Angegriffene Journalisten wurden wegen Dokumentation des Seebärenschlachtens verurteilt.

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-090722-1.html
migaloothomas2Mittwoch, 22. Juli 2009
Angegriffene Journalisten wurden wegen Dokumentation des Seebärenschlachtens verurteilt.

Nachdem die Journalisten Bart Smithers (Südafrika) und Jim Wickens (Großbritannien) am 16. Juli verhaftet wurden, wurden sie nun für das Betreten eines maritimen Schutzgebietes an der namibischen Küste ohne Genehmigung verurteilt. Sie erschienen vor dem Untersuchungsrichter in der Küstenstadt Swakopmund für ihre Anhörung.

Die Associated Press berichtet, dass Smithers und Wickens die Wahl hatten zwischen 12 Monaten Gefängnis oder einer Geldstrafe von jeweils 10.000 namibischen Dollar (ca. 1.200 US Dollar) und einer 6 Monatigen Bewährung. Ihr Arbeitgeber, Ecostorm, hat sich entschieden die Strafe für die Journalisten zu bezahlen.

Namibia benutzt seine Gesetze um Medien davon abzuhalten, das grausame namibische Seebärenschlachten, dass nur vom größten Abschlachten von Meeressäugern auf diesem Planeten, dem jährlichen kanadischen Robbentöten überboten wird, an die Öffentlichkeit zu bringen. Die Journalisten hoffen, dass ihre Verurteilung Aufmerksamkeit für dieses sonst kaum von den Medien beachtete Thema bringt.

Südafrikanische Seebären werden alljährlich als Sündenbock für Überfischung und Misswirtschaft in der Fischerei abgeschlachtet. Das ist ebenso eine der Rechtfertigungen Kanadas um ihr Abschlachten der Sattelrobben fortzuführen, was mittlerweile aber als brutal und unnötig erachtet wird.

Die Männer konnten vor Gericht nicht dazu Stellung nehmen, dass sie gewaltsam von namibischen Seebärenjägern angegriffen wurden kurz bevor sie selbst festgenommen wurden.

Robbenjagdnationen haben eine lange Tradition in über Gewaltsamkeiten hinwegsehen, wenn diese gegen Beobachter gerichtet ist, die diese Aktivitäten dokumentieren.

Im Jahr 2005 haben Sea Shepherd Aktivisten in internationalen Gewässern vor der kanadischen Ostküste, das Robbenschlachten dokumentiert und wurden darauf hin von den Robbenjägern mit ihren Knüppeln angegriffen. Und erneut wurden 2008 Sea Shepherd Aktivisten mit vorgehaltener Waffe gekapert und abgeführt; Schiffsoffizier Peter Hammarstedt wurde festgenommen und später auf Kaution freigelassen.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die namibische Regierung sich auf die Seite der Robbenjäger stellt und diese unverfrorene Ausübung von körperlicher Gewalt gegen diejenigen, die sich gegen das Robbenschlachten stellen und die Wahrheit durch die Linsen der Kameras zeigen ignoriert.

Sea Shepherd lobt Smithers und Wickens für ihren Einsatz um das grausame namibische Abschlachten an Seebären an die Öffentlichkeit zu bringen.

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