Haiwilderer zum zweiten Mal innerhalb des Galapagos Meeresschutzgebiet gefangen

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-090414-1.html
migaloostella

Dienstag, 14. April 2009
Haiwilderer zum zweiten Mal innerhalb des Galapagos Meeresschutzgebiet gefangen

Manche Wilderer haben wenig Respekt vor Gesetzen; Andere denken, diese Gesetze gelten nicht für sie. Das Fischereischiff Nano aus Manta, Ecuador, scheint in seiner eigenen Liga zu spielen. Wir berichteten die Gefangennahme der Nano am 27. April 2008.

news_090414_1_nano_galapagosDas Schiff wurde von Isabela Islands Hafenkapitän freigegeben und kehrte nach Manta zurück um dort für den Fang von 200 bis 300 Haien und das Aufgreifen innerhalb des Galapagos Meeresschutzgebiets angeklagt zu werden. Bis zur Ankunft des Schiffes in Manta waren die Haie auf mysteriöse Weise verschwunden und die örtlichen Behörden unternahmen nichts. Der Nano wurde weiterhin erlaubt, ihren Haifangaktivitäten ohne Behinderungen nachzugehen.

Die Wilderer müssen gedacht haben, sie seien unantastbar, als sie es sich erlaubten, am 11. Februar noch einmal ins Galapagos Meeresschutzgebiet einzudringen, nur dieses Mal wurden sie vom Küstenwachenschiff San Cristobal gestoppt. Bei der Festnahme befanden sie sich 1,6 Seemeilen innerhalb des Galapagos Meereschutzgebiet, nordwestlich von San Cristobal Island. Der Kapitän der Nano und seine acht Crewmitglieder behaupteten, wegen mechanischer Probleme so weit in das Meeresschutzgebiet abgedriftet zu sein. Im Frachtraum der Nano waren 100 Haie, welche miteinschlossen:

* Pazifische Fuchshaie
* Großaugenfuchshaie
* Seidenhaie
* Bogenstirn-Hammerhaie
* Glatte Hammerhaie
* Blauhaie

Die Nano wurde von zwei kleinen Booten begleitet, welche beide Langleinen mit 300 Haken hatten. An Bord der Nano wurden zwei ähnliche Langleinen gefunden. Alle Haken wurden eindeutig dafür entworfen um Haie zu fangen.

Neben den 100 Haien wurden nur 30 andere Fische an Bord gefunden, Weißer Thunfisch und Schwertfisch. Dies ist der eindeutige Beweis, dass die Nano die Haie nicht als Beifang gefangen hat, sondern es speziell auf Haie abgesehen hat. Während Haie in Equador unglücklicherweise als Beifang erlaubt sind, ist der gezielte Haifang strengstens verboten. Aus diesen Gründen und weil sie sich ohne Berechtigung im Galapagos Meeresschutzgebiet aufhielten, wurde die Nano in den Hafen von San Cristobal Island befohlen und begleitet. Dort war es seit 13. Februar unter Arrest und wartete auf die Anklage.

Am 20. März verhängte der Direktor des Galapagos Nationalparks die Geldstrafe, welche ein tausendfaches des Mindestlohns ist. Nichts desto trotz, verlangt das Gesetz, dass der Mindestlohn auf dem gleichen Stand ist, wie er war, als das Gesetz in Kraft trat. Zu dieser Zeit betrug der Mindestlohn 100.000 Sucre (Ecuadorische Wärung) und war recht hoch. Gegenwärtig sind das umgerechnet 4 US Dollar, was die Geldstrafe auf schlappe 4,000 US Dollar festsetzt.

Der Kapitän der Nano musste auch die vergleichbar niedrige Geldstrafe für das letzte Jahr bezahlen, was die Gesamtkosten auf lächerliche 8.000 US Dollar setzt.

Die Geldstrafe wurde bezahlt und die Nano lief am Donnerstag, 2. April von San Cristobal Island aus. Obwohl der Fang und die illegalen Angelgeräte konfisziert wurden, werden so niedrige Geldstrafen nicht als klare Abschreckung für illegale Fischer dienen. Eigentlich haben die Flossen von 100 Haien auf dem Schwarzmarkt mehr Wert wie die zwei Geldstrafen zusammen.

Sea Shepherd Galapagos sammelt zur Zeit Informationen und rechtliche Beratungen um zu bestimmen, wie wir zu höhere Sanktionen beitragen können. Letztendlich will die Sea Shepherd alle Haikiller wie die Nano dauerhaft außer Betrieb sehen. Es ist klar, dass trotz der neuen Verfassung in Ecuador, einige Gesetze hoffnungslos veraltet sind und eine dringende Überarbeitung benötigen um die Wilderer aus dem Galapagos Meeresschutzgebiet zu halten.

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