Sea Shepherd bereitet sich für eine Grossoffensive gegen den Walfang vor

Original: http://www.seashepherd.org/news/media_080612_1.html

12.06.2008

Sea Shepherd bereitet sich für eine Grossoffensive gegen den Walfang vor

Es sieht danach aus als liege die Aufgabe den illegalen japanischen Walfang zu stoppen nun in den Händen der Sea Shepherd Conservation Society. Australien steckt vom aggresiven Gegenwirken gegen die japanischen Walfangoperationen zurück um die japanisch australischen Handelsbeziehungen über die Interessen der grossen Mehrheit der australischen Bürger zu stellen.

Wenn der Premierminister von Japan sagt ´spring´, antwortet der australische Premierminister mit einem “Ja Sir, wie hoch soll ich springen Sir, entschuldigen Sie dass wir Sie angegriffen haben Sir, bitte kaufen Sie unsere Holzschnipsel und unser Uran und wir werden gute kleine Australier sein Sir.”

Umweltminister Peter Garrett hat sich entschlossen Abstand zu gewinnen und schaut zu wie sein Bett brennt.*

Nicht nur dass die Rudd Regierung versagt hat ihre Versprechen an die australischen Wähler, die Wale zu schützen, zu halten, sie ziehen sich nun komplett aus dieser Kontroverse zurück.

In der Zwischenzeit wird der ehemalige Umweltminister der Howard Regierung, der ehemalige Senator Ian Campbell nach Santiago Chile gehen um der der Internationalen Walfangkommission als Repräsentativer der Sea Shepherd Conservation Society beizuwohnen.

Was wirklich ironisch ist, ist dass die Rudd Regierung sich zurückzieht während sie den Sieg für die Wale über die Japaner bereits in Sichtweite hat. Die Solomonen haben sich bereits davon abgewandt auf dem IWC Treffen mit Japan zu stimmen und diese Woche hat der dominicanische Premierminister Roosevelt Skerritt angekündigt, dass Dominica acht Jahre der Unterstützung für Japan´s Position umkehren wird.

Das bevorstehende Treffen der IWC in Santiago, Chile verspricht sehr ungewöhnlich zu werden. Quellen der Neuseeländischen Regierung haben angezeigt, dass Japan sich, wegen der ökonomischen Verluste, der steigenden Treibstoffkosten und den Sorgen einer Ausweitung der Taktiken der Sea Shepherd Conservation Society, aus dem Südpolaren Walschutzgebiet zurückziehen könnte.

Sie haben recht wenn sie annehmen, dass Sea Shepherd seine Taktiken ausweiten wird.

“Wir haben vor Japan härter als sonst mit neuen Taktiken, neuem Equipment und einer erstärkten Entschlossenheit zu treffen um ihre illegalen Walfangaktivitäten zu beenden. Wir werden niemals aufgeben und wir werden keine Zugeständnisse machen -  es kann nicht aktzeptiert werden oder eine Übereinkunft geben wenn gefärdete Arten aus einem etablierten Walschutzgebiet gegen die Regeln eines globalen Moratorium zum Walfang entnommen werden”, sagte Kapitän Paul Watson. “Wir werden mit Öko-Terroristen keine Übereinkunft treffen.”

Die Greenpeace Stiftung hat sich erneut dazu entschlossen das Angebot von Sea Shepherd für eine Kooperation zu ignorieren.

“Wir haben nicht ein Wort von Greenpeace als Antwort auf unser Angebot gehört”, sagte Shepherd Executive Director Kim McKoy. “Es ist wirklich tragisch. Zusammen könnten wir, Greenpeace und Sea Shepherd, alle illegalen Walfangaktivitäten im Südpolarmeer beenden. Auf uns alleine gestellt sind wir nur in der Lage ihre Quote um 50% zu reduzieren, wie wir es die vergangenen zwei Jahre gemacht haben–bis wir ein zweites Schiff sichern können. Greenpeace muss endlich verstehen, dass sie den illegalen Walfang nicht mit Transparenten und Kameras beenden können. Die Wale brauchen–und haben das Recht auf–aggresive Einmischung.”

“Die beste Verteidigung der Wale ist eine aggresive offensive Kampagne,” sagte Kapitän Paul Watson. “Und wir haben vor den Japanern mit allen Mittel die wir zusammenbringen können, entgegenzutreten.”

Das Sea Shepherd Schiff Steve Irwin wird für das Auslaufen im November, um die japanische Flotte zu stören, vorbereitet.

