Kapitän der Ady Gil versucht Kapitän der Shonan Maru No. 2 Haftbefehl zuzustellen

Original:   http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100115-2.html

Freitag, 15. Januar 2010

Am Freitag, den 15. Januar 2010 überraschte die Bob Barker (das neue Schiff der Sea Shepherd Conservation Society) das Sicherheitsschiff der illegalen japanischen Walfangflotte Shonan Maru No. 2, verfolgte es und griff es an. Die Auseinandersetzung ereignete sich zwischen 20:30 und 0:30 Uhr AEST (Ostaustralische Standardzeit).

Die Shonan Maru No. 2 hatte sich vor kurzem selbst in Verruf gebracht, als sie das Boot der Sea Shepherd Conservation Society Ady Gil gewaltsam angriff, wobei das Leben der Mannschaft bedroht wurde und das Schiff aufgrund des angerichteten Schadens sank. Heute flüchtete die Shonan Maru No. 2 allerdings vor der Bob Barker, obwohl Sea Shepherd strikt an ihrem Grundsatz der Gewaltlosigkeit festhält und eine makellose, über 30-jährige Geschichte aufzuweisen hat, wobei sie auf See nie Verletzungen verursachte und selber nie ernsthafte Verletzungen erlitt.

Dem neuseeländischen Gesetz zufolge ist jeder Bürger berechtigt, einem Verdächtigen einen Haftbefehl zuzustellen, wenn das Verbrechen eine Haftstrafe von über acht Jahren vorsieht. Die Anschuldigung versuchten Mordes fällt in diese Kategorie. Folglich handelte Kapitän Pete Bethune bei seinem Versuch dem Kapitän der Shonan Maru No. 2 einen Haftbefehl zuzustellen in Übereinstimmung mit dem neuseeländischen Gesetz. Letzterer versenkte absichtlich Kapitän Pete Bethunes Schiff und tötete seine Mannschaft und ihn beinahe.

Nach einem Überraschungsstart näherte sich ein kleines Boot der Sea Shepherd heimlich der Shonan Maru No. 2. In einem Zeitraum von über vier Stunden verringerte die Bob Barker langsam den Abstand, drangsalierte das Schiff und forderte es auf anzuhalten, um sich dem Haftbefehl wegen versuchten Mordes an der Mannschaft der Ady Gil zu fügen. Jedes Ausweichmanöver der Shonan Maru No. 2 kostete den Walfängern entscheidende Geschwindigkeit.

Kapitän Paul Watson, Präsident und Gründer von Sea Shepherd sagte: “Pete Bethune hatte kaum eine andere Wahl als den Haftbefehl selber zuzustellen. Hier unten, am Rande der Welt und ohne Unterstützung seiner Regierung, war er seiner Meinung nach “der einzige Sheriff in der Stadt”. Ein Kapitän eines Schiffes, das von einem anderen Kapitän versenkt wurde, hat die Vollmacht seinen Angreifer seiner gerechten Strafe zuzuführen. Pete Bethune hat versucht genau das zu tun.”

Das illegale Walfangschiff versuchte die von der Bob Barker abgesetzten Schlauchboote mittels Schallkanonen, einigen Hochdruck-Wasserkanonen und Ausweichmanövern fernzuhalten. Einige Besatzungsmitglieder der Shonan Maru No. 2 trugen auch Flaschen auf dem Rücken, die mit (bis jetzt noch unidentifizierten) waffenähnlichen tragbaren Geräten verbunden waren.

Nachdem klar wurde, dass sich die Shonan Maru No. 2 dem Haftbefehl nicht fügen würde, kehrte die Bob Barker um und setzte die Jagd auf das Fabrikschiff der illegalen japanischen Walfangflotte fort. Dies wird eine schwierige Aufgabe, solange die Shonan Maru No. 2 der Bob Barker folgt und sie überwacht. Allerdings ist auch Sea Shepherds Flaggschiff Steve Irwin auf Suche nach der illegalen Walfangflotte und es besteht große Hoffnung, dass das schwimmende Bluthaus namens Nisshin Maru bald aufgespürt und ausgeschaltet wird.

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2 Antworten auf Kapitän der Ady Gil versucht Kapitän der Shonan Maru No. 2 Haftbefehl zuzustellen

  1. Victor sagt:

    Weiterleitung u. Bekanntmachung der Franz Weber Fondation Schweiz; http://www.ffw.ch
    Oeffentlicher Prozess

    Wal- und Delphinmassaker
    in Japan, Norwegen, Island, Grönland und an den Färöer Inseln
    vor dem Internationalen Gerichtshof für Tierrechte in Genf

    Weite Teile der einst für unerschöpflich gehaltenen Weltmeere sind heute leer gefischt und trotz dem von der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) verhängten Moratorium wird die Verfolgung und Vernichtung der letzten grossen Meeressäuger – Wale und Delphine – systematisch und mit äusserster Grausamkeit fortgesetzt. Der Prozess baut auf neusten Erkenntnissen und Informationen auf, auf Aussagen von Augenzeugen und auf Dokumentationsmaterial, das sonst kaum an die Öffentlichkeit gelangt.

    Oeffentlicher Prozess
    Montag, 22. Februar 2010, punkt 09.00 Uhr
    im C.I.C.G. Centre International de Confèrences de Genève, Saal IV
    17, Rue de Varembé, 1211 G e n f
    Simultanübertragung deutsch, französisch, englisch
    Die Platzzahl ist beschränkt, bitte reservieren Sie unter Telefonnummer +41 (0)21 964 24 24 oder per E-mail: ffw@ffw.ch

    Angeklagte

    Mr. Hirotaka Akamatsu, Minister of Agriculture, Forestry and Fisheries, Tokyo, Japan
    Ms Lisbeth Berg-Hansen, Minister of Fisheries and Coastal Affairs, Oslo, Norway
    Mr. Jón Bjarnason, Minister of Fisheries and Agriculture, Reykjavík, Iceland
    Ms Ane Hansen, Member of Naalakkersuisut for Fishery, Hunting and Agriculture, Nuuk, Greenland
    Mr. Jacob Vestergaard, Minister of Fisheries and Energy, Torshavn, Faroese Islands

    Kläger

    OceanCare, Schweiz
    http://www.oceancare.org

    Pro Wildlife, Deutschland
    http://www.prowildlife.de

    Dyrenes Venner (Animal Friends) Dänemark
    http://www.dyrenes-venner.dk

    ELSA Nature Conservancy, Japan
    http://www.elsaenc.net

    Hauptanklage

    Me Caroline Lanty FR

  2. Ja, wie geil ist das denn…
    Danke, Viktor !

    Weiß der Käptn davon? Sonst sollte man ihm das evtl. zukommen lassen, dann könnte er vielleicht noch die Zulassung eigenen Beweismaterials zum Verfahren beantragen?