Japanische Walfänger sind Gauner? Wer hätte das gedacht?

Original: http://www.seashepherd.org/editorials/editorial_080515_1.html

Japanische Walfänger sind Gauner? Wer hätte das gedacht?

Kommentar von Kapitän Paul Watson
Gründer und Präsident von Sea Shepherd Conservation Society

Die Greenpeace Stiftung hielt heute (15.05.08) eine Medienkonferenz in Japan ab um die Tatsache zu enthüllen, dass die Arbeiter auf dem japanischen Fabrikschiff Nisshin Maru Walfleisch nach Hause schmuggeln und es nebenbei verkaufen.

Die Schlagzeile war: Harpuniert: Greenpeace enhüllt Skandal im Herzen des Walfangs.

Greenpeace fing eine Kiste mit Walfleisch ab, dass 23,5 kilo wog und so beschriftet war als enthielte die Kiste Pappe, und sagten, dass über eine Tonne bestes Walfleisch von den Arbeitern auf dem Schiff direkt unter der Nase der Walfangfirma gestohlen wurde.

Nicht das es wirklich was ausmacht. Wir sehen es nicht als Skandal an nur weil einige Walfänger nebenbei Geld machen. Die Wale sind tot, wurden illegal getötet und das ist der wahre Skandal. Wo das Geld hingeht, ob in die Hände der Firma oder in die Taschen der Mörder ist irrelevant.

Aber warum ist Greenpeace so überrascht? Die japanische Walfangindustrie wird von der Yakuza (Die japanische Mafia) seit Jahren kontrolliert.  Die Gesellschaft, die die Crew versorgt ist eine Gesellschaft der Yakuza. Also was für tätoowierte Gängster die was auf sich halten wären das, wenn sie nicht von der Firma was stibitzen und die Regierung abzocken würden?

Greenpeace fragte, wie es sein kann, dass der Diebstahl stattfand ohne dass es jemand bemerkt hat. Natürlich haben sie es bemerkt, aber anscheinend hat die japanische Yakuza der Firma ein Angebot gemacht, welches sie nicht ablehnen konnte, wie das Japanische Equivalent von “Du hast nichts gesehen”.

Greenpeace beschreibt das als eine “grosse Verschwörung von Korruption im Herzen von Japans regierungsgestützten, pseudowissenschaftlichen Walfang Operationen”.

Ich schätze wir können es zu der langen Liste von grossen Verschwörungen im Herzen der japanischen Regierung hinzufügen wie die Vergewaltigung von Nanking die scheinbar nie stattgefunden hat und “Delphine, was für Delphine werden in Taiji getötet?” Ich denke es ist eine grosse Verschwörung im Herzen von Greenpeace Japan, dass sie das jährliche Abschlachten von 22.000 Delphinen an japanischen Stränden ignorieren.

Laut Greenpeace haben sie eine weitreichende Unterschlagung von Walfleisch aufgedeckt und das geschieht seit Jahrzehnten unter der Nase der öffentlichen Beamten. Achne, wirklich?*

Natürlich hat es das. Die japanische Walfangindustrie ist und war schon immer eine kriminelle Vereinigung, betrieben von Kriminellen in einem Land, wo routinemässig Politiker gekauft werden. Der japanische Reichstag ist ein Parlament von Nutten und das sollte niemanden überraschen.

Nicht dass sie in irgendeiner Weise anders wären als das kanadische oder norwegische Parlament wo Walfänger und Robbenjäger bestimmen was geschieht, wie gewählte Regierungsvertreter.

Greenpeace hat nach der Regierung von Japan gerufen um die Lizens zum Töten von Walen von Kyodo Senpaku zu entziehen. Dafür halten wir unseren Atem nicht an.

Greenpeace hat auf ihrer Medienkonferenz die folgenden Skandale auch noch aufgedeckt;

  • Tonnen von Walfleisch werden täglich über Bord geworfen, weil sie nicht die Verarbeitungskapazität für die erhöhte Quote haben.
  • Krebstumore die gefunden werden, werden rausgeschnitten und das übrige Fleisch für den Verkauf weiterverarbeitet.
  • Gezielte Jagd um einen maximalen Fang sicherzustellen und kein zufälliges Probensammeln, wie es die Forschungserlaubnis vorschreibt.
  • Harsche Arbeitsbedingungen wegen des erhöhten Arbeitspensums durch die erhöhten Fangquoten.

