Sea Shepherd’s neuestes Update im Fall Mollendo Galapagos

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-090528-1.html
migaloo-selina Donnerstag, 28. Mai 2009
Sea Shepherd’s neuestes Update im Fall Mollendo Galapagos

Die Mollendo hat den Ankerplatz in der Akademie Bay, Puerto Ayora, Galápagos mit unbekanntem Ziel verlassen. In news_090528_1_navy_ship_mollendo_7der Zeit als die Mollendo auf Grund lief, hiess es im Bordbericht wo über das Aufgrundlaufen der Mollendo berichtet, dass die peruanische Besatzung wütend war auf den Hafen Kaptän vor Ort. Das Schiff wurde durch Taucher inspiziert und es konnten keine nachhaltigen Schäden festgestellt werden.
Nach Ansicht der Beamten, die das Schiff kontrollieren, war dies in Ordnung als es in Puerto Ayora einlief. Erstaunlich ist nur, warum während der Kontrolle die 24.000 Gallonen Kraftstoff im Tank nicht entdeckt wurden, welches durchaus eine erhebliche Menge ist die man eigentlich nicht übersehen kann!!! Die peruanische Marine wird beschuldigt nicht über dies unerlaubte Menge berichtet zu haben.

Offensichtlich steht hier mehr auf dem Spiel, da Equador und Peru eine lange kriegerische Vorgeschichte haben und dieser Vorfall die Anstrengung das Verhältnis der beiden Länder zueinander zu verbessern, belastet.

Die Galapagos Inseln stehen auf der Liste der Weltkulturebeliste der UNESCO welce in Gefahr ist mit einem bevorstehenden Treffen im Juni wo Equador ihr Möglichestes versuchen will diese aus der Liste zu streichen.

Die Frage ist: Sollten die Galapagos Inseln von der gefährdeten Liste gestrichen werden? Sea Shepherd Galapagos analysiert:
Die Galapagos Inseln wurde aus folgenden Gründen als Weltkultureber in die UNESCO-Liste aufgenommen:

1. Illegale Einwanderung:
Die amtlichen Einwohnerzahlen werden weit unter der eigentlichen Einwohnerzahl angegeben bzw. untertrieben. Nach Informationen des letzten offiziellen Reports leben nur 18.000 Einwohner auf der Insel Santa Cruz. Allerdings gibt es eine große Anzahl von illegalen Einwanderern, die Beschäftigung finden in der Bau- und TOurismusbranche. Die meisten Einwohner von der Insel Santa Cruz sehen allerdings das die tatsächliche Anzahl von Einwohnern in der Hauptstadt Puerto Ayora schon deutlich grösser ist als der Report es angibt. Schätzungen von der Gesamtbevölkeru g erstrecken sich zwischen 23.000 und 29.000. Während immer mehr grössere Betriebe sich von den Inseln entfernen, gibt es täglich immer mehr illegale Einwanderer mit der Absicht dort auch zu bleiben.

2.Tourismus
Galapagos hat einen konstante Anstieg der Touristen und erreichte die erstaunliche Anzahl von 160.000 bis 180.000 Besuchern im Jahre 2008.
Im ersten Quartal des Jahres 2009 wurde erstmal ein Rückgang verzeichnet, welcher aber nicht auf die nachhaltige Politik zurückzuführen ist, sondern der Grund ist eher in der weltweiten Wirtschaftskrise zu finden. Mehrere Studien weisen darauf hin, dass eine erträgliche Zahl von Touristen für die Galapagos Inseln zwischen 40.000 und 60.000 pro Jahr liegt.

Ungeachtet dessen, werden immer mehr touristische Aktivitäten auf den Galapagos Inseln vorangetrieben, um die Inseln für den Toursimus immer attraktiver zu gestalten.
Jeden Tag kommen 6 Flugzeuge voll mit Passagieren und es ist schon im Gespräch einen dritten Flughafen auf der bisher wenig besuchten Insel Isabella zu eröffnen.
Egal wie ökologische diese Touren durchgeführt werden, so ist die Zahl der Besucher wesentlich höher als das was die Galapagos Inseln ertragen könnten.

3. Eingeführte Planzen und Tiere
Trotz besten Absichten birgt das Einführen von Tieren und Pflanzen eine gehöriges Risikopotential in sich. Die Brombeer-Plage ist nicht unter Kontrolle zu bekommen und so verhält es sich auch mit allem anderen Eingeschleppten.

Es geschehen keine Massnahmen an Board der Frachtschiffe welche diese Art von Einführung von Schädlingen verhindern würde. Wir haben nun mehr eingeführte Pflanzen und Tiere als Einheimische. Die Einfuhr der Mittelmehr Fruchtfliege und die Moskitos die das Denguefieber mit sich trugen, sind eine der neuesten Ergänzungen unserer Exoten. Jedes Jahr sehen wir trotz strengsten Vorschriften, keine Katzen und Hunden mitzubringen, neue Hunderassen auf den Galapagos Inseln. Es wird nicht mehr lange dauern bis es mehr Huskies auf den Galapagos Inseln als in Alaska gibt.

Gründe welche die UNESCO nicht aufgelistet hat, jedoch dringend beachtet werden sollten:

4.Illegales Fischen
Es geschieht jeden Tag. Es ist eine wohlbekannte Tatsache unter den Menschen auf Galapagos das die Fischer von Isabella jede Nacht aufs Meer hinausfahren um Haie zu fangen. Den Haien werden die Flossen abgeschnitten und diese in andere Kontinente geschmuggelt. Es ist auch allgemein bekannt, dass die Behörden auf Isabela nicht in der Lage oder nicht bereit sind dagegen vorzugehen.

Sea Shepherd sammelt auch die Fischsuchgeräte die sie innerhalb dieses Meeresschutzgebietes finden, welche von den localen Handelstthunfischbooten verwendet werden, um Thunfische aufzuspüren. Die grosse Anzahl dieser im Meer gefundenen KUgeln (Aufspürgeräte) zeigen an, dass es grossflächiges, illegales Fischen innerhalb dieses Meeresschutzgebietes gibt.
Hier möchte ich persönlich erwähnen, dass auch hier die Regelung der IWC sowie des CITES missachtet werden!!!

Die Penise von Seepferdchen und Seelöwen sind weiterhin das Ziel von anderen Wilderei Operationen. Die Fischer vom Kontinent die beim illegalen Fischen im Meeresschutzgebiet erwischt werden, kommen sofort bei der nächsten Gelegenheit die sich ihnen bietet zurück, da die Strafen mehr als gering sind dieses Risiko zu tragen da es sich lohnt.

5. Mangelndes Notverfahren
Niemand weiss was zu tun ist wenn sich eine ernsthafte Umwelt-Katastrophe ereignet, da es keine Richtlinien gibt, geschweige denn einen Katastrophenplan. Materialien sind unzureichend oder stehen gar nicht zur Verfügung.

6. Mangelnde Zusammenarbeit zwischen den einzelnen staatlichen Institutionen
Oftmals liegt der Grund von Rechtsstreitigkeiten im Zuständigkeitsbereich

Sea Shepherd Galapagos wird diese Fälle weithin verfolgen, denn alle Verantwortlichen müssen für Ihre Fehler zur Rechenschaft gezogen werden.

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