von Tokyo aus gerettet.

„Die Delfine brauchen heute und morgen Beschützer in der Bucht“, sagte Michael Dalton von Sea Shepherd Brisbane, der das Sea Shepherd –Team vor Ort in Taiji leitet, „wenn Ihr nach Japan gekommen seid, um Delfine zu retten, ist der richtige Platz Taiji und die richtige Zeit, da zu sein ist jetzt“.

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Robbenfelle kommen weiter in EU

Gefunden bei n-tv

Rückschlag für Tierschützer

Robbenfelle kommen weiter in EU

Nach jahrzehntelanger Kritik hatte die EU die Einfuhr von Robbenfellen gestoppt. Das Gesetz sollte das Ende des Verkaufs aller Pelze bedeuten, die den Robben während des kanadischen kommerziellen Robbenmassakers abgezogen werden. Doch Jäger und Unternehmen wehren sich – auch vor Gericht.

Robbenfelle bestimmter Anbieter können ungeachtet des seit Freitag geltenden Einfuhrverbots zunächst weiter in die EU gelangen. Grund für diese überraschende Wende ist ein Rechtsstreit vor dem EU-Gericht in Luxemburg. Wie lange das Verbot ausgesetzt bleibt, ist noch nicht absehbar.

Der Präsident des EU-Gerichts Erster Instanz, Marc Jaeger, bremste auf Antrag von 16 Klägern in letzter Minute die Anwendung der neuen Vorschrift, wonach grundsätzlich keine Robbenprodukte mehr auf den Markt gebracht werden dürfen.

Inuit-Produkte vom Verbot ausgenommen

Unter den Beschwerdeführern sind mehrere Unternehmen wie die Canadian Seal Marketing Group in Quebec, Einzelpersonen sowie die Vereinigungen der arktischen Ureinwohner Inuit in Kanada und Grönland, wie aus nicht-öffentlichen Dokumenten hervorgeht.

Laut EU-Gesetz dürfen keine Robbenprodukte mehr in Europa auf den Markt gebracht werden, es sei denn, sie stammen von den Inuit, die keine kommerzielle Robbenjagd betreiben. Das Verbot gilt für sämtliche Robben-Produkte, darunter auch Öle, Häute und Tran, der in Kosmetik oder Medizin verwendet wird. Die Felle werden meist für die Herstellung von Pelzen, Mänteln und Mützen verwendet.

900.000 tote Robben

Laut Schätzungen werden jährlich etwa 900.000 Robben getötet. Den Tieren wird häufig mit einem hakenbewehrten Stock der Schädel eingeschlagen. Nach Beobachtung von Tierschützern gelingt dies jedoch oft nicht, und den Robben wird bei lebendigem Leib das Fell abgezogen.

Vor allem Kanada macht Jagd auf die Tiere. Auch in Grönland und Namibia werden Robben gejagt. Kanada hatte im Juli angekündigt, wegen des Importverbots vor die Welthandelsorganisation WTO zu ziehen.

Anhörungen im September

Eine Kommissionssprecherin erklärte in Brüssel, das Handelsverbot gelte zwar wie festgelegt von Freitag (20. August) an. Der Bann werde aber für die Kläger nicht angewandt, solange der Gerichtsstreit ungelöst sei. Die EU-Behörde erwartet, dass es im September Anhörungen geben wird. Dann müsse das Gericht entscheiden, ob die Regelung weiter ausgesetzt bleibe. Einen festen Zeitplan für das weitere Vorgehen gibt es demnach nicht.

Die EU-Behörde unterstrich, das EU-Robbengesetz entspreche den internationalen Verpflichtungen. Die wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Inuit seien gewahrt.

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Die Bucht / The Cove im deutschen Free-TV

Der Oskar-Prämierte Dokumentationthriller Die Bucht wird am 11. September, im Rahmen von “VOX Planet Blue” um 20:15 auf Vox gezeigt.

Dieser Film zeigt eindrucksvoll, wie die Menschen mit Ihrer Umwelt und den darin lebenden Geschöpfen umgehen. Es ist kein Anti-Japan Film sondern ein Film der zeigen will, dass wir unser angebliches Gottesrecht schamlos ausnutzen.

