Ady Gil in der Antarktis

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-091222-2.html

Die Sea Shepherd Schiffe Ady Gil und Steve Irwin trafen sich auf hoher See am Mittwoch, 23.12.um 0.30 Uhr.
Das japanische Überwachungsschiff Shonan Maru No2 lag sieben Meilen achteraus der Steve Irwin und war nicht in der Lage die Ady Gil ankommen zu sehen. Die Ady Gil ist mit Radar reflektierender Farbe lackiert und somit ein effektives Tarnschiff. Selbst das Radar der Steve Irwin konnte die Ady Gil nicht erfassen.
Den Zufall der zwei Stunden absoluter Dunkelheit in der antarktischen Nacht ausnutzend, tauschten die beiden Schiffe Crew und Ausrüstungsteile aus. Danach setzte die Steve Irwin ihren Weg fort, um der Ady Gil die Möglichkeit zu geben die Shonan Maru No2 zu drangsalieren und auszubremsen. Das Ziel ist es, den Verfolger von der Steve Irwin abzubringen und den Sea Shepherds die Möglichkeit zu geben, die Walfangflotte bald aufzuspüren.
Am Anfang sah es gut aus. Die Steve Irwin machte etwa 12 Meilen zwischen sich und der Shonan Maru No2. Aber obwohl sie von der Ady Gil zwei Stunden beschäftigt wurde, gelang es ihr langsam sechs Meilen davon wieder gut zu machen. Dazu mussten sie ihre Geschwindigkeit auf über 20 Knoten erhöhen, eine Geschwindigkeit, welche die Steve Irwin leider nicht überbieten kann.
Während des Schlagabtauschs der Ady Gil und der Shonan Maru No2 erreichten beide Schiffe über 20 Knoten bei zwei Meter Seegang.
Die Shonan Maru No2 bearbeitete die Ady Gil mit Wasserkanonen und LRADs sobald diese in Sicht kam. Die Ady Gil Crew verteidigte sich mit photonischen Unterbrechern um die Shonan Maru No 2 auf einen sicheren Abstand zu halten.
Das Video dazu aus Sicht der Japaner
Die Ady Gil hat momentan fünf Mann Besatzung an Bord: vier Neuseeländer und einen Niederländer.
Wie Crewmitglied Laurens de Groot sagte: “Dies ist eine super abgestimmte Mannschaft um internationale Umweltschutzgesetze aufrechtzuerhalten. Wir haben 2 ehemalige Polizeibeamten, 2 ehemalige Marinesoldaten und einen Berufsfeuerwehrmann. Alle entschlossen und bereit, das Walmorden der Japaner in der südlichen Walschutzzone zu beenden.”

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11 Antworten auf Ady Gil in der Antarktis

  1. Michael Mittelstädt sagt:

    Ich empfehle, sich einmal über Photonic Disruptor zu informieren

    Auszug von einer Firmenwebseite (Link kann ich schicken):

    The Photonic Disruptor™ is an extremely effective, non-lethal, waterproof high powered green laser built specifically for rugged, harsh environments. This laser is classified as TALI™ (Threat Assessment Laser Illuminator).
    This product has been featured on Discovery Channel’s “Future Weapons.” This tactical laser is equipped with versatile focus-adjustable collimating lenses to compensate for range and power intensity. Laze a non-lethal focused or unfocused beam towards potential threats at a distance. Used properly, the Photonic Disruptor™ will temporarily overwhelm a threat’s visual senses without causing permanent eye damage.

    Auf gut Deutsch: Bei sachgerechter Benutzung wird eine “Bedohung” zeitweilig geblendet ohne einen dauerhaften Augenschaden anzurichten. Und bei nicht sachgerechter Bedienung?

    Sorry, aber der Einsatz solcher nichtlethaler Waffen, die wie alle nichtlethalen Waffen mehr oder minder immer das Risiko erheblicher Verletzungen von Menschen beinhalten, ist für mich für Walschutzaktionen inakzeptabel.

    M.Mittelstädt

  2. Sebastian sagt:

    Ein blinder Harpunenschütze trifft sein Ziel nicht.

