Delphinmord und Delphinexport

Übernommen von www.walschutzaktionen.de

Delfinarien Soltau/Nürnberg – Protestaufruf des WDSF und Andreas Morlok

Liebe Delfinfreunde und Tierschutzkollegen;

Wie ihr ja alle wisst, existieren von ehemals neun Delfinarien noch vier dieser fürchterlichen Betonbecken der Delfinausbeutung in Deutschland – in Soltau, Nürnberg, Münster und Duisburg.

Der Heide-Park in Soltau macht seine Ankündigung wahr und schließt nun sein Delfinarium. Das ist das Gute an dieser Nachricht. Allerdings macht es sich der Betreiber mit dem Verbleib der Delfine viel zu einfach. Nachdem dieser Millionen mit der Ausbeutung der Delfine erwirtschaftet hat und wir ihnen eine Zusammenarbeit für eine viel bessere Unterbringung der Tiere angeboten hatten, tötete man in Soltau einen Delfin wegen angeblicher Altersschwäche. Die beiden verbliebenen Delfine sollen nun in das Skandal-Delfinarium nach Nürnberg gebracht werden!!!

Erst vor kurzem wurden wegen den nun beginnenden Bauarbeiten („Lagune“- Ausbau der Anlage – Spatenstich 10.11.08 – 13.00 Uhr) drei Delfine nach Holland verbracht, damit diese Tiere vor dem Baulärm geschützt werden.

Dazu nun die aktuelle Pressemitteilung des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)

Heide-Park Soltau schläfert Delfin ein – Verbleibende Delfine sollen „in Betonloch“ nach Nürnberg

(Soltau/Nürnberg/Hagen) Nachdem der Vergnügungspark-Betreiber Merlin Entertainments (ME) die Schließung des Delfinariums im Heide-Park Soltau im April angekündigt hatte, wurde drei Tage später der Delfin „Fritz“ aus angeblichen Altergründen eingeschläfert. Nun schließt der Park am Sonntag, den 2. November, saisonbedingt seine Pforten und die beiden verbleibenden Delfine kommen nach Angaben von ME „ sobald wie möglich“ in das umstrittene Delfinarium des Tiergartens Nürnberg.

Ric O’Barry, Ex-Fernsehtrainer von „Flipper“ und Mitbegründer des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), vermutete bereits nach dem Tod des Delfins „Fritz“, dass das Schicksal der beiden verbliebenen Meeressäuger in weiterer Gefangenschaft enden wird.

Der Vorsitzende des WDSF in Deutschland, Jürgen Ortmüller, hatte über Monate versucht, den Tod des Delfins „Fritz“ aufzuklären. Weder die Pressestelle des Heide-Parks noch der Landkreis Soltau-Fallingbostel fühlten sich jedoch zuständig. Auch von Merlin Entertainments in England war bis heute keine Stellungnahme zu erhalten.

Ein Antrag des WDSF an den Niedersächsischen Landesbetrieb in Hannover (NLWKN) als Aufsichtsbehörde für den Landkreis Soltau auf Herausgabe der artenschutzrechtlichen Beweisdokumente der Einschläferung und des Tierbestandes wurde mit der Begründung abgeschmettert, dass „die begehrten Informationen keine Umweltinformationen darstellen“.

WDSF-Vorsitzender Ortmüller: „Hier wird offenbar etwas verschleiert, was nicht an die Öffentlichkeit gelangen soll. Merlin Entertainments als Großeigner etlicher Vergnügungsparks, wie auch Sea Life und Lego-Land, stellt nach außen hin den angeblichen Artenschutz in den Vordergrund, tatsächlich werden aber offensichtlich Tiere wie Delfine, mit denen Millionen verdient wurde, heimlich entsorgt. Dass die beiden überlebenden Delfine nun in das nächste Betonloch nach Nürnberg gebracht werden sollen, stellt die Fortführung der Tierquälerei dar.“

In Nürnberg soll nach Auflagen des Umweltamtes bis spätestens 2011 eine 24-Millionen-Delfinlagune entstehen. Zoo-Direktor Dag Encke hatte kürzlich noch erklärt, dass aufgrund der Bauarbeiten drei Delfine aus dem Nürnberger Delfinarium nach Holland verbracht wurden. Der Tiergarten hat seit 10 Jahren keine Delfin-Zuchterfolge vorzuweisen. Sieben tote Delfinkälber und 34 verstorbene Delfine insgesamt sind die traurige Bilanz des Zoos.

Das WDSF kündigte zusammen mit dem Wal- und Delfinschützer und Buchautor Andreas Morlok rechtliche Schritte und umfangreiche Proteste gegen die „Delfinverschiebung“ an und fordert alle Tierschützer in Deutschland auf, dem Management von Merlin Entertainments in London ihren Protest zu übermitteln.

Bitte schreibt nun einen Protestbrief nach England (in Deutsch oder Englisch) und fordert, dass die beiden Delfine „Joker“ und „Arni“ nicht nach Nürnberg, sondern in die viel größere Anlage nach Harderwijk in Holland gebracht werden!

Par@thefirmcomms.com

Auch bei dem Zoo-Direktor Dag Encke im Nürnberger Tiergarten sollte interveniert werden. Bitte fordert diesen auf, die beiden Tiere aus Soltau nicht aufzunehmen.

tiergarten@stadt.nuernberg.de

Protestiert bitte auch bei der Stadt Nürnberg und teilt den Verantwortlichen mit, dass aufgrund der Delfinariumbaustelle aus Tierschutzgründen keine Delfine mehr aufgenommen werden sollten. Zudem werdet Ihr Euch aufgrund des Delfinariumausbaus auch dem deutschlandweiten Boykottaufruf gegenüber dem Zoo und der Stadt Nürnberg anschließen.

Adressen im Block (einfach die Adressen kopieren und in das E-Mail-Empfängerfeld hineinkopieren):

BGA@stadt.nuernberg.de, obm@stadt.nuernberg.de, bm@stadt.nuernberg.de, schulreferat@stadt.nuernberg.de, umweltreferat@stadt.nuernberg.de, Ref.VIII@stadt.nuernberg.de, Ref.II@stadt.nuernberg.de, gpr@stadt.nuernberg.de,

oder für persönliche E-Mails:

Bürgermeisteramt:

BGA@stadt.nuernberg.de

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly

obm@stadt.nuernberg.de

Bürgermeister Horst Förther

bm@stadt.nuernberg.de

Bürgermeister Dr. Klemens Gsell

schulreferat@stadt.nuernberg.de

Umweltreferat Dr. Peter Pluschke

umweltreferat@stadt.nuernberg.de

Kulturreferat Prof. Dr. Julia Lehner

Ref.VIII@stadt.nuernberg.de

Finanzreferat Harald Riedel

Ref.II@stadt.nuernberg.de

Gesamtpersonalrat

gpr@stadt.nuernberg.de

Habt vielen Dank für Eure wichtige Teilnahme!

Übrigens, in Münster kamen wir erneut einen erfreulichen Schritt weiter! In Kürze mehr dazu.

Mit solidarischen Grüßen

Euer

Andreas Morlok

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2 Antworten auf Delphinmord und Delphinexport

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