Walfänger geben sich als neuseeländische Regierungsagenten aus um Sea Shepherd zu verfolgen

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100105-2.html

Dienstag, 5. Januar 2010
Walfänger geben sich als neuseeländische Regierungsagenten aus um Sea Shepherd zu verfolgen

Das Sea Shepherd Schiff Steve Irwin verließ Hobart in Tasmanien um 18 °° am 31.Dez. 2009, um zu der Suche nach den illegalen Operationen der japanischen Walfangflotte im Südpolarmeer zurückzukehren.

Die Steve Irwin hatte den Verfolger Shonan Maru No. 2 abgeschüttelt, als die Sea Shepherd Crew nach Tasmanien zurückkehrte. Die Japaner waren ängstlich besorgt, die Verfolgung des Anti-Walfang-Schiffes wieder aufzunehmen in dem Wissen, dass eine ständige Verfolgung der Steve Irwin die Umweltschützer von der Walfangflotte fernhalten würde.

Die Japaner waren verzweifelt bemüht, nicht den Anschluß an die Steve Irwin zu verlieren, so verzweifelt, dass sie sich anscheinend in ihren Bemühungen, die Steve Irwin auf hoher See zu finden, in betrügerischer Weise als neuseeländische Regierungsagenten ausgaben.

Am 01. Januar 2010 charterten zwei Männer, Glen Inwood und Chris Johnston von Omeka Communications mit Sitz in Wellington, Neuseeland, ein Chieftain-Flugzeug (eine kleine, zweimotorige Piper; Anm. d. Ü.) von Melbourne aus. Sie gaben sich als im Auftrag der Regierung Neuseelands handelnd aus, um einen neuseeländischen Katamaran und die Steve Irwin aufzuspüren und zu lokalisieren, unter dem Vorwand, dass wenn sie (die Sea Shepherd Schiffe) in Schwierigkeiten geraten würden, es die neuseeländische Regierung einen großen Geldbetrag kosten würde, sie zu retten. Sie wollten den Standort der Schiffe und eine Einschätzung bekommen über deren Route und Geschwindigkeit.

Das Chieftain-Flugzeug unternahm zwei jeweils 4-stündige Suchflüge. Die Suchflüge nach der Steve Irwin mißglückten. Die Ady Gil, der Sea Shepherd Katamaran, war vierzehnhundert Meilen südlich, sodaß sie zu finden außer Frage stand. Es war die Steve Irwin, nach der sie suchten.

Die zwei Suchflüge zum Auffinden der Steve Irwin misslangen, also charterten Inwood und Johnson eine zweite Chieftain für einen weiteren 4-Stunden-Flug. Auch dieser versagte im Ausspähen der Steve Irwin.

An der 200-Meilen-Grenze lauernd wartete das japanische Harpunenschiff Yushin Maru auf Nachricht von den Spähflugzeugen, um die Verfolgung der Steve Irwin wieder aufzunehmen. Sie wurde von einem Boot aus Hobart mit einer sechs Mann starken Besatzung ausgemacht und identifiziert, die sich selbst als Taz Patrol bezeichnen.

In der Zwischenzeit hatte sich die Steve Irwin in einen vorbeiziehenden Sturm eingeklinkt und war mit dem Wind und dem schweren Regen unentdeckt durch die Economic Exclusion Zone davongesegelt.

Die 12 Flugstunden mit der Chieftain für 1.610 dollar opro Stunde kosten Glen Inwood 18.320 Dollar. Er hat sie mit seiner persönlichen Kreditkarte bezahlt.

War Glen Inwood ein Vertreter der neuseeländischen Regierung, wie er sagte?

Nein, Mr. Inwood gehört die Omeka Communications, die neuseeländische Werbefirma, die die japanische Walfangindustrie reopräsentiert.

Es wird interessant zu sehen, ob nicht die neuseeländische Regierung ein Problem mit einer von Japan angeheuerten Werbefirma hat, die sich selbst als neuseeländische Regierungsvertreter darstellt.

Das Endresultat war, dass die Suche erfolglos war, die Steve Irwin ohne einen japanischen Verfolger südwärts eilt, die Yushin Maru keine Wale fängt und die Walfangindustrie weitere 18.000 Dollar losgeworden ist.

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