    (Zudem darf man wohl annehmen, dass mindestens die beiden Ex-Marines an Bord der Ady Gil wissen, wie man sachgerecht mit dem Laser umgeht.)

  3. madison sagt:

    Als Laserschutzbeauftragter in meinem Betrieb kann ich Dich beruhigen. Die Chance son Strahl bei 2Meter Wellengang ins Auge DIREKT!!!! zu bekommen ist echt gering. Ich werd mich aber mal genauer schlau machen über Wellenlänge und Stärke des Gerätes.

  4. Michael Mittelstädt sagt:

    @madison

    ich verstehe auch etwas davon. Das ist kein Spielzeuglaser für bunte Lichtbahnen und Discos. Natürlich gibt es recht einfache Schutzmittel dagegen, aber was soll der Einsatz von photonic disrupters prinzipiell? Es geht hier nicht darum, technische optische Sensoren auszuschalten. Sorry, das ist eine Waffe, die von Polizei und Militär gegen Menschen eingesetzt wird. Non lethal klingt nett, bedeutet aber lediglich: rein statistisch nicht tödlich.

    Aus Wikipedia:
    XADS makes the Photonic Disruptor Series . It is called a Threat Assessment Laser Illuminator (TALI); but it can cause night-blindness and secondary effects such as nausea; it is claimed to leave no permanent eye damage.

    Meine erste Quelle war:
    http://www.wickedlasers.com/lasers/Photonic_Disruptor-65-3.html

  5. lutra sagt:

    @ Michael Mittelstädt

    Jaja – die armen, armen Menschen! Sie könnten ja potenziell verletzt werden – und das wollen wir ja alle nicht, da “Homo sapiens” ja das Wertvollste und Wichtigste auf diesem Planeten ist! Nebenbei bemerkt, vernichtet diese Spezies gerade ihre eigene Lebensgrundlage und die tausend anderer Lebewesen!!!

    Was ist eigentlich mit den Walen, deren Körper von den Harpunen zerfetzt und zerstückelt werden??? Und was ist mit dem Todeskampf, der (wie von Sea Shepherd dokumentiert) über 20 Minuten andauert??? Was ist mit den Walfamilien, die die Todesschreie ihrer Familienmitglieder direkt miterleben müssen??? Und Sie regen sich über die “vielleicht nicht sachgerechte Bedienung” des Phontonic Disruptors auf, obwohl noch niemand damit verletzt worden ist???

    Tut mir wirklich leid, Herr Mittelstädt! Ich will Sie nicht angreifen, aber Ihre Argumentation ist ein klassisches Beispiel für ein völlig verzerrtes Denken, das den Menschen zum Maß aller Dinge erhebt, während andere Lebewesen gerade um ihr nacktes Überleben kämpfen!!! Für solch eine unverhältnismäßige Einschätzung der Situation habe ich keinerlei Verständnis!!!

  6. Michael Mittelstädt sagt:

    @Lutra

    Ich hatte diese Diskussion schon mehrfach an anderer Stelle. Ich kenne die Argumentation, wonach die Verhinderung des Todes von Tieren die Anwendung von Gewalt legitimiert. Die meisten beschränken sich darauf, dass Gewalt gegen Material und Sacheigentum gerechtfertigt ist, weil Schutz von Leben höher einzuschätzen ist als Schutz von Unversehrheit von sachgegenständen und fremdem Eigentum. Fragen Sie Thomas Buiter, wie häufig wir schon in diversen Foren und Blogs darüber diskutiert haben. Es gibt öffentliche Aussagen von Unterstützern von Migaloo, die wie ich Gewaltanwendung ablehnen.

    Ich kenne auch die die Argumentation der Gleichwertigkeit allen Lebens, wonach die Verhinderung des Todes von Tieren die Verletzung von Menschen notfalls rechtfertigt. Das ist eine moralisch/ethische Frage, die jeder persönlich mit sich ausmachen muss.

    Ich empfehle, sich einmal mit dem Gedankengut von Mahatma Gandhi zu beschäftigen.