Die Sea Shepherd Conservation Society könnte sich nicht weniger Sorgen um die harschen Arbeitsbedingungen der japanischen Walfänger machen.  Umso harscher desto besser, soweit wir besorgt sind. Jede Person die vom illegalen Abschlachten von Walen lebt, hat keinerlei Sympathie verdient. Sie haben sich das selbst ausgesucht unter solchen Bedingungen zu arbeiten.
Die anderen Anklagen sind längst bekannt, also nichts neues soweit.

Trotz alledem ist es eine gute Sache, dass Greenpeace diese Medienkonferenz abgehalten hat. Alles was die Angelegenheit in den japanischen und weltweiten Medien am leben erhält ist für uns in Ordnung.

Aber wir sollten nicht so naiv sein, dass wir von den Vorwürfen der Kriminalität von Walfängern schockiert sind. Wir wissen, dass es Kriminelle sind und sie machen was Kriminelle machen.

Das wahre Verbrechen ist, dass sie auf bedrohte und geschützte Wale in einem internationalen Walschutzgebiet abzielen, verstossend gegen das globale Moratorium für den Walfang. Alles andere ist im Vergleich dazu nebensächlich.

Randnotiz: Bereits früher in diesem Jahr berichtete die Asahi Shimbun Zeitung, dass die Walfänger schwierigkeiten haben 1 Milliarde Yen zurückzuzahlen die von öffentlichen Mitteln geliehen wurden. Mit einem massiven Bestand von 4.000 Tonnen nicht konsumierten Walfleisches, berichtet Asahi Shimbun ein Desinteresse der Konsumenten an “Bluttriefendem”, scheinen die Walfänger auf der Seite der sicheren Verlierer zu stehen. Um die Probleme noch zu vergrössern, sorgt die grösserwerdene Quote von Südlichen Zwergwalen dafür dass das Angebot die Nachfrage völlig erholt, eine Situation, die für einen “normalen Geschäftsbetrieb undenkbar ist” laut einen Buchhalter einer grossen Firma von der Asahi Shimbun zitiert wird.

 
Die Begleitpapiere zeigen, in japanisch, dass der Inhalt der persönlichen Box des Crewmitgliedes, welches vom Walfang-Fabrikschiff Nisshin Maru entladen wurde, 23,5 kilogrammvon gestohlenen Walfleisch enthält.
Das Papier zeigt, dass Inhalt der Box “Pappe” ist. Photo: Greenpeace


Greenpeace Japans Wal-Kampagnen-Leiter Junichi Sato wiegt 23,5 kg Walfleisch, dass von einem Crewmitglied des Nisshin Maru Walfangsschiffs gestohlen wurde.Der Inhalt der Box wurde als “Pappe” deklariert. Photo: Greenpeace

*[Anm.d.Ü] Duh, you think? Heisst es im Original, was auch heissen kann : Dummkopf, was denkst Du Dir?

Übersetzung nach bestem Wissen und Gewissen.

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2 Antworten auf Japanische Walfänger sind Gauner? Wer hätte das gedacht?

  1. Sabrina:-) sagt:

    Guten Morgen,

    nachfolgende Aktion ist unglaublich:

    Unfassbare Polizei-Attacke gegen den Tierschutz

    Utl.: Die “unbequeme” Tierschutzbewegung soll mit unlauteren Methoden
    zerschlagen werden. =

    Wien (OTS) – Am 21. Mai kam es zu insgesamt 24 Hausdurchsuchungen und
    einer noch größeren Zahl von Einvernahmen. Insgesamt sind Personen von 7
    Tierschutzvereinen betroffen. Die Polizei begründete diese Aktion mit dem
    Verdacht auf die Bildung einer kriminellen Verbindung. Konkrete Vorwürfe
    spezifischer Straftaten zu einzelnen Personen wurden keine vorgebracht.

