Bilderbericht zur Demo vom 9. Mai 2008

Unter besten Wetterbedingungen ging die Demo am 9. Mai am Brandenburger Tor los. Für grössere Ansicht der Bilder einfach draufklicken:

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Und zu guter Letzt Monique, Sabrina und Helmut vom Migaloo-Team:

Team Migaloo -  Monique, Sabrina, Helmut

Alle Bilder © Sabrina Wilhelm

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21 Antworten auf Bilderbericht zur Demo vom 9. Mai 2008

  1. Peter sagt:

    Sehr schöne Bilder!
    Schade das ich nicht dabei sein konnte :(

  2. Rüdiger sagt:

    Sie fordern ein Einfuhrverbot für Delfine nach Deutschland und verquicken Ihr Anliegen mit den Schrecklichen Bildern aus Japan. Dazu frage ich: Ist jemals ein Delfin aus Taiji nach Deutschland gekommen? Wann wurde überhaupt der letzte Wildfang nach Deutschland gebracht?
    Den widerlichen Delfinfang in Taiji mit deutschen Delfinarien in Verbindung zu bringen, ist meiner Ansicht nach schon sehr weit hergeholt und nicht legitim.

  3. Sabrina:-) sagt:

    Hallo Rüdiger,

    in der Presseerklärung zu der Demo vom 09. Mai heißt es:

    Durch einen japanischen Stadtratspolitiker aus Taiji, Mr. Yamashita, wurde Richard O`Barry mitgeteilt, dass das “Taiji Whale Museum”, ein Zentrum japanischer Delfin-Fänger, -Trainer und -Manager, eine Anfrage für 14 Delfine für Deutschland vorliegen hätte. Es konnte bisher nicht bestätigt werden, wer genau diese Anfrage getätigt hat. Es ist allerdings bekannt, dass der Nürnberger Tiergarten auf Grund des abgesegneten Neubaus der sog. Delfin-Lagune für 24 Millionen Euro einen Bedarf an neuen Delfinen hat – ebenso das neugeplante Delfinarium auf Rügen.

    Weiter heißt es in der Presseerklärung, dass jeder zweite Delfin in den noch vier, von ursprünglich neun, bestehenden Delfinarien in Deutschland, aus Wildfängen stammt.

    Gruß
    Sabrina:-)

  4. Rüdiger sagt:

    Liebe Sabrina,
    meinen Fragen “Ist jemals ein Delfin aus Taiji nach Deutschland gekommen? Wann wurde überhaupt der letzte Wildfang nach Deutschland gebracht?” weichen Sie aus.

    Statt dessen beziehen Sie sich auf auf eine einzelne Presserklärung, die meines Wissens von keiner renommierten Zeitung übernommen wurde. Denn bestätigt ist sie nicht.

    Warten wir also ab, was wann wo passieren wird, bevor wir aufgrund irgendwelcher unbestätigter Gerüchte Aktionismus betreiben.

    Ich unterstütze Sie, wenn Sie gegen den Delfinfang in Japan protestieren. Ich distanziere mich von Ihnen, wenn Sie diesen Delfinfang mit irgendeinem Zoo in Deutschland verquicken.

    Liebe Grüße
    Rüdiger

  5. Michael Mittelstädt sagt:

    @Rüdiger

    Ich bin ähnlicher Meinung wie Sie. Auch wenn man Delfinarien (gibt es ja auch außerhalb von Zoologischen Gärten) allgemein und speziell in Deutschland ablehnt, sollte man sich hüten, Dinge zu verquicken, die nicht nachweisbar zusammengehören.

    Ich habe mal im Internet recherchiert. Die einzige Quelle für die \”Information\”, dass ein Import von 14 Delfinen nach Deutschland beabsichtigt sei, scheint das WDSF (Jürgen Ortmüller und Richard O’Barry) zu sein.

    Gemäß offiziellen Aussagen der Bundesregierung ( http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/013/1601378.pdf ) wurden 1991 2 Delfine für Zoologische Gärten und 2000 4 Delfine für wissenschaftliche Zwecke nach Deutschland importiert. Ob es Wildfänge waren bzw. wo die Delfine ursprünglich herkamen, ist aus der Quelle nicht erkennbar.

    Mit Gruß

    Michael Mittelstädt

  6. Michael Mittelstädt sagt:

    Korrektur zu meinem vorherigen Kommentar: Gemäß der Antwort der Bundesregierung waren 4 der 6 importierten Delfine “der Natur entnommene Exemplare” und 2 “Vorerwerbsexemplare”.