    Ich will Ihnen ebenfalls nicht zu nahe treten, aber ich glaube, dass der Einsatz von nichtlethalen Waffen auf Seiten der Sea Shepherds oberflächlich betrachtet vielleicht toll aussieht, in der jetzigen Situation aber nur zu einer nicht durchdachten Eskalation führt, die die Neuseeländer, Niederländer und Australier zum Eingreifen zwingt. Das wäre Wasser auf die Mühlen aller, die das schon immer gefordert haben und das Killen kann dann völlig ungehindert weitergehen. Das wäre für mich der GAU.

    Es ist wie bei einer Demonstration. Einige Krawallmacher fangen an und die vielen nicht Gewaltbereiten, die gute Sache eigentlich unterstützen wollen, gehen auf Distanz. Die Argumentation , dass noch niemand verletzt ist, ist aus meiner Sicht nicht nicht überzeugend. Es ist entscheidend, dass Waffen vorhanden sind und die Bereitschaft erkennnbar ist, diese einzusetzen.

  7. Julius sagt:

    Hallo Michael,

    deine Beiträge erscheinen mir stets wohl durchdacht.

    Ich habe mich auch bereits mit Gandhi und seinem gewaltlosen Widerstand, dem Satyagraha, beschäftigt, bin jedoch überzeugt, dass sich dieser nicht erfolgreich auf den Walfang anwenden lässt.

    Das Ziel Gandhis war es, die Vernunft und das Gewissen seiner Feinde anzusprechen. Das versucht Greenpeace seit 30 Jahren und hat damit null Erfolg.
    Ein weiteres Prinzip des Satyagraha ist die wirtschaftliche und politische Nichtzusammenarbeit mit dem Gegner.
    Da müsste sich schon die gesamte westliche Welt entschließen, Japan in jeglicher Hinsicht zu isolieren und zu boykottieren.
    Denkst du, das kriegen wir hin?

    Gandhi bringt uns hier nicht weiter.

    Die Sklaven in Amerika wurden nicht durch gewaltlosen Widerstand befreit, sondern dadurch, dass die radikalen Abolitionisten den Konflikt zur Eskalation trieben.
    Ohne “Extremisten” wie John Brown und Thomas Lloyd Garrison stände Barack Obama heute auf einem Feld und würde Baumwolle ernten.

  8. Lutra sagt:

    Ich glaube Sie haben meinen Kommentar missverstanden: Mir ging es lediglich darum aufzuzeigen, wie sehr die Menschheit in ihrer Ich-Zentriertheit gefangen ist. Für sich selbst beansprucht die menschliche Spezies alle Rechte und Freiheiten und wenn diese nur im geringsten Maße und möglicherweise in Gefahr sind (in diesem Falle der potenziell nicht sachgemäße Gebrauch des Photonic Disruptors) gibt es gleich einen Aufschrei der Entrüstung. Zur gleichen Zeit wird an den Walen ein Massaker unglaublichen Ausmaßes verübt! Die Unverhältnismäßigkeit dieser Betrachtungsweise und der Kritik an Sea Shepherd wollte ich aufzeigen. Mir ging es nicht darum Gewalt in irgendeiner Form zu rechtfertigen.

    Ich kann Ihnen nicht folgen, wenn Sie die Anwendung des Photonic Disruptors als Gewalt bezeichnen. Ich sehe den Einsatz teilweise als Antwort auf die Schallkanonen der japanischen Walfänger. Wenn Paul Watson sein Versprechen einhalten will, alles dafür zu tun, das Morden zu beenden und nicht klein bei zu geben, dann ist auch der Einsatz entsprechender technischer Hilfsmittel nötig, um den Gegner auf Distanz zu halten, zu stören oder abzuschütteln. Dies ist mit dem bloßen Einsatz von Kameras und dem Hochhalten von Bannern nicht möglich und dadurch werden auch keine Wale gerettet! Sea Shepherd ist eben nicht Greenpeace, die den Kampf in der Antarktis aufgegeben haben.

