Sea Shepherd fordert einen Haftbefehl der Australischen Regierung

Originaltext unter: http://www.seashepherd.org/news/media_080218_1.htmlSea Shepherd fordert einen Haftbefehl der Australischen Regierung

“Segle voran – steuere nur die tiefen Wasser an,

Voller Mut oh Seele, forsche,

Ich mit Dir und Du mit mir,

Denn wir müssen dorthin, wohin sich kein Seemann bisher gewagt hat,

Und wir riskieren das Schiff, uns selbst und Alles”

- Walt Whitman

 

Der Kapitän des Sea Shepherd Schiffs Steve Irwin, Paul Watson, fordert offiziell einen Haftbefehl von der australischen Regierung um diesen der japanischen Walfangflotte zuzustellen.

“Die japanischen Walfänger töten illegal Wale in den Gewässern australischen Antarktis-Territoriums” sagte Kapitän Watson. „ Dieses Gebiet ist auf den Seefahrtskarten eindeutig als

der australische ökonomische Sperrbereich der Antarktis markiert und die japanische Flotte verletzt einen australischen Gerichtsentscheid, der ihnen speziell das Töten von Walen in diesen Gewässern verbietet. Wir sind bereit, diesen Haftbefehl im Auftrag der australischen Regierung zuzustellen und ich habe australische Mannschaftsmitglieder in meiner Crew, die durchaus gewillt sind den Haftbefehl den Kapitänen dieser japanischen Schiffe zuzustellen, die an den Walwilderei-Einsätzen beteiligt sind. Wir sind bereit, eine vorläufige Festnahme* durchzuführen um das australische Gesetz aufrechtzuerhalten, das die Waljagd in diesen Gewässern verbietet.

Das Sea Shepherd Conservation Society Schiff Steve Irwin verließ Melbourne am 14. Februar mit Ziel auf die Antarktisküste. Das Schiff wird voraussichtlich um den 22. Februar das Gebiet der Walfangaktivitäten erreichen.

Wenn wie zu erwartender Weise Australien sich weigert, Sea Shepherd einen Haftbefehl bereitzustellen, wird Kapitän Watson gemäß der United Nations World Charter for Nature, die nichtstaatlichen Organisationen erlaubt, internationale Naturschutzgesetze aufrechtzuerhalten, gegen die japanische Flotte vorgehen

“Wir müssen einen erneuten internationalen Zwischenfall herbeiführen”, sagte Kapitän Paul Watson. „Wir müssen den Druck aufrechterhalten, Japans illegale Walwilderei im antarktischen Walschutzgebiet zu stoppen. Der Mangel an Durchsetzung Australiens und anderer Nationen zwingt Sea Shepherd riskante Massnahmen durchzuführen um die tödlichen Harpunen zu stoppen. Ich kann das Gemetzel an diesen sanften Riesen nicht länger ertragen – wenn das heißt, Grenzen zu sprengen, sind wir bereit und willens, das Risiko auf uns zu nehmen.”

Kapitän Watson hat Fragen an Umweltminister Peter Garrett.

“Was ist nötig um Australien dazu zu bewegen, das Gesetz gegen Japan durchzusetzen? Was ist nötig, damit Japan und Uruguay nach dem Gesetz gleich behandelt werden? Warum wird Uruguays Wilderei des Schwarzen Seehechts nicht toleriert und Japans Waljagd doch? Warum wird mit zweierlei Maß gemessen? Wann wird das Sterben dieser Wale ernst genommen?”

Und zwei abschließende Fragen. „Muss jemand sterben oder ernsthaft verletzt werden hier unten in diesen abgelegenen Gewässern bevor Australien die Durchsetzung der Gesetze ernst nimmt? Was hat Australien vor zu unternehmen, wenn die japanischen Walfänger jemanden aus meiner Mannschaft oder mich selbst töten?”

“Wir kommen nicht hier herunter, um Fahnen herauszuhängen oder Schnappschüsse zu machen”, sagte Kapitän Watson. „Wir sind kein Haufen halb-ernsthafter Ozean-Posierer**. Wir steuern erneut die Walfangflotte an um einen Zweck zu erfüllen und dieser Zweck ist, alles zu tun was wir tun können und jedes Risiko auf uns zu nehmen, das wir müssen um das Treiben der japanischen Wilderei abzustellen und das Leben der Wale zu retten.”

Die Steve Irwin hat eine Crew von 33 Freiwilligen aus neun verschiedenen Nationen. Die Crewmitglieder sind sich genau der riskanten Natur der Reise bewusst und bereit, ihr Leben zu riskieren um das Schlachten zu beenden.

“Wenn ich mein Leben auf’s Spiel setzen muss um das Leben eines wehrlosen Wals zu retten, dann ist das ein Risiko, das ich zu übernehmen bereit bin” sagte Amber Paarman, 24, aus Südafrika.

* (Anm. d. Ü. „citizen’s arrest”: in einigen Ländern der Welt können Privatpersonen Verdächtige festhalten, bis ein „offizielles Organ” der Exekutive erscheint)

** (“poser”, auch: Angeber, Wichtigtuer. Anm. d. Ü.)

Übersetzung nach bestem Wissen und Gewissen

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Wieder einmal eine Übersetzung von Frauke, ganz lieben Dank dafür

Liebe Grüsse

Thomas

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