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Paul Watson besucht Deutschland

Am 11. September 2010 wird Paul Watson, der Gründer von Sea Shepherd, Deutschland besuchen. Auf Einladung der Partei Mensch Umwelt Tierschutz hält der Kapitän einen Vortrag über den Schutz der Meere und seiner Lebewesen.

Auch wird es dort Gelegenheit geben sich über das neu gegründete Sea Shepherd Deutschland zu informieren und mit ein wenig Glück auch mit dem Kapitän persönlich zu reden.

Ich selber habe mit Paul das letzte mal 2008 persönlichen Kontakt gehabt und ich muss sagen, es war ein beeindruckendes Treffen. Jeder der die Chance hat dieses Event zu besuchen sollte nicht zögern und sich per E-Mail an sekretariat-tierschutzpartei@t-online.de wenden um sich einen Platz zu sichern.

Die Veranstaltung findet am 11.09.2010 ab 19:00 (Einlass 18:40) im Hotel Crowne Plaza, Hinueberstraße 6, 30175 Hannover statt.

Man kann kann Paul Watson mögen oder auch nicht, aber er ist eine imposante Persönlichkeit mit Visionen, Träumen und Zielen, die für viele von uns auch oben auf der Tagesliste stehen sollten.

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Deutsche “Undercover-Angler” verhindern weiteres Blutbad auf den Färöer-Inseln

Hagen (ots) – Sobald vor den nordatlantischen Färöer-Inseln Grindwale gesichtet werden, regt sich bei vielen der rund 48.000 Einwohner der Jagdtrieb. Mit Booten werden die Walschulen zur nächstgelegenen offiziellen Fangbucht getrieben. Dort warten im seichten Wasser schon die Häscher und stürzen sich in einem wahren Blutrausch mit Haken und Messern auf die wehrlosen Tiere und massakrieren sie. Zwei Tierschützer aus Deutschland haben dem Gemetzel jetzt vorübergehend ein Ende gesetzt.

Mit einer Angelausrüstung wagten sich die Walschützer Jürgen Ortmüller (56/Steuerberater) und Andreas Morlok (44/Buchautor u. Unternehmensberater) auf die Inselgruppe und wurden als Gleichgesinnte angesehen. Bei der Regierung der Färöer-Inseln übergaben sie eine Petition ihrer Organisationen “Wal- und Delfinschutz-Forum” (WDSF) und “ProWal” mit fast 60.000 Unterschriften gegen das Walschlachten.

Die vermeintliche Angelmission sollte aber auch dem direkten Schutz der Wale dienen. Unauffällig charterten die Tierschützer ein Schnellboot, um vor der Inselgruppe elektroakkustische Pinger mit Orcawalgeräuschen im offenen Meer zu versenken. Grindwale meiden die Begegnung mit Orcawalen, weil sie deren Angriffe fürchten. Nachdem seit Juni fast 700 Grindwale bei sieben “Grinds” getötet wurden, gab es seit der Walschützeraktion Anfang August keine einzige Walsichtung und Schlachtung mehr an der Ostküste der Färöer.

Die Waljäger erzählten den beiden Undercover-Anglern stolz und bereitwillig über ihre Beutezüge. In zwei Orten sei es im Juli zum Eklat gekommen, als Grindwalschulen mit mehreren hundert Tieren in 10×20-Meter-Buchten gepfercht wurden und das Leiden der teilweise trächtigen Tiere bis zum nächsten Morgen andauerte.

Die Pseudo-Angler hätten von den Waljägern und in Restaurants frisches Grindwalfleisch kaufen können, obwohl der Walfang angeblich nur der eigenen Nahrungsbeschaffung dient und kein kommerzieller Handel zulässig ist.

Gegenüber dem EU-Mutterland Dänemark fordern die beiden Tierschützer eine Mitverantwortung für den Nicht-EU-Tochterstaat der Färöer-Inseln ein. Sämtliches dokumentiertes Beweismaterial soll nun der dänischen Regierung vorgelegt werden, um ein Walfangverbot zu erreichen.

