Die Robbenjagd ist tot! Lang leben die Robben!

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-090427-2.html
migaloojulius
Montag, 27. April, 2009
Die Robbenjagd ist tot! Lang leben die Robben!

Die Sea Shepherd Conservation Society hat ein Schiff verloren, aber wir gewinnen den Krieg zur Rettung der Robben.

Letzten Freitag stimmten die europäischen Botschafter einem Antrag zum Einfuhrverbot von Pelz- und allen weiteren Robbenprodukten in die Europäische Union zu. Dies bringt den 27-Nationen-Block näher an die endgültige Entscheidung des Einfuhrverbots und die definitive Zustimmung ist nur noch eine reine Formalität.

Kanada und Norwegen drohen Europa nun mit einem Handelskrieg, aber Kanada braucht den Handel mit Europa viel dringender als Europa Robbenprodukte. Die Kanadier in den nicht-barbarischen Industriezweigen werden wenig Geduld zeigen, Gewinne einzubüßen, nur um das Robbenschlachten zu verteidigen.

Kanada und Norwegen drohen damit, Europa vor der Welthandelsorganisation zu belangen.

Wie dem auch sei, “Nichts sollte dem Verbot nun noch im Wege stehen”, wie ein Offizieller der tschechischen Regierung verlauten ließ, welche diese Woche einen Deal aushandelte, der die traditionelle Jagd der Inuit von dem Verbot ausschließt. “Es muss noch vor das EU-Parlament im Mai, aber das sollte eine reine Formalität sein, da sich die Unterhändler des Parlaments bereits inoffiziell geeinigt haben“, sagte er.

60 Prozent der 900.000 Robben, die jedes Jahr gejagt werden, gehen auf das Konto von Kanada, Grönland und Namibia.

Der Zeitung Guardian zufolge schrieb der norwegische Außenminister Jonas Gahr Stoere in einem Brief an die EU-Handelsbeauftragte Catherine Ashton, dass das Verbot die Prinzipien des Freien Handels verletze und einen gefährlichen Präzedenzfall für das Sammeln erneuerbarer Ressourcen schaffe.

Der europäische Offizielle sagte jedoch, die Kommission halte den Plan für “juristisch einwandfrei”.

Die 15 Robbenarten, die momentan bejagt werden, sind zwar nicht vom Aussterben bedroht, aber die europäischen Politiker riefen zum Handeln auf, nachdem sie mit Beweisen konfrontiert worden waren, dass viele Robben noch bei Bewusstsein sind, wenn ihnen die Haut abgezogen wird. Die Tiere werden normalerweise zuerst erschossen oder mit einer stachligen Keule, genannt Hakapik, auf den Kopf geschlagen.

Russland verbot die Jagd auf Sattelrobbenbabies im letzten Monat und Premierminister Vladimir Putin bezeichnete sie als “blutige Industrie”.

Das Sea-Shepherd-Shiff Farley Mowat war im April 2008 von der kanadischen Regierung in einem Akt der Piraterie gekapert worden und wurde diesen Monat in einer geheimen Auktion an einen Unbekannten versteigert, ohne dass je ein Haftbefehl oder eine Anklage gegen das Schiff erhoben worden wäre, ohne Gerichtshandlung, ohne Vorladungen und ohne den vorgeschriebenen Rechtsprozess.

Anscheinend wurde das Schiff am 21. April versteigert, aber die Regierung gab keine Informationen über den neuen Eigentümer heraus. Sea Shepherd wird gerichtliche Schritte gegen den Käufer einleiten, da das Schiff Farley Mowat noch immer Eigentum der Sea Shepherd Conservation Society ist und niemals gerichtlich gepfändet wurde.

Die Sea-Shepherd-Offiziere Kapitän Alex Cornelissen und der erste Offizier Peter Hammarstedt wurden des „Verbrechens“ schuldig gesprochen, durch die Dokumentation und das Mitansehen des Robbentötens die Robbenschutzgesetze verletzt zu haben.

Sie sollen sich am 27. April vor Gericht verantworten, wurden jedoch von der Kanadischen Einwanderungsbehörde im April letzten Jahres ausgewiesen und dürfen Kanada nicht mehr betreten.
“Das ist alles sehr bequem”, sagte Kapitän Paul Watson. “Kanada wird 10,000 $ Kaution erheben und die Peinlichkeit einer Gerichtsverhandlung vermeiden und sie werden unsere Crew beschuldigen, sich zu weigern, vor Gericht zu erscheinen. Aber sie können vor keinem Gericht in Kanada erscheinen, wenn ihnen die Einreise nach Kanada verweigert wird.”

Wie auch immer, trotz allen Schikanen und des Verlusts unseres Schiffes, das Sea Shepherd ohnehin aus dem Dienst entlassen hätte, trug die Publicity unserer Kampagne dazu bei, das Europaparlament zu überzeugen, Robbenprodukte zu verbieten. Daher war das Resultat die Kosten und Unannehmlichkeiten wert.

“Manchmal muss man eben die Schlacht verlieren, um den Krieg zu gewinnen”, sagte Kapitän Watson
Zwischenzeitlich ergehen sich die kanadischen Politiker in Drohungen und Gejammer, wie die feigen Nazis in ihren Bunkern, wo nun die Welle der zivilisierten Reform auf ihre barbarische Denkart niederstößt, die für so lange das extrem inhumane und brutale Abschlachten einer der unschuldigsten Kreaturen unseres Planeten – der Baby-Robbe – unterstützt und ihm applaudiert hat.

“Die Tage dieser grausamen und sadistischen Baby-Killer sind vorbei”, sagte Kapitän Watson. “Der Preis für Robbenfelle ist auf das unterste Niveau gefallen und bald wird diese obszöne Industrie den gleichen Weg beschreiten, wie zuvor Sklavenhandel, Hahnenkampf, Bärenbeißen und Kinderarbeit – sie wird bald ausgestorben sein, und wir alle, die wir unser ganzes Leben lang für diesen großartigen Sieg gekämpft haben, werden den Europäischen Nationen für die Realisierung dieses wundervollen Traums danken. Die Robbenjagd ist tot – lang leben die Robben.”

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2 Antworten auf Die Robbenjagd ist tot! Lang leben die Robben!

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    Bye,

    Manuel