    Michael Mittelstädt

  7. Andreas sagt:

    Hallo Sabrina,

    Danke für die tollen Bilder. Es ist richtig, dass es in Deutschland und in ganz Europa keine Delfine aus Japan gibt. Das hat auch niemand behauptet! Dennoch wurden Tiere aus Taiji durch einen deutschen Delfinhändler, der auf der Domrep ein Delfinarium betreibt hier schon angeboten! Der Delfinhändler “bestellt” regelmäßig Tiere aus Japan. Im letzten Winter wurde der Import der Tiere in die Domrep jedoch von der dortigen Regierung verweigert. Bei den Greultaten und Abschlachtungen in Japan kommen jedes Jahr 20 000 Delfine ums Leben. Lukrativ ist die Jagd nicht, weil man mit dem Verkauf des Delfinfleisches als Nahrung für Mensch und Tier (Hundefutter) und als Dünger fürs Feld nicht so viel Einnahmen erzielt, als mit dem Verkauf von besonders schönen und potenten Tieren für die Delfinarien auf der ganzen Welt (ausgenommen “noch” Europa). Die Delfinarienbetreiber sind vor Ort, suchen sich die Tiere aus und bezahlen bis zu 150 000 US-Dollar für einen Delfin. Das macht die Jagd für die Fischer lukrativ. Wer Delfinarien befürwortet, macht sich an dem Abschlachten der intelligenten Meeressäuger in Japan mitschuldig. So einfach ist das! Der letzte Wildfang kam im Jahre 2000 nach Deutschland. Da die geplante Delfin-Lagune in Nürnberg 14 Tieren Platz bieten soll, ist es wohl klar, dass weitere Tiere nach Nürnberg kommen sollen….die Nachzucht ist dort schon seit 10 Jahren erfolglos geblieben.
    Jeder 2. Delfin in Europa ist ein Wildfang! Die meisten Delfine, die nach Deutschland kamen, stammen aus USA, Kolumbien und Kuba. Da die Nachzucht fast nirgendwo nicht selbsterhaltend ist, sind die Betreiber der Delfinarien auf weiteren “Nachschub” angewiesen! Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass es in den USA Delfine in 3. Generation leben. Das stimmt zwar, aber es wird wohlwissentlich und irreführend verschwiegen, dass dies in ganz Europa nicht der Fall ist!
    Ich begrüße es sehr, dass nun die Bundesregierung die Delfintherapie in Deutschland ablehnt. Damit wird dem geplanten Neubau einer Anlage auf Rügen jegliche Grundlage entzogen. Auch ist es begrüßenswert, dass sich die Bundes-SPD gegen den Ausbau des Nürnberger Delfinariums, in dem schon 34 Delfine starben, ausgesprochen hat. Sehr begrüße ich, dass sich nun dem Betreiber des Delfinariums im Heide-Park in Soltau bewusst wurde, dass man Delfine in Gefangenschaft nicht artgerecht halten kann und die Anlage dort und auch das Delfinarium im Gardaland in Norditalien noch in 2008 geschlossen wird. Das ist verantwortungsvoll und beendet die direkte Beteiligung an der Ausplünderung der Meere und ist ein wichtiger Schritt für die Erhaltung der Biodiversität.

    Es dauert nicht mehr lange, da wird Deutschland den Engländern folgen, welche bereits alle 30 Delfinarien geschlossen haben.
    Kein Delfin soll mehr aus seinen Familienverbänden gerissen und unter enormen Stress (es sterben viele Tiere allein schon beim Transport) in viel zu kleine Betonlöcher in Deutschland eingesperrt werden, wo sie als Clowns degradiert, dem Publilim zur Unterhaltung Kunststücke vorführen müssen.
    Die Zeit der Delfinarien ist vorbei und entweder verstehen es noch die Ewiggestrigen oder halt auch nicht. Sie werden die Schließungen aller Delfinarien in Deutschland nicht mehr verhindern.

    Liebe Grüße

    Andreas

    The whales & dolphins alife forever

  8. Michael Mittelstädt sagt:

    @Andreas,

    “Kein Delfin soll mehr aus seinen Familienverbänden gerissen und unter enormen Stress (es sterben viele Tiere allein schon beim Transport) in viel zu kleine Betonlöcher in Deutschland eingesperrt werden, wo sie als Clowns degradiert, dem Publikum zur Unterhaltung Kunststücke vorführen müssen.”

    Uneingeschränkte Zustimmung.

