BBC Interview mit Greenpeace, kommentiert von Paul Watson

Ich habe mich mal ran gesetzt und versucht das Interview zu übersetzen. Bitte seht mir kleine Fehler nach. Wenn ich grobe Inhaltliche Fehler drin habe sagt es mir bitte.

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BBC Interview mit Sara Holden von Greenpeace, kommentiert von Paul Watson

Paul Watson hat nicht am Interview teilgenommen, sondern hat es nachträglich kommentiert. Darum hab ich seinen Namen kursiv geschrieben. Das Original-Interview findet man unter:

http://www.youtube.com/watch?v=5DbMAmgJIAw & http://teamyankee.110mb.com/2008/02/03/question-and-answer-session-with-greenpeace/

FRAGE: Was hält die Esperanza von Greenpeace davon ab in Australien wieder aufzutanken und wieder in die Antarktis zurückzukehren? Ist die Crew körperlich erschöpft oder werden vom Greenpeace Hauptquartier keine Gelder für das Betanken freigegeben?
von Norma Caton, Preston Lancashire

SARA HOLDEN: Wir denken nun ist es an der Zeit um politischen Druck auf Japan auszuüben. Wir haben diesen Prozess im Südlichen Ozean begonnen und wir müssen nun unsere Resourcen darauf konzentrieren den Walfang zu stoppen für die gesamte Fangsaison, jedes Jahr und nicht nur dieses Jahr. Es ist keine Frage von Geld oder Energie, es ist die Frage wo wir am effektivsten sein können und wir glauben zu diesem Zeitpunkt haben wir die menge Druck aufgebaut, die in Japan am effektivtsen sein wird.

KAPITÄN PAUL WATSON: Das ist wirklich eine nichtssagende Antwort. Diplomatischer wie auch politischer Druck wird, wegen diesem Themas, seit 1986 auf Japan ausgeübt und das ohne irgendein positives Ergebnis. Die japanische Walfangflotte KANN auf See gestoppt werden. Greenpeace hat das Geld und die Schiffe um die japanische Walfangflotte zu stören und so die Wale vorm getötet werden schützen. In Wahrheit geben sie mehr Geld aus um Geld zu sammeln für den Anti-Walkampf, als sie bei der Mission selber ausgeben und nur ein Bruchteil der Gelder die sie für den Kampf gegen die Walfänger gesammelt haben, werden überhaupt für den Kampf gegen die Walfänger eingesetzt. Solange der Lobbyismus in Japan so stark ist wird Greenpeace kaum glaubwürdigen Einfluss auf die japanischen Medien oder Politiker haben.
Die einzige Glaubwürdigkeit die Aktivisten haben ist in ihren Aktionen, nicht in ihrem Reden. Greenpeace hat das Geld und die Möglichkeit ins südliche Polarmeer zurückzukehren, gemeinsam mit Sea Shepherd werden sie es wohl nicht machen.
Sie haben das Walschutzgebiet den Walfängern überlassen. Sea Shepherd wird das nicht machen. Wir werden zurückkehren und wenn wir uns dafür verschulden müssen.

FRAGE: Greenpeace scheint keine logistische Möglichkeit zu haben um ihr Schiff auf See betanken und Proviant aufstocken zu lassen, und nun ist die Walfangflotte in der Lage ungehindert ihre Jagd fortzusetzen. Kann Greenpeace seine logistischen Möglichkeiten erweitern um nächste Saison längere Zeit auf See zu bleiben?
von Sean, Bath, Grossbritanien

SARA HOLDEN: Wir haben soviel Treibstoff mitgenommen wie es möglich war. Es gibt Möglichkeiten auf See nachzutanken, wir haben das in einem Jahr gemacht, aber dieses Jahr haben wir uns entschieden, daß was wir jetzt machen sollten ist den Druck den wir im Südpolarmeer auf die japanische Regierung aufgebaut haben in Japan zu verwenden. Das hat nichts mit unseren logistischen Möglichkeiten zu tun.

