Ein grossartiger Sieg für die Wale in Indonesien

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-090115-1.html

Donnerstag 15. Januar 2009
Ein grossartiger Sieg für die Wale in Indonesien

Es ist eine erniedrigende Niederlage für di japanische Walfangflotte. Das japanische Harpunenschiff Yushin Maru #2 wurde angewiesen den Hafen von Surabaya, Ost-Java in Indonesien ohne Reparaturen zu verlassen. Das indonesische Amt für Forstwirtschaft, die CITES-Behörde und lokale Beamte der Regierung haben eine Ausweisung der Yushin Maru #2 aus dem Hafen von Surabaya und indonesischen Gewässern gefordert.

Dank dem gemeinsamen Einsatz von Jakarta Animal Aid, Earth Island Institute, der Grünen Partei von Australien und Senator Bob Brown, Peter Tagliaferri, dem Bürgermeister von Fremantle West Australien, dem ehemaligen australischen Umweltminister Ian Campbell, dem indonesischen Amt für Forstwirtschaft und der Sea Shepherd Conservation Society wurde der Walfangindustrie ein sehr kostspieliger Schlag versetzt.

Dieses Drama begann am 20. Dezember 2008 als das Sea Shepherd Schiff Steve Irwin die Yushin Maru #2 in dichtes Packeis vor der Küste der Antarktis jagte. Als ein Sturm aufzog hat die Steve Irwin die Verfolgung abgebrochen und fuhr Richtung Süden während das Harpunenschiff weiter Richtung Norden in noch dichteres Eis fuhr.

“Ich konnte die Gefahr kommen sehen, als die Eisschollen begannen sich immer mehr zu verdichten”, sagte Kapitän Paul Watson von der Steve Irwin. “Das Harpunenschiff schien zu diesem Zeitpunkt mehr Angst vor uns als vor dem Eis zu haben und wir sahen sie zuletzt kursnehmend auf dichteste Eisfelder.”

Das Ergebnis war eine Beschädigung der Schiffsschraube, die die Geschwindigkeit des Harpunenschiffes von 21 Knoten auf nur noch 7.5 Knoten reduzierte. Das Harpunenschiff brauchte 16 Tage um 3000 Meilen nordwärts nach Surabaya zu fahren um Möglichkeiten für die Reparaturen zu finden. Beide, Neuseeland und Australien waren sehr viel dichter bei, doch sind die Häfen dieser zwei Länder für japanische Walfangschiffe gesperrt.

Als sie in Surabaya angekommen waren, organisierte die Jakarta Animal Aid Demonstrationen und Treffen mit Beamten. Kapitän Paul Watson rief Femke Den Haas von Jakarta Animal Aid von der Steve Irwin aus an um sie anzuspornen und Unterstützung für ihren Einsatz zu bieten. Femke sagte, dass die Beamten in Indonesien einfach nur Beweise für Japans illegale Walfangaktivitäten bräuchten und einen Beweis, dass Australien japanischen Walfangschiffen nicht erlaubt ihre Häfen für Treibstoff oder Reparaturen anzulaufen. Drei der leidenschaftlichsten Wal beschützenden Politiker antworteten sofort.

Der ehemalige australische Umweltminister und Sprecher für Sea Shepherd, Ian Campbell, schriebt sofort an die Beamten von Indonesien folgendes:

This communication is to provide you and the relevant authorities in the clearest possible terms that Australian law prohibits the entry to any Australian Port of Japanese Whaling vessels. This prohibition has been Australian law since the introduction of the moratorium on Whaling under the International Convention on Whaling.  Japan has systematically breached this international agreement over the passed two decades, and successive Australian governments have banned these ships from our ports through special legislation and regulation.

I am happy for this advice to be forwarded to the Authorities. It can be confirmed with reference to an Australian Embassy.

Yours faithfully,

Ian Campbell
The Honourable Ian G. Campbell
Australia
n Government Minister for the Environment (2004-2007)

Senator Bob Brown, der Vorsitzende der Australischen Grünen Partei sandte das folgende:

The harpoon vessel (Yushin Maru #2) is seeking repair in Surabaya, Indonesia.

Clearly it would have been expedient for this ship to have entered an Australian port. However the risk of public hostility, and complete inability to have repairs carried out means an effective blockade on the Japanese whaling ship entering Australian or New Zealand ports.

The Indonesian authorities should ensure the ship is refused servicing in that country too.

Yours Sincerely,

Senator Bob Brown

Bürgermeister Peter Tagliferri von Fremantle, Australien schickte folgenden Brief an die Hafenbeamten und an Bürgermeister von Surabaya, Banbang Dwi Hartono.

I write to you as Mayor of the City of Fremantle, Western Australia.

The City of Fremantle does not support the illegal slaughter of whales and has constantly conveyed this through diplomatic processes to the Japanese government.

I believe the Yushin Maru #2 is seeking propeller repairs in your port as a result of ice damage.

The City of Fremantle would not support this vessel to enter our fishing boat harbour to seek repairs to continue an illegal activity.

I, as Mayor of the City of Fremantle, urge you to also not allow this vessel to be repaired in your port and as a result the Yushin Maru #2 will not be able to rejoin the illegal whaling.

Best Regards,

Peter Tagliaferri
Mayor of City of Fremantle

Was bedeutet das ?

Die Yushin Maru #2 hat seit dem 20. Dezember keinen einzigen Wal getötet und aufgrund der Entscheidung in Surabaya werden sie auch sobald nicht ins Südpolarmeer zurückkehren. Das reduziert effektiv das Tötungspotential der japanischen Walfangflotte um ein drittel, da nun die Yushin Maru #1 und die Yushin Maru #3 die einzig verbliebenen Harpunenschiffe sind.

“Die Entscheidung die Yushin Maru #2 aus Surabaya auszuweisen rettet vielen grossartigen Walen das Leben”, sagte Kapitän Paul Watson.

Der Verlust des Harpunenschiffes verbunden mit Sea Shepherds erfolgreicher Verhinderung des Walfang zwischen dem 20. Dezember und 7. Januar wird einen deutlichen Einfluss auf die Tötungsrate haben. Und wenn das Sea Shepherd Schiff Steve Irwin zurückkehrt um die Flotte für weitere eineinhalb Monate zu behindern, wird der Einfluss sogar weitaus grösser sein.

Das Ziel von Sea Shepherd ist es soviele Wale wie möglich zu retten und der Walfangindustrie soviel Verluste wie möglich zuzuführen. Bisher hat die Kampagne die Erwartungen übertroffen. Es ist ausserdem für Japan sehr erniedrigend, dass eines ihrer Schiffe quasi aus einem indonesischen Hafen geworfen wurde nachdem sie seit Jahren aus australischen und neuseeländischen Häfen verbannt sind.

Es ist noch nicht gewiss wo die Yushin Maru #2 nun hinfährt um eine Möglichkeit für Reparaturen zu finden aber wir werden sie im Auge behalten und alles machen um ihre Rückfahrt in antarktische Gewässer solange zu verzögern wie es geht.

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