“Wenn wir durch irgendein Wunder die Spenden für ein zweites Schiff sicherstellen können, werden wir eins haben, aber wir werden die Steve Irwin und eine internationale Crew von Freiwilligen schicken und wir werden neue Strategien, basierend auf unserem neuen Equipment entwickeln”, sagte Kapitän Watson. “Dies wird unsere dramatischte, streitlustigste und effektivste Kampagne sein, die wir je gemacht haben. Wir werden dieses Mal mehr Wale retten, als wir es das letzte Mal gemacht haben und wir sind uns sicher dieses Ziel zu erreichen.”

Übersetzung nach bestem Wissen und Gewissen.

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14 Antworten auf Sea Shepherd bereitet sich für eine Grossoffensive gegen den Walfang vor

  1. Ichijō Tsunetsugu sagt:

    Zitat: Wenn der Premierminister von Japan sagt ´spring´, antwortet der australische Premierminister mit einem “Ja Sir, wie hoch soll ich springen Sir, entschuldigen Sie dass wir Sie angegriffen haben Sir, bitte kaufen Sie unsere Holzschnipsel und unser Uran und wir werden gute kleine Australier sein Sir.”

    Ich wünschte, es wäre so! [Aber ist politischer Opportunismus seit 1945 nicht eher Deutschlands Ressort?]

  2. Helmut Treib sagt:

    @Ichijō Tsunetsugu

    “Aber ist politischer Opportunismus seit 1945 nicht eher Deutschlands Ressort?”

    Was wollen Sie mit dieser Anmerkung wirklich sagen ?
    Wollen wir eine sachliche Diskussion über den Japanischen Walfang führen oder möchten Sie die Diskussion in eine andere Richtung lenken ?

    Für die Ozeane
    Helmut Treib

  3. Michael Mittelstädt sagt:

    Anfang Juni gab es in Australien ein paar offizielle Aussagen und auch Kritik von der australischen Opposition, die m.E. zusammen ein ganz gutes Bild der australischen Absichten geben.

    a) Umweltminister Garrett antwortet sehr ausweichend auf Fragen, was aus der angekündigten Klage vor dem internationalen Gerichtshof wird:
    Quelle: http://www.environment.gov.au/minister/garrett/2008/pubs/tr20080604.pdf

    b) Die australische Opposition wirft PM Rudd vor, dass bezüglich der beabsichtigten Klage vor dem Internationalen Gerichtshof “umkippt”.
    Quelle: http://www.liberal.org.au/info/news/detail/20080612_KevinRuddtryingtorewritehistoryonwhaling.php

    c) Es wurden regierungsseitig 1 Million AUSD für das Australian Marine Mammal Centre bereitgestellt, wobei aber 400,000 für die Unterstützung der aktuellen Regierungsaktivitäten sind, einschließlich Einrichtung eines ersten IWC Conservation Plan und einer Partnerschaft für nicht-lethale Walforschung im Südlichen Ozean. Der australische Reformvorschlag aus dem März enthält nach eigener australischer Aussage drei wesentliche Initiativen:
    - ein international vereinbarter kooperativer Plan zur Walerhaltung,
    - ein Forschungskooperationsprogramm,
    - und eine Reform der wissenschaftlichen Arbeit einschließlich Beendigung der Erlaubnis der wissenschaftlichen Waljagd.
    Quelle: http://www.aad.gov.au/default.asp?casid=17
    Link zu dem australischen Plan:
    http://www.environment.gov.au/coasts/publications/iwc-future-paper.html

    Australien will offensichtlich primär ein Ende der sogenannten “wissenschaftlichen” Waljagd und dieses aus innenpolitischen Gründen vor allem im Südlichen Walschutzgebiet.

    Nimmt man jetzt die Gerüchte nach dem Londoner IWC-Treffen hinzu, dass möglicherweise als Gegenleistung Japan die Jagd von bis zu 400 Minkewalen in eigenen Gewässern gestattet wird, ergibt sich ein möglicher politischer Deal, bei dem alle Verhandlungsparteien gesichtswahrend mitmachen könnten.
    http://news.nationalgeographic.com/news/2008/03/080326-whaling-deal.html

    Eine solche Lösung würden viele Walschützer mit Sicherheit heftig kritisieren und inakzeptabel finden. Ich würde sie auch nicht super finden, aber es wäre aus meiner Sicht ein Fortschritt, wenn man sich international unter Hinnahme einer eng begrenzten kommerziellen Waljagd auf gemeinsame nicht-lethale Forschung und konsequente Durchsetzung von Walschutzgebieten verständigen würde und Japan in der IWC bliebe. Es gibt ja neben der Waljagd noch ein paar mehr Problemquellen für die Wale wie z.B. weltweite die Erdöl- und Erdgassuche im Meer, auch in australischen Gewässern, bei denen Handlungsbedarf besteht.