Pressekontakt:

J.Ortmüller: 01512 4030 952

Mehr auch unter: http://www.walschutzaktionen.de/226301/home.html

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Galapagos-Inseln nicht mehr auf der UNESCO-Welterbeliste gefährdeter Naturdenkmäler

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100729-1.html
Donnerstag, 29. Juli 2010

Galapagos-Inseln nicht mehr auf der UNESCO-Welterbeliste gefährdeter Naturdenkmäler

Anläßlich des jährlichen Treffens des UNESCO-Kommitees für Welterbestätten, das in diesem Jahr in Brasilien abgehalten wurde, ist entschieden worden, dass Ecuador die Situation der Galapagosinseln in solchem Umfang verbessert habe, dass sie nicht länger auf der Welterbeliste gefährdeter Naturdenkmäler stehen müssen.

Die Galapagosinseln wurden aus drei Gründen im Treffen 2007 auf die Welterbeliste gefährdeter Naturdenkmäler gesetzt:
• Unkontrollierte Zunahme der menschlichen Bevölkerung
• Unregulierter Tourismus und
• Unzureichende Mittel, um eindringende Spezies am Eindringen auf die Insel zu hindern

In den vergangenen drei Jahren hat die Regierung Ecuadors – in Zusammenarbeit mit dem Galapagos National Park Service und verschiedenen anderen Regierungs- und Nicht-Regierungs- Umweltschutzgruppen ( einschließlich auswärtiger NGOs wie Sea Shepherd Conservation Society), hart daran gearbeitet, die Situation der Inselgruppe zu verbessern.

Anschließend einige Beispiele dieser Verbesserungen:
• Illegale Einwanderer wurden deportiert und Einwanderungskontrollen verschärft
• DerTourismussektor nimmt eine bessere Kontrolle des alljährlichen Zustroms großer Touristenzahlen vor
• Diverse Projekte sind angelaufen um die Einfuhr invasiver Spezies über Fracht – und Touristikboote einzugrenzen
• Sea shepherd Galapagos unterhält verschiedene laufende Projekte die zu einer besser kontrollierten Umwelt beitragen, wie das Polizeihunde-Projekt, Radio-Übertragungs-Projekt, Automatic Identification System (AIS) Project und weitere.

Sea Shepherd wird fortfahren, an diesen Initiativen mitzuarbeiten, nachdem klar ist, dass trotz verbesserter Mittel Bedrohungen für die natürlichen Bewohner bestehen bleiben. In einer Welt, in der Biodiversität in einer unvorstellbaren Größenordnung abnimmt, müssen wir fortgesetzt unsere ganze Aufmerksamkeit auf diesen einzigartigen und besonderen Ort richten.

Sea Shepherd gratuliert der Regierung Ecuadors zu der Verbesserung ihrer Schutzmaßnahmen, die dazu geführt haben, dass die Galapagosinseln von der Welterbeliste der gefährdeten Naturdenkmäler genommen wurden. Es ist sehr ungewöhnlich, nach so kurzer Zeit wieder von dieser Liste genommen zu werden und wir sprechen Ecuador unser Lob aus für seine Einsicht in die Notwendigkeit, diese Welterbestätte zu schützen und dementsprechend zu handeln.

Etwas Vorsicht ist dennoch ratsam, denn von der Liste genommen zu werden ist weder ausreichend noch dauerhaft und die Bemühungen, Galapagos zu schützen, dürfen nicht nachlassen. Tourismus, Bevölkerungswachstum, eingeführte Pflanzen- und Tierspezies, ebenso wie illegales Fischen stellen weiterhin ernsthafte Bedrohungen dar, wenn sie nicht angemessen gehandhabt werden.

Von ihrer ständigen Niederlassung in Galapagos aus wird Sea Shepherd fortfahren, sich für die einheimischen Spezies einzusetzen, die die Inseln bevölkern, mit dem Ziel, diese verwunschenen Inseln für alle Zeiten von der Welterbeliste der gefährdeten Naturdenkmäler fernzuhalten. Galapagos ist unsere Ziellinie; wir brauchen Eure fortgesetzte Unterstützung um die Zerstörung unserer natürlichen Welt davon abzuhalten, diese Schwelle zu überschreiten.

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Sea Shepherd Undercover-Agent wendet sich an die Bewohner der Färöer Inseln

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/editorial-100730-1.html
Freitag, 30. Juli 2010

Sea Shepherd Undercover-Agent wendet sich an die Bewohner der Färöer Inseln

Die folgende Kolumne wurde heute in der größten Zeitung der Färöer Inseln, Dimmalaetting, veröffentlicht. Es ist ein Brief des Sea Shepherd Undercover-Agenten Peter Hammarstedt an die Färöer Bevölkerung.

