Dolphin Day 2008

Am 3. September findet der Internationale Dolphin Day statt. Auch in Deutschland gibt es Aktionen und Demonstrationen. Nachfolgend der Aufruf von www.walschutzaktionen.de:

 03.09.08 Int. Dolphin Day

NEU: 3. Demo in Deutschland – Düsseldorf – Infos siehe untenstehend!

 

Aufruf des WDSF, Jürgen Ortmüller und Andreas Morlok

 

Liebe Freunde und Kollegen für den Wal- und Delfinschutz,

nachfolgend übermittle ich Euch einen Brief von Richard O’Barry, Mitbegründer des WDSF und Ex-Fernseh-Trainer von Flipper, mit der dringenden Bitte, Euch an den Aktivitäten am Japan Dolphin Day (dieses Jahr am Mittwoch, den 3. September) aktiv zu beteiligen. Wie Ric schreibt, halten die Japaner ihre Tradition des Delfintötens seit rund 400 Jahren aufrecht – für einen Protest braucht es nur wenige Stunden.

Inzwischen werden jährlich zwischen 22.000 und 23.000 Delfine in den Küstenregionen Japans bestialisch abgeschlachtet. Die stärksten und potentesten Exemplare werden von Delfin-Managern für viel Geld an die Vergnügungsparks und Zoos verkauft. In der Anlage übersende ich Euch beispielhaft einen Vertrag zwischen dem „Taiji Whale Museum“ und dem türkischen Vergnügungspark „Gunoz Park“ in Antalya. Im Oktober 2007 wurden demnach zehn Delfine für insgesamt 280.000 US-$ in die Türkei für Vergnügungszwecke verkauft.

Nur einmal jährlich, am sog. Japan Dolphin Day, wird vor den Botschaften und Konsulaten Japans weltweit gegen den Delfinfang der Japaner protestiert. Wir brauchen dabei Eure Mithilfe!



In Berlin wird die Protestveranstaltung vor der japanischen Botschaft in Berlin (Hiroshimastr. 6) am Mittwoch, den 3.September, von 13.00 – 15.00 Uhr vom Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) durchgeführt und polizeilich angemeldet. Wir führen eine friedliche Demonstration gegen den japanischen Delfinmord und gegen die Quecksilbervergiftung japanischer Schulkinder durch den Kantinen-Verkauf des kontaminierten Delfinfleischs durch. Der Wal- und Delfinschützer Andreas Morlok, mit dem das WDSF eng zusammen arbeitet, wird den Protest vor dem japanischen Generalkonsulat in München (Karl-Scharnagl-Ring 7) von 12.00 – 14.00 Uhr durchführen.

Das WDSF hatte im Anschluss an die letztjährige Protestaktion ein persönliches Gespräch innerhalb der Botschaft mit dem japanischen Staatssekretär für Agrarkultur. Wir bemühen uns auch in diesem Jahr mit den Japanern ins Gespräch zu kommen. Die Proteste sind wichtig, zumal die Regierung in Japan darüber durch die Botschaft informiert wird. Das WDSF hält auch bilaterale Gespräche mit den japanischen Regierungsbehörden für einen wichtigen Schritt auf dem Weg, die japanische Tradition des Delfin- und Walfangs zu stoppen.

Für den Protest in Berlin oder in München sind rund zwei Stunden Eurer Zeit angesetzt (zzgl. An- und Abreise), die auf jeden Fall ein wichtiger Schritt auf diesem Weg sind. Wenn wir nicht gemeinsam aufstehen, wird der Frevel weitere Jahrzehnte anhalten bis auch der letzte Wal und Delfin abgeschlachtet ist. Bitte beteiligt Euch mit Eurem persönlichen Einsatz in Berlin oder München an den Protesten. Es ist dafür nur ein einziger Tag (oder vor Ort wenige Stunden) erforderlich, um selbst für etwas aufzustehen, was Euch vielleicht schon seit Jahren persönlich am Herzen liegt. Die Delfine und Wale und der Planet auf dem wir wohnen, und den wir systematisch zerstören, wird es uns danken.

Wir verfügen nicht über Spendenkonten und jeder von uns zahlt seine Aktivitäten aus eigener privater Tasche. Sollte eine persönliche Anwesenheit in Berlin oder in München absolut nicht möglich sein, wären wir jedoch für einen finanziellen Beitrag sehr dankbar, der ausschließlich (!) für die Protestaktionen verwendet wird (Bankverbindung bitte ggf. anfragen).

Bitte meldet Euch bei Jürgen Ortmüller für Berlin und bei Andreas Morlok für München an: (Kontaktdaten und Brief von Richard O’Barry s.u.).

