Kanadas Regierung versucht verzweifelt das Verbot von Robbenprodukten zu verhindern

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-081229-1.html

Montag, 29. Dezember 2008
Kanadas Regierung versucht verzweifelt das Verbot von Robbenprodukten zu verhindern

Jahre nach der Leugnung, dass das Hakapik und die Keule “inhuman” sind, versucht die Kanadische Regierung verzweifelt europäische Gesetzgeber zu beruhigen, indem sie entschieden hat die Benutzung beider Waffen einzuschränken.

Weiterhin verlangt Kanada, dass die Robbenjäger erst nachdem sie sicher sind, dass das Tier tot ist, das Fell abziehen und hat damit bestätigt, wass die Regierung lange Zeit auch geleugnet hat.

Das Parlament der Europäischen Union hat vorgeschlagen alle Robenprodukte, die auf inhumane Tötung der Tiere schliessen lassen, mit einem Importverbot zu belegen.

Die Ministerin für Fischerei, Gail Shea, erklärt diese Änderungen sein nicht viel mehr als eine Optimierung
bereits existierender Bestimmungen und das Kanada nicht die Absicht hätte das jährliche Abschlachten Hunderttausender Robbenbabys einzustellen.

Kanada beabsichtigt auch mehr Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Robbenjäger besser vor Störungen durch Tierschützer zu verteidigen.

Das “Department of Fisheries and Oceans” (DFO) schätzt die Kosten für die geplanten Auflagen zwischen 1,8 und und 3,6 Millionen kanadischen Dollar. Diese Summe beinhaltet auch die gestiegenen Kosten für Jäger und die Küstenwache.

“Es gibt keine humane Art Robben zu töten”, sagt Kapitän Paul Watson, “die europäischen Abgeordneten lassen sich von der kanadischen Propaganda, wie “human” das Schlachten angeblich ist, nicht an der Nase herumführen. Jeder der auch nur ein bisschen Verstand hat muss nur mit eigenen Augen sehen wie verachtenswert unmenschlich das Töten vonstatten geht. Das ist auch der Grund, warum Foto- und Videoaufnahmen des Abschlachtens illegal sind. Die Regierung will nicht, dass die Öffentlichkeit erfährt, was jährlich auf dem Eis passiert.”

Die Ministerpräsidenten von Nunavut, Neufundland und Labrador haben das Bundesministerium aufgefordert, die Nutzung des traditionellen Hapakik oder mit Nägeln beschlagenen Keulen, für die Seehundjagd zu verbieten.
Sie argumentierten, dass die Nutzung von Hakapiks ein barbarisches Image wiedergibt, das man nicht
gutheissen sollte.

Genaugenommen sagt die neue Vorschrift lediglich aus: “Keine Person soll eine Keule oder ein Hapakik benutzen, um eine Robbe zu schlagen, die älter als ein Jahr ist und bevor das Tier mit einer Schusswaffe getötet wurde.”

Nicht einmal zehn Prozent der bei der jährlichen Jagd getöteten Robben sind älter als ein Jahr.

Ein Hapakik oder eine Keule wird primär benutzt, um die Knochen zu zertrümmern bevor die Robben gehäutet werden. Nach der neuen Vorschrift wurde eine bestehende Regelung, genannt der “Blink-Test”, der Vorschrieb das vor der Häutung festzustellen ist, dass die Robbe bewusstlos ist, gestrichen mit der Begründung der Test sei unzuverlässig. Der einzige akzeptable Test ist es den Schädel des Tieres abzutasten um sicherzustellen, dass er gebrochen ist.

Die neue Vorschrift bedeutet für die Robbenjäger, das jedes Tier eine Minute ausblutet bevor es gehäutet wird. Durch diese Regelung werden die Kosten für die Robbenjad erheblich gesteigert da dadurch die “Ernte” erheblich ausgebremst wird.

Aber mit dem europäischen Parlament und seinen 27 Mitgliedsländern, die androhen alle Seehundprodukte schon im März mit einem Importverbot zu belegen, meint die Regierung eine regulierende Geste wäre nötig um mit der kanadischen Presse konform zu sein.

Das ist auch das Einzige was es ist – eine Geste.

Die Europäische Union hat ein Importverbot für Robbenprodukte aus Ländern geplant, die “unmenschliche” Methoden anwenden – Das könnte auch das Knüppeln der Seehunde mit einem Hakapik einschliessen.

Um sicherzustellen, dass die Jäger den Richtlinien folgen, ließ das DFO verlauten, die Jagd werde mit Helikoptern gefilmt. Diese erfordeliche Massnahme werde durch Beamte der Küstenwache an Bord von Eisbrechern durchgeführt.

Was während dieser Auseinandersetzung über Unmenschlichkeit verloren geht ist die Tatsache, dass das Robbenschlachten das marine Ökosystem des Nordwest-Atlantiks irreparabel schädigt. Die Robbenpopulation wurde auf weniger als zehn Prozent ihrer ursprünglichen Anzahl dezimiert. Das Ostküstenwalross wurde ausgerottet. Der Seeotter, die Labrador-Ente und der Riesenalk
sind mittlerweile ausgestorben. Vögel- und Meeressäugerpopulationen sind gefährdet. In der 500jährigen Geschichte dieses Massakers an so vielen Spezies hat sich Ökosystem dieser Region verschlechtert und nun sind die Fischbestände im Begriff zu kollabieren.

“Das “Department of Fisheries and Oceans”, als inkompetenteste und destruktivste Behörde in Kanada übersieht die bevorstehende totale Zerstörung dessen, wofür sie gegründet und was sie eigentlich schützen soll. Sie haben die Kabeljau-, die Herings-, die Lachs- und die Walpopulation zerstört und nun machen sie die Robben für ihren Pfusch verantwortlich indem sie die auch noch ausrotten”, sagt Kapitän Watson. Gail Shea ist genauso ein ökologischer Volltrottel wie die Clowns Hearn, Efford, Crosby und LeBlanc. Seit Dekaden von ökologischen Wahnsinnigen auf einem Tötungstrip geführt zeigt Shea, dass sie genauso eine skrupellose Söldnerin ist, wie die männlichen Schlägertypen, die vor ihr waren.”

Die Sea Shepherd Conservation Society wird diesen Frühling keine Kampangne gegen die Robbenjagd starten.

“Wir beabsichtigen dem europäischen Parlament die Möglichkeit zu geben diese Greueltaten mit der Durchsetzung des Importverbots auf Seehundprodukte zu beenden.”

Letztes Jahr wurde das Sea Shepherd Schiff Farley Mowat in internationalen Gewässern angegriffen und zwei Crewmitglieder, Kapitän Alex Cornelissen aus den Niederlanden und der erste Offizier Peter Hammarstedt aus Schweden wurde verboten sich näher als eine halbe Meile dem Robbenschlachten zu nähern. Das Dokumentieren vom Töten der Robben ist in Kanada eine Straftat unter dem Deckmantel der seltsamen Seehundschutzgesetze.

Die kanadische Regierung hält die Farley Mowat immer noch beschlagnahmt bis die beiden Sea Shepherd Offiziere, die ihnen vorgeworfenen Anschuldigungen in einer für April 2009 angesetzte Gerichtsverhandlung in Nova Scotia widerlegt haben.

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