Marineschiff Mollendo läuft auf den Galapagos Inseln auf Grund

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-090525-1.html
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Montag, 25. Mai 2009
Marineschiff Mollendo läuft auf den Galapagos Inseln auf Grund

Samstag den 23. Mai lief am abend das peruanische Trainingschiff, die Mollendo in Academy Bay, Santa Cruz, Galapagos auf Grund. Der Mollendo, einem 153-Meter-Schiff wurde vom Präsidenten Correa eine Sondergenehmigung erteilt, in die Gewässer des Galapagos Nationalparks für Trainingszwecke zu fahren. Mit dieser Sondergenehmigung überstimmte der Präsident die Verwaltung des Galapagos Nationalparks, die dem Schiff eine Einfahrt verweigerte. Der Grund des Parks, die Einfahrt zu verweigern, war dass das Schiff Bunkeröl geladen hat, was im Galapagos Meeresreservat absolut verboten ist. Es ist nicht bekannt, warum der Präsident eine solche Genehmigung, trotz der strikten Bestimmungen des Parks, ausgestellt hat. Es scheint so, als handelte es sich bei dieser Übung um einen kulturellen Austausch zwischen Ecuador und Peru.

Unbestätigte Quellen melden, das die Mollendo 91.000 Liter Bunkeröl und 757.000 Liter Diesel an Bord hat.

Eine Vorraussetzung für jedes ausländische Schiff oder jedes Schiff welche kein Wissen über diese Gewässer hat einen lokalen Steuermann an Bord haben muss. Der Hafenkapitän von Santa Cruz war persönlich an Bord und war in dem Moment am Steuerrad als die Mollendo auf Grund lief. Ein Schiff dieser Grösse so dicht an der Küste in einem Gebiet was für seine Riffe bekannt ist hat es in den Galapagos noch nicht gegeben.

Am Sonntag nutzten der Nationalpark zusammen mit der ecuadorianischen Marine, der örtlichen Umweltpolizei und dem Frachtschiff Angelina die Flut aus um das Schiff freizuschleppen. Ein Öl-Schutzring wurde für den Fall ausgelegt, dass die Schiffshülle beschädigt wurde und Treibstoff oder Öl auslaufen könnte. Nach etwa einer Stunde schleppen fing die Mollendo an sich um 13:45 zu bewegen und trieb um 14:00 wieder frei. Es ist unbekannt wie schwer das Riff beschädigt wurde. Das Schiff war entweder sehr nah am oder direkt auf dem Riff, welches viele Weissspitzenhaie beherbergt.

Momentan liegt das Schiff in sicherer Distanz geankert, wärend die Schäden am Schiff abgeschätzt werden.

Bis zu diesem Punkt hat das Schiff keinerlei Treibstoff verloren. Die Konsequenzen eines Ölteppichs wären verherrend, denn die ganze Bucht wäre mit Öl und Treibstoff verseucht, was die Mangroven und mit ihnes nahezu jegliches Leben zerstört hätte. Der Dank geht an alle Beteiligten, die geholfen haben einen solchen Schaden zu verhindern.

Es gibt keinen brauchbaren Notfallplan in den Galapagos um mit solchen Situationen, trotz des Jessica Öl-Teppichs im Januar 2001 vor der Insel San Christobal, fertig zu werden. Die Öl-Schutzringe sind bei 300m für ein 153m Schiff nicht nur zu kurz sondern auch völlig unzureichend für eine Katastrophe dieses Ausmasses.

Die UNESCO sollte keinen Grund sehen, die Galapagos Inseln von der Gefahrenliste zu nehmen, solange keine strikten Massnahmen getroffen wurden, solche Situationen nicht mehr passieren zu lassen.

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Marine-Schiff lief auf Grund vor den Galapagos-Inseln, Credit: Sea Shepherd Galapagos

Marine-Schiff lief auf Grund vor den Galapagos-Inseln, Credit: Sea Shepherd Galapagos

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