30. Juli 2010

An die Bewohner der Färöer Inseln,

Es ist über eine Woche her seit ich in Klaksvik war und ich habe gelesen, dass seitdem eine weitere Grind in Torshavn stattgefunden hat. Das überrascht mich nicht, denn Veränderungen brauchen Zeit. Ich habe nicht erwartet, dass die Grind über Nacht abgeschafft würde, nur weil ich ein paar Fotos gemacht habe. Aber ich bin weiterhin optimistisch, denn wenn ich die Geschichte betrachte, bin ich sicher, dass das Schlachten eines Tages eingestellt wird.

Der Walfang hat dazu beigetragen, das Land Australien aufzubauen. Die Küsten der Insel Tasmanien sind übersät mit alten Walfangstationen. Eine einzige Walfangstation in Queensland an der Nordostküste des Landes hat Mitte des 20. Jahrhunderts 6.277 Buckelwale in einem einzigen Jahrzehnt gefangen. In den 50er und 60er Jahren fing eine Walfanggesellschaft in Westaustralien im Durchschnitt 1.000 Pott- und Buckelwale pro Jahr.

Doch am 20. November 1978 wurde in Australien der letzte Wal harpuniert. Eine wachsende Lobby australischer Umweltschützer, zum Teil unter Leitung der Tochter des damaligen Premierministers Malcolm Fraser, überzeugte Fraser, den Walfang für immer zu beenden und das zu tun, wovon er „schon längst wußte, dass es richtig war“. Nur dreißig Jahre später ist Australien der schärfste Walfanggegner in der Internationalen Walfangkommission und hat kürzlich sogar seine Absicht angekündigt, den japanischen Walfang in der Antarktis wegen seiner illegalen Walfangaktivitäten vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu bringen. Traditionen verändern sich, weil manchmal eine Änderung des menschlichen Bewußtseins es verlangt.

Der Anblick der Nachernte der Grind in Klaksvik war nicht mein erster enger Kontakt mit gestrandeten Pilotwalen. Über ein Jahr zuvor war ich Teilnehmer einer Rettungsaktion in Australien, wo 174 Wale auf einer einsamen Insel gestrandet waren. Von den 54 Pilotwalen, die lebend gestrandet waren, sind 53 von Sea Shepherd-Freiwilligen, Inselbewohnern und Naturschutzpersonal einer Vereinigung von Regierungsbehörden ins offene Meer zurückgebracht worden. Das Wetter war plötzlich schlechter geworden und verzögerte unsere Bemühungen, den letzten verbliebenen Meeressäuger zu retten. Fast drei Tage saßen wir an ihrer Seite und bedeckten sie mit nassen Tüchern, um sie vor der sengenden Sonne zu schützen. Wir gossen Eimer voll Wasser über sie, während wir ihren Atem beobachteten.

Als der Wind sich legte, legten wir ihr Gurte um und zogen sie zwischen zwei Jet-Skis aufs offene Meer hinaus. Hundert Meter von der Küste entfernt begann sie, sich aus den Schleppseilen zu lösen und vom Hubschrauber aus konnten wir sehen, dass sie geradewegs auf ihre Familie zusteuerte. Sie hatten die drei Tage auf sie gewartet, knapp eine halbe Meile vor der Küste. Seither habe ich keinerlei Zweifel an der Komplexität ihrer sozialen Verbände und manchmal denke ich, dass Meeressäuger fähiger als wir Menschen sind, Empathie und Mitgefühl zu zeigen.

Es erstaunt mich, dass die australische Regierung und die australische Öffentlichkeit bereit waren, zur Rettung eines einzelnen Wales ein Team von 10 Naturschutzexperten und Wissenschaftlern aufzubieten, nachdem 30 Jahre vorher ein Wal tot mehr wert war als lebendig. Es war diese Geschichte, an die ich denken mußte, als ich eine anonyme E-Mail eines Färöer Staatsangehörigen erhielt. Diese Person teilte mir mit, dass ungefähr zur gleichen Zeit, als ich in Australien war, ein Orka im Hafen von Klaksvik gestrandet war. Ortsansässige rannten hinunter zum Küstenstreifen, aber diesmal ließen sie ihre grindaknivar* und soknaronguls** zu Hause. Gewaltige Anstrengungen wurden unternommen, um den Orka aufs offene Meer zurückzubringen und wäre nicht ihre sich verschlechternde Gesundheit gewesen, hätte sie überlebt. Ich habe Grund, zuversichtlich zu sein, dass die Grind eines Tages zu Ende sein wird.

