Kanada verletzt französische Territorialgewässer um Sea Shepherd auszuspionieren

05.04.2008
Original unter: http://www.seashepherd.org/news/media_080405_1.html

Kanada verletzt französische Territorialgewässer um Sea Shepherd auszuspionieren

An diesem Morgen wurde das Sea Shepherd Conservation Schiff, die Farley Mowat, sechsmal von einem Flugzeug überflogen, das die Kennzeichen des kanadischen Amtes für Fischerei und Ozeane (DFO) trug. Die Farley Mowat hatte vor der französischen Insel Miquelon geankert. Das bedeutete, dass das kanadische Flugzeug in französischen Luftraum eingedrungen war um Sea Shepherd auszuspionieren.

Gestern war die Farley Mowat gezwungen gewesen, die Docks der französischen Insel St. Pierre zu verlassen, nachdem wütende französische und neufundländische Fischer das Schiff angegriffen und mit Äxten die Festmachleinen gekappt hatten, sodass sie das Schiff ohne Antrieb der Strömung in den Hafen hinein überließen.

Kapitän Alex Cornelissen und Chefmaschinist Willie Houtman handelten schnell und warfen die Maschinen gerade noch rechtzeitig an, bevor das Schiff auf ein paar Felsen aufgeschlagen hätte. Das Starten der Maschinen in kaltem Zustand hat einen Maschinenschaden verursacht, der zur Zeit von den Schiffsingenieuren repariert wird, während das Schiff vor Anker liegt.

Der Kameramann von Animal Planet, Simeon Houtman, wurde auf dem Dock von einem Fischer mit einer Axt angegriffen, während die französische Polizei zuschaute und nichts unternahm. Der Axtschwinger verfehlte Houtman nur knapp, der hintenüber fiel, um der Attacke zu entgehen.

Dutzende von Fischern griffen das Sea Shepherd Schiff an um die Robbenfänger zu unterstützen. Ein französischer Fischer kreischte, dass die Robben Ratten seien und ausgerottet werden sollten. Die französischen Fischer waren wie ihre neufundländischen Gegenstücke durch den Zusammenbruch der Kabeljaufischerei in 1992 beeinträchtigt worden, der die einst blühende wirtschaftliche Grundlage dieser zu Frankreich gehörenden Inseln vernichtet hatte.

Was sie sich zuzugeben weigern, sagte Kapitän Paul Watson, Gründer und Präsident der Sea Shepherd Coonservation Society, ist, dass der Kabeljau durch die krasse Inkompetenz des kanadischen Amts für Fischerei und Ozeane vernichtet wurde, dieselbe Inkompetenz, die soeben vier Robbenfänger getötet hat. Es gab einmal vierzig Millionen Robben an der Ostküste, und jetzt, da die Robben auf 10% ihrer ehemaligen Bestände reduziert sind, ist es offensichtlich, dass es nicht die Robben waren, die den Fisch ausgerottet haben.

Die Politik der kanadischen Regierung ist es, die Robben zu beschuldigen und Hass auf die Robbenschützer zu lenken als Weg, von ihrer eigenen Inkompetenz abzulenken.

Die Crew der Farley Mowat wird in wenigen Tagen in das Eis zurückkehren, wenn die Schlachterei wieder aufgenommen wird, um erneut die Brutalität der Robbenschlächter zu dokumentieren.

Heute begraben die Magdaleneninsulaner drei von vier Robbenfängern, die letzte Woche ertrunken sind. Gestern abend wurde Kapitän Watson im Atlantic Fernsehen gefragt, ob er bereit sei, sich für die Feststellung zu entschuldigen, dass die Abschlachtung von 325.000 Robben eine größere Tragödie sei als der Verlust der vier Männer. Kapitän Paul Watson sagte, ich entschuldige mich dafür, ein Kanadier zu sein und verbunden zu sein mit der sadistischsten und barbarischsten Industrie im Angesicht des Planeten.

Sea Shepherd glaubt, dass der Tod der Männer eine Tragödie ist und dass es eine gründliche Untersuchung der Umstände geben sollte, die zu ihrem Tode geführt haben.

Es dürfte nicht schwierig sein, den Fall zu untersuchen, sagte Kapitän Watson. Der Minister für Fischerei und Ozeane erlaubte Hunderten von kleinen Booten mit Holz- und Aluminiumrumpf der Nicht-Eis-Klasse sich in extrem gefährliche Eisbedingungen hinauszuwagen. Er stellte Männer aufs Eis um Robben zu schlachten ohne angemessenen Schutz durch die Küstenwache zur Verfügung zu stellen. Die Küstenwache schleppte ein Schiff durch das Eis ab mit unverhältnismäßiger Geschwindigkeit und ohne ordnungsgemäße Vorsichtsmaßnahmen. Das war kein Unfall. Das war Totschlag und Loyola Hearn ist der Mann, der verantwortlich ist für ihren Tod, auch wenn er versuchen will, Sea Shepherd als Sündenbock zu benutzen mit seinen Versuchen, uns als Extremisten zu dämonisieren. Wann wurde das Dokumentieren der Grausamkeit gegen die Robbenbabies zu einem extremistischen Akt?

Hearn teilte den kanadischen Medien mit, dass Sea Shepherd für die Dokumentation der Grausamkeiten auf dem Eis angeklagt werden soll. Er wurde nicht konkret, womit die Anklage begründet werden soll und er hat Sea Shepherd oder die Crew der Farley Mowat nicht informiert, dass Anklage erhoben wurde.

Der Standpunkt von Sea Shepherd ist, dass sie nichts Unrechtes getan hat. Das Schiff isst niemals in kanadische Gewässer eingedrungen und hat nach internationalem Seerecht das Recht zur freien Passage.

Falls die kanadische Küstenwache versucht, an Bord der Farley Mowat zu gehen, eines Niederländischen Schiffes in internationalen Gewässern, sagte der niederländische Kapitän Cornelissen, werde ich das als Kriegsakt betrachten.

Übersetzung nach bestem Wissen und Gewissen.

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