    Es ist auch die Frage, ob Japan eine solche begrenzte Quote überhaupt ausnützen würde. Die Waljagd kostet auch viel Geld. Momentan wird das noch hineingesteckt, weil es um das nationale Prestige und um das Prinzip geht. Das wäre dann anders. Man kann jagen oder es auch bleiben lassen.

  4. ThomasBuiter sagt:

    Hi Michael,
    danke für die Quellen und die sicherlich sehr einleuchtende Schlussfolgerung.

    @ Ichijō Tsunetsugu
    Deinen Kommentar kann ich nicht wirklich nachvollziehen, da die Ursachen für politischen Opportunismus in Deutschland ganz anders gelagert sind als im Fall Australlen und Japan. Würden rein wirtschaftliche Interessen nicht im Vordergrund der meisten Nationen stehen, sondern Vernunft und ein Blick für die Realität als wichtigeres Gut angesehen würde, wären viele Länder, darunter auch sicherlich Japan, von der Weltkarte in die Bedeutungslosigkeit gerutscht.

  5. Michael Mittelstädt sagt:

    Nur so nebenbei, leicht gekürzt aus Wikipedia.

    Ichijō Tsunetsugu (1358-1418), son of Nijō Yoshimoto and adopted son of regent Tsunemichi, was a kugyō or Japanese court noble of the Muromachi period (1336–1573). He held a regent position kampaku three times from 1394 to 1398, from 1399 to 1408 and from 1410 to 1418.

    @Thomas:
    Ich fände es besser, wenn wir jegliche pauschale Verurteilung / Beurteilung Japans als Staat bzw. der japanischen Kultur in diesem Blog unterlassen. Erstens ist nicht ganz sicher, dass unser Diskussionspartner Ichijō Tsunetsugu überhaupt Japaner ist und wenn er es ist, sollten wir höfliche Gastgeber und Diskussionspartner sein. Ist zwar nicht unbedingt eine deutsche Stärke, aber versuchen können wir es ja mal. In der Sache können wir ja deutlich unterschiedlicher Meinung sein.
    Pauschalurteile über andere Nationen und Kulturen sind selten richtig und noch seltener hilfreich im Umgang miteinander.

    Gruß

    Michael

  6. Helmut Treib sagt:

    @Michael

    Danke für die Info aus Wikipedia.
    Hatte ich auch bereits gelesen, weiß allerdings zur Zeit noch nicht genau, wie dieser Vor-und Zuname in Japan verbreitet ist.

    Ich finde nicht , daß Thomas mit seinem Kommentar Japan pauschal verurteilt hat.

    Was Ichijō Tsunetsugu sich mit seinem Kommentar erlaubt hat, geht weit über eine sachliche Diskussion hinaus, eine Antwort auf meine Nachfrage hierzu steht bisher immer noch offen.

    Gruß
    Helmut

  7. Michalis sagt:

    … Wir werden dann sicher darüber berichten. Eine tolle Quelle ist aber sicher auch der sehr engagiert geführte Anti-Walfang-Blog Migaloo unter http://blog.migaloo.de

  8. andreas sagt:

    Hallo in die Runde,

    den kommerziellen Walfang beschränkt zu erlauben, wäre doch das Aus des Moratoriums. Wenn man es nur einem Land erlauben sollte, dann kann man es einem anderen nicht verwehren. Ich hoffe, dass es in Santiago keine Mehrheit dafür geben wird.
    Es ist für die Walschutzseite doch nicht “gesichtswahrend”, wenn man den kommerziellen Walfang, auch nur beschränkt, wieder erlauben würde. Wer kontrolliert denn, wie viele Wale dann getötet werden? Die IWC ist nicht einmal in der Lage dazu, offizielle Beobachter auf die Walfangschiffe zu bringen.
    Ist denn schon vergessen, dass ein japanischer Vertreter gesagt hat, dass Wale Kakerlaken der Meere seien und sie ausgerottet gehören, weil sie uns Menschen die Fische wegfressen?
    Ist es schon vergessen, dass Japan Jagd auf hochbedrohte und geschützte Buckelwale machte?
    Ist es egal, dass Japan ein internationales Walschutzgebiet ignoriert?
    Ist es auch egal, dass Japan illegaler länderübergreifender Handel mit Walprodukten betreibt?
    Hat man schon vergessen, dass Japan mit Steuergeldern die Stimmen von fast der Hälfte der Mitgliedsstaaten der IWC gekauft hat?
    Japan hält sich an keine Regeln. Für sie sind Wale Fleischberge, die man vermarkten kann. Warum sollte man den Japanern Zugeständnisse machen?

