Der nächste Weltkrieg

Findet nicht Mensch gegen Mensch statt. Der nächste Krieg betriff jeden. Wirklich jeden. Denn es geht ums Überleben der gesamten Menschheit.

Hier eine Übersetzung von Frauke (ganz lieben Dank dafür)

Originaltext unter: http://www.seashepherd.org/editorials/editorial_080210_1.html

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Die weltweiten Walkriege

Kommentar von Kapitän Paul Watson

An Bord des Sea Shepherd Schiffes Steve Irwin

Der Kampf zum Schutz der Walheit gegen die Gier der Menschheit wird über den ganzen Globus geführt.

Die Operation Migaloo von Sea Shepherd stellt sich gerade den illegalen Walfangunternehmungen Japans im Südpolarmeer entgegen.

Norwegen hat soeben seine Absicht angekündigt, dieses Jahr 1.052 Minkwale abzuschlachten.

Die dänischen Faeroer Inseln setzen an ihren Stränden das Abschlachten von rund 3.000 Pilotwalen fort und an Japans Küsten werden jährlich mehr als 22.000 Delphine brutal niedergemetzelt.

Die Marine der Vereinigten Staaten setzt ihre Waffentestreihen fort und deren mörderisches Niederfrequenzsonar hat bereits Hunderte Meeressäuger gekillt, große und kleine.

*Anm. d.Ü.: Von der Marine unabhängige (!) Wissenschaftler haben bei gestrandeten Walen massive Hirnblutungen nachgewiesen, für welche sie die niederfrequenten Sonarwellen der (weltweit nicht mehr als einer Handvoll) Kriegsschiffe verantwortlich machen (die ungeachtet ihrer kleinen Anzahl dennoch regelmäßig den „Ernstfall” proben müssen). Das Platzen der Blutgefäße in den Gehirnen der Wale führe neben unsäglichen Qualen für das betroffene Tier zu der bisher unverständlichen Verwirrung und Desorientierung, die die sonst hochsensiblen Tiere stranden lässt:

http://sounds-of-seas.info/blog_de/?page_id=2

Viele Wale sterben und ihre Mörder versuchen beständig diese Zahl weiter zu erhöhen – in ihrer Gier nach Profit aus einer der bösartigsten und gnadenlosesten Formen der Jagd auf der Welt.

Seit Hunderten von Jahren führen Menschen ihren blutigen Krieg gegen die Wale und deren Bestand ist auf unter 10% dessen gefallen, der er einmal war. Einige Arten sind auf weniger als 1% gesunken und manche, wie der Nordatlantische Glattwal /Nordkaper und der Atlantische Grauwal wurden zum Aussterben gebracht.

Und das Schlachten geht weiter.

Aber nicht länger ohne Widerstand. Weltweit kämpfen nun die Menschen für die Wale, an vielen Fronten.

Und unzweifelhaft ist die Sea Shepherd Conservation Society der führende Gegner des Abschlachtens und gewiss der energischste und kompromissloseste Widersacher der Waljagd. Tatsächlich sind Sea Shepherd-Schiffe das Einzige, das Walfänger zu fürchten scheinen und wenn sie uns nur sehen, rennen sie weg wie die grausamen Feiglinge, die sie eben sind.

Im letzten August wurde ein weiteres Walfangschiff in Norwegen versenkt – ein Totalverlust und eine Einbuße von vier Millionen Dollar. Das bedeutet eine Bilanz von fünf versenkten norwegischen Walfangschiffen seit 1992, als ich selbst und zwei weitere Sea Shepherd-Mitglieder auf den Lofoten Inseln das norwegische Piraten – Walfangschiff Nybraena auf den Grund des Hafens geschickt haben.

Diese Woche hat ein U.S. Bundesrichter einen vom Weißen Haus herausgegebenen Erlass niedergeschlagen, der die U.S. Navy davon befreit hätte einer Gerichtsanordnung Folge zu leisten, die die Wale gefährdende Sonar-Trainingsmanöver verbot.

Letzten Monat wurde die japanische Walfangflotte für über drei Wochen vom Töten der Wale abgehalten und Sea Shepherd wird nächste Woche zurückkehren um zu versuchen, dazwischenzugehen und die Harpunen für weitere drei bis vier Wochen aufzuhalten.

Letzten Sommer half die Sea Shepherd Operation Ragnarok die isländische Waljagd zu beenden und es wurden keine Wale getötet.

