Japan sollte die eigenen Piraten aufhalten

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/editorial-090129-1.html

Donnerstag, 29.Januar 2009
Japan sollte die eigenen Piraten aufhalten

Ein Kommentar von Captain Paul Watson.

Der japanische Premierminister Taro Aso hat angekündigt, er wolle im März ein Gesetz vorschlagen, dass die japanische Marine dazu berechtigt, Schiffe an die Küste von Somalia zu entsenden, um sich Piraten entgegen zu stellen. Das neue Gesetz wird Beschränkungen in Bezug auf das Nutzen von Waffen, die zur Zeit gemäss der japanischen Verfassung nur im Verteidungsfall genutzt werden dürfen, aufheben verlautete Gen Nakatani, der Vorsitzende des japanischen Komitees zur Bekämpfung der Piraterie.

Japan beabsichtigt im März 2009 einen Zerstörer an die Küste Somalias zu entsenden.

Das International Maritime Bureau (IMB) meldete letzte Woche einen Anstieg der Piratenangriffe an der somalischen Küste im letzten Jahr gegenüber 2007 um fast 200% auf 111 Vorfälle.

Drei japanische Schiffe wurden letztes Jahr angegriffen und die Regierung wurde zum Handeln aufgefordert. Mehr als zwanzig Nationen und Bündnisse haben ihre marinen Streitkräfte in diese Gebiet geschickt um es zu überwachen, sagte der japanische Aussenminister. Die grossen Industrienationen stehen Gewehr bei Fuss wegen den somalischen Piraten seit diese damit angefangen haben Öltanker zu attackieren.

Viele dieser sogenannten Piraten sind in Wirklichkeit verarmte Fischer, die durch den drohenden Hungertod in die Piraterie getrieben werden. Und der Grund warum sie am Verhungern sind ist der, dass über Jahre hinweg europäische, chinesische und japanische Piraten illegal die somalischen Küstengewässer geplündert haben und die Welt nichts dagegen unternommen hat.

Die somalischen Piraten haben zuerst fremde Fischereiboote angegriffen und sie aus ihren Gewässern vertrieben. Man kann darauf Wetten das diese Piratenfischer zurückkehren mit dem Schutzschild der Marine ihres Landes.

Japan hat eine Armee von 200.000 Fischern in den Weltmeeren operieren, die Fische in jedem Winkel der Erde fangen. Die Küsten der meisten afrikanischen Länder wurden durch ausländische Fischereiunternehmen geplündert.

Wir sehen die weiss gestrichenen japanischen und taiwanesischen Fischereischiffe in jedem Hafen den wir anlaufen. Wir sehen sie beim Auslegen ihrer 50 Meilen Langleinen in den Weltmeeren, alles nehmend was sie an den Haken kriegen. Wir sehen sie innerhalb der Grenzen des Meeresresevates der Galapagos und im ganzen Gebiet der British West Indies, wo die japanischen Fischer die modernen “Pirates of the Caribbean” sind.

Was hier getan wird ist eine Vergewaltigung der Gewässer von Ländern der dritten Welt durch industrialisierte Fischereinationen. Es gibt absolut keinen Unterschied zwischen dem was diese Schiffe und dem was die somalischen Piraten tun wenn sie Öltanker kapern, mit der Ausnahme, dass die Somalis, ihrer Fischgründe beraubt, am Verhungern sind.

Der Unterschied ist, dass die Kerle mit den grossen Knarren kriegen was sie wollen, wann immer sie wollen und von wem sie es wollen. Und wie üblich kriegen die verarmten Länder garnix weil sie nicht die Knarren haben ihr Diebesgut so zu beschützen wie Japan es tut. Es ist dieselbe japanische Regierung die Piratenwafänger in die Antarktis schickt um gefährdete Tiere in einem international anerkannten Schutzgebiet, in Konflikt mit einem globalen Abkommen das kommerziellen Walfang verbietet, abzuschlachten.

Japan ist ein Land das Piraterie auf den Meeren subventioniert und unterstützt. Ihre Beute sind Fische und Wale und ihre Opfer sind die armen Länder der Welt und die gesamte Menschheit aufgrund der Zerstörung der Artenvielfalt unserer Meere.

Japan mit seinen 100 Millionen Einwohnern ist mit einem durchschnittlichem Verbrauch von 67Kg pro Einwohner die grösste fischverzehrende Nation der Welt.

Um diese Nachfrage zu decken sendet Japan seine zerstörerischte Flotte von Tötungsmaschinen aus, zum Ausfindig machen und nachstellen, zum ködern und anhaken, harpunieren und ins Netz kriegen was an Fischen gefunden wird ohne Rücksicht darauf welche Gesetze gebrochen und wie viele Menschen in die Armut getrieben werden.

Es ist eine Dreistigkeit Japans, der weltgrössten Piratennation, mit dem Finger auf ein Somalia zu zeigen das ums Überleben kämpft.

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