Dolphin Day 2008 in München

Anfreas Morlok von www.walschutzaktionen.de war der Organisator der diesjährigen Demonstration anlässlich des Internationalen Dolphin Days 2008 in München. Die rund 50 Teilnehmer  bauten sich mit einigen Problemen durch die lokale Polizei vor dem Generalkonsulat Japans auf um ihre  die Missbilligung des alljährlichen Abschlachtens von zehntausenden Delphinen kundzutun. Es werden Jahr für Jahr alleine in Japan über 20.000 Delphine auf unvorstellbar grausame Weise hingerichetet. Ganze Familien werden dort ausgerottet und wer “glück” hat wird nachdem er seine gesamte Familie und Freunde verloren hat in ein kleines Betonbecken gesteckt um Touristen für den Rest des erbärmlichen Lebens zu belustigen. Viele Delphine begehen in Gefangenschaft Suizid um den Qualen zu entrinnen. Die bayrische Polizei war nicht müde, die friedliche Demonstration zu behindern wie esw ihr möglich war. Also ist doch der politische Einfluss Japans so hoch, dass sogar deutsche Gesetzeshüter eingesetzt werden um den Konsul vor den “bösen” Demonstranten zu beschützen.

Hier nun die Bilder:




(alle Bilder © Jan S. von Migaloo.de)

Ein sehr schöner Bericht ist von Andreas Morlok unter : http://walschutzaktionen.de/448501.html zu finden

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7 Antworten auf Dolphin Day 2008 in München

  1. Sabrina:-) sagt:

    Hallo,

    kann man Details erfahren, wie die Behinderung durch die Gesetzeshüter ausgesehen hat?

    Lieben Gruß
    Sabrina:-)

  2. Andreas sagt:

    In München scheint es üblich zu sein, dass bei Demos Zivilbeamte dabei sind. Behindert fühlte ich mich durch die anwesenden Beamten jedoch nicht – im Gegenteil. Eher waren sie hilfsbereit, auskunftsfreudig und leierten auch ein Gespräch mit dem Konsulat wegen einem Treffen mit dem Konsul ein.

    Ich finde die Anwesenheit von uniformierten und zivilen Beamten überhaupt nicht verwerflich und sehe die “staatlichen Leibwächter” eher als Schutzpersonen für die Demonstranten selbst. Es rennen schließlich ja auch genügend Verrückte durch die Gegend.

    Bürokratisch und pedantisch ging es jedoch schon zu. 12 Seiten umfasste die Bestätigung für die Demo, die ich per E-Mail einen Tag vor der Veranstaltung und schriftlich einen Tag NACH der Demo erhielt. Eine so ausführliche mündliche Einweisung für die Demo durch die örtliche Polizei habe ich auch noch nie erlebt.

    In Berlin im Mai ging das lockerer über die Bühne. Keine seitenlangen Vorschriften, sondern ein einfaches OK am Telefon reichte für alle aus. Vor Ort die Zuweisung des genauen Platzes durch Beamte und fertig.

    Sind wir doch froh darüber, dass wir überhaupt öffentlich für oder gegen eine Sache demonstrieren können/dürfen. Wir sehen dies als so selbstverständlich an.

  3. Sabrina:-) sagt:

    Ich weiß ja nicht, wer den Text verfasst hat. Für mich als Außenstehender hat der Verfasser sich aber durchaus behindert durch die bayerische Polizei gefühlt. Na ja, evtl. sagt der Verfasser ja noch was dazu.

    Gruß
    Sabrina:-)

  4. ThomasBuiter sagt:

    Den Text habe ich verfasst, da ich die Berichte die mir zugetragen wurden so interpretiert habe. Ich finde auch, dass Polizeipräsenz einige Interessierte auch davon abhält zum Stand zu kommen

