IWC Star Kammer* entscheidet über das Schicksal der Wale unserer Welt

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 09/15/2008

IWC Star Kammer*  entscheidet über das Schicksal der Wale unserer Welt

Da geht etwas sehr merkwürdiges diese Woche in St. Petersburg, Florida vor.

Ein geheimes Treffen, der Internationalen Walfangkommission, dass von George W. Bush berufenen Bill Hogarth einberufen wurde, soll die Möglichkeit über eine Aufhebung des globalen Moratoriums des kommerziellen Walfangs diskutieren.

Keine Medien, keine öffentliche Beteiligung, keine Beteiligung einer NGO. Alle Diskussionen werden absolut geheim hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Diese Leute haben nichts gutes im Sinn. Ihr Ziel ist es das Abschlachten der Wale zu legalisieren.

Um das Moratorium zum Walfang aufzuheben bedarf es einer zweidrittel Stimmenmehrheit  der IWC-Mitglieder und diese Abstimmung findet während des jährlichen Treffens der Internationalen Walfangkommission statt. Sie haben sich im Juni,2008 in Santiago, Chile getroffen und das nächste Treffen ist für Juni 2009 auf der portugisischen Insel Maidera geplant.

Während die Bush-Administration ihrem Ende entgegensieht, scheint es als wolle George W. Bush das Leben von tausenden von Walen auf seinem Altar des Lebens, dem Gott der Gier und der ökologischen Zerstörung zu opfern.

Das ist ein Schlag ins Gesicht der Mehrheit der Menschen der Vereinigten Staaten welche in einer überwältigen Mehrheit gegen das Abschlachten der Wale sind.

Hogarth möchte einen Kompromiss aushandeln, der Japan, Norwegen und Island erlaubt, legal das fortzuführen was sie bisher illegal für über 20 Jahre gemacht haben. Das würde ausserdem unsere Bemühungen die internationen Schutzgesetze durchzusetzen illegal machen.

Es ist so als hätte ein Bankräuber über zwei Jahrzehnte hinweg Banken ausgeraubt ohne verhaftet zu werden und nun erlaubt ihm die Polizei weiterhin Banken auszurauben, weil er es ja schon so lange gemacht hat und sich entschieden hat die Polizei zu verhaften wenn sie versuchen einzuschreiten.

Diese woche kommen nur 26 der 80 Mitgliedsstaaten der IWC zusammen um im Tradewinds Islands Grand Beach Resort in St. Petersburg, Florida ein Meeting hinter verschlossenen Türen abzuhalten um dem langjährigen Deligierten Dr. William Hogarth zuzuhören wo er den Bush-Plan vorträgt, den globalen Walfangban aufzuheben und sich Japanischen Verlangen nach neuen Walfangquoten zu beugen.

Die Internationale Walfangkommission ist ein 80-Nationen-Körper mit der Verantwortung die grossen Wale unseres Planeten zu schützen und nicht um sie zu dezimieren. 1986 hat die IWC ein Moratorium zum Kommerziellen Walfang eingeführt, was eines der wichtigsten Erfolge zum Umweltschutz im 20. Jahrhundert war. Seither wurden Walfangquoten nur für überlebensnotwendigen Eingeborenenwalfang festgelegt.

Bisher wurden weit mehr als 30.000 Wale für kommerzielle Interessen illegal getötet seit der Ban etabliert wurde.

Die Regierung Japans, welche behaupten sie würden Walfang nur zu wissenschaftlichen Zwecken durchfürhren, haben ihre illegalen Walfangaktivitäten in internationalen Gewässernmassiv ausgeweitet und haben die bedrohten Buckelwale auf ihre Tötungsliste gebracht. Japans sogenanntes jährliches wissentschaftliches Walabschlachten findet jeden Dezember bis März im südpolaren Walfangschutzgebiet statt!

Japan hat in den letzten Jahrzehnten nicht ein eniziges Papier vorgestellt, was den wissenschaftlichen Walfang rechtfertigt.

Die Wale sind in Schwierigkeiten, nicht nur wegen des Walfangs sondern auch wegen der Verschmutzung der Meere, Verschwinden von Plankton, und Überfischung durch den Menschen, globale Erwärmung, Übersäuerung der Meere und militärischen Aktivitäten. Keiner diese Faktoren wurde bisher in wissenschaftlichen Berichten erwähnt. Die einzige Forschung, die die Japaner betreiben ist das Vermarkten und das Erforschen von Absatzquellen.

Japan setzt sich durch in dem was es will. Die Australische Regierung hat schon kleinbei gegeben was die japanischen Belange betrifft und Premierminister Kevin Rudd hat alles verraten was er bei seiner Wahl versprochen hat um die Wale zu schützen.

Und nu beugen sich die Vereinigten Staaten vor Japan, bzw. sie bücken sich und heben für Japan die Seife auf.

Der Druck wird von uns allen kommen, von allen Seiten. Sea Shepherd wird verfolgt, erst in Australien, Kanada, Östereich und nun den Vereinigten Staaten.

Es ist schwer zu glauben, das im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts soviel Druck ausgeübnt wird um Wale zu töten, obwohl soviele Menschen versuchen diese Tiere zu schützen und zu verteidigen.

Die japanische Regierung sendet jedes Jahr eine 50 köpfige Delegeation zum Treffen der IWC und diese Delegation ist zielgerichtet, aggressiv und feindseelig. Das Thema ist ein Problem von nationalem Stolz geworden. Vor einer Generation wurden sie noch belächelt und nun sehen diese alten Bürokraten ihre chance um ihre chauvinistische Frustration damit zu beenden indem sie dafür sorgen, die Wale zu töten bzw. die Wale haben dafür zu sterben, dass sie 1945 besiegt wurden.

Nachdem sein Vater, George H. Bush, mit Ehre gegen das japanische Militär kämpfte, hat sich George W. Bush dazu entschieden diesmal vor Japan zu kapitulieren. Zugeständnisse werden ausgehandelt und Japan, Norwegen, Island und Dänemark könnten schon bald mit einer Todesliste für tausende von Walen aufwarten.

Was diese Woche geschieht wird unsere Strategie für die kommende Kampagne, zum Schutz der Wale im Südpolaren Schutzgebiet, deutlich beeinflussen. Wird Sea Shepherd als Gesetzesdurchsetzer zurückkehren oder werden wir dann als Gesetzlose, bei unseren Bemühungen gefährdetete Arten zu schützen, angesehen?

Eines ist sicher – WIR WERDEN NICHT die Wale den unbarmherzigen Harpunen der japanischen Walfangflotte überlassen.


*In modern usage, legal or administrative bodies with strict, arbitrary rulings and secretive proceedings are sometimes called, metaphorically or poetically, star chambers. This is a pejorative term and intended to cast doubt on the legitimacy of the proceedings.

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