Steve Irwin erleidet zweite Kollision mit japanischer Flotte

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-090206-1.html

Friday, February 06, 2009
Steve Irwin erleidet zweite Kollision mit japanischer Flotte

Operation Musashi
Update aus dem Rossmeer

February 6th, 2009, 1830 Uhr (Sydney Zeit)
2330 Uhr (PST) (February 5th)
75 Degrees 52 Minutes South and 165 Degrees 18 Minutes West

Um 1800 Uhr beschlossen die Harpunenschiffe Yushin Maru #1 und Yushin Maru #3 die Sea Shepherd Blockade zu durchbrechen um zwei tote Wale auf das Flensdeck der Nisshin Maru zu bringen. Das Sea Shepherd Schiff Steve Irwin blockierte die Laderampe um den Transfer zu verhindern und die illegalen japanischen Walfangoperationen zum erliegen zu bringen.

Als die Nisshin Maru versuchte den toten Wal einzuhaken, kollidierten die Steve Irwin und die Yushin Maru #3 als die forderen Steuerbordseite der Steve Irwin und das Backbord Heck des Harpunenschiffes sich annäherten.

“Wir haben ihnen gesagt, sie sollen ihre illegalen Walfangoperationen nicht fortsetzen und dass wir die Heckladerampe des Fabriksschiffs blockieren werden”, sagte Kapitän Paul Watson. “Sie entschieden sich unsere Entschlossenheit zu testen und haben wohl erwartet, dass wir uns zurückziehen wenn sie uns aufmischen um die Übergabe zu machen.”

Kapitän Watson sagte, dass die Steve Irwin schwierig wurde zu kontrollieren unter einem Hagel von Metallobjekten, Stösse von den Wasserkanonen und die Orientierungslosigkeit die durch das LRAD verursacht wurde.

“Ich war benommen von den Schallattacken, die gegen uns aus kürzester Distanz abgefeuert wurden.” sagte Kapitän Watson. “Ich muss eingestehen, dass es sehr schwer war sich zu konzentrieren während mit diesem Gerät auf uns gezielt wurde.”

“Ich habe noch nie etwas ähnliches verspürt”, sagte Emily Hunter aus Toronto, Kanada. “Es geht durch den Körper und man kann fühlen wie die Muskeln vibrieren. Es machte mich schwindeling und ein benommenes Gefühl blieb.”

Die Steve Irwin erlitt keine nennenswerten Schäden von der Kollision und keiner wurde ernsthaft verletzt. Einige der Sea Shepherd Crew wurden von Golfbällen und Metallteilen getroffen. Die Crew der Steve Irwin kann derzeit nicht sagen ob an dem Mörder-Harpunenschiff Schäden aufgetreten sind.

Die beiden Wale wurden transferiert nachdem die Steve Irwin die Operationen der Flotte für zwölf  Stunden zum erliegen gebracht hatte.

“Wir versuchen es ihnen so schwer wie möglich zu machen, mit ihren illegalen Aktivitäten fortzufahren”, sagte Molly Kendall aus Adelaide, Australien. “Es ist schwer zu sehen wie sie die Wale ermorden und wir werden alles machen was wir nur können um dieses grausame Abschlachten zu beenden.”

Die Steve Irwin bleibt der Nisshin Maru weiter auf der Spur um jeden weiteren Versuch Wale zu transferieren zu behindern und das ungesetzliche wildern der Wale durch die japanische Walfangflotte zu beenden.

“Ich wünschte wir müssten nicht hier unten in dieser gefährlichen Situation sein”, sagte Kapitän Watson. “Ich habe mehrfach gesagt, dass wenn Australien oder Neuseeland zustimmen würden Japan vor den internationalen Gerichtshof zu bringen, könnten und würden wir uns zurückziehen. Weil aber das internationale Recht nicht durchgesetzt wird haben wir keine andere Wahl und machen was wir mit unseren Mitteln bewirken können um die bedrohten Wale in einem international anerkannten Walschutzgebiet zu verteidigen.”

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9 Antworten auf Steve Irwin erleidet zweite Kollision mit japanischer Flotte

  1. Jan sagt:

    Teile des Videos waren in den 19:00 Uhr Nachrichten im ZDF zu sehen.

