Das Ende des japanischen Walfangs im Südpolarmeer ist in Sicht

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/editorial-091119-1.html
migaloofrauke
Freitag, 20. November 2009
Das Ende des japanischen Walfangs im Südpolarmeer ist in Sicht

Kommentar von Kapitän Paul Watson

Die Yakuza kontrollierte japanische Walfangflotte brach gestern offiziell zu ihrer 6000-Meilen-Reise in die abgelegenen Gewässer des Australischen Antarktis Territoriums auf. Sie haben vor, innerhalb des Walschutzgebietes des Südpolarmeers 925 geschützte antarktische Minkwale und 50 gefährdete Finnwale abzuschlachten, unter Verletzung des weltweiten Moratoriums zum kommerziellen Walfang und unter Verletzung des Antarktisabkommens.

Diese Leute sind Wilderer. Sie sind Verbrecher und sie betreiben ein unbarmherzig grausames Gemetzel an den größten, intelligentesten und sozial komplexesten fühlenden Wesen der Meere.

Die aus acht Schiffen bestehende japanische Flotte wird an der Ostpazifikküste Asiens gen Süden steuern, entlang der Westküste Australiens an den Rand der antarktischen Eisfelder, und dort werden sie den Horror ihrer Harpunenkanonen loslassen, um die Leben von nahezu tausend Walen auszulöschen. Sie tun das mit der lächerlich irreführenden Entschuldigung, dass das Schlachten für „wissenschaftliche Forschung“ durchgeführt werde.

Walfang ist “Tradition” in Japan und sie begann zu der selben Zeit als Folter zu wissenschaftlichen Zwecken eine Tradition wurde. Sie begannen mit tödlicher, sogenannter wissenschaftlicher Forschung am Menschen kurz vor und im Laufe des zweiten Weltkrieges und 19 46 wurden mit Hilfe General McArthurs ihre Antarktis-Walfangflotten aufgerüstet um ihre Verfolgungsjagd auf Meeressäuger im Südpolarmeer aufzunehmen.

Unsere Aufgabe ist es, die Killer zu stoppen und das Leben so vieler Wale wie mögich zu retten und die Sea Shepherd Schiffe Steve Irwin und die kürzlich erworbene Ady Gil sind in Position, um am 7. Dezember von Freemantle in Westaustralien abzulegen. Die japanische Flotte und die Sea Shepherd Flotte sollten zur selben Zeit vor der Küste der Antarktis ankommen.

Sea Shepherd wird erneut ein Filmteam ins Südpolarmeer mitnehmen, diesmal um die 3. Staffel der Animal Planet Hitshow Whale Wars zu drehen.

Hoffentlich wird es die letzte Staffel der Show. Unser Vorhaben ist es, die japanische Walfangflotte ökonomisch zu versenken und ich glaube, dass dieses Jahr das beste ist, um das zu erreichen. Wir haben die einzige TV Hitshow, die ausgestrahlt wird, deren Stars sich wünschen, dass ihre Show beendet wird, weil das Ende des japanischen Walfangs auch Whale Wars beenden wird.

Die letzten drei Sea Shepherd Walschutzkampagnen in der Antarktis, Operation Leviathan (2006-2007), Operation Migaloo (2007-2008) und Operation Musashi (2008-2009) haben erfolgreich die Waltötungsquote auf die Hälfte reduziert und die Profite der Walfangflotte zunichte gemacht. Die Walfänger stecken nun tief in einer finanziellen Verschuldung und die soeben gewählte Regierung von Premierminister Jun Hoshikawa hat durchblicken lassen, dass es ihnen reicht mit den massiven Subventionen, die die Regierung an eine Industrie leistet, die Verluste macht und der japanischen Nation weltweit ein äußerst schlechtes Image verschafft.

Das langfristige Ziel von Sea Shepherd ist es, die japanischen Walfangflotte ökonomisch zu versenken. Wir sind nahe daran, die Flotte in den Ruin zu treiben und ich bin zuversichtlich, dass wir ihre Profite in diesem Jahr maßgeblich beschneiden werden, so weit, dass es uns möglich sein kann, die Stilllegung der Flotte zu erzwingen.

Das bietet außerdem der Hoshikawa Regierung einen ehrenhaften Weg, sich aus den Walfangaktivitäten im Südpolarmeer zurückzuziehen. Das Einstellen von Subventionszahlungen an eine Industrie, die fortlaufend darin versagt, einen Profit zu erwirtschaften, ist schlichtweg ein gutes Geschäft. Das von Japans neuem Premierminister Yukio Hatoyama ins Leben gerufene Komitee zur Prüfung der Staatsausgaben hat empfohlen, Spenden für die Overseas Fishery Cooperation Foundation nach 2010 einzustellen. Die OFCF ist der größte Geldgeber des in Tokio angesiedelten Institute of Cetacean Research.

Wenn die Regierungsdarlehen für den Walfang zurückgerufen werden, ist es unwahrscheinlich, dass das Institute for Cetacean Research weiterarbeiten kann. Berichte in den japanischen Medien behaupten, dass das Institut mehr als eine Billion Yen aus früheren Darlehen der OFCF nicht vollständig zurückzuzahlen fähig war. Die Sea Shepherd Conservation Society ist der Grund dafür, dass diese Darlehen nicht zurückgezahlt wurden. Unsere Interventionen waren erfolgreich, ihre Profite in den letzten drei Geschäftsjahren zunichte zu machen.