Herzliche Grüße

Jürgen Ortmüller

Kontaktdaten:

Für Berlin:

Jürgen Ortmüller
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)
Möllerstr. 19
58119 Hagen
Tel.: 0049/(0)2334/9190-22
(ggf. Kanzlei: 0049/(0)2334/9190-0)
Fax:  0049/(0)2334/9190-19
mobil: 0172/876 2002
e-mail: wds-forum@t-online.de  
http://www.wdsf.de

Vorsitzender

Für München:

Andreas Morlok
Delfin- & Walschutz-Aktivist
Buchautor
Tel.: 07732 14324
Mobil: 0173 43585 96
Haydnstr. 1
D-78315 Radolfzell
www.walschutzaktionen.de  
walfahrt@t-online.de

NEU: Düsseldorf

Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf, Immermannstr. 45
Von 12 – 14 UhrDie Tierrechtsinitiative Köln nimmt daran teil:
Kontaktadresse:
Peter Höfflen 
E-Mail: ti-koeln@gmx.de

 

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Weitere Texte und Informationen unter http://walschutzaktionen.de/448501.html

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3 Antworten auf Dolphin Day 2008

  1. Sabrina:-) sagt:

    Hallo zusammen,

    krankheitsedingt konnte ich gestern leider nicht an einer der Demos teilnehmen.
    Kann jemand, der anwesend war, evtl. mal kurz berichten, damit man einen kleinen Eindruck bekommt?

    Gruß
    Sabrina :-)

  2. Helmut sagt:

    Hallo Sabrina,

    hier der Bericht von Jürgen Ortmüller zu der vom WDSF organisierten Protestaktion vor der Japanischen Botschaft in Berlin:

    Bilateraler Erfolg für Wal- und Delfinschützer bei japanischem Botschaftsempfang in Berlin

    Anlässlich des „Japan Dolphin Day“, dem alljährlichen Protesttag vor den japanischen Botschaften in der ganzen Welt gegen den zigtausendfachen Delfinmord, übergab der Vorsitzende des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), Jürgen Ortmüller, am Mittwoch eine Protestnote in der Berliner Botschaft.

    Während vor der Botschaft Wal- und Delfinschutzaktivisten verschiedener mit dem WDSF solidarisierender Organisationen, Die Tierschutzpartei und Protestler von Migaloo mit japanischer Trauerbeflaggung und Bannern gegen den Meeressäugerfang protestierten, empfing Takuyo Mikami, japanischer Botschaftssekretär für Agrarwirtschaft und Fischerei, den WDSF-Chef zum einem 1 ½- stündigen Gespräch.

    Mikami äußerte Verständnis für die Position in der westlichen Welt, die sich bis auf Norwegen und Island einhellig gegen den Wal- und Delfinfang ausspricht, gleichwohl war seine Aussage, dass Delfinfleisch zum Verzehr an japanischen Schulen ausgegeben würde und dass es sich bei dem Fang der Wale und Delfine um eine alte Tradition handele. Der Botschaftssekretär sagte dem WDSF allerdings zu, bei der Regierung in Tokio zu intervenieren, dass Japan zumindest keine Delfine mehr in andere Länder exportiert und dass die vom WDSF mit wissenschaftlichen Laborergebnissen untermauerten Quecksilberbelastungen der zum Verzehr freigegebenen alljährlich rund 14.000 getöteten Delfine von der japanischen Regierung überprüft würden.

    Der WDSF-Vorsitzende konnte einen Vertrag zwischen Japan und der Türkei vorlegen, aus dem sich ergibt, dass Ende letzten Jahres insgesamt 10 Delfine für 280.000 US-Dollar an einen türkischen Vergnügungspark mit Genehmigung der japanischen Regierung exportiert wurden. Die Europäische Union hat inzwischen entsprechend des Washingtoner Artenschutzabkommens den Import von Delfinen und Walen reglementiert. In der Türkei ist allerdings ein vermehrter Import von Delfinen für angebliche Therapiezwecke und als Attraktion für Hotels festzustellen.

    Ortmüller: „Wir haben in der Botschaft ein weitgehend konstruktives Gespräch geführt und das WDSF hofft, dass nun auch Taten in Tokio auf Regierungsebene folgen. Es war nach unseren bisherigen Protesten vor der japanischen Botschaft in Berlin ein erstmals intensives Gespräch mit einem hochrangigen Botschaftsvertreter zum Schutz der Wale und Delfine, bei dem der Eindruck entstand, dass unsere gemeinsame Position der Gesprächsbereitschaft zu einem Umdenken des japanischen Wal- und Delfinfangs führen kann..“

    Mikami bedankte sich für das freundliche Gespräch bei Ortmüller und war offensichtlich erleichtert, dass eine Wal- und Delfinschutz-Organisation erstmals auch ein Gespräch auf sachlicher Ebene gesucht hatte. Der Botschaftssekretär sagte in Übereinstimmung mit dem WDSF-Vorsitzenden weitere Gespräche nach Beendigung der derzeitigen Regierungsumbildung in Tokio zu.

  3. andreas sagt:

    Hi Sabrina,

    ein paar Bilder und Texte auf meiner HP.

    http://walschutzaktionen.de/448501.html

    Liebe Grüße und gute Besserung

    Andreas