Sea Shepherds Antwort an das Japanische Walforschungsinstitut (Institute for Cetacean Research, kurz ICR)

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-090211-1.html
migaloojulius
Mittwoch, 11. Februar 2009
Sea Shepherds Antwort an das Japanische Walforschungsinstitut (Institute for Cetacean Research, kurz ICR)

Die Firma „Kyodo Senpaku Kaisha, Limited“ gab diese Woche die folgende Bekanntmachung heraus. Kapitän Watson antwortet Punkt für Punkt auf ihre Aussagen.

Die internationale Gemeinschaft muss Maßnahmen gegen die Gewalt Sea Shepherds auf dem Meer ergreifen.

10. Februar 2009

ICR: Der Inhaber der japanischen Forschungsschiffe in der Antarktis gab heute bekannt, dass die internationale Gemeinschaft damit beginnen muss, jenes internationale Seerecht anzuwenden, welches Schiffe und Besatzungen vor der Art Gewalttaten beschützt, die auf hoher See vom gesetzlosen holländischen Schiff Steve Irwin begangen werden.

Kapitän Paul Watson: Ich glaube, die internationale Gemeinschaft muss damit beginnen, globale Schutzgesetze gegen die illegalen japanischen Walfangaktivitäten anzuwenden. Die Sea Shepherd Conservation Society ist ebenfalls sehr besorgt über die Art von Gewalttaten, die auf hoher See von der gesetzlosen japanischen Walfangflotte begangen werden.

ICR: Eine Extremistengruppe ist dabei, andere Schiffe vorsätzlich zu rammen und zu versuchen, ihre Schiffsschrauben lahm zu legen. Das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS) führte klare Regeln ein, um die Weltmeere davor zu bewahren, eine gesetzlose Zone zu werden. Den Verpflichtungen der UNCLOS gerecht zu werden, wird nun zum Test für die Regierungen der Niederlande und Australiens, die bislang gezögert haben, die vereinbarten internationalen Seebestimmungen zur Verhinderung dieser kriminellen Handlungen anzuwenden. Dies gab Herr Kazuo Yamamura, der President von Kyodo Senpaku Kaisha Limited, heute bekannt.

Kapitän Paul Watson: Eine Gruppe extremistischer Walfänger unternahm mehrere Versuche, das Sea-Shepherd-Schiff Steve Irwin mutwillig zu rammen und die Schiffsschraube lahm zu legen. Zusätzlich richtete sie eine akustische Langstreckenwaffe auf das Schiff und den Helikopter, während sich dieser in der Luft befand. Die Weltcharta für die Natur der Vereinten Nationen bildet das Fundament für Sea Shepherds Interventionen gegen illegale japanische Walfangaktivitäten. Den Erfordernissen der Durchsetzung internationaler Schutzgesetze gerecht zu werden, wird nun zum Test für die Mitgliedsstaaten der Internationalen Walfangkommission. Diese haben bis jetzt gezögert, die vereinbarten internationalen Bestimmungen zur Verhinderung des illegalen Fangs gefährdeter Wale in einem offiziellen Walschutzgebiet unter Verletzung des internationalen Walfangmoratoriums durchzusetzen.

ICR: Während der letzten Woche wurden wir Zeugen, wie Sea-Shepherd-Aktivisten die japanischen Schiffe mit Projektilen beschossen, säuregefüllte Flaschen auf unser Deck warfen und eigens für diesen Zweck erstellte Fangleinen zum Einsatz brachten, um unsere Schiffsschrauben zu beschädigen. Dies waren nur einige der illegalen Aktivitäten Sea Shepherds. Schließlich brachten sie ihre Attacken zur Eskalation, als sie zwei unserer Schiffe rammten – Die Yushin Maru No. 2 und Yushin Maru No. 3. Beide Schiffe erlitten beachtliche Schäden.

Kapitän Paul Watson: Während der letzten Woche wurden wir Zeugen und dokumentierten, wie japanische Walfänger die Sea-Shepherd-Crew mit Wurfgeschossen und Wasserwerfern angriffen, eine akustische Waffe gegen die Crew einsetzten und sich Fangleinen bedienten, um unsere Schiffsschraube zu beschädigen. Dies waren nur einige der illegalen Aktivitäten der Walfänger. Sie versuchten, die Steve Irwin zu rammen. Die Steve Irwin rammte dagegen keines der Harpunenschiffe. Die Steve Irwin kollidierte mit zwei Walfangschiffen, als sie von diesen verbotenerweise geschnitten wurde, was die Bedingungen für die Kollisionen herbeiführte. Die Schiffe erlitten keine nennenswerten Schäden. Dagegen erlitten hunderte Wale einen qualvollen Tod durch die Harpunen, die von den japanischen Schiffen illegal abgefeuert wurden.

ICR: Das Scheitern der Durchsetzung internationaler Übereinkünfte unterstützt diese Tierrechtsgruppe in ihrer Anwendung von Gewalt und untergräbt die Herrschaft des Gesetzes. Indem die australische Regierung diesem holländischen Schiff eine sichere Zufluchtsstätte in ihren Häfen gewährt, macht sie sich zum Komplizen seiner kriminellen Aktivitäten auf See. Das Seerecht steht nicht offen zur Interpretation. Es hat wenig wert, wenn es nicht angewandt wird.

“Die eskalierenden Terrorangriffe erfordern Überlegungen zu neuen Sicherheitsstrategien, um unsere Schiffe und Mannschaften zu schützen“, sagte Herr Yamamura.

Kapitän Paul Watson: Die Sea Shepherd Conservation Society ist keine Tierrechtsgruppe; wir sind eine Meeresschutzorganisation. Die japanischen Aktivitäten untergraben die Herrschaft des Gesetzes und stellen eine ernste Bedrohung für die Gesundheit des ozeanischen Ökosystems und die Bewahrung bedrohter Spezies dar. Wenn internationale Schutzbestimmungen nicht angewandt werden, sind sie von geringem Wert. Die Eskalation der Gewalt der japanischen Walfänger wird Überlegungen zu neuen Taktiken notwendig machen, um unsere Schiffe und Mannschaften vor den Kriminellen zu beschützen, die im Walschutzgebiet Südpolarmeer Wilderei betreiben.

ICR: Dieses Thema betrifft nicht länger den Walfang, sondern die gesamte internationale Gemeinschaft, die diesem holländischen Schiff gestattet, kriminelle Handlungen auf See zu begehen und dadurch das Leben unserer Crews zu gefährden. Herr Yamamura rief die Regierungen Australiens und Neuseelands dazu auf, der Sea Shepherd Conservation Society keine sichere Zuflucht mehr zu gewähren.

Kapitän Paul Watson: Die Japaner möchten vielleicht nicht, dass dieses Thema den Walfang betrifft, aber der illegale Walfang ist das Thema. Wir würden nicht gegen ihre Aktivitäten einschreiten, wenn sie nicht durch die Bestimmungen der Internationalen Walfangkommission, das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen, den Antarktikvertrag und einen australischen Bundesgerichtsbeschluss gegen den Walfang im australischen Antarktisterritorium verboten wären. Sea Shepherd ist hocherfreut, dass Australien und Neuseeland den japanischen Walfangschiffen den Zutritt zu ihren Häfen verwehrt haben, weil sie Japans Walfangoperationen als ungesetzlich erkennen und verurteilen.

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