Im Oktober schloss sich Sea Shepherd anderen Aktivisten und Surfern an, die vom Weltklasse-Surfer Dave Rastovich angeführt wurden, um gegen das barbarische Abschlachten von Delphinen in Japan einzuschreiten.

Weltweit werden japanische Botschaften und Konsulate mit Demonstrationen und Petitionen überzogen von Menschen, die über die japanischen Walfangstrategien zutiefst verärgert sind.

Menschen schreiben Briefe, unterzeichnen Petitionen, boykottieren japanische und norwegische Waren und Dienstleistungen. Musiker, Künstler, Geschäftsleute, Lehrer, Rechtsanwälte, Politiker und Kinder stehen auf und sagen, dass dieses Schlachten nicht länger hingenommen werden kann.

Wir haben eine mächtige, weltumfassende Bewegung und sie spricht mit einer Stimme – STOPPT DAS BLUTIGE WALSCHLACHTEN!

Ich denke an den Tag im Juni 1975 zurück als ich am Ruder des ersten Bootes saß, das überhaupt jemals gegen den Walfang eingeschritten ist, und Robert Hunter und ich unsere eigenen Körper in die Schusslinie stellten um eine Schule Pottwale vor einem sowjetischen Harpunenschiff zu schützen.

Ich habe damals kaum realisiert, wie machtvoll die Bewegung einmal werden würde, die wir an diesem Tag in Gang gesetzt haben. Ich habe mir kaum erträumt, dass ich den Krieg für die Wale die nächsten dreiunddreißig Jahre führen würde.

Und wir sind immer noch dabei. Nach mehr als 250 Reisen kann ich auf eine Geschichte des Einschreitens zurückblicken, die das Leben von Tausenden Walen und Zehntausenden Delphinen gerettet hat. Manchmal bin ich erstaunt, dass ich noch am Leben bin, und noch erstaunter, dass in all diesen Jahren niemand von uns jemals ernsthaft verletzt oder getötet wurde und dass wir niemals einen unserer Widersacher verletzt oder getötet haben.

Nächste Woche kehren wir zum Gefecht im Südpolarmeer zurück und springen erneut in die Bresche indem wir die japanische Walfangflotte aufspüren und konfrontieren. Unser einziges Schiff wird gegen ihre sieben Schiffe stehen, unsere unbewaffnete Crew von Freiwilligen gegen ihre bezahlten Killer (die von bewaffneten Leibwächtern der japanischen Küstenwache unterstützt werden), unsere Leidenschaft gegen ihre Erbarmungslosigkeit und unser Mut gegen ihre jämmerliche Feigheit.

Und trotz unserer zahlenmäßigen Unterlegenheit werden wir gewinnen weil uns nun eine internationale Bewegung bei unserem Eingreifen den Rücken stärkt und ihnen unablässig die Botschaft einbläut, dass Walfang von wem auch immer, wo auch immer, aus welchem Grund auch immer, abgeschafft werden muss.

Diese bösartigen Killer sind auf der Flucht und wir haben vor, sie auf der Flucht zu halten – für den Rest dieses Jahres und nächstes Jahr erneut. Wir werden uns niemals von dieser Mission zurückziehen und wir werden niemals aufgeben und ich schwöre, dass wir diesen Gräueltaten ein Ende bereiten werden.

Ich habe ein gutes Schiff und eine mutige Mannschaft und wieder werden wir uns in die Gefahrenzone begeben und wieder werden wir das Leben von Walen retten.

Und den Personen, die mit einem Protestschild vor einer Botschaft stehen, die einen Leserbrief schreiben, um sich gegen den Walfang zu stellen, die einen Scheck ausstellen, um unser Einschreiten zu finanzieren, die vor einem Richter stehen, um für die Wale zu plädieren, und den Personen, die für Zeitungen schreiben oder TV-Nachrichten senden, all diesen Personen sage ich – Danke.

Bewegungen gründen auf der Vielfalt von Strategien und Taktiken und die Stärke einer Bewegung liegt in dieser Vielfalt. Wir haben diese Vielfalt.

Und wir werden gewinnen, für die Wale und für die Ehre der Menschlichkeit, weil sich kommende Generationen an uns erinnern und uns danken werden, für den Mut, die Hingabe und die Leidenschaft, die sicher gestellt haben, dass die Wale überleben. Sie werden uns dafür danken, dass sie nicht in einer Zukunft leben, in der die Wale so wie heute die Dinosaurier betrachtet werden – als große, fantastische, wundersame Kreaturen, die ausgestorben sind.

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Diese Übersetzung erfolgte nach bestem Wissen und Gewissen.

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Liebe Grüsse

Thomas

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