Kultur und Tradition sind bedeutsam, aber wie Mahatma Gandhi einst sagte „die Größe einer Nation und ihr moralischer Fortschritt können danach beurteilt werden, wie sie ihre Tiere behandelt“. Der Pilotwal hat der Färöer Bevölkerung über Jahrhunderte geholfen zu überleben, aber heutzutage, wo die Färöer Inseln über einen der höchsten Lebensstandards der Welt verfügen, ist die Grind nicht mehr nötig für den Lebensunterhalt. Wie Australien sind die Färöer Inseln in der Position, Walbeobachtung der Waljagd vorzuziehen, Mitgefühl der Schlächterei vorzuziehen. Manchmal tun wir die Dinge, die wir eben tun, ohne viel nachzudenken, weil wir Gewohnheitstiere sind. Ich glaube ernsthaft, dass die Menschen der Färöer sich eines Tages entscheiden werden, die Grind aufzugeben, nicht weil ich denke, dass Sie sollten, sondern weil es „das Richtige ist“ – nicht nur wegen der Grausamkeit, die Teil der Abschlachtung ist, oder der Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch wegen der Schwermetallbelastung, die im Fleisch gefunden wurde.

Als Seefahrer und Umweltschützer bin ich auf allen sieben Kontinenten gewesen und kann nicht mehr zählen, wie viele Länder ich besucht habe und ich muss sagen, dass ich nie an einem schöneren Ort gewesen bin als den Färöer Inseln. Darum tut es mir weh, dass ich eines der bestgehüteten Geheimnisse des Tourismus nicht erwähnen kann, ohne darauf hinzuweisen, dass sich jeden Sommer die Gewässer dieser wunderschönen Inseln blutrot verfärben. Ich sehne den Tag herbei, an dem die Färöer Inseln nicht wegen der grausamen Grind bekannt sind, sondern wegen der eindrucksvollen Songs der Annika Hoydal, der wunderschönen Dichtung des Roi Patursson, der beeindruckenden Schluchten und Fjorde an Orten wie Gjogy und der Herzlichkeit der Färöer Menschen.

Hochachtungsvoll,

Ihr Peter Hammarstedt
Erster Offizier, M/Y Bob Barker
Sea Shepherd Conservation Society

Sea Shepherd unterstützt die Pilotwal-Rettungsaktion
In Naracopa, Australien am 3. März 2009

* Grind-Schlachtmesser
** schwerer Eisenhaken, der in die Blaslöcher geschlagen wird; s.a. http://www.flickr.com/photos/7692825@N03/3060943279/ (Anm.d.Ü.)

|sea: Meer; See; Seegang

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Eine politische Lösung zur Beendigung des Walfangs im Südpolarmeer

Original unter: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100804-1.html
Mittwoch, 4. August 2010

GO GREENS!

Eine politische Lösung zur Beendigung des Walfangs im Südpolarmeer

Alle japanischen Walfangaktivitäten im Südpolarmeer finden in Gewässern vor den Küsten von Hoheitsgebieten statt, die von Australien, Frankreich und Neuseeland beansprucht werden.

Die Gebiete sind das

  • (1) Ross-Nebengebiet (beansprucht von Neuseeland i.J. 1923) (150° W bis 160° W)
  • (2) Adelie Land (beansprucht von Frankreich i. J. 1924) (142° 2‘ O bis 136° 11‘ E)
  • (3) Australische Antarktis Territorium (beansprucht von Australien i.J. 1933) (160° Ost bis 136° 11‘ Ost bis 142° 2‘ O bis 44° 38‘ O.

Es ist notwendig, dass die Walschutznationen Neuseeland, Australien und Frankreich ihre Hoheitsgewalt über diese Gewässer ausüben. Australien hat bereits eine ausschließliche Wirtschaftszone von 200 Meilen deklariert. Australien hat außerdem zugesichert, Japan vor den internationalen Gerichtshof in Den Haag zu zitieren.