    Stellt sich für mich allerdings die Frage, wie in zweiter und dritter Generation in Zoos geborene Delfine und deren Haltung in Zoos zu sehen sind. Sicherlich ist die Haltung im Zoo nicht die freie Natur, was allerdings bei guten Zoos angesichts einiger Verhältnisse in freier Natur durchaus auch positiv zu sehen ist. Meine Frage kann man erweitern auf viele andere Tierarten. Ich persönlich halte Zoos, wenn gut ausgestattet und gut geführt, für sinnvolle und unterstützenswerte Einrichtungen. Problematisch wird es, wenn man sie zwingt, durch Zusatzklamauk ihren Betrieb in Teilen oder ganz selbst zu finanzieren oder der Betreiber glaubt, Unterhaltungsparks Konkurrenz machen zu müssen.

    Michael Mittelstädt

  9. Helmut sagt:

    @ Rüdiger, @ Michael

    Es spielt überberhaupt keine Rolle, ob ein Delphin aus Japan oder sonstigen Ländern nach Deutschland eingeführt wird.
    Delphine haben ihren Lebensraum im Ökosystem der Ozeane, Delphine scheeren sich nicht um vom Menschen gemachte Staatsgrenzen.
    Insofern ist es ziemlich egal, ob ein Delphin “aus Japan” oder “einem anderen Land” nach Deutschland importiert wird.
    Fakt ist daß es der Natur widerspricht, den Delphin zu fangen und unter Bedingungen in Gefangenschaft zu halten, die für das Tier nur eine Qual weitab von seinen natürlichen Lebensumständen sind und um das Bedüfnis des Menschen nach Sensation zu befriedigen.
    Delphine, die im Meer bis zu 500 m tief tauchen und pro Tag weite Entfernungen zurücklegen, die zudem in großen Gruppen von bis zu mehreren Hundert Tieren leben, in ein kleines bis zu 5 m tiefes Becken zu sperren, ist abartig.
    Leider wird es immer noch gemacht, um Geld zu verdienen auf Kosten der wehrlosen Delphine, die aber wahrscheinlich intelligenter sind als die Kreaturen, die das perverse Spiel mit ihnen betreiben.

  10. Hallo Helmut,

    Eine klare Position von Ihnen / von Dir. Trotzdem eine Nachfrage.

    Intelligente Tiere, das sind Delfine zweifelsfrei, auf engem Raum gefangen zu halten, um mit ihnen schnelles Geld zu verdienen, lehne auch ich ab. Da
    wird ein intelligenter Mitbewohner dieses Planeten zur Verbrauchsware

    Der angesprochene und kritisierte Aspekt “Geld verdienen mit Delfinen” trifft aus meiner Sicht auf primär auf Tierhändler, Zirkus, Vergnügungspark und Delfin-”Therapiezentren” zu, nicht automatisch auf Zoos, obwohl es da aus meiner Sicht auch problematische Entwicklungen gibt. Die in Nürnberg kritisierten Verhältnisse kenne ich nicht persönlich. Dort entsteht allerdings für mich aus den Medienberichten der Eindruck, dass das Geldverdienen zumindest für die Stadt hohe Priorität hat.
    Ansonsten sind Zoos m.E. bei guter Zooinfrastruktur (kostet natürlich richtig Geld) meiner Sicht auch Einrichtungen, an denen Arten überleben können, die in freier Wildbahn ausgestorben wären und vor allem Einrichtungen, an denen den zunehmend verstädterten Kindern die Natur und ihre Bewohner nahegebracht werden. Wenn man liest, dass in den USA Kinder z.B. Hühner mit 6 Beinen malen, weil es die Schenkel im Sixpack gibt, zeigt das m.E., wie weit die nachwachsende Generation teilweise von der Natur weg ist. Der heranwachsenden nächsten Generation kommt dabei m.E. eine hohe Bedeutung zu. Dabei können aus meiner Sicht Delfine in Zoos einen wichtigen Beitrag leisten, Menschen aller Altersschichten für Delfine zu begeistern. Nur was der Mensch kennt und interessant findet, ist er auch bereit zu schützen. Wenn man das dann im Zoo auch finanziell mit mit der Unterstützung von Schutzprojekten in freier Natur verbindet, ist das m.E. ein guter Beitrag.

    Wildfänge sind natürlich ein echtes Problem, speziell bei sozialen Tieren wie den Delfinen.

    Daher die Frage:
    Sind Delfine in Zoos für Sie / für Dich in jedem Fall inakzeptabel?

