Siegestag für Seehunde in Europa

Original: http://seashepherd.org/news/media_080723_1.html

23.07.2008

Die Europäische Union hat eine starke Nachricht der Gnade an die weltweit bedrängte Seehundpopulation. Die Europäische Kommission erhielt heute einen Vorschlag zum Verbannen aller Produkte, die von Robben stammen, welche inhuman getötet wurden, für den Import in die Staaten der Europäischen Union.

“Nach mehr als vier Jahrzehnten der Bekämpfung dieses brutalen, wilden und extrem grausamen Gemetzels an Robben an der Kanadischen Ostküste, wurde ein unglaublicher Sieg erreicht mit dem vorgeschlagenen Verbot von Robbenfellen auf dem Europäischen Markt,” sagte Kapitän Paul Watson. “Das bedeutet, dass
Robbenprodukte nicht nach Asien über europäische Häfen gebracht werden können und seitdem Europäer die weltweite Mode angeben, was nicht mehr in Paris und Rom in Mode ist, kann auch nicht mehr in China oder Japan in Mode sein.”

EU Umweltkommisionar Stavros Dimas sagte Reportern, “Robbenprodukte, die aus Ländern kommen, welche grausame Jagdmethoden anwenden, werden nicht mehr in die EU gelassen. Die EU unterstützt die hohen Standards des Wohlergehens der Tiere.”

Der EU-Vorschlag sagt, der Handel mit Robbenprodukten wird erlaubt sein für Länder, welche Garantien bieten, dass ihre Jagdmethoden “folgerichtig mit hohen Standards des Wohlergehens der Tiere” sind und dass die Tiere schnell und ohne unnötige Qualen getötet werden.

Besondere Befreiungen gelten auch für Kanada’s arktische Inuitgemeinde.

Das Verbot empfiehlt ein Zertifikat und eine Kennzeichnung der exportierenden Länder von Robbenprodukten wo klar zu sehen ist, dass der Handel die strikten EU Anforderungen einhält.

Kanada mag einbringen, dass das kanadische Abschlachten von Robben “human” sei, aber die Beweise demonstrieren, dass es in Wahrheit ausnahmslos grausam ist. Die einzige Möglichkeit, dass Robbenpelze nun noch nach Europa verkauft werden können, ist wenn die Tötung von jeder einzelnen Robbe auf Video
dokumentiert wird und der Pelz so markiert ist, dass er mit dem Video übereinstimmt. Wenn die kanadischen Robbenjäger nun gezwungen werden, zu versuchen die Robben auf humane Weise zu töten, wird es ihnen viel Zeit kosten, denn es braucht Zeit und perfekte Bedingungen um ein Tier bei gefährlichen Wetterbedingungen auf sich bewegendem Eis zu schlachten.

Die EU war gezwungen, das Importverbot so zu formulieren, um Handelssanktionen der Kanadier zu verhindern. Kanada hätte Handelsbeschränkungen verhängen können bei einem kompletten Importverbot, aber es sollte schwierig sein bei diesem Vorschlag, der speziell inhuman erzielte Produkte verbietet.

“Was wird Kanada tun?” fragt Captain Watson. Fischereiminister Loyola Hearn kann nicht einfach sagen, wir bekämpfen das Verbot für Robbenprodukte, die durch Grausamkeiten beschafft wurden. Noch kann er sagen,
wir haben das Recht, inhuman erzielte Produkte auf den Weltmarkt zu bringen. Er kann weiterhin behaupten, die Robbenjagd ist reguliert und human, aber jetzt muss er es beweisen und ganz sicher gibt es keinen Weg, die Schlachtung von Robbenbabys als human darzustellen.

Wenn die Robbenjagd weitergehen sollte, wird es nun ein glorifiziertes Wohlfahrtsprojekt zum Erhalt barbarischer Traditionen im Angesicht einer zivilisierten Gesellschaft sein.

Solange Robbenjäger weiterhin auf das Eis gehen, um Robben aus irgendeinem Grund zu ermorden, werden sie beobachtet und verfolgt,  sagt Captain Watson. Grausamkeiten und Verringerung Mariner Spezies dürfen nicht toleriert werden, egal aus welchem Grund, sei es kulturell oder wirtschaftlich. Dieser Vorschlag
ist der letzte Nagel für den Sarg für das obszönste und verächtlichste Massaker an Wildtieren auf diesem Planeten. Wenn Kanada nicht freiwillig ins 21. Jahrhundert will, werden wir weiterhin der Regierung in den Arsch treten, bis sie es tun.

Captain Watson ist Kanadier, aufgewachsen in einem Dorf der Kanadischen Ostküste. Er bekämpft die Robbenjagd, seit er ein 10 Jahre alter Junge war.

Nach 48 Jahren andauernder Schande, ein Kanadier zu sein und verbunden mit dieser jährlichen Horror-Show, begrüsse ich diese Europäische Maßnahme mit großem Vergnügen, sagt er.

Die Preise der Kanadischen Pelze sind dramatisch gefallen, seit die EU die ersten Maßnahmen zum Importverbot von Robbenprodukten beschloss. Das vorgeschlagene Importverbot wird auch auf Robbenprodukte aus Russland und Südafrika Auswirkungen haben.

Im April wurde das in den Niederlanden registrierte Schiff Farley Mowat in Internationalen Gewässern mit Waffengewalt geentert, um zu verhindern, das die Grausamkeiten auf dem Eis dokumentiert werden. Videos und Fotos wurden von den Mounties beschlagnahmt.

Captain Alex Cornelissen aus den Niederlanden und der schwedische erste Offizier Peter Hammarstedt wurden festgenommen und beschuldigt, zu nahe an eine Robbenschlachtung herangekommen zu sein. Sie werden im April 2009 über dieses Verbrechen verhandeln. In der Zwischenzeit  wird die Farley Mowat
von den Kanadischen Behörden festgehalten, bis der Fall abgeschlossen ist.

Wenn die Robbenjagd human ist, wie die Regierung behauptet, warum werden so extreme Maßnahmen getroffen um Beweise zu konfiszieren, die das Gegenteil indizieren. Warum ist es in Kanada illegal, das Töten
einer Robbe ohne Aufsicht der Behörden zu dokumentieren?  fragt Captain Cornelissen.

Wir haben Fotos geschossen von Robben, die grausam geschlachtet wurden, sagt Peter Hammarstedt.  Die Regierung behandelt uns, als wären wir bewaffnete Terroristen. Vielleicht haben sie endlich realisiert, das eine Kamera eine bessere Waffe ist als eine Kanone und das die Wahrheit bedrohlicher ist als ihre Lügen. Wir werden sie auf dem Eis bekämpfen. Wir werden sie in den Gerichtssälen bekämpfen. Wir werden sie auf den Handelsplätzen bekämpfen, aber wir werden niemals aufgeben und Grausamkeiten und Zerstörung der Marinen, wildlebenden Spezies zulassen.

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