    Wie jetzt bekannt wurde, hat die Polizei schon jahrelang gegen die
    TierschützerInnen ermittelt. “Als sich aber herauskristallisierte, dass die
    Polizei trotz Beschattung und Lauschangriff mit legalen Mitteln nichts gegen
    den völlig gesetzeskonform operierenden VGT unternehmen kann, machen sie es
    jetzt auf die schmutzige Tour”, meint Harald Balluch, Geschäftsführer des
    Verein Gegen Tierfabriken. “Der Tierschutz soll kriminalisiert und das Image
    der Tierschutzvereine soll nachhaltig beschädigt werden. Dabei ist sind die
    Vorwürfe absolut aus der Luft gegriffen. Der VGT lehnt kriminelle Handlungen
    und Gewalt ab und distanziert sich ausdrücklich von allen gegenständlichen
    Straftaten.”

    “Diese Aktion ist ein unglaublicher Willkürakt und ist darauf ausgelegt
    bestimmte Vereine mit unlauteren Mitteln auszulöschen”sagt Harald Balluch.
    “Uns und 4 weiteren Tierschutzvereinen hat die Polizei die komplette
    Arbeits- und Existenzgrundlage genommen: Sie entwendeten uns die gesamte
    Spenderdatei, wir haben also keine Möglichkeit mehr unsere Mitglieder zu
    kontaktieren. Die Polizei hat weiters alle Computer mitgenommen und den
    Angestellten die Handys entwendet. Unsere Infrastruktur ist damit vollkommen
    lahm gelegt. Gestern war selbst unsere Festnetzleitung gestört. Wir waren
    für die Medien damit unerreichbar. Zufall?”

    Auch unser gesamtes Foto- und Filmmaterial wurde uns genommen, das in
    15-jähriger Aufbauarbeit zusammengesammelt wurde und das die Zustände in
    Österreichs Tierfabriken dokumentiert. Unsere Tierschutzarbeit ist zerstört
    - wir sind an den Anfang zurückgeworfen.

    Alle Versuche die Exekutive dazu zu bewegen uns wenigstens Kopien der
    wichtigsten Daten zu überlassen, wurden abgeschmettert. Vielmehr wurde in
    Aussicht gestellt, dass nicht damit zu rechnen ist, dass mit der
    Datensichtung innerhalb des nächsten Jahres begonnen werden kann, weil die
    betreffende Abteilung derartig überlastet sei!!! Der Verein ist nach dieser
    Aktion durch einen polizeilichen Willkürakt praktisch zerstört. Und das ohne
    dass irgendwelche Fakten gegen den Verein vorliegen würden.

    Dafür durften sich MitarbeiterInnen süffisante Bemerkungen anhören.
    Beispielsweise, dass sie sich jetzt einen anderen Job suchen müssten, weil
    der Verein jetzt ohnehin am Boden ist oder die Frage warum wir denn die
    Daten haben wollen, wo wir doch ohnehin keine Computer mehr hätten.

    Thomas Putzgruber vom Verein RespekTiere dazu: Nahezu unglaubliche,
    schockierende Szenen spielten sich am Mittwoch frühmorgens vor der
    RespekTiere-Zentrale in Salzburg/Bergheim ab.

    Mindestens ein Dutzend Beamte von Wega und Polizei stürmten noch vor 6
    Uhr morgens unsere Wohnstätte, durchwühlten in einer achtstündigen (!!!)
    Aktion jede Ecke und jeden Winkel, beschlagnahmten sämtliche Computer,
    Fotoapparate, Fotos, Cd’s, Videos, Speichermedien, kurzum: den gesamten
    Verein RespekTiere! Bewaffnete Beamte verschleppten die harte Arbeit von
    fast einem Jahrzehnt ins Nirgendwo der Polizeiarchive!

    Ein Einsatz wie dieser, zugegeben, der lässt uns kurz straucheln,
    erschwert unseren Weg, aber letztendlich beweist er die Ohnmacht der
    Mächtigen und die Wichtigkeit unserer Arbeit für die Tiere. Ein Einsatz wie
    dieser, der lässt uns stolzen Herzens erkennen, wir sind ein Teil einer
    Bewegung, welche letztendlich durch ihre Friedlichkeit, nur anhand ihrer
    Ideale, diese unsere einzige Welt zu verändern imstande sein wird, im
    Bestreben, den Allerschwächsten der Gesellschaft endlich nicht mehr zu
    entziehenden Rechte zuzugestehen!

