Kanada versucht, Robbenfleisch und “ Robbenpeperoni” nach China zu exportieren

Original: http://www.kelowna.com/2010/01/13/ca…roni-to-china/

Canada looks to export seal meat, seal `pepperoni’ to China
Wednesday, January 13th, 2010 | 1:42 am
Canwest News Service

Kanada hat eine “ aggressive” Kampagne zum Verkauf von Robbenfleisch und Robbenprodukten in China gestartet, in der Hoffnung, es ist soviel, um die Kanadische Robbenfangindustrie zu retten. Damit reagiert man auf die Sanktionen der Europäischen Union
” China ist ein großer Markt,” sagte der Fischereiminister Gail Shea am Dienstag während einer Telefonkonferenz in Peking. „ Die EU war ein kleiner Markt für Kanada und wir sind sehr enttäuscht aufgrund ihrer Sanktionen, aber es gibt dort draußen viele andere Märkte“.
Shea hat die letzte Woche in China verbracht und Treffen mit Robbenvermarktungsgruppen, Meereslebensmittelimporteuren und Regierungsvertretern abgehalten. Sie hat außerdem dem 30. jährlichen Treffen der Pelz – und Ledermode beigewohnt, bei dem sie diese umstrittene Industrie umwarb.
Zur Zeit importiert China Robbenpelze und Ölkapseln, mit denen Millionen von Dollar für die Kanadische Wirtschaft erreicht werden. Es gibt aber die Möglichkeit, andere Robbenprodukte – speziell Fleisch und Organe – an die Asiatische Supermacht zu exportieren, sagte Shea.
Im Juli 2009 hat die Mehrheit der 27 Mitgliedsstaaten einem Bann von Robbenprodukten zugestimmt. Dieses vorgesehene Gesetz, welches seine Wirkung bei der nächsten Jagdsaison im Frühling zeigt, unterbindet jeglichen Handel mit Robbenproduktimporten wie Pelzen, Öl und Fleisch. Es wird geschätzt, das dieses Verbot einen Verlust von 2,4 Millionen Dollar für die Kanadische Industrie mit sich bringt. Kanada bekämpft diese Entscheidung mit der Begründung, das es gegen Richtlinien der Welthandelsorganisation verstößt. Die Bundesregierung beruft sich auf einen Sonderstatus, weil die Kanadische Robbenjagd sich an international akzeptierte Humanitäre, Wissenschaftliche und Umweltschutzstandards hält.
Zwischenzeitlich, so Shea, will Kanada China als nächsten, großen Abnehmer für Robbenprodukte gewinnen. Die Chinesen sind sich noch nicht über den Gesundheitsaspekt durch den Verzehr von Robbenfleisch bewusst und es wird Aufgabe der Kanadischen Regierung sein, darüber aufzuklären und das Produkt als exotisches Meereslebensmittel zu vermarkten, sagte sie.
Kanada zielt außerdem auf die Meereslebensmittelindustrie in China ab und wirbt mit einer Mischung aus nicht – traditionellen Produkten wie Robbenpeperoni, Sandwich – Fleisch und Finger Food. „ Wir müssen in China einen Markt erschaffen“, sagte Shea.
Es ist zu früh, um die Auswirkungen einer Chinesischen Beteiligung als Hauptabnehmer auf dem Robbenmarkt auf die Quoten 2010 vorherzusagen, welche nächsten Monat bekannt gegeben werden. “ Es gibt sehr viele Robben”, sagte Shea.” Der Markt wird diktieren, wie viele geerntet werden.“ Fischer im Atlantischen Kanada sind vorsichtig wegen der bevorstehenden Robbenjagdsaison, sagt Robert Courtney, Präsident der Nördlichen Smokey Fischervereinigung in Nova Scotia, aber sie werden es begrüßen, wenn China an Bord kommt.
”Das ist es, was die Industrie immer gesagt hat. Wir müssen in neue Märkte expandieren“, sagt er „Dies ist wirklich ein Schritt in die richtige Richtung. Ich habe keinen Zweifel, mit der Population von China, das dies eine wirklich machtvolle Sache sein wird.“ Der Robbenjäger aus Neufundland, Rex Saunders, sagt, viele in der Industrie haben ihre Schiffe aufgegeben, würden aber vielleicht zurückkehren, wenn es eine Nachfrage gibt
”Dies sollte sehr gut klappen”, sagt er, aus St. Lunaire-Griquet, N.L. “Es sind so viele gegen uns. Einige wissen nicht, wohin sie gehen sollen. Ich habe mein ganzes Leben Robben gejagt und ich will diese Arbeit. Alles wäre besser als es jetzt ist.“
In den Gesprächen haben die Chinesen bis jetzt keine Tierrechtsbedenken angebracht, welche in der vordersten Front waren in den letzten Jahren, befeuert von einer massiven Anti – Robbenjagd Kampagne in Nordamerika und Europa.
Zum Beispiel letzte Woche, da hat eine Tierrechtsgruppe ein Foto der Miss Neufundland und Labrador, Sara Green, manipuliert, welches während der Santa Claus Parade in St. Johns gemacht wurde, als sie einen Robbenpelz trug. Das neue Foto zeigt sie verschmiert in Blut, umgeben von blutigen Robbenkadavern.
Shea sagt, Kanada muss sehr fleißig arbeiten, um einige der Mythen, die sich um diese Industrie ranken, zu zerstreuen. „ Ich wurde gefragt, warum wir solche Anstrengungen in diese Industrie investieren, welche keinen großen Gewinn an Geld abwirft, aber dieses Geld bedeutet eine Menge für die kleinen Gemeinden in Kanada und deshalb unterstützen wir die Robbenjagd. Abgesehen davon, diese Industrie hat ein großes Wachstumspotenzial,“ sagt Shea „ Wir werden hier sehr aggressiv sein, weil es kulturell sehr wichtig ist.“

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