KAPITÄN PAUL WATSON: Das Greenpeace Schiff könnte auftanken und binnen zwei Wochen zurück im antarktischen Walschutzgebiet sein, wenn sie es wollten da immer noch die Chance besteht die japanische Walfangflotte zu stören und den Walfang für weitere drei bis vier Wochen zu verhindern. Sara hat recht, daß es nichts mit den logistischen Möglichkeiten zu tun hat, sondern mit der Verweigerung ihre Gelder für die Rückkehr ins antarktische Walschutzgebiet auszugeben.

FRAGE: Können Sie nicht die Firmen bedrängen, die die Flotte mit Treibstoff versorgt? Ich meine die Großen Jungs auf dem einheimischen Treibstoffmarkt würden sich nicht dran stören bekannt dafür zu sein, den Walfangflotten zu helfen.
von BJ Nicholson, Manchester

SARA HOLDEN: Naja, die Großen Jungs unter den Treibstofffirmen betanken vielleicht auch dieses Schiff, somit wäre es etwas scheinheilig aber das wirft eine große Frage auf über das Tankschiff Oriental Bluebird. Es fährt unter der Flagge Panamas hat aber keine Lizenz um ein Teil der Walfangflotte zu sein. Wir haben das Problem mit Nachdruck bei der panamesischen Regierung vorgebracht.

KAPITÄN PAUL WATSON: Und die panamesische Regierung hat damit geantwortet, daß sie rein gar nichts macht. Japan spricht die Sprache des Geldes und das ist die Primärsprache in den meisten Ländern und ziemlich sicher auch in Panama.

FRAGE: Warum hat die Esperanza sich nicht selbst zwischen das Tankschiff und den Walfänger gestellt?
von Sylvia Johnson London England

SARA HOLDEN: Einer der Gründe warum wir Einwände haben gegen das was sie getan haben ist, daß sie in arktischen Gewässern nachgetankt haben und da besteht das klare Risiko eines Ölteppichs in einem geschützen Gebiet. Wir wollten das Risiko nicht noch steigern indem wir ein grösseres Schiff einsetzen. Was wir versucht haben war den Prozess zu verzögern indem wir ein kleines Schlauchbot verwendet haben ohne zu riskieren die Umwelt zu gefährden.

KAPITÄN PAUL WATSON: Gute Frage. Die Esperanza hätte die Oriental Bluebird blockieren können. Oder wenn Greenpeace mit Sea Shepherd kooperiert hätte, hätten sie gemerkt, daß das Sea Shepherd Schiff Steve Irwin das beste Werkzeug gewesen wäre was sie haben. Zweimal zuvor haben haben wir die Tank-Operationen zwischen der Oriental Bluebird und den Walfängern unterbrochen indem wir uns ihnen einfach nur genähert haben. Wenn Greenpeace mit den Koordinaten kooperiert hätte, hätten wir dort sein können um das Betanken zu verhindern. Indem Greenpeace den Walfängern das Tanken erlaubt hat, hat Greenpeace den Walfängern erlaubt ihr Vorhaben weiter zu führen. Sie hätten gestoppt werden können, wenn die Esperanza die Schiffe blockiert hätte. Oder wenn sie ihre Schlauchboote zwischen den Schiffen gehalten hätten, hätten sie ebenso das zusammenkommen der Schiffe verhindern können. Greenpeace sagt, daß solche Taktiken gefährlich sind und zog sich zurück. Natürlich war das gefährlich aber gewaltlose Taktiken können nunmal gefährlich sein. Ghandi und Martin Luther King Jr. hatten Verletzte und sogar Tote unter ihren Anhängern aber sie haben sich niemals zurückgezogen weil es “gefährlich” ist.

FRAGE: Ich habe Berichte bekommen, daß die Sea Shepherd vergeblich versucht hat mit Greenpeace zu kooperieren. Mit einem Budget welches deutlich kleiner ist als das von Greenpeace haben sie meiner Meinung nach weitaus mehr gemacht als Greenpeace um auf die Notlage der Wale aufmerksam zu machen. Warum kooperiert Greenpeace nicht mit Sea Shepherd?
von Nicki Edwards in Kent, England

SARA HOLDEN: Wir haben den Grundsatz der Gewaltlosigkeit und Gewalt ist unvereinbar sofern es Greenpeace betrifft. Wir glauben nicht, daß Sea Shepherd die gleiche Einstellung hat was die Taktiken belegen, die sie benutzen und das ist der Grund warum wir nicht mit ihnen zusammenarbeiten.