    Wir werden unsere Arbeit nach einem kurzen Luftschnappen fortführen,
    keine Frage, ehrgeiziger, gezielter und erfolgreicher als jemals zuvor!

    Der steirische Tierschutzverein Tier-Wege wurde ebenfalls von der Polizei
    gestürmt. Nikolaus Kubista, Obmann des Vereins kommentiert:

    Es ist einfach unfassbar. Ich als unschuldiger Tierschützer wurde
    behandelt wie ein Schwerverbrecher. Ich bin entsetzt über das willkürliche
    Vorgehen der Behörden, welches nur als Skandal bezeichnet werden kann.

    Ähnlich erging es der Veganen Gesellschaft Österreichs (VGÖ). Die VGÖ
    bietet Serviceleistungen für vegan lebende Menschen und alle die es werden
    wollen. Paula Stibbe von der VGÖ: “Ich bin schockiert darüber, dass sogar
    wir als reines Informationscenter derart kriminalisiert werden. Alle
    Computer samt Datenbank wurden konfisziert, unsere Arbeit wurde damit
    gezwungenermaßen zum Stillstand gebracht. Trotzdem werden wir alles in
    unserer Macht stehende tun, damit auch dieses Jahr die Veganen Sommerfeste
    stattfinden können. Das wir betroffen wurden, zeigt deutlich, wie
    willkürlich die Behörden reagieren.”

    Der frühe Morgen des 21. Mai 2008, 6:00 Uhr. “Plötzlich machte es einen
    enormen Knall der mich aus dem Schlaf aufschrecken ließ”, schildert Harald
    Balluch, Geschäftsführer des Verein Gegen Tierfabriken. “Unmittelbar darauf
    ein zweiter dumpfer Schlag und eine Gruppe von Personen mit Masken in
    Kampfmontur stürmten ins Schlafzimmer und bedrohten mich und meine Freundin
    mit der Waffe im Anschlag. Sie schrieen auf mich ein. Unsere durch den
    Überfall verstörten Hunde wurden brutal gepackt und mit Fangschlingen
    fixiert und hinausgezerrt. Es war entsetzlich.”

    Die Tierschutzbewegung ist vielen einflussreichen Personen ein Dorn im
    Auge: Das Verbot von Legebatterien und das Käfigverbot für Kaninchen,
    bewiesen die Durchsetzungskraft der TierschützerInnen, denen es gelungen
    ist, die Bevölkerung zu überzeugen. Permanente Aufdeckungsarbeit
    beispielsweise über die Zustände in der Schweineproduktion, machen weiter
    öffentlichen Druck auf die Landwirtschaft und die Angst vor gesetzlichen
    Verbesserungen ist unter den LobbyistInnen allgegenwärtig.

    Auch die bisher jahrelang unkritisierte Jägerschaft, steht nun immer
    öfter mit negativen Schlagzeilen über Tierquälereien, wie z.B. mit den für
    Jagd gezüchteten Tieren (Fasane, Enten, Hasen, Hirsche, etc), im Licht der
    Öffentlichkeit. Die Jägerschaft bildet bekanntermaßen ein Netzwerk bis in
    höchste Kreise. Auch die Pharmakonzerne fürchten sich vor strengeren
    Bestimmung im Tierversuchsbereich und natürlich auch die Pelzindustrie.

    “Gerade in den letzten Jahren war die Tierschutzbewegung sehr erfolgreich
    und hat stark an gesellschaftlicher und politischer Bedeutung gewonnen.
    Jetzt soll sie gestoppt werden. Ich finde es skandalös, dass hier die
    Staatsgewalt für politische Interessen missbraucht wird”, sagt Harald
    Balluch.

    Rückfragehinweis:
    Harald Balluch, 01/9291498-0
    Mag Christine Braun, 0676/4334073

    *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
    VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – http://WWW.OTS.AT ***

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