Anti Walfang Demo am 19.12.2009

Moin,

noch einmal zur Erinnerung, morgen Samstag den 19.12.2009 findet von 11:00 bis 15:00 in Hamburg eine Veranstaltung gegen den Walfang statt.

Gerne könnt Ihr Euch bei uns informieren und natürlich auch Eure Meinung Kundtun.

Wir werden direkt vor der Europapassage stehen und sind wohl nicht zu übersehen. Wir freuen uns über jeden Interessierten oder solche die es werden wollen. Gerne kannst Du auch eine Protestunterschrift hinterlassen, die wir später beim japanischen Konsulat abgeben werden.

Anfahrt_Europapassage

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6 Antworten auf Anti Walfang Demo am 19.12.2009

  1. Seiji Oujiru sagt:

    Tomasu, Du fährst von Dorfen mehr als 800km nach Hamburg, um gegen einen “Feind” zu Felde zu ziehen, der Dich höchstens als Randnotiz wahrnimmt?

    Respekt! Du musst es echt ernst meinen, denn Dein Eifer hat fast schon religöse Züge.

  2. madison sagt:

    …wir waren da wo warst Du? Einige asiatische Mitbürger zeigten schon reges Interesse zumindest an unseren Flyer…spread the word und der Gegner sieht vor lauter Randnotizen irgendwann seinen Auftragszettel nicht mehr.

  3. Seiji Oujiru sagt:

    @madison:

    “Asiatische Mitbürger” sind in Deutschland meist keine Japaner, sondern kommen aus ärmeren Staaten, um sich bei euch durchfüttern zu lassen. Chinesen, Kinh oder Filipinos sind gute Beispiele. Ernsthafte Ansammlungen von Japanern gibt es nur in Düsseldorf (ich wohne selbst dort).

    Und “Spread the word” gilt auch für Propaganda, die man als Randnotiz wahrnimmt, bis die Wahrheit nicht mehr zu erkennen ist.

  4. Michael Mittelstädt sagt:

    Sehr geehrter Herr oder Frau Seiji Oujiru,

    ich nehme jetzt einmal an, dass Sie wirklich Japaner/Japanerin sind und in Deutschland leben und arbeiten. Einen Beweis gibt es nicht und es könnte auch sein, dass sich hier einfach jemand damit vergnügt, Diskussionen in einem Blog anzuheizen. Wie gesagt, angenommen…

    Unter dieser Annahme ein Willkommen in Deutschland. Meinungsfreiheit ist schon eine schöne Sache. Ich freue mich, dass Sie diese positive Seite unserer unserer Kultur so schnell angenommen haben. Wir Deutsche haben selbst lange dazu gebraucht, das zu schaffen.

    Ich verfolge diese Diskussion schon seit längerer Zeit. Ich stimme Ihnen zu, dass es inakzeptabel ist, wenn die Ablehnung von Walfang und Delfinschlachten in Taiji pauschal zu einer antijapanischen Stimmungsmache wird. Ich stimme auch zu, dass es für Außenstehende mit anderem kulturellen Hintergrund (siehe Annahme) schwer sein kann, zwischen einer Wildschweintreibjagd in Deutschland und der Delfintreibjagd in Taiji, dem Massenkamelschlachten in Australien und dem japanischen Walschlachten zu unterscheiden. Wale und Delfine haben für Umweltschützer in Europa, USA und Australien sowie Neuseeland eine besondere Bedeutung, manchmal sehr emotional. Europäische Nationen, darunter Deutschland haben früher mit Hinweis auf Ernährung etc. auch massenweise Wale getötet und zu der Beinaheausrottung einiger Arten kräftig beigetragen. Alles bekannt. Aber auch wir sind lernfähig, manchmal dauert es halt.

    Ich finde es aber schon seltsam, wenn alles, was heute gegen die japanische Waljagd gesagt wird, reflexartig gleich in die Ecke antijapanische Propaganda gerückt wird. Die Rechtslage ist etwas schwierig einschließlich der japanischen Nichtanerkennung der des Südlichen Schutzgebietes. Zumindest ist sie schwierig, weil einiges extrem interpretiert wird. Meiner Meinung nach ist es aber wirklich nicht glaubwürdig, wenn eine Hightech-Nation wie Japan sagt, über Tausend Wale töten zu müssen, um dadurch “wissenschaftliche Erkenntnisse” zu gewinnen. Wenn wir wertfrei uns darauf einigen können, dass es eine simple kommerzielle Waljagd unter gesichtswahrender “Extremausnutzung” der eigentlich für andere Zwecke und in wesentlich geringerem Umfang geschaffenen Zulassung wissenschaftlicher Waljagd ist, hätten wir schon mal eine gemeinsame Grundlage. Kein Mensch verlangt, dass Japaner hungern, aber ich kann nicht erkennen, dass das Walfleisch heute irgendeine Bedeutung für die Ernährung und das Überleben der japanischen Nation hat. Das war nach dem 2. Weltkrieg anders. Es scheint also ums Prinzip zu gehen. Man will sich einfach nichts sagen lassen, nicht von Ausländern belehren lassen. Auch auf eine gewisse Art nachvollziehbar. Trotzdem sollte es möglich sein, unterschiedliche Positionen unter intelligenten Menschen zu diskutieren und zu vereinen. Ich denke, dass globale Probleme langsam auch globales Denken erfordern. Vielleicht können wir hier auf beiden Seiten damit anfangen.

