Wir werden die Robbenschlachterei zerschmettern und begraben!

Dienstag, Dezember 15, 2009
Wir werden die Robbenschlachterei zerschmettern und begraben!

Kommentar von Kapitän Paul Watson

Ich habe mein Leben lang gegen die Robbenjagdindustrie gekämpft. Von dem Tag an, als ich im Alter von 10 Jahren mit ansehen musste, wie eine Sattelrobbe am Strand von Brunswick mit einer Keule zu Tode geprügelt wurde, habe ich mir versprochen, alles in meiner Macht zu tun um dieses obszöne Gewerbe auszurotten.

Das Erschlagen einer Robbe mit einer Keule hat einfach keinen Platz mehr in unserem modernen 21. Jahrhundert.

Diese Maschinerie der Robbenjagd muss beendet werden, damit sich die Robbenbestände erholen, um das natürliche Gleichgewicht von Jäger und Beute wiederherzustellen, was in unserem ozeanischen Ökosystem seit langem verloren gegangen ist.

Vor fünfhundert Jahren gab es über 45 Millionen Robben an der östlichen Küste Kanadas. Sattelrobben,Klappmützen,Kegelrobben, Seehunde und Walrößer. Heute gilt das Walroß als ausgestorben und der Bestand der anderen Arten ist auf 10% ihrer ursprünglichen Anzahl dezimiert worden. Als es noch 45 Millionen Seehunde an der östlichen Meeresküste gab, herrschte dort kein Mangel an Fischen. Heute ist der Nördliche Kabeljau praktisch fast ausgestorben und andere Arten drastisch dezimiert worden. Das industrielle Robbenschlachten trug zu dieser ökologischen Verwüstung bei und eine Wiederherstellung des marinen Ökosystems ist nicht möglich, solange die Robbenjagd nicht abgeschafft wird.

Dank des Verbots der Einfuhr und Handels von Robbenprodukten durch das Europäische Parlament, können wir immer weiter Nägel in den Sarg dieses schändlichen Gewerbes treiben. Weniger als 20% der kanadischen Quote von Robbentötungen wurde 2009 genutzt. Es gibt keinen Absatzmarkt für Robbenprodukte in Europa, den Vereinigten Staaten und es gibt Bemühungen den Handel von Robbenpelzen in Russland und anderen östlichen europäischen Nationen abzuschaffen. Ohne staatliche Subventionen gäbe es keinen Grund für diese Babymörder von Ostkanada im Frühjahr wieder auf das Eis zu gehen. Kanada kann vielleicht noch auf die emotionalen Erpressungsversuche der keulenschwingenden Schurken eingehen, aber diese Art von Steuergeldverschwendung wird in einer Zeit, in der die Ozeane so ernsthaft bedroht sind, nicht lange zugelassen.

Die kanadischen Politiker unterstützen aus dem selben Grunde die Robbenjagd, aus dem auch die Senatoren vor dem amerikanischen Bürgerkrieg die Sklaverei verteidigten. Sklaverei, und heute das Robbenschlachten, ist wenig ökonomisch sinnvoll, schändlich grausam und umoralisch. Dennoch verkauften die Politiker damals ihr Stimmrecht für politische Gefälligkeiten genauso wie die Dirnen im kanadischen Parlament heute.

Die internationale Öffentlichkeit wird in zunehmenden Maße bewusst, das wir unsere Ozeane zerstören, und der Einsatz von Robbenschlächtern und Walfängern wird in den Köpfen der meisten mit Barberei und unzivilisierten Verhalten in Einklang gebracht .

Vor Jahren, als ich in Neufundland und den Magdalen Inseln Robbenschlächter als monströse Babymörder beschuldigte, waren die Bürger noch geschockt. Ich bemerke, das heute immer mehr Menschen mit dieser Aussage einverstanden sind. Der Robbenschlächter ist ein Schurke, an sich ein ungebildetes und unempfindsames Geschöpf, das generell für sadistische Tendenzen anfällig ist. Denn man muss schon ein Sadist sein um mit einer Keule einem wehrlosen Robbenbaby den Kopf einzuschlagen. Es ist wohl kaum etwas, was man als besonders männlich oder edelmütig bezeichnen kann.

Wir werden momentan Zeuge des Ablebens der norwegischen Robbenschlachterei, und ich bin überglücklich über die Nachricht, die ich heute empfing, das zwei der drei Fangschiffe zum Verkauf stehen. Aus einem Bericht des norwegischen Fernsehens TV2 geht hervor, das somit Ende der Robbenjagd ausgerufen wird.

Die 45 Angestellten der Robbenfangschiffe “Kvitbjørn” und “Kvitungen” haben ihre Arbeit eingestellt. Die Zeit der historischen Robbenjagd ist vorbei, verlautete der Betriebsleiter der Firma “White Bear”,Signe Korneliussen. Mit dem Verkauf von zwei der drei Robbenfangschiffe bedeutet dies die Liquidation des Robbenschlachtens in Norwegen, sagte Schiffsinhaber Jens Petter Kraknes. Hoffentlich wird das dritte Schiff aus dem Verkehr gezogen oder aus versicherungstechnischen Gründen versenkt. Die Tragödie ist, das dieses Gewerbe stirbt, da die Fischer und Robbenschlächter so unbarmherzig effektiv in ihrem Job waren.

Die kanadische Regierung rasselt zwar noch mit ihren Säbeln und droht dem Europäischen Parlament gegen das Verbot von Robbenprodukten zu klagen, aber das ist auch nur Schauspielerei. Die Abstimmung zum Verbot von Robbenprodukten war zu einstimmig um noch mal umgeworfen zu werden. Die kanadische Regierung sollte lieber Geld darin investieren, alternative Beschäftigungen zu finden, die als Ersatz für dieses Wohlfahrtsprogramm fungiert, das sie Robbenjagd nennen.

Es ist eine Tatsache, das die Robbenjagd einem natürlichen ökonomischen Tod entgegensieht, und wenn nicht durch Handzettel über die Robbenschlächter, dann eher durch den Widerstand der kanadischen Steuerzahler. Mittlerweile sehe ich zufrieden zu, wie immer mehr kanadische Langleinenfischerboote an Land gezogen werden, um zu verrosten.

Die Robbenjäger können ihre treibenden Schlachthöfe nicht einmal mehr loswerden, seit ihnen der dünne Boden ihres schmutzigen Treibens entzogen worden ist.

Mein lebenslanges Bestreben ist es, die Welt von allen Walfang und Robbenjagd zu befreien, und ich glaube, das wir bald in der Lage sind diesen Traum zu verwirklichen. Ich denke, das wir bald in der Lage sein werden, diese beiden barbarischen Gewerke, zusammen mit der Sklaverei, in dem Abfallhaufen der Geschichte zu entsorgen.

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