Darüber hinaus wird das Kommittee die Ausgaben des Departments für auswärtige Angelegenheiten und seine Aufwendungen für Schmiergelder an Dritte-Welt-Länder überprüfen, die diese im Gegenzug für Pro-Walfang-Stimmen bei den Treffen der Internationalen Walfangkommission erha.lten

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden etliche dieser japanischen Marionettenstaaten der dritten Welt nicht das Geld für einen ihrer Gastauftritte beim IWC -Treffen 2010 haben, das für den nächsten Juni in Marokko angesetzt wurde.

US-Präsident Barack Obama wird in dieser Woche Japan besuchen und die Walfangfrage ist auf der Agenda für sein Treffen mit dem Premierminister.

Der Standpunkt der Vereinigten Staaten ist oppositionell zu kommerziellem Walfang und solchem zum Zwecke todbringender wissenschaftlicher Forschung, wie in einer Stellungnahme des US -Außenministeriums zum Ausdruck gebracht wurde: „die USA verpflichten sich, den weltweiten Schutz und den Umgang mit großen Walpopulationen mithilfe wissenschaftsbasierter Politik und Führung innerhalb der Internationalen Walfangkommission (IWC) zu fördern.

“Die USA bestehen auf ihrer Sichtweise, dass das Moratorium zum kommerziellen Walfang ein notwendiges Mittel zum Schutz ist und glauben, dass tödlicher wissenschaftlicher Walfang in modernem Walschutzmanagement überflüssig ist“, sagt das Außenministerium.

Zwischenzeitlich haben 40 regierungsunabhängige Umweltschutzorganisationen, die in Lateinamerika arbeiten, gefordert, dass ihre Regierungen diplomatische Bemühungen gegen das Abschlachten der Wale „zu vorgetäuschten wissenschaftlichen Zwecken“ aufnehmen, um das Leben hunderter von Walen auf der Südhalbkugel zu retten.

Was unseren Bemühungen zusätzlich Gewicht verleiht, ist eine Petition, die Anfang der Woche an Japan überreicht wurde und unterschrieben ist von allen lateinamerikanischen Kommissaren der Internationalen Walfangkommission.

Elsa Cabrera, verantwortliche Direktorin des Cetacean Conservation Center of Chile, sagte “die enorme Unterstützung durch die regierungsunabhängigen Organisationen Lateinamerikas ist eine deutliche Botschaft an unsere Regierungen hinsichtlich der Notwendigkeit einer öffentlichen Zurückweisung der sogenannten „wissenschaftlichen Walfang“operationen, einer Tätigkeit, die nicht reguliert ist und die ohne jeden Kontrollmechanismus in Gewässern durchgeführt wird, die paradoxerweise Walschutzgebiet sind“.

In dem Schreiben stellten die regierungsunabhängigen Organisationen fest: “seit der Festsetzung des Moratoriums zum kommerziellen Walfang hat die Regierung Japans mehr als 8000 Wale im Walschutzgebiet Südpolarmeer gefangen“.

Roxanna Schteinbarg, die verantwortliche Koordinatorin des Walschutzinstituts von Argentinien, erklärte “wir sind zuversichtlich, dass unsere Regierungen unseren Anliegen Beachtung schenken werden und Schritte unternehmen werden, die die japanische Walfangflotte stoppen können“.

Die Sea Shepherd Schiffe werden unter den auf sie gerichteten Augen der Welt auf eine Konfrontation mit der japanischen Walfangflotte zusteuern. Wir stellen uns einer schwierigen Herausforderung. Die japanischen Walfänger werden versuchen, uns zu töten, und wenn sie tatsächlich jemanden von meiner Crew oder mich selbst verletzen oder töten, wird die Regierung von Japan ihre Verbrechen rechtfertigen und verteidigen.

Wir müssen andererseits eingreifen, um ihrer Waljagd Einhalt zu gebieten ohne einen Einzigen der japanischen Walfänger zu verletzen, wohl wissend, dass, egal wie gewaltlos unsere Maßnahmen sind, unsere Regierungen uns keine Hilfe leisten werden, wenn wir in Schwierigkeiten geraten und unsere Aktionen verurteilen werden, ungeachtet dessen, wie umsichtig wir mit unseren Taktiken vorgehen.

Die Greenpeace Foundation hat schon längst die Sea Shepherd Maßnahmen verurteilt und fährt fort, Spendengelder zur Rettung der Wale aufzutreiben, trotz der Tatsache, dass sie während der letzten zwei Jahre nicht in das Walschutzgebiet Südpolarmeer zurückgekehrt sind und sie auch keinerlei Pläne haben, dieses Jahr dorthin zurückzukehren.

Es war eine ausgedehnte Kampagne und diese ist die sechste Reise, die Sea Shepherd auf die Beine gestellt hat, um gegen die japanischen Walwilderer vorzugehen. Unsere Strategie war die ganze Zeit, die japanische Walfangflotte ökonomisch zu versenken – sie in den Ruin zu treiben.

Ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Ziel erreichen werden und ich bin voller Hoffnung, dass diese die letzte Reise sein wird, die wir unternehmen müssen, um die Wale im Walschutzgebiet des Südpolarmeers zu beschützen.

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