Nun, nachdem die australischen Grünen mit der nächsten Wahl so gut wie sicher das Zünglein an der Waage der Machtverteilung im australischen Senat sein werden, rückt die Gelegenheit in greifbare Nähe, das australische Antarktis -Territorium zu verteidigen. Die Partei der Grünen hat bereits gelobt, einen Meeresschutzpark vor der Antarktisküste einzurichten, in dem Fischen und Walfang verboten werden und das Verbot durchgesetzt wird.

Die Marinepark-Polizei würde außerdem mindestens 30% der australischen Gewässer in Reservate verwandeln, wo Fischen, Walfang, Erkundungsforschung und Bohrungen nach Öl oder Gas verboten sind.

Der Senator der Grünen Partei, Bob Brown, sagte, er habe keinerlei Pläne, sich zurückzuziehen und sei entschlossen, die Wale im Südpolarmeer zu schützen.

Was bedeutet das für Sea Shepherd?

Das bedeutet, dass wir weiterhin Australien als unsere Haupt-Unterstützungsbasis für unsere jährliche Intervention gegen die illegalen japanischen Walfangaktivitäten behalten können. Es bedeutet auch, dass es eine politische und gerichtlich angeordnete Lösung für dieses Problem geben kann und das würde heißen, die Whale Wars werden vorüber sein.

Die Sea Shepherd Conservation Society wird fortfahren, gegen den japanischen Walfang im Südpolarmeer vorzugehen, bis die japanische Walfangflotte sich von ihren ungesetzlichen Walfangaktivitäten im Walschutzgebiet des Südpolarmeers zurückzieht.

Sea Shepherd Frankreich wird weiterhin mit der französischen Regierung im Gespräch bleiben über die Notwendigkeit der Rechtsdurchsetzung in den Gewässern von Terre Adelie und Sea Shepherd Neuseeland wird dasselbe in Aotearoa tun.

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Sea Shepherd Schiff Steve Irwin in Barcelona für Führungen geöffnet

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100803-1.html
Dienstag, 03. August 2010

Sea Shepherd Schiff Steve Irwin in Barcelona für Führungen geöffnet


Die Operation Blue Rage war ein großer Erfolg im Mittelmeer. Ein weiterer Erfolg ist die Entstehung neuer Gruppen in der Sea Shepherd-Familie in Italien, Monaco und Spanien. Um diese neuen Gruppen in der Sea Shepherd-Familie willkommen zu heißen und um unseren engagierten Freiwilligen und Förderern die Gelegenheit zu geben, eins ihrer Schiffe aus der Nähe zu sehen und die Crew kennenzulernen, wird die Steve Irwin im August 2010 in Barcelona für Führungen geöffnet sein.

Im September wird die Steve Irwin zu einer 8.000 Meilen-Reise nach Australien ablegen, über das Rote Meer und den indischen Ozean, um die Vorbereitungen für unsere Antarktis-Walschutzkampagne 2010-2011 zu treffen, die Operation Kein Kompromiss.

Kommen Sie und zeigen Ihre Unterstützung bei einem Kennenlernen mit der Crew der Steve Irwin in Barcelona; wir würden uns freuen, Sie zu einer Führung an Bord zu begrüßen!

Unser Sea Shepherd-Koordinator für Spanien, Ramon Cardena, ist erreichbar unter: spain@seashepherd.org

Unsere Koordinatorinnen für Lebensmittelspenden und Öffentlichkeitsarbeit, Luz und Raffaela, sprechen sowohl Englisch als auch Spanisch. Sie sind erreichbar unter: barcelonawhales@gmail.com

Führungen auf der Steve Irwin finden von jetzt an bis Ende August statt:

Montag – Donnerstag: 15:00 bis 18:00 Uhr

Freitag – Sonntag: 12:30 bis 19:30 Uhr

Die Steve Irwin liegt am Moll D’Espanya, Port Vell, vor den Maremagnum Kinos.

Wir freuen uns, Sie bald willkommen zu heißen!