    Wer den kommerziellen Walfang erlauben möchte, der sollte zuerst einmal in die Augen einer toten Walkuh sehen, die mit ihrem zerfetzten Bauch neben ihrem toten Baby auf einem Walfangschiff liegt.

    Der kommerzielle Walfang hat im letzten Jahrhundert dazu geführt, dass bspw. der Bestand von Buckelwalen von ursprünglich 250 000 auf 5 000 Tiere deziminiert wurde. Blauwale hat man schon weit vor dem Moratorium von 1986 unter Schutz gestellt und der Bestand ist der gleiche, wie vor 40 Jahren.

    Muss man über einen erlaubten kommerziellen Walfang wirklich noch diskutieren?

    Gruß

    Andreas

  9. Michael Mittelstädt sagt:

    Hallo Andreas,

    ich sage nicht, dass ich persönlich die Idee einer begrenzten Freigabe kommerzieller Waljagd gut finde, ich wollte nur darauf hinweisen, dass eine solche Entwicklung denkbar ist. Natürlich ist das Moratorium dann tot, aber das wäre es auch, wenn Japan und einige andere Nationen aus der IWC austreten würden.

    Die Aussage, dass zunehmende Walbestände die Fischbestände bedrohen und daher gejagt werden müssen, kommt übrigens aus auch Norwegen.

    Mit “gesichtswahrend” meine ich die typischen Kompromisse internationaler Organisationen, bei denen jeder Staat behaupten kann, einen Erfolg erreicht zu haben. Die Rechnung zahlt dann häufig die Natur. Die hohen EU-Fischfangquoten sind doch auch so ein Fall.

    Santiago wird interessant werden. Ich hoffe wie Du, dass man bezüglich Waljagd nicht in das Verhalten früherer Jahrzehnte zurückfällt, aber ich bin da skeptisch.

    Wenn man sich andere internationale Entwicklungen anschaut, komme ich zu dem wenig erfreulichen Ergebnis, dass man sich als Staat offensichtlich einfach uneinsichtig aufführen sollte, wenn einem ein internationales Abkommen nicht passt. In vielen Fällen macht die internationale Staatengemeinschaft dann nach einiger Zeit in Ermangelung von Sanktionsmöglichkeiten oder anderen Handlungsmöglichkeiten irgendwelche Zugeständnisse oder Geschenke und nennt das Ergebnis einen Erfolg.

    Gruß

    Michael

  10. ThomasBuiter sagt:

    @Michalis
    Du schreibst im Migaloo-Anti Walfang-Blog :)

    @all
    Das Problem mit dem wir doch alle hier zu kaempfen haben, ist doch dass sich die Politiker auf hoher Ebene laengst einig sind. Und die Einigungen, sind meiner Meinung nach, primaer wirtschaftlicher natur. Selbst wenn als Beispiel Japan wieder Blauwale jagen wuerde, was wuerden denn die Regierungen anderer Laender machen? Ich denke selbst dann wuerde Japan von Seiten der anderen Regierungen wenig echte Gegenwehr zu erwarten haben. Leider regiert immer noch Geld die Welt und nicht der “gesunde” Menschenverstand.

    Liebe Gruesse

    Thomas

  11. Michael Mittelstädt sagt:

    Am 14. Juni war in Australien der Nationale Tag des Wales. Zumindest an der Pressefront ist der australische Umweltminister Garrett sehr aktiv. Anlässlich des Tages des Wales hat Australien einen Bericht über den Nutzen des Walschutzes veröffentlicht.

    http://www.mccn.org.au/marine_coastal_management/detail/1721

    Hier noch der Link zu dem Bericht
    “Conservation and values: Global cetacean snapshot – A progress report” des
    australischen Department of the Environment, Water, Heritage and the Arts, erschienen im Juni 2008

    http://www.environment.gov.au/coasts/publications/pubs/cetacean-snapshot.pdf

  12. Sabrina:-) sagt:

    Hallo zusammen,

    nachfolgend der Link für die Aktion des Humane Society International
    SAVE WHALES – NOT WHALING

    https://community.hsus.org/campaign/hsi_whaling_norway

    Gruß
    Sabrina:-)

  13. Manuel sagt:

    @ andreas: Stimme Dir voll und ganz zu!

