Antarktischer Walfang: Operation Musashi kommt in Fahrt

Original: http://www.seashepherd.org/news/media_080818_1.html

18.08.2008

Die japanische Polizei hat gegen drei Sea Shepherd Crewmitglieder, die an der Sea Shepherd Walschutz-Kampagne Operation Leviathan im Dezember 2006 und im Januar/Februar 2007 teilgenommen haben, internationale Haftbefehle ausgestellt.

Betroffen sind Jon Batchelor und Dr. Ralph Koo aus den U.S.A, sowie Daniel Bebawi aus dem Vereinigten Königreich.

“Es ist mir ein Rätsel, warum die japanische Polizei auf drei relative unbedeutende Crewmitglieder losgeht,” sagte Captain Paul Watson. „Alle Sea Shepherd Crewmitglieder handeln gemäß meiner Anordnungen als Kapitän. Für alle Aktivitäten, die sich gegen die illegalen Handlungen der japanischen Walfangflotte richten, bin ich verantwortlich, aber gegen mich wurde keine Anklage erhoben. Das ist völlig absurd und unsinnig.“
Die Beschuldigungen rühren offensichtlich von einem Vorfall her, bei dem das japanische Walfangschiff Keiko Maru das Sea-Shepherd-Schiff Robert Hunter gerammt hatte. Dieser Vorfall ist von der australischen Bundespolizei untersucht worden.

Die forensischen Belege weisen nach, dass es die Kaiko Maru war, die die Robert Hunter gerammt hat. Die Stützverstrebungen im Bug der Robert Hunter waren nach vorne gebogen und das bedeutet, das der Druck von hinten kam. Wenn die Robert Hunter die Keiko Maru gerammt hätte, hätten die Stützverstrebungen nach hinten gebogen sein müssen.

Die Sea Shepherd Conservation Society plant, im Dezember 2008 für eine fünfte Kampagne in das antarktische Walschutzgebiet zurückzukehren, um die Anti-Walfangaktionen, die in den letzten zwei Jahren erfolgreich verhindert haben, dass die Walfänger mehr als die Hälfte ihrer Quote gefangen haben, fortzusetzen.

Die diesjährige Walschutz-Kampagne heißt zu Ehren des legendären japanischen Strategen Miyamoto Musashi Operation Musashi.

“Die Haftbefehle gegen diese drei Männer werden überhaupt keinen Einfluss auf die Kampagne haben,” sagte Captain Watson. „Wir werden in das Walschutzgebiet im südlichen Ozean zurückkehren und wir werden unsere Kampagne des Einschreitens gegen die illegalen Aktivitäten der japanischen Walfangflotte fortsetzen. Wir werden uns nicht abhalten lassen, nicht zurückweichen und die Leben der hilflosen Wale niemals den gesetzlosen Walfängern aus Japan ausliefern.

Die japanische Verlautbarung, dass gegen drei Sea-Shepherd-Freiwillige Haftbefehle ausgestellt worden seien, folgt auf die Verlautbarung von Sea Shepherd von vergangener Woche, in der Sea Shepherd einen Haftbefehl für die japanische Walfangflotte bekannt gegeben hatte.

“Im Augenblick scheinen sich zwei Haftbefehle zu duellieren,“ sagte Captain Watson. „Im Dezember wird diese lächerliche Rhetorik Nebensache sein, denn dann werden wir die Walkiller mit neuen Taktiken, neuen Strategien und mit zwei Schiffen für den Kampf gegen die Flotte der Piratenwalkiller konfrontieren. Die Walfänger scheinen zu verzweifeln.“

Japan will, das Interpol die Haftbefehle für die drei Männer an alle Länder weiterleitet. Auf der Webseite der globalen Polizeiagentur ist zu lesen, dass Interpol es ablehnen kann, diese Befehle weiterzuleiten, wenn sie als politisch motiviert eingeschätzt werden.

“Es kann kein Zweifel bestehen, dass dieses Vorgehen politisch motiviert ist,” sagte Captain Watson. „Die Sea Shepherd Conservation Society protestiert nicht gegen den Walfang, sondern wir schreiten gegen den illegalen Walfang in Übereinstimmung mit den Prinzipien der UN-Charta für die Natur ein. Wenn unsere Aktivitäten illegal wären, dann wäre der Haftbefehl gegen mich und nicht gegen die drei Freiwilligen, die keine Schiffsoffiziere sind, ausgestellt worden.“

Japans Behauptungen, dass die Sea Shepherd Crew “Säure” auf die Decks der japanischen Walfangschiffe geworfen habe, ist eine Verdrehung und Übertreibung der Wahrheit. Wir haben ranzige Butter geworfen, die chemisch als Buttersäure bezeichnet wird, genauso wie Orangensaft Zitronensäure genannt wird. Ranzige Butter ist nicht giftig, nicht gesundheitsschädlich, sondern stinkt einfach nur bestialisch. Kurz gesagt, ist sie eine Stinkbombe. Als wir die selbe Taktik im Jahr 2008 einsetzten, antworteten die Japaner mit Kugeln und Blendgranaten. Captain Watson wurde im März 2008 von einer Kugel in die Brust getroffen und überlebte durch seine kugelsichere Weste. Dieser Vorfall wurde von der Dokumentarfilm-Crew von Animal Planet vollständig dokumentiert.

Die Aktivitäten der Sea Shepherd Conservation Society sind legal und gewaltlos. In mehr als drei Jahrzehnten hat keine Operation der Gesellschaft auch nur eine Person verletzt und kein Crewmitglied ist jemals eines Schwerverbrechens angeklagt worden.

„Wir sind Ozeanbullen und unser Ziel sind Kriminelle, die den Lebensraum der Ozeane in Verletzung internationaler Gesetze illegal plündern. Wenn es die Japaner schaffen sollten, dass irgendeiner dieser drei Männer in Haft genommen wird, dann werden wir die Gerichte als ein Forum dazu benutzen, die internationale Aufmerksamkeit auf die andauernden illegalen Walfangaktivitäten Japans zu lenken,“ sagte Captain Watson. „Wir haben es hier mit einem kriminellen Vorgehen zu tun, das sich mit Unterstützung der japanischen Regierung gegen Umweltschützer richtet, die versuchen, gegen das ungesetzliche Abschlachten der Wale einzuschreiten. Alles was ich den japanischen Walfängern sagen kann, ist – wir werden uns im Dezember von Angesicht zu Angesicht im südlichen Ozean für eine Machtprobe auf hoher See wiedersehen. Wir werden da sein!“

[Anm.d.Ü.: Vgl. auch die deutsche und internationale Presse zu dieser Meldung, z.B.  http://www.sueddeutsche.de/panorama/821/306779/text/]

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Eine Antwort auf Antarktischer Walfang: Operation Musashi kommt in Fahrt

  1. klo sagt:

    also ich finde den walfang so richtig scheiß aber richtig ()() zzzzz
    (oo)
    ( )