Wage es ruhig, Freundchen

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/sea-shepherd-news.html

Mittwoch, 9. Dezember 2009
Wage es ruhig, Freundchen

Die japanische Regierung hat zwei Sicherheitsschiffe ins Südpolarmeer entsandt, um ihre illegalen Walfanginteressen zu schützen.

Für Captain Paul Watson ist dies keine Überraschung. Japan hatte bereits in der letzten Saison ein Sicherheitsschiff entsandt und die Tatsache, dass sie dieses Jahr zwei Schiffe schicken, ist eine sehr positive Entwicklung für die Sea Shepherd Kampagne. Captain Paul Watson sagte: „Dies bedeutet, dass sie uns ernst nehmen und uns als ernstliche Bedrohung für ihre illegalen Profite aus dem Schlachten von Walen im Walschutzgebiet Südpolarmeer betrachten. Dies bedeutet auch, dass die Kosten dieser illegalen Aktivität in die Höhe schnellen, womit der Walfang nun zu einem noch größeren Klotz am Bein der japanischen Wirtschaft geworden ist, größer als je zuvor.“

Die Sea Shepherd Conservation Society ist sich darüber im Klaren, dass es der einzige Weg zur Beendigung des illegalen Walfangs ist, die Sprache zu sprechen, die die Regierungen und Unternehmen verstehen – die Sprache des Geldes.

„Alles, was zählt, sind Profit und Verlust und wir müssen dafür sorgen, dass ihre Verluste die Profite weit übersteigen. Genau das haben wir für die letzten drei Jahre getan und dies wird unser viertes Jahr sein. Wir beabsichtigen, diese Bastarde in den Konkurs zu treiben“, gab Captain Watson bekannt.

“Es verstößt gegen den Antarktisvertrag, Militärpersonal in den Gültigkeitsbereich des Antarktisvertrages zu schicken und es ist ein Verstoß gegen australisches Recht, bewaffnete Polizei- oder Militärkräfte zu entsenden, um australische Bundesbürger im australischen Antarktisterritorium anzugreifen“, fuhr Captain Watson fort. „Meine Frage an Außenminister Stephen Smith ist die folgende: Was beabsichtigen Sie zu tun, um die Rechte von fünfzehn australischen Bürgern im australischen Antarktisterritorium zu schützten?“

Das Sea Shepherd Schiff Ady Gil sollte fähig sein, jedes japanische Sicherheitsschiff abzuhängen.

Die Sea Shepherd Conservation Society ist erstaunt, dass, während die japanische Regierung bereit ist, Gewalt anzuwenden, um ihre illegalen Walfangoperationen zu verteidigen, die Regierungen der angeblichen Walschutzländer absolut gar nichts unternehmen.

“Die Diplomatie versagt seit einem viertel Jahrhundert. Japan tut, was Japan tun will. Man rettet keine Wale, indem man Transparente aufhängt und so genannte Walfangdelegierte ernennt. Man rettet keine Wale, indem man einmal im Jahr auf IWC Konferenzen posiert und man rettet keine Wale indem man Presserklärungen herausgibt, in denen steht, wie sehr sich die Regierung bemüht, die Wale zu schützen“, sagte Captain Watson. „Wir sind jetzt in genau der gleichen Situation wie im September 2007, als Peter Garrett die Howard Administration des Nichtstuns beschuldigte. Er sagte damals, alles sei nur Blendwerk, hübsche Bildchen, alles Gerede und keine Taten. Zwei Jahre später, mit Garret an der Macht, ist alles noch genauso, wie unter der Howard Administration. Müssen wir unbedingt erleben, wie fünfzehn australische Bundesbürger angegriffen und in Ketten nach Japan verschleppt werden, bevor etwas unternommen wird? Ich glaube, wenn dies geschieht, wird immer noch nichts geschehen. Die so genannten ‘Walschutz’nationen sind zu kleinen Schoßhündchen der Japaner geworden, die tun, was ihnen befohlen wird, trotz allem pathetischen Gekläffe.”

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Sea Shepherd News abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Wage es ruhig, Freundchen

  1. ThomasBuiter sagt:

    Die beiden zusätzlichen Japanischen Schiffe sind dafür gedacht die Steve Irwin davon abzuhalten bei einem Waltransfer zur Nisshin Maru einzugreifen.

    Das wird eine gefährliche Runde dort unten wenn die Japaner sich erneut nicht an die Regeln halten.

  2. Seiji Oujiru sagt:

    Zählt mal das Adjektiv “illegal” in den Presseerklärungen von Paul Watson.

    Dafür, dass der Mann selbst zahlreicher Verbrechen für schuldig befunden wurde, zeigt er ziemlich locker mit dem Finger auf Unschuldige. Das totale Großmaul.