KAPITÄN PAUL WATSON: Genau diese Frage hat mich motiviert hier zu kommentieren. Greenpeace beschuldigt Sea Shepherd ständig eine gewalttätige Organisation zu sein obwohl Sea Shepherd nicht eine einzige Verletzung in den ganzen 30 Jahren Hochsee-Aktivismus verursacht hat und kein Crewmember wurde je wegen seiner Aktionen gerichtlich verurteilt.
Sea Shepherd protestiert nicht, wir gehen gegen illegale Aktivitäten vor, die die Meere und ihre Bewohner ausbeuten. Wir zerstören Gerätschaften welche zum illegalen töten von Walen, Haien oder Seehunden verwendet wird und auch Martin Luther King Jr. sagte einst, Gewalt kann nicht gegen nicht fühlende Objekte verübt werden. Der Dalai Lama ist ein Unterstützer von Sea Shepherd und er würde uns sicher nicht unterstützen wenn wir eine gewalttätige Organisation wären. Die Strategie von Greenpeace ist die gleiche wie damals vom Nazi Propagandaminister Joseph Goebbels der sagte, wenn man eine Lüge nur oft genug erzählt, werden die Leute anfangen diese Lüge glauben. Greenpeace arbeitet mit Earthfirst! zusammen, einer Gruppierung die legale Holzfäller-Maschinen sabotiert, und nun verurteilen sie Sea Shepherd wegen der Zerstörung von illegalem Walfanggerät.
Sea Shepherd versucht seit Jahren mit Greenpeace zusammen zu arbeiten. Wir gaben Greenpeace die Koordinaten letztes Jahr um die Flotte zu finden und wir gaben ihnen die Koordinaten der Harpunenschiffe dieses Jahr. Wir ihnen unseren Helikopter angeboten und wir haben angeboten gemeinsam eine Rastersuche zu machen. Sie haben immer wieder abgelehnt mit uns zu kooperieren.

FRAGE: Wird Sea Shepherd oder die australische Ocean Viking in der Lage sein, dort fortzusetzen, wo Greenpeace aufgehört hat?
Malcolm Espley, Tattenhall near Chester

SARA HOLDEN: Wir erwarten das Gleiche wie es bei uns war. Die Japaner wollen nicht überwacht werden in ihrem Tun und werden somit keine Wale töten solange die Oceanic Viking vor Ort ist. Das ist ein gutes Anzeichen für den Druck unter dem sie stehen und die gewaltige Wirkung die solche Bilder, die sie sicher nicht zeigen wollen, in der Welt haben. Wenn sie nichts falsches machen, vor wem verstecken sie ihr Tun?

KAPITÄN PAUL WATSON: Sara wurde heute eines Besseren belehrt nachdem die japanische Walfangflotte fünf Wale getötet hat, was von der Oceanic Viking photographiert wurde. Sie werden keine Wale töten, wenn Sea Shepherd zurückgekehrt ist um sie zu stören. Der grosse Unterschied zwischen Greenpeace und Sea Shepherd ist, daß ich seit ich Greenpeace vor 30 Jahren verlassen habe, keinen Wal durch eine Harpune sterben sah. Der Grund ist, wenn Sea Shepherd den Schauplatz betritt, hört das töten auf und sie fliehen. WIr hängen keine Banner auf, wir filmen und photographieren keine sterbenden Wale bei ihren grausamen Todesqualen. Wir greifen ein und beenden das Töten. Und das machen wir mit einem Bruchteil des Budget, das Greenpeace zur Verfügung hat. Bei uns sind Freiwiliige und wir machen das alles ohne jemanden zu verletzen. Leben wurde gerettet, ohne daß Verletzungen verursacht wurden. Was spricht gegen unser Tun?

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Liebe Grüsse

Thomas

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