    Mit Gruß

    Michael Mittelstädt

  11. Monique sagt:

    Hallo Michael!
    Dein Beitrag ist nicht ganz ohne. Natürlich gibt es ein Für und Wieder bezüglich der Haltung von “Zoo-Delphinen”. Das die heutige Generation von Kindern kaum ein weiters Tier kennt, als die Katze zu Hause, ist schlimm genug. Jedoch finde ich, kann man dieses fehlende Wissen auf andere Art und Weise lernen, z.B. durch Bilder und Geschichten bzw. Aufklärungsarbeit schon im Kindergarten bis hin zur Schule.

    Stell Dir doch mal vor, wenn Du in der Haut der “Zoo-Delphine stecken würdest. Den ganzen Tag im Kreis schwimmen und vor lauter Langeweile die eingeübten Kunststücke zeigen…..

    Unsereins wäre da schnell reif für die Klapse!

    Leider bleibt den Tieren da aber keine andere Wahl, als sich ihrem Schicksal zu ergeben.

    Wenn man einen angemessenen Zoo erbauen würde, wo die Haltung sämtlicher Tiere dem natürlichen Lebensraum entsprechen würde, wüssten wir wenigstens, wo unsere Steuerabgaben geblieben sind. :-)

    LG,Monique

  12. Hallo Monique,

    der beste Zoo wäre eine Unterwasserstation im Meer in einem Delfin- und Walschutzgebiet, aus der man die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung sehen kann. Für die, die nicht dahin können, kann man ja eine Videoübertragung übers Internet einrichten.
    Ideen gibt es bereits zu solchen Unterwasserstationen:
    http://deepwave.blog.de/2007/10/27/tauchgondeln_fenster_ins_meer~3203862

    Gruß

    Michael

  13. Sabrina:-) sagt:

    Einen schönen Pfingstmontag zusammen,

    während ich hier Informationen gesammelt habe, um Rüdigers Frage von gestern weitergehend zu beantworten, ist ja hier eine Menge an Kommentaren geschrieben worden.

    Erst einmal danke ich Andreas dafür, dass er hier seinen Kommentar hinterlassen hat. Ich hatte ihn am gestrigen Sonntag kontaktiert, um entsprechende Zahlen nennen zu können. Aber da er diese hier schon genannt hat, verkneife ich mir eine Wiederholung. Die Zahlen werden dadurch ja nicht besser.

    Ich möchte aber auf die beiden Ausgangsbemerkungen von Rüdiger noch einmal zurück greifen. Vor allen Dingen weil die zweite Aussage doch mein Reptiliengehirn erheblich angepikst hat :-)

    Erst einmal bin ich der Frage nicht ausgewichen. 1. hatte ich allerdings gedacht, dass das Zitat der Presseerklärung zu der Demon vom 09. Mai für sich selbst und auch zu den dargestellten Bildern spricht und 2. lag mir viel daran fundierte Zahlen zu nennen. Dies hat Andreas ja mittlerweile getan.

    Bei den Fotos zur Demo handelt es sich um einen Bildbericht. Und ich persönlich würde es nicht richtig finden, das Foto über das Taiji-Bild zu “unterschlagen”. Für mich heißt das nur, dass dort jemand war, der bei seinen Gedanken zur Demo über seinen eigenen Tellerrand hinweg geschaut hat und die 200 bestehenden Delfinarien weltweit im Auge hatte. Und das finde ich gut und keineswegs “sehr weit hergeholt” und “nicht legitim”. Wenn jeder von uns Morgen ein Delfinarium aufmachen wollte, wo würden wir denn anfragen bzgl. potenter, starker Delphine, wenn die Nachzucht nicht genügend “abwirft”? Also spontan fallen mir da 2 Adressen ein: entweder direkt in Taiji oder in Dom.Rep. – was letzten Endes auf das Gleiche hinausläuft!

    Dass die Presseerklärung von keiner renommierten Zeitung übernommen wurde (mal angenommen, die Aussage wäre so richtig), ist doch völlig unerheblich. Es handelt sich um eine Presseerklärung. Diese muss keineswegs durch eine Zeitung bestätigt werden. Oder glauben wir jetzt alles, was durch eine Zeitung bestätigt wird? :-)

    Ich ärgere mich allerdings ein wenig über die Worte “warten wir also ab, was, wann, wo passieren wird …” Schön, legen wir allesammt die Hände in den Schoß, kochen uns eine Tasse Tee und warten bis diese kalt ist und noch länger …
    Und genau das hat die Malerin des Taiji-Bildes nicht gemacht! Und genau das haben auch nicht die Personen gemacht, die ihre Tapetenrollen für die Demo gefertigt haben, die die entsprechende Petition signiert haben, die auf der Demo anwesend waren usw. usw.
    Menschen, deren Tellerrand nicht die Grenze Deutschlands ist, sondern Menschen, die in Sachen Delphinschutz keinen Tellerrand kennen.