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Sea Shepherd Operation Golfrettung Update

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/editorial-100726-1.html
Montag, 26. Juli 2010

Sea Shepherd Operation Golfrettung Update

Von Bonny Schumaker

Die “Fliegerei-Flanke” der Sea Shepherd Conservation Society war in den letzten paar Monaten sehr geschäftig im Golf von Mexiko unterwegs, und besonders im vergangenen Monat. In Übereinstimmung mit der starken Gewichtung der Zusammenarbeit hat Sea Shepherd mit anderen Nicht-Regierungs-Organisationen ebenso zusammengearbeitet wie mit der lokalen Bevölkerung und Unternehmen, einheimischen Gruppen in der Golfregion und Regierungsbehörden, um die Wirksamkeit der Schutzmassnahmen und die Förderung der Wiederherstellung der Natur und der Ökosysteme im Golf zu maximieren..

Sea Shepherd hat etliche feste Verbindungen zu diesen Gruppen geknüpft und wir erhielten Zugang zu regelmäßigen Überwachungs-Tiefflügen über den Golf, die Küstengewässer und die vorgelagerten Inseln. Daher haben wir eine umfangreiche Video- und Photodatenbasis erstellt, die uns geholfen hat, die Bewegung, das Ausmass, die Beschaffenheit und die Folgen des Öls nachzuvollziehen, wie es sich von “der Quelle” (der Deepwater Horizon Plattform) über die vorgelagerten Inseln und bis hin zu den Küstenlinien von Texas und Florida ausgebreitet hat

Wir waren in der Lage, Wissenschaftlern von Universitäten Öl-Erkundungsflüge von unschätzbarem Wert zur Verfügung zu stellen, um die Boote der USGS, NGA und NASA anzuleiten zur Probenentnahmne und Durchführung von Spektralanalysen des Öls und des Wassers. Im Verlauf dieser Flüge nutzten wir jede Gelegenheit zur Dokumentation, mit unseren eigenen Augen, Kamera und Videoausrüstung, des Verhaltens der Wildtiere und des Zustands der Vegetation um die küstennahen Inseln von Dauphin (im Süden von Alabama) westlich zur Marsh Insel, eine Ausdehnung von über 250 Meilen von Osten nach Westen rund um Venice, Louisiana. Dank vieler großzügiger und hilfreicher Kontakte in der Golfregion hatten wir außerdem Zugang zu einer Vielzahl Boote und Genehmigungen zum Zutritt auf abgesicherte Strandareale, die es uns und den Wissenschaftlern und Medien, die sich uns angeschlossen hatten, ermöglichten, die Zustände in den Küstenregionen direkt und objektiv in Augenschein zu nehmen.

Der Anblick der Wasseroberfläche ändert sich von Tag zu Tag, teils wegen der Winde und Strömungen, die das Öl und die Emulsion umhertreiben, teilweise aber auch, weil wir Menschen fortgesetzt ein Dispergiermittel, das als Corexit bekannt ist, in gewaltigen Mengen aus großen C-130ern und anderen Flugzeugen versprühen, in dem Versuch, das Öl aufzubrechen und in kleine Partikel aufzuspalten und mit deren Absinken von der Oberfläche verschwinden zu lassen…

Warum tun wir das? Traurigerweise ist die Antwort, weil so weniger von dem Öl zur Küste gelangen wird, weil Aufnahmen aus der Luft nicht so ungeheurlich und entsetzlich aussehen werden, sodass möglicherweise der Tourismus und der Ruf von BP gerettet werden können. Damit Fischer noch hinausfahren können und versuchen, Shrimps einzuholen? Man möchte das Letztere nicht glauben, und doch haben wir da draußen fast täglich Trawler gesehen, nicht bei der Schleppnetzfischerei, aber sie schleppen noch ihre Netze! Sicher, einige dieser Boote ziehen nun Abschöpfvorrichtungen und versuchen, etwas von dem Öl von der Oberfläche zu bergen. Aber einige von ihnen fischen unfaßbarerweise immer noch. Während das Dispergiermittel in Kraft ist und die kleinen Ölblasen absinken, wird alles Leben unter der Oberfläche damit überzogen. Sie nehmen es in sich auf. Ihre Augen und Ohren und Kiemen füllen sich damit. Sie ersticken, sie sind vergiftet und sie sterben einen langsamen und füchterlichen Tod.