    lG

    Thomas

  5. Jan sagt:

    Die Bayern sind inzwischen preußischer als es die Preußen je waren und fühlen sich in dieser Haltung durch die amtlichen Krimininalitätsstatistiken bestärkt. Im Vergleich zu anderen Bundesländern schneidet Bayern relativ gut ab und das wird staatlicherseits auf eine starke und sichtbare Polizeipräsenz zurückgeführt. Also 12 Seiten Auflagen, halb so viele Polizisten wie Demonstranten, zusätzlich für jeden erkennbare “Zivil”-Polizisten, zwei Polizeiautos um die Ecke geparkt, Diskussionen, ob Delfinkostüme schon unter das Vermummungsverbot fallen, usw. usw. In München kam hinzu, dass Tierschützer, die sich für Delfine einsetzen, von der Polizei wohl eher als Spinner eingeschätzt werden, von denen man nicht wissen kann, ob bei ihnen nicht auch Psychopathen mitmachen, die vielleicht dem Gesandten an die Wäsche wollen. Das Gespräch mit dem Gesandten vor dem Haus wurde arrangiert, weil die Polizei nicht ausschließen wollte, dass möglicherweise aufgebrachte und wütende Demonstranten Haus und Konsulat stürmen, den Gesandten als Geisel nehmen und anschließend die Freilassung aller inhaftierten Tierschützer auf der ganzen Welt fordern könnten. So denkt die bayerische Obrigkeit nunmal. Diese Hysterie ist in München folgenlos geblieben, weil alle friedlich und entspannt waren und die Polizei sich als Herr der Lage empfand. Gefährlich wir die Hysterie, wenn die Polizei eine Lage nicht einzuschätzen weiß, wie im Fall eines Mannes, der im Wartezimmer seines Arztes einem unbekannten anderen Patienten gegenüber die Meinung vertrat, die Kosten des Papstbesuches (40 Millionen Euro) für den bayerischen Steuerzahler seien ja wohl nicht zu rechtfertigen. Dessen Familie bekam Besuch vom Sondereinsatzkommando:

    http://www.youtube.com/watch?v=YNqpfe1TDEs
    http://www.mdr.de/fakt/5039319.html

  6. Helmut sagt:

    Andreas, Zivilbeamte verschiedener staatlicher Institutionen sind bei Demos keine Seltenheit. Normalerweise beobachten und fotografieren sie nur und lassen die Leute in Ruhe. Wenn man sich die Fotos aus München auf der Seite betrachtet, sollte man annehmen können, daß es auch seitens der uniformierten Beamten keine gravierenden Behinderungen gab.
    In Berlin, bei der Protestaktion des WDSF vor der Japanischen Botschaft, an der sich auch Mitglieder von Migaloo, Tierschutzpartei und Berlin-Vegan beteiligten, war es sehr locker und die Stimmung der Teilnehmer bei angenehmen Wetter sehr gut. Nur eine Beamtin und ein Beamter der Deutschen Polizei waren anwesend.
    Direkt vor der Japanischen Botschaft hatten sich sowohl vor als auch hinter dem massiven Zaun zahlreiche dezent in schwarz gekleidete Japaner postiert. Aber auch sie behinderten uns nicht, sondern lächelten uns freundlich an, filmten und machten Erinnerungsfotos.
    Nur in dieser entspannten Atmosphäre war es auch möglich, daß Jürgen Ortmüller ein Gespräch mit dem Vertreter der Botschaft führte.

    Persönlich halte ich die Protestaktion vor dem Generalkonsulat in Düsseldorf für sehr gelungen. Bei dieser Protestform war natürlich nicht zu erwarten, daß es zu einem Gespräch mit den Japanern kommt, aber diese Protestform ist natürlich sehr geeignet, schnellstmöglich großes Interesse der Bevölkerung herzustellen.

    Viele Grüße
    Helmut

    Viele Grüße
    Helmut

  7. Andreas sagt:

    Hi Helmut, na evtl. sind mir Zivilbeamte bisher noch nie aufgefallen. Die haben ihren Job echt gut gemacht ;)

    Wie gesagt, über die Beamten in München kann ich mich wirklich nicht beschweren. Das war alles sehr korrekt dort. Die Sache mit den Delfinkostümen brachte ich zur Rede, weil ja lt. Aussage der Genehmigung keine “Vermummung” stattfinden darf. Besser war es doch, dass ich das im Vorfeld zum Ablauf der Demo mit den Beamten abgesprochen habe.

    Ja, vor der jap. Botschaft in Berlin filmen und knipsen sie immer. War schon vor einigen Jahren so. Auch in München gab es Erinnerungsfotos – aber wir haben ja auch welche gemacht ;) Unsere Gesichter hängen wohl in Japan an den Zolldienststellen an der Wand….

    Die Düsseldorfer Aktion gefiel mir auch sehr gut, da ja gerade dort die größte Gemeinde der Japaner angesiedelt ist. Viele Japaner hörten sicherlich zum ersten mal davon, dass man in ihrem Land Delfine fängt. Wichtig waren ja nicht unbedingt Gespräche mit einem Konsul in D. und M., sondern das Gespräch mit dem Botschafter in Berlin.

    Auf alle Fälle wird es höchste Zeit, dass Ric`s Undercover-Film gezeigt wird. Zwar erst in den USA-Kinos, dann aber überall. Hoffentlich dann auch bald im TV. Nach Ric`s Aussagen, wird dieser Film die Welt erschüttern.

    Für viele Delfine zu spät, denn die Schlachterei beginnt schon in wenigen Wochen…

    Viele Grüße

    Andreas