    Und es war schön anzusehen, wie viele unterschiedliche Gedanken es zum Thema Delphinschutz auf dieser Demo gab. Und diese Vielfalt an Gedankengut habe ich mit meinen Fotos aufgegriffen, und wir sollten sie nicht einschränken.

    Schön finde ich dazu auch Helmuts Aussage, dass Delphine sich nicht um von Menschen gemachte Staatsgrenzen scheeren.

    Bei der Aussage von Michael “nur, was der Mensch kennt und interessant findet, ist er auch bereit zu schützen” … da stimme ich Monique zu. Man muss nicht alles live gesehen haben, um es zu kennen, und Wert zu schätzen. Ich selbst bin ein Paradebeispiel dafür. Man muss es den Menschen und ihren nachfolgenden Generationen nur vermitteln. Das Ganze hängt aber auch mit der Bedüfnispyramide des Menschen zusammen. Müssten wir uns täglich Sorgen um unsere nächste Mahlzeit und unser nächstes Glas Wasser machen, würde wohl kaum einer von uns hier sitzen und sich Gedanken über Delphine machen.

    Und zu Monique noch kurz: Wo ein Teil der Steuergelder bleibt, hast Du doch am Freitag gesehen … in zwei Reihen schwarzer “Volkswagen” mit dem Stern … frisch aus der Waschanlage und frisch gewachst. :-)

    Sonnige Grüße
    Sabrina:-)

  14. Helmut sagt:

    Hallo Michael,

    zu Deiner Frage: “Sind Delfine in Zoos für Sie / für Dich in jedem Fall inakzeptabel?” hier meine kurze und klare Antwort:

    Ja, die intelligenten Tiere sind nicht von der Natur dazu erschaffen, Schau-und Spielobjekt des Menschen zu sein. Auch eine nur annähernd artgerechte Tierhaltung ist in herkömmlichen Zoos nicht möglich, daher lehne ich dies eindeutig ab.
    Die Idee mit der Tauchgondel ist bisher nicht ausgereift und auf jeden Fall ebenfalls ein erheblicher Eingriff in den Lebensraum der Delphine.

    Gruß
    Helmut

  15. ThomasBuiter sagt:

    Moin Rüdiger,

    Zahlen wurden Dir hier ja im überfluss genannt denke ich mal. Daher mal eine Gegenfrage an Dich: Bist Du für die Erhaltung der Delphinarien in Deutschland? Auch wenn keine Tiere im Moment direkt aus Taiji hier sind, so wurden doch in den 80ern Tiere aus Mexiko und anderen Staaten importiert, eventuell auch später. Mexiko hat meines Wissens nach auch Tiere aus Japan. Und mal ehrlich, kontrollierte das wirklich wer? Ich kenn die Vorgehensweise der Behörden im Artenschutz und ich kenne die Regeln beim Import von Wildtieren sehr gut. Und es war bis 1998 leider kein problem Tiere mit falschen Papieren zu importieren. Und durch die Aufweichung von Cites, vorallem durch die Japaner, ist es eher leichter als schwieriger geworden.

    Die Demonstration hat eine gute Forderung gestellt. Was stört Dich daran? Der Handel mit der Wildnis entnommenen Tieren und deren Teile hat endlich eingeschränkt zu werden. Wenn Tiere aus Programmen wie zum Beispiel Ghana und Königspython stammen sollten exporte also auch Importe erlaubt sein, weil die Einwohner diese Artgeschützten Tiere dann nicht mit Macheten vom Feld entfernen sondern helfen diese Tierart und zwar mit viel Erfolg in der Natur zu erhalten. Aber solche Fälle sind mir beim Handel mit Meeressäugern nicht bekannt. Also gehören Meeressäuger absolut und für jeden Zweck vom Import verbannt.

    Wenn nun ein Argument kommt, dass die Japaner dann nach den 20.000 auch die 500 Tiere für den Export töten würden, der soll das gerne mit mir hier ausdiskutieren.