  2. Sabrina:-) sagt:

    Auch bei den 19.00 Uhr RTL Nachrichten wurde ein Teil des Videos gezeigt.
    Hier wurde die Schuld für die Kollision eindeutig den Tierschützer zugewiesen. Sea Shepherd wurde aber nicht namentlich erwähnt.

  3. Bianca sagt:

    Die Nachrichten, die gestern kurz darauf eingegangen sind, haben sehr wichtige Informationen ‘sicher aus Versehen’ unerwähnt gelassen, so zum Beispiel, dass ein Walfangschiff mit LRAD ausgestattet ist. Seit wann braucht ein Walfangschiff Hightechwaffen? Das Gefühl, welches damit bei einem eher unbedarften Rezipienten dabei ausgelöst wurde, ordnet die Aktion der Crew um Paul Watson – die nicht namentlich erwähnt wurde – damit als Terrorakt ein. Der Rezipient wird damit absichtlich zu einer falschen Einschätzung der Situation gebracht.
    Unerwähnt bleibt die Tatsache, dass die wahren Terroristen diejenigen sind, die sich auf den japanischen Schiffen befunden haben.

    Es handelt sich hierbei um einen Terrorakt gegen die Crew der Steve Irwin und dies sollte mit aller Härte geahndet werden.

    Schreibt Briefe an die japanische Botschaft und setzt den Kampf mit der Crew von Paul Watson fort. Damit dürfen sie nicht durchkommen.

  4. Sabrina:-) sagt:

    Auch heute gab es in den 19.00 Uhr Nachrichten bei RTL wieder einen kurzen Bericht. Danach sind es wieder die Tierschützer, die weiterhin militant gegen die japanischen Forschungsschiffe vorgehen.

    Unglaubliche Ansichten die RTL da verbreitet !!!

    Ansonsten kann ich Bianca nur zustimmen.

  5. Jan sagt:

    Online-Leserkommentare kann man nicht nur bei der FAZ :-) (http://tinyurl.com/bg2kbo) sondern auch bei der Bild-Zeitung (http://tinyurl.com/cfd7jz) schreiben.

  6. Oliver sagt:

    Diese Mörder an den Lebewesen gehören aufgehalten. So ein Schiff wie die Nisshin Maru müsste meiner Meinung nach für immer ruhig gestellt werden.
    Durch die Aktion bin ich auf Sea Sheperd aufmerksam geworden und werde wohl auch Geld spenden. Denn genau solche Aktionen (auch wenn es versehentlich war) braucht man.
    Politik kann hier nicht helfen. Zu groß sind die wirtschaftlichen Interessen hinter dem sinnlosen Morden der Tiere.

    Organisationen wie Sea Sheperd müsste es viel mehr geben. Orang Utans werden für Palmöl, das nach Europa importiert wird, abgeschlachtet. Haie werden lebendig zum Tode verurteilt.
    Doch leider geschieht viel zu wenig. Die Politik sieht tatenlos zu. Aber Menschen, die endlich was unternehmen sind die wahren Helden!
    Der Rest wacht leider erst auf wenn es zu spät ist, nämlich wenn es keine Wale mehr gibt, der Thunfisch ausgerottet ist und unser Klima am Ende.

  7. Sabrina:-) sagt:

    In der hannoverschen Neuen Presse – Wochenendausgabe – KEIN Wort von der Kollision !!!

  8. Michael Mittelstädt sagt:

    @Bianca

    LRAD ist eine vom Militär entwickelte sogenannte nichtlethale Waffe, die auch von Handelsssschiffen und Kreuzfahrtschiffen gegen Piraten eingesetzt wird.
    Bei Wikipedia gibt es dazu ein paar Informationen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/LRAD
    http://en.wikipedia.org/wiki/Long_range_acoustic_device

    Die japanischen Waljäger schützen sich vermutlich aus ihrer Sicht nichtlethal gegen “Piraten” und “Terroristen”.

    Rechtlich kann ich den LRAD-Einsatz durch die japanischen Waljäger nicht bewerten, aber aus meiner persönlichen Sicht ist ein LRAD-Einsatz angesichts der nicht unerheblichen Gesundheitsrisiken im Nahbereich nur gerechtfertigt, wenn man sein eigenes Leben und eigene körperliche Unversehrtheit verteidigt oder halt zu polizeilichen Aufgaben. Dort gilt aber auch der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Hier wird diese nichtlethale Waffe aus meiner Sicht durch Firmenangehörige zum Durchsetzen wirtschaftlicher Interessen benutzt.