    @ all: Egal was in Santiago beschlossen werden wird: Der Walfang wird weitergehen, so traurig das auch ist. Aber gerade deshalb brauchen wir Organisationen wie SeaShepherd, die sich nicht um getürkte Abkommen scheren, sondern mit aller Härte dagegen vorgehen.

    Lasst Greenpeace und diverse andere Gruppen doch ruhig ihre Friedensfanen schwenken und Regenbogen auf ihre Schiffe malen – ich glaube kaum, dass dies in Santiage etwas bewegen wird. Den Walen, die im Südpolarmeer abgeschlachtet werden, ist es zumindest bisher noch nicht positiv aufgefallen.

    Wir müssen endlich dafür sorgen, dass SeaShepherd mit mehr Booten und Manpower da unten vertreten ist, sodass die Schiffe der Walfänger komplett und ununterbrochen gestört, abgedrängt und gerammt werden können. Denn wenn sie die Schiffe von SeaShepherd auf sich zukommen sehen, hauen sie ab… und solange sie abhauen können sie keine Wale fangen.

    Der Walfang ist, so leit es mir tut das zu sagen, eine Kosten/Nutzenrechnung. Wenn man dafür sorgt, dass die notwendigen Kosten zum fangen und Töten der Wale so stark steigen, dass man diese durch den Verkauf von Walfleisch nicht mehr einfahren kann, wird sich der Walfang sehr schnell “auflösen”.

    Laut Paul Watson kosteten die Aktionen von SeaShepherd im letzten Jahr die Japaner etwa 70Mill US $. Ich bin mir nicht sicher, was eine Tonne Walfleisch für einen finanziellen Wert bringt, doch weiss ich, dass Walfleisch unter anderem in Schulkantinen ausgegeben wird und daher nicht allzu teuer sein kann. Daher sollte das Motto lauten: Möglichst viele Kosten verursachen, um den Walfang schlichtergreifend finanziell unattraktiv zu machen.

    Sorry, dass ich das Leben dieser wunderbaren und schützenswerten Tiere mit betriebswirtschaftlichen Wegen versuche zu erhalten. Aber leider regiert eben doch (wie Thomas Buiter richtig sagte) Geld die Welt und nicht der gesunde Menschenverstand…

    Uns allen ein erfolgreiches Gelingen und tatkräftiges Unterstützen!

    Manuel

  14. andreas sagt:

    Hallo Michael,

    puh, jetzt bin ich aber erleichtert.

    Übrigens, das mit dem IWC-Austritt Japans wäre gar nicht so einfach. Der “wissenschaftliche Walfang” ist nur IWC-Mitgliedern vorbehalten. Ein Walfang, außerhalb der IWC, kommt dem Piratenwalfang gleich und hat überhaupt keine Legitimation. Sieht man ja an Island, als die 2003 wieder in die IWC zurückkehrten…mit großen Mühen allerdings. Die Japaner drohen jedes Jahr damit, machen es aber nicht.

    @Manuel, die Japaner verdienen mit dem heutigen Walfang sicherlich keine Unsummen. Sie subventionieren ihn ja. Es gilt für die, den Walfang so lange aufrecht zu erhalten, bis sie ihr Ziel erreicht haben, wieder kommerziellen Walfang betreiben zu dürfen. Ihre Hoffnung war ja bisher, dass sie noch viel mehr Stimmen von korrupten Staaten kaufen und somit notwendige Mehrheiten erzielen wollten.

    Zum Glück ist die Länderzahl auf der Welt beschränkt und wie man jetzt an dem Karibikstaat Dominica sieht, kehren die nun den Japanern den Rücken und pfeifen auf die Millionen aus Tokyo, weil man mit Whale-Watching erstens mehr verdienen kann und zweitens sich nicht mehr rechtfertigen muss, warum man denn den Walfang unterstützt. Hoffe, es folgen noch andere Unterstützerstaaten!

    Liebe Grüße

    Andreas