    Liebe Grüsse

    Thomas

  16. Manuel sagt:

    Hallo,
    @ Rüdiger: Ich frage mich, wo ist der Unterschied: Schneller, grausamer Tod
    der Delfine in Japan oder langsamer , grausamer Tod im Delfinarium. Denn das ist doch wohl unbestritten, in diesen kleinen Becken sind diese Tiere,
    mit diesem unwiderstehlichen Bewegungsdrang, eigentlich ,,theoretisch´´
    schon tot.
    Ich kann mich meinen Vorgängern hier nur anschliessen: Alle Delfinarien
    schliessen,basta! Unsere nachfolgenden Generationen können auch ohne
    Livebilder adäquat die Wildnis kennenlernen ( Warum muss der Mensch eigentlich immer alles angrabbeln, bevor er es versteht oder für schützenswert hält??? )

    In diesem Sinne, einen schönen Tag noch…

    Manuel

  17. Christine sagt:

    Hallo zusammen, ich bin nicht der Anischt, dass man alle Tiere im Zoo bewundern muss, um sie zu schützen. Ich habe im Alter von 12 Jahren im Biologieunterricht erstmals von Walen und Delfinen gehört (das war 1977!) und bin seitdem von diesen Tieren begeistert. Ich habe schon damals nicht verstanden, wie jemand diese wundervollen Tiere töten oder quälen kann. Für mich gibt es nur ganz wenige Tiere, die im Zoo adäquat gehalten werden können. Für Affen, Raubtiere, Elefanten und Delfine trifft dies ganz sicher nicht zu! Ich schaue mir lieber eine Tierdoku im TV an, als die verhaltensgestörten Tiere im Zoo!

  18. Sabrina:-) sagt:

    Hallo zusammen,

    ich stimme Christine da vollkommen zu, und auch Manuels Beitrag vor allem die Wortwahl “angrabbeln” unterstütze ich.

    Ein paar Zahlen möchte ich nun doch noch nennen; mir ist erinnerlich, dass sie in den obigen Kommentaren noch nicht gefallen sind, falls doch entschuldige ich mich für das Doppelgemoppel.

    Wenn ein Delphin in Gefangenschaft eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 Jahren hat; und ein Delphin in Freiheit eine durchschnittliche Lebenserwartung von 30 und mehr Jahren, wer will dann allen Ernstes behaupten, dass es den Delphinen in Gefangenschaft gut geht ???

    Gruß Sabrina:-)

  19. ThomasBuiter sagt:

    So nun weiss ich mit wem ichs zu tun habe. Rüdiger Hengl von http://www.meeresakrobaten.de der ein Befürworter vom Delphinarium Nürnberg ist.

    Zitat von Rüdiger Hengl: “Ich bin sehr traurig über die Nachricht, dass auch das “neue” Delfinkalb nicht überlebt hat. Nun muss der Tierpark wirklich Ursachenforschung betreiben. “Delfinschützer” werden jetzt sicher wieder ihre allgemeinen Vor-Urteile vorbringen. Dass diese aber nicht stimmen müssen, zeigen erfolgreiche Nachzuchten in einem Schweizer Freizeitpark. Dort leben die Delfine allerdings in einer Lagune. Ist die Lagune die Alternative? ”

    Und ein paar Monate später ist er Kämpfer für das Delphinarium in Nürnberg “Es ist für mich immer wieder befremdlich, wie Einzelne oder Gruppierungen, egal zu welchen Themen, mit einer Flut von hintergrundsfreien Meinungsäußerungen und Demonstrationen versuchen hervorzutreten, in puren Aktionismus verfallen, dabei aber praktische, zielgerichtete und realisierbare Lösungen vermissen lassen.”

    Natürlich gibt es keine praktischen Lösungen für ein seit Jahrzehnten manesfestierten Problems. Es gibt wie Manuel schon schrieb kein wenn und aber. Delphine haben in Gefangenschaft nichts verloren. Nicht in Nürnberg und nicht in Duisburg. Born Free to live free.

  20. Sabrina:-) sagt:

    “Der Bösewicht ist nicht so gefährlich,
    wie der fanatische Gefolgsmann einer falschen Idee.”

    Reinhold Schneider
    (1903-1958)
    deutscher Historiker,
    Erzähler und Dramatiker

    Einen schönen Tag wünscht euch
    Sabrina:-)

  21. Sabrina:-) sagt:

    Guten Abend,

    ich möchte mich auch noch einmal bei Maribel bedanken, die beim Besucher-Award einen sehr netten Kommentar hinterlassen hat.

    Lieben Dank noch einmal
    sagt das ganze Migaloo-Team