Islands Minister beharrt auf den Tod von 250 Walen

Der Parteichef der isländischen Grünen und gleichzeitig Minister für Finanzen, Landwirdschaft und Fischerei, Steingrimur J. Sigfusson, hat heute angekündigt, dass die kontroverse Walfangquote beibehalten wird – mindestens für dieses Jahr.

Der vorherige Fischereiminister Einar K. Gudfinsson hat kurz bevor er die Regierung verlies eine Quote von 100 Minkwalen und 150 Finnwalen pro Jahr festgesetzt. Es wurde davon ausgegangen, dass der eigentliche Walfanggegner Sigfusson diese Quote zurücknimmt. Laut seinen eigenen Angaben ist er persönlich nach wie vor gegen den Walfang und sagte er könne nicht garantieren, dass die Quote für die geplanten vier Jahre erhalten bleibt.

Dieser unerwartete Entschluss schockiert viele Umweltschützer und auch die Tourismusbranche in Island.

Finnwale sind streng geschütze Tiere und wurden seit langem nicht mit einer so hohen Quote bejagt. Man kann davon ausgehen, dass Island erneut seine Fänge, wie auch schon 2008, an Japan verkaufen will, was einen massiven Verstoss gegen die Artenschutzabkommen darstellt. Auch an Norwegen und die Faeroer wurden Walprodukte verkauft. Ich bitte daher alle Leser noch einmal auf, alle isländischen Produkte und Dienstleistungen zu boykottieren.

Einen Auffruf machte auch Andreas Morlok unter http://www.walschutzaktionen.de/530501.html und ich bitte Euch alle sich daran zu beteiligen.

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Eine Antwort auf Islands Minister beharrt auf den Tod von 250 Walen

  1. Norbert sagt:

    Und solch Entscheidung noch vor dem Treffen der Botschafter in Island am kommenden Freitag?
    Mal abwarten, wie die darauf reagieren.
    Hätte es nach all den Protesten, selbst im eigenen Land, nicht für möglich gehalten…