Walrettung an der Küste Tasmaniens

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-090303-1.html
migaloomanuel
Dienstag, 3. März 2009
Walrettung an der Küste Tasmaniens

Sea Shepherd Mannschaftsmitglied Arne Feuerhahn behält einen der letzten lebenden Wale im Auge.

Sea Shepherd Mannschaftsmitglied Arne Feuerhahn behält einen der letzten lebenden Wale im Auge.

Was verursacht die größte Walmassenstrandung in der Geschichte Tasmaniens?

Wir beabsichtigen, es herauszufinden! 200 Pilotwale und Delfine sind nördlich von Tasmanien bei King Island am Wochenende gestrandet. 400 Wale, 50 Pottwale inklusive, sind im Januar gestorben.

Sea Shepherd-Gruppen aus Perth, Sydney, Melbourne und Tasmanien, inklusive der Mannschaft der Steve Irwin reagierten in einer koordinierten Aktion, um die Bemühungen zu unterstützen. Dank ihnen, dem Australischen Park und Wildtierservice und den guten Einwohnern von King Island konnten nahezu 50 Wale gerettet werden.

Captain Paul Watson war in Queensland, als ihn die Nachricht über das Übel der Wale erreichte. Er hat unverzüglich die Crew der Steve Irwin kontaktiert und den Ersten Offizier Peter Hammarstedt instruiert, alles in seinen Möglichkeiten stehende zu tun, eine Mannschaft so schnell wie möglich dort hin zu schicken.

King Island ist weit entfernt, 90 Meilen nördlich von Tasmanien in der trügerischen Bass Strait. Aber wo ein Wille, da ein Weg und fünf Sea Shepherd- Mitglieder haben es bis Sonntagabend auf die Insel geschafft.

Die Sea Shepherd Mannschaft war sehr erleichtert, als sie sahen, dass der Australische Park und Wildtierservice die Situation unter Kontrolle hatte und cirka 150 Freiwillige mobilisierte, um den Walen weg vom Naracoopa- Strand auf King Island zu helfen. Die fünf Sea Shepherd Mitglieder haben sich unter das Kommando des Park und Wildtierservice gestellt, um bei der Rettung zu assistieren und sie waren voll des Lobes für die Anstrengungen der Ranger.

53 der 54 Wale, die am Sonntagmorgen noch lebten, wurden in das Meer zurückgeführt. Fünf der sechs Delfine wurden ebenso gerettet. Unglücklicherweise waren 150 Wale verloren.

Ein Wal blieb lebend am Strand zurück, es wird sich um sie gekümmert, bis die Wetterkonditionen eine Rückkehr ins Meer erlauben.

In der fünfköpfigen Sea Shepherd Mannschaft befanden sich ein Biologe und zwei Naturfilmer. Wir hoffen, in den nächsten Tagen Videos und Fotos zu haben.

Die Mannschaft hat alle Tiere vermessen und hat biologische Proben von den toten Walen entnommen in der Hoffnung, Beweise und Gründe für den Tod der Wale zu finden.

Strandungen können durch Militärmanöver, Seismische Untersuchungen und Verschmutzung verursacht werden. Es ist bewiesen, das Pilotwale hohe Konzentrationen von Quecksilber in sich tragen und dies könnte ihr Verhalten beeinflussen.

Wir brauchen forensische Beweise wie Innenohrknochen, Gewebe und Gehirn, um die Gründe zu finden und die Untersuchungen zu untermauern, sagte Captain Paul Watson die Australische Regierung hat Mittel für die Walforschung versprochen, dies wäre ein guter Platz, damit anzufangen.

Die Sea Shepherd Conservation Society möchte betonen, dass der Park und Wildtierservice eine tolle Öffentlichkeitsarbeit bei diesem Desaster gemacht hat und sie haben einen tollen Job bei der Rettung eines Viertels der gestrandeten Wale verrichtet.

Sea Shepherd Mannschaft und Tasmanien Park und Wildtierservice Mitarbeiter kümmern sich um den letzten lebenden Wal auf dem Naracoopastrand auf King Island.Photos by Adam Lau/Sea Shepherd Conservation Society

Sea Shepherd Mannschaft und Tasmanien Park und Wildtierservice Mitarbeiter kümmern sich um den letzten lebenden Wal auf dem Naracoopastrand auf King Island.Photos by Adam Lau/Sea Shepherd Conservation Society

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2 Antworten auf Walrettung an der Küste Tasmaniens

  1. icaneatcauliflower sagt:

    Aus aktuellem Anlaß nochmals eine Übersicht über Studien zum Thema (s.a. Kommentare zu “Erneuter Mord in Australien” v. 23. Jan. 09):
    http://www.awionline.org/oceans/Noise/IONC/index.htm#Sci%20papers
    und hieraus besonders:
    http://www.awionline.org/oceans/Noise/IONC/Docs/Fernandez_2005.pdf

    Weiß jemand etwas zur aktuellen Rechtslage hinsichtlich militärischer Manöver?

    Gruß, icaneatcauliflower