Aktivisten sind im Begriff “japanische Walfänger festzunehmen”

Originaltext unter: http://www.news.com.au/heraldsun/story/0,21985,23257923-5005961,00.html

Aktivisten sind im Begriff “japanische Walfänger festzunehmen”

Von Mark SchliebsHeraldsun, 22. Februar 2008, 14:59

Australische Aktivisten künden an, an Bord japanischer Walfangschiffe gehen zu wollen, Ausrüstung zu zerstören und „sehr bald” einen “citizen’s arrest” [Zivilarrest, Anm.d.Ü.] durchzuführen bei ihrem jüngsten Versuch, die Jäger aus der Antarktis zu vertreiben.Der Kapitän des Sea Shepherd Schiffes Steve Irwin, der internationale Schlagzeilen machte, nachdem zwei Crewmitglieder letzten Monat von den Japanern festgehalten worden waren, sagte, er habe ein Team von 17 speziell trainierten crewmitgliedern – darunter neun australischen Staatsangehörigen – die bereit seien, ihr Leben auf’s Spiel zu setzen.Paul Watson teilte NEWS.com.au mit, die Gruppe würde riskieren erschossen zu werden, um das Abschlachten von Walen durch „Kriminelle” im Walschutzgebiet des Südpolarmeers zu stoppen. Er sagte, die japanische Flotte begehe eine “klare Verletzung eines australischen (Bundes)gerichtsentscheids, der Walfangoperationen innerhalb der australischen Wirtschaftssperrzone untersage”.Crewmitglieder seien trainiert worden, ein Walfangschiff zu entern, Jagdausrüstung zu zerstören und Zivilarreste durchzuführen, teilte er von Bord der Steve Irwin mit.Dagegen sagte Don Rothwell, ANU [Professor of International Law at the College of Law, Australian National University, Anm.d.Ü.] ein Experte für Internationales und Seerecht, jeder, der in eine solche Aktion involviert sei, würde höchstwahrscheinlich nach Commonwealth-Gesetz strafrechtlich verfolgt und als Pirat betrachtet werden.Professor Rothwell sagte, der kritisierte “citizen’s arrests” könne gleichwohl als terroristischer Akt nach internationalem Recht gesehen werden.
Herr Watson sagte, die australischen und internationalen Gesetze müssten von jemandem aufrechterhalten werden.”Australien sollte wahrhaftig hier unten sein zur Durchsetzung dieser Gesetze, so wie sie es gegen illegale Fischereivorgänge tun”, sagte Herr Watson.

“Die Crew ist täglich in Training eingebunden – auf den Decks, beim Betreiben der kleinen Boote, mit Entermanövern”.

Herr Watson sagte, dass nachdem zwei seiner Mannschaftsmitglieder im letzten Monat von den Walfängern “gekidnappt” worden seien, gebe es Befürchtungen darüber, wie die Japaner auf einen versuchten „citizen’s arrest” reagieren könnten.

„Ich nehme an, die größte Befürchtung ist, dass bewaffnete…Leute, die bei der japanischen Walfangflotte sind, das Feuer auf uns eröffnen könnten”, sagte er.

“Aber ich glaube nicht, dass es sehr viel mehr gibt, wozu man trainiert werden kann um sich dagegen zu verteidigen, als zu versuchen, vorsichtig zu sein”.

“Wir müssen uns der Tatsache bewusst sein, dass sie Gewalt anwenden können”.

Ein australisches Mitglied der Entermannschaft, Alex Wallmann, teilte NEWS.com.au mit, er sei scharf darauf zu versuchen, auf eines der Walfangschiffe zu gelangen, aber unsicher, was danach passieren würde.

„Es sieht alles sehr vielversprechend aus und alle sind ziemlich aufgeregt”, sagte Herr Wallmann.

“(aber) es gibt immer einen Angstfaktor…das ist etwas, was niemand zuvor jemals gemacht hat und wir haben keine Vorstellung, was tatsächlich passieren wird”.

” Ich bin persönlich wütend über die Tatsache, dass manche Walarten ausgerottet werden könnten.”

Professor Rothwell sagte, es gebe wenig juristische Verteidigung für die australischen Crewmitglieder, falls sie mit der geplanten Aktion Erfolg haben sollten.

“Wenn australische Staatsangehörige in das verwickelt sein sollten was Herr Watson anregt…würde es höchstwahrscheinlich auf eine strafrechtliche Verfolgung hinauslaufen”, sagte Professor Rothwell.

Professor Rothwell sagte außerdem, wenn ein “citizen’s arrest” stattfände, würde das diplomatische Spannungen zwischen den Regierungen Japans und Australiens hervorrufen.

Er sagte, die japanische Regierung würde möglicherweise die australische Regierung ersuchen, der Sea Shepherd Crew einen ordentlichen Denkzettel zu verpassen.

Am 16. Januar waren der Australier Benjamin Potts und der Brite Giles Lane von den japanischen Walfängern in Gewahrsam genommen worden, nachdem sie ein Schiff geentert hatten um ein Schreiben auszuliefern, das aussagte, die Walfangoperationen seien illegal.

Die beiden, die Crewmitglieder der Steve Irwin waren, wurden zwei Tage später wieder freigelassen.

Übersetzung nach bestem Wissen und Gewissen.

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