    Vergessen Sie auch nicht, dass es die Walfänger sind, die die Sea Shepherd-Mitglieder letztes Jahr mit Metallobjekten beworfen und verletzt und die Schallkanone auf den Helikopter gerichtet haben. Dass Sea Shepherd seine Taktik ändern und sich darauf einstellen muss, ist nur nachvollziehbar. Würde Watson das nicht tun, wäre die Aussicht, Wale zu retten und die Fangquoten zu senken, gleich null. Dieses Versprechen hat er den Walen und seinen Unterstützern aber gegeben! Außerdem handelt Watson im Rahmen des Gesetzes – die entsprechenden Abschnitte der „World Charter for Nature“ kennen Sie ja sicherlich.

  9. Sebastian sagt:

    Wenn ich auf der Straße einen sehe, der seinen Hund schlägt, eine Taube tritt oder sonst etwas derartiges tut, dann schreite ich ein – das ist einfach eine Frage von Zivilcourage. Und ich gehe dabei so weit, wie ich eben muss um das zu unterbinden.

    Ich bin bei Sea Shepherd, weil ich eben nicht daran glaube, dass es etwas bringt, sich im Schneidersitz vor eine Shell-Tankstelle zu setzen und dabei Friedenspfeife zu rauchen.

    Gewalt erzeugt Gegengewalt. Wenn mich jemand angreift, oder ein anderes unschuldiges Lebewesen, dann habe ich jedes Recht der Welt mich oder anders Leben zu verteidigen. Und wir reden hier ja nicht von Torpedos oder Scharfschützen, sondern von einem Laser, welcher EVENTUELL, bei FALSCHER ANWENDUNG, VORÜBERGEHENDEN schaden anrichten könnte. mein gott, da kommen einem wirklich die tränen, wie gemein!

    die anderen sind Greenpeace.

  10. Michael Mittelstädt sagt:

    Sorry, dass ich erst jetzt antworte.

    Vorweg Respekt für die Art und das Niveau, mit dem trotz meiner Kritik geantwortet wurde. Da habe ich im Blog von GP schon anderes erlebt. Die Diskussionbeiträge bewegen sich auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen und zu unterschiedlichen Aspekten. Bei allen kann ich teilweise sagen: Ja, stimme uneingeschränkt zu.

    Um es vorweg zu sagen. Ich finde es gut dass SSCS derzeit im Südpolarmeer unterwegs und aktiv ist und ich finde es schlecht, dass GP es nicht ist. Insofern bin ich sogar bereit, SSCS durch eine Spende zu unterstützen.

    Nach etwas Nachdenken gebe ich zu, dass mein erstes Statement ” …, aber der Einsatz solcher nichtlethaler Waffen, die wie alle nichtlethalen Waffen mehr oder minder immer das Risiko erheblicher Verletzungen von Menschen beinhalten, ist für mich für Walschutzaktionen inakzeptabel.”
    zu pauschal formuliert war.

    Zur Selbstverteidigung und zur unmittelbaren Verhinderung von Verletzung, Tod und anderem offensichtlichen Unrecht sind solche Mittel für mich akzeptabel. Es muss nur jedem klar sein, dass man sich im Bereich der Rechtsgüterabwägung bewegt, es also oft nur um die Frage geht, was das größere Unrecht ist.

    Mir ging und geht nicht um das prinzipielle ob, sondern um das wie, in welcher Situation und wann. Da werden wir vermutlich unterschiedliche Meinungen behalten.

    Einige wenige Einzelanmerkungen:

    @ Julius
    Es geht mir nicht um die 1:1-Übertragung von Gandhi. Das halte ich auch nicht für möglich. Die Rahmenbedingungen sind zu unterschiedlich. Es geht mir darum, dass eine gute Sache und ein gutes Vorhaben nicht alle Mittel rechtfertigt (da könnte man jetzt beim Walschutz wieder lange diskutieren) und es im Sinne der Erreichung des eigentlichen Zieles kontraproduktiv sein kann, die Gewaltspirale bei Einzelaktionen höher zu drehen. Letzteres ist mein Hauptargument.