Wir haben immer weniger und weniger Meeres-Wildtiere in den letzten zwei Monaten gesehen. Was wir aber sehen, ist jetzt der Küste sehr viel näher als zuvor, typischerweise innerhalb 50 Meilen von der Küste weg, und ist vorgedrungen in die seichten Küstengewässer der vorgelagerten Inseln. Innerhalb von 30 Meilen vor der Küste von Caillou Bay (westlich der Grand Isle) und innerhalb von 5 Meilen der von Öl entstellten Küsten der Chandeleur Inseln haben wir viele Schulen Kuhnasenrochen (Rhinoptera bonasus) gesehen, goldfarben und dicht unter der Oberfläche schwimmend, 20-40 in einer viereckig geformten Schule. Häufig folgen Haie diesen Rochen. Wir haben kleine Schulen Delphine gesehen, fast immer sehr schnell schwimmend, wie verzweifelt im Kreis herum und oft innerhalb weniger Hundert Meter dicker Flecken aus brauner Rohölemulsion. Wenn wir dies in schön blauem klarem Wasser gesehen hätten, hätten wir es wahrscheinlich für begeistertes Spielen gehalten, aber in dieser giftigen Brühe fragten wir uns, ob es nicht ein Zeichen für gravierenden Stress ist.

Nachdem wir Hunderte von Meilen über das “Wasser” geflogen sind, wissen wir, dass es keine saubere Passage für diese Tiere gibt, durch welche sie aus den ölverseuchten Arealen herausschwimmen und in sauberes offenes Wasser hineinschwimmen können, wenn sie nicht zuerst etliche Hundert Meilen östlich oder westlich an der Küste entlang ziehen und dann hinaus ins offene Wasser. Wir haben uns gefragt, ob sie wissen, dass sie das tun müssen? Vielleicht wissen das die Tiere, die noch hier sind, nicht und wir fragen uns, was aus ihnen werden soll? Wenn die Hurrikan-Saison kommt und die küstennahen Inseln komplett mit Öl überzieht, dürften die Tausende von Nestern mit Küken darin – Pelikane, Silber- und Fischreiher und andere – dem Untergang geweiht sein.

In den kommenden Wochen werden wir mehr Schiffe, mehr vollständig hazWOPER-ausgebildete Crews, die erfahren und trainiert sind in der Identifizierung ölverseuchter Natur und küstennaher Ökosysteme, herbringen. Alle Vorhaben zur Rettung von Wildtieren in den U.S.-Gewässern des Golfs werden streng kontrolliert. In diesem Augenblick ist es sogar dem Internationalen Vogel-Rettungs und Forschungszentrum (IBRRC), denjenigen Menschen, die die meisten der eingefangenen ölverseuchten Seevögel reinigen und wiederherstellen, nicht mehr gestattet, die ölverseuchten Vögel einzufangen und an Land zu bringen; diese Befugnis ist reserviert für den U.S. Fisch- und Natur-Service (FWS) und die Behörde für Natur und Fischerei Louisianas (LDWF).

Weniger eingeschränkt sind anscheinend die Bemühungen zur Rettung der Seeschildkröten. Einige Nicht-Regierungs-Gruppen in den Gebieten von New Orleans und Alabama waren sehr aktiv und effektiv in der Rettung und Wiederherstellung ölverseuchter Schildkröten. Wir sind ausgiebig geflogen und Boot gefahren, haben gerbeitet und diskutiert mit Seeschildkröten-Experten und Sea Shepherd wird eng mit Seeschildkröten-Rettungsaktionen im ganzen Golf zusammenarbeiten, einschließlich Einsätzen in Eigeninitiative weiter im Süden, in der Nähe von Rancho Nuevo, Mexiko, wo so viele Seeschildkröten leben und ihr Leben beginnen. Wir werden mit den vielen einheimischen Völkern zusammenarbeiten, deren Leben und Kultur eng mit den Seeschildkröten verbunden sind und die von ihnen repräsentiert werden.

Sie werden mehr hören über die Schiffe und die Experten, die Sea Shepherd in den kommenden Monaten im Golf unterstützen wird. Vorerst werden wir fortfahren, Ihnen objektive, eindeutige Dokumentationen darüber zu liefern, wie die Zustände dort wirklich sind und wir werden weiterhin starke Bande zu Gruppen, Wissenschaftlern und ortsansässigen Menschen knüpfen, die uns helfen können, soviel zum Schutz und der Erhaltung der wildlebenden Tierwelt und des Ökosystems auszurichten, wie gerettet werden kann.

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