Keine Haft für deutsche Tierschützer

(PR-inside.com 21.07.2008 14:39:08)Mit einem Solidaritätsmarsch von Lindau am Bodensee nach Bregenz im benachbarten Österreich protestierten am gestrigen Sonntag etwa 20 Demonstranten gegen die Inhaftierung von zehn österreichischen Tierschützer, die seit dem 21. Mai unter dem Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung in Haft sitzen und jetzt zu weiteren zwei Monaten Untersuchungshaft durch die Wiener Staatsanwaltschaft verdonnert wurden.

Die inhaftierten österreichischen Tierschützer sollen Stinkbomben in Pelzgeschäften losgelassen haben und versucht haben, tierquälerische Situationen durch illegales Eindringen in Tierfabriken zu dokumentieren.

Der deutsche Initiator des Protestes, Andreas Morlok (42) aus Radolfzell, wollte mit seinem Demonstrationsmarsch nicht nur gegen die Verhaftung der Tierschützer angehen, sondern sich gleich selbst solidarisch mit seinen Mitstreitern ins Gefängnis sperren lassen. Morlok: ‘Wir setzen uns für den Schutz und für die Rechte der Tiere ein und wir können es nicht nachvollziehen, dass man für dieses Engagement in Österreich ins Gefängnis gesperrt wird. Wir sind keine Kriminellen, sondern Menschen, die demokratische Verantwortung übernehmen. Legitime Aktionen gegen Tierquäler müssen erlaubt bleiben. Ob das Werfen von Stinkbomben kriminell ist und zu jetzt vier Monaten Untersuchungshaft führen darf, stelle ich in Frage.’

Zu einer gewünschten Verhaftung kam es jedoch nicht. Die Teilnehmer wurden an der Bundesgrenze von der informierten österreichischen Polizei begrüßt. Gegen die Verteilung von Informationsblättern und dem Tragen von Transparenten hatte man nichts einzuwenden. Bei der Bregenzer Polizeistation wurde die Gruppe von dem Kommandanten, Herrn Rosinger, mit persönlichem Händedruck begrüßt.

Morlok: ‘Uns wurde versichert, dass gegen mich und meinen Begleitern nichts vorliegen würde und wir deshalb nicht in Haft genommen werden. Ich erwiderte, dass gegen die zehn inhaftieren österreichischen Tierschützer auch nichts außer unbegründeten Vorwürfen vorliegen würde. Der Polizeikommandant wies darauf hin, dass er keinen Einblick in die Akten hätte und sich dazu nicht äußern könnte. Abschließend verriet er mir, dass er Tierschutzarbeit ganz OK findet.’

Als freie Menschen konnten sich die Teilnehmer nun wieder auf den Nachhauseweg machen. Andreas Morlok: ‘Wäre ein solch freundlicher Umgang mit Menschen, die sich friedlich für die Rechte und für den Schutz der Tiere und in diesem Fall auch für die Menschenrechte einsetzen immer der Fall, dann wären solche Solidaritätsaktionen überflüssig. Ich hatte den Eindruck, dass die gesamte Bodenseeregion und noch weit darüber hinaus, in großer Sorge über unser Nachbarland ist. Das Unverständnis über das rabiate Vorgehen der österreichischen Staatsanwaltschaft war überall zu hören und zu verspüren. Ich denke auch, dass die österreichische Justiz schnellstens ihren Fehler eingestehen sollte und die inhaftierten Tierschützer nicht nur entlassen, sondern auch rehabilitieren muss. Mehr als irritiert war ich darüber, welche Meinung man mittlerweile über unser Nachbarland Österreich hat. Von Boykottaufrufen, EU-Ausschluss, Einschaltung des Gerichtshofes für Menschenrechte war die Rede. Ich halte dies noch für überzogen, denn die österreichische Politik und Justiz hat jetzt die Möglichkeit, das Image ihres Landes wieder zu verbessern und den Tierschützern bis zu einem eventuellen Prozeß Haftverschonung zu gewähren.’

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