    @Lutra
    Sorry, das kam bei mir falsch rüber. Ich stimme uneingeschränkt zu, dass wir manchmal blind gegenüber großem Unrecht gegenüber nichtmenschlichem Leben sind.
    Zur Frage, warum ich Photonic Disruptors als Gewalt ansehe. Diese Mittel, m.E. eine nichtlethale Waffe, zielt auf körperliche Wirkung bis hin zu zeitweiliger Handlungsunfähigkeit beim Menschen ab. Das ist für mich Anwendung körperliche Gewalt genauso wie die Schallkanone. Die Frage, wann und ob so etwas gerechtfertigt ist, ist eine andere Frage.
    Bei einer Aussage hat es mich allerdings fast umgehauen:
    “Dieses Versprechen hat er den Walen und seinen Unterstützern aber gegeben!”
    Der Logik folge ich überhaupt nicht. Es ist meiner Meinung nach völlig irrelevant, was Paul Watson seinen Unterstützern versprochen hat. Wenn es nur noch um die Glaubwürdigkeit von Paul Watson gegenüber seinen Unterstützern gehen würde (bewusst im Konjunktiv formuliert), würde für mich die Glaubwürdigkeit seines Handelns komplett in Frage gestellt.

    @Sebastian
    “Wenn ich auf der Straße einen sehe, der seinen Hund schlägt, eine Taube tritt oder sonst etwas derartiges tut, dann schreite ich ein – das ist einfach eine Frage von Zivilcourage. Und ich gehe dabei so weit, wie ich eben muss um das zu unterbinden.”

    Uneingeschränkte Zustimmung.

    Es gibt aber nicht nur Sea Shepherds und Greenpeacer, sondern auch Leute mit einer Mischung von Auffassungen der beiden Org. Ich habe es schon im GP-Blog gesagt (und habe mir damit massive Kritik von GP-Fans eingefangen): Ich halte nichts von ideologisch geprägtem Lagerdenken zwischen Greenpeacern und Sea Shepherds und deren Fan-Clubs. Wenn ich durch meine Aussagen einen anderen Eindruck erweckt habe, war es nicht gewollt.

    Zu “Gewalt erzeugt Gegengewalt”: Da sehe ich das Problem, dass sich die gut gemeinte Aktion zum Schutz der Wale zu einem ekalierenden Gewaltausbruch von zwei Gruppen entwickelt und man sich am Schluss nur noch wie Straßengangs prügelt. Worum es eigentlich ging, weiß nach einiger Zeit keiner mehr.

    Mit Gruß und in der Hoffnung auf zukünftiges gemeinsames Handeln zum Schutz der Ozeane

    M.Mittelstädt

  11. Lutra sagt:

    @ Michael M.

    “Bei einer Aussage hat es mich allerdings fast umgehauen:
    “Dieses Versprechen hat er den Walen und seinen Unterstützern aber gegeben!”
    Der Logik folge ich überhaupt nicht. Es ist meiner Meinung nach völlig irrelevant, was Paul Watson seinen Unterstützern versprochen hat.”

    Also aus meiner Sicht als Unterstützer ist das zwar nicht das Wichtigste, aber irrelevant ist es für mich keinesfalls, denn gerade diese Haltung Watsons unterscheidet ihn von so vielen anderen, die viel versprechen und es dann doch nicht einhalten. Für Watson selber zählt mit Sicherheit sein eigenes Versprechen, das er dem Wal gegeben hat, welcher ihn im Moment seines Todes in die Augen geblickt hat.

    Zum Thema GP kann ich nur sagen, dass ich kein erklärter GP-Gegner bin und absolut nichts von kräftezehrenden Grabenkämpfen halte, von denen einzig und allein die Gegenseite profitiert. Dass sich GP aus der Antarktis zurückgezogen hat, jedoch mit ihrem Engagement gegen den Walfang wirbt und dabei massig Spendengelder eintreibt, finde ich schon paradox. Wie viel hätten SS und GP mit insgesamt drei Schiffen gemeinsam ausrichten können! Doch scheinbar war die Verbandspolitik von GP wichtiger als das Leben der Wale! Soviel zum Thema “menschen-zentriertes Denken und Handeln”!

    Dennoch muss man die Leistungen von GP für den Umwelt- und Naturschutz auf jeden Fall respektieren! In mancher Hinsicht (siehe Walfang) versagen aber einfach ihre (von Dogmen und Verbandspolitik) eingeschränkten Strategien.