    Mit freundlichen Grüßen

    M.Mittelstädt

  5. Dirk sagt:

    @ Michael Mittelstädt
    Ich persönlich freue mich über jeden sinnfreien Eintrag von Herr Oujiru, denn seine Statements tragen immer wieder zur allgemeinen Belustigung bei. Allein hierfür gilt mein ganz besonderer Dank!

    Er versucht mit den ganzen Spam-Postings im Rahmen seiner Möglichkeiten zu polarisieren und trägt somit aber sehr positiv der „Anti-Walfang-Kampagne“ bei. (Stichwort: “Personalisierung”) Auch hierfür bedanke ich mich ganz herzlich!

    Gut..sein Spruch „kommen aus ärmeren Staaten, um sich bei euch durchfüttern zu lassen“ finde ich jetzt nicht ganz so gut gelungen. Dies dokumentiert leider eine ganz „besondere Geisteshaltung“. Zwischen Tier- und Menschenverachtung ist nur ein ganz schmaler Grat und die Grenzen scheinen manchmal doch sehr fließend zu sein.

    In diesem Sinne wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und Herrn Oujiru wünsche ich..was wünscht man einen Japaner zu Weihnachten..? Viel Erfolg? ;o)

    (http://www.welt.de/print-welt/article306451/Fest_der_Liebe_irdisch_allzuirdisch.html)

  6. Michael Mittelstädt sagt:

    @Dirk

    den Spruch von Herrn Seiji Oujiru bzgl. “Asiaten aus ärmeren Ländern” finde ich auch völlig daneben.

    Seine Statements finde ich allerdings nicht sinnfrei. Sie sind bewusst provokativ und stellen Dinge in Frage, die wir als selbstverständlich ansehen. Aber genau das machen wir umgekehrt doch auch.

    Ich halte es für falsch belustigt zu sein. Das wäre dumme Arroganz.

    Seine Argumentationweise ist der typisch deutschen Rechthaberei und Belehrungwut schon sehr ähnlich. Herr Seiji Oujiru scheint, sofern er Japaner ist, schon länger in Deutschland zu leben und sich gut assimiliert zu haben. Ein richtig spezifisch japanisches Argument mit Bezug zur japanischen klassischen Kultur habe ich noch nicht gelesen. Ich benutze die Worte “klassische japanische Kultur” hier als stark vereinfachende Zusammenfassung für alles, was über aktuelle Lebensweise und Zeitgeist hinausgeht und als tradierte kulturelle Elemente angesehen werden kann.

    Wenn man mit Kultur allgemein die jeweilige sich unter Zeiteinwirkungen ändernde Lebensweise einer Ethnie/eines Volkes/einer Nation einschließlich zugehöriger Wertvorstellungen meint, müssten wir da tiefer einsteigen.

    Bisher könnte das jeder etwas des Lesens kundige Deutsche auch bringen, der Sympathie für Japan hat und gern diskutiert. Sprachlich und argumentativ allerdings durchaus Respekt. Ob er wirklich Japaner ist lasse ich dahingestellt, ist im Grunde auch egal. Es gibt ohnehin nicht DIE Deutschen, DIE Japaner, Die Amerikaner etc. Diese Pauschaltypisierung ist ein Element der Propaganda und psychologischer Manipulation.

    Wir haben hier inzwischen auch einen Wortkrieg mit Elementen der psychologischen Kriegführung. Dazu hat Paul Watson leider auch massiv beigetragen. Ob Herr Seiji Oujiru sich hier bezahlt, aus Spaß oder nur zur Provokation äußert, es bringt nichts, auf Seiten der Walschützer pauschal gegen Japan und die japanische Kultur zu argumentieren. Ich würde es mir auch verbitten, wenn irgendeiner pauschal alle Deutschen verbal angreifen würde.

    Wenn ich mir ansehe, was wir Deutsche u.a im Rahmen der EU zur Ausbeutung der Meere betreiben, muss man schon sehr vorsichtig mit Pauschalattacken sein.

    Ich finde die sogenannte “wissenschaftliche” Waljagd Japans auch einen Mißbrauch der bestehenden Regelungen des IWC und den Handel mit Walfleisch illegal, aber juristisch ist das bisher nicht von einem unabhängigen Gericht abschließend beschieden.

    Es ist manchmal schwierig, Dinge argumentativ sachlich zu vertreten, von denen man emotional überzeugt ist, aber man sollte es versuchen.

    Gruß
    M. Mittelstädt