Sea Shepherd kündigt ihre Mittelmeerkampagne gegen den Fang von Blauflossenthunfisch an

Freitag, 22.Januar 2010

Sea Shepherd News: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100122-1.html

Die Sea Shepherd Conservation Society wird nicht sehr zur Ruhe kommen, wenn die japanische Walfangsaison zusammen mit der Kampagne Waltzing Mathilda endet.

Beide Sea Shepherd Schiffe, die Steve Irwin und die Bob Barker , werden sich vom Südpolarmeer zum Mittelmeer aufmachen. Das Hauptziel ist die Blauflossenthunfischwilderer zu verfolgen und sich ihren ungesetzlichen Fangaktivitäten entgegenzustellen.

„Wir müssen die internationale Öffentlichkeit  auf das Problem hinweisen, das eine der einzigartigen Fischarten der  Welt, der Blauflossenthun, kurz vor der Ausrottung steht. Schuld daran sind die illegalen Fischereiflotten, die von Japans stetiger Nachfrage nach diesem teuren Fisch angetrieben werden“, sagte Kapitän Watson, Gründer und Präsident der Sea Shepherd.

Vor zwei Wochen wurde ein einziger Blauflossenthunfisch nach Japan für den Preis von 111.000 Britischen Pfund verkauft.

Bei einem so hohen Kopfgeld, sind die Tage die dieser Fischart noch zum Überleben bleiben gezählt. Je seltener der Fisch vorkommt, desto höher steigt sein Verkaufspreis. So arbeiten die Wirtschaft und die Politik an der Ausrottung.

Die Thunfischindustrie im Mittelmeerraum, die von mehreren zehn Millionen Euros an Beihilfen unterstützt wird, hat den Blauflossenthun an den Rand des Aussterbens gebracht. Man geht davon aus, dass die Population in drei Jahren zusammenbricht.

Momentan verhindern Korruption und der steigende Markt nach Blauflossenthunfisch jede Bemühungen, die zu dem Erhalt seines Bestandes nötig wären.

Die Konvention über internationalen Handel mit bedrohten Arten (CITIES) trifft sich im März, um über ein Verbot des Handels mit Blauflossenthunfisch zu beraten. Grund für die Durchführung des Treffens ist, das die Europäischen Union den Blauflossenthunfisch aus dem Erhaltungsprogramm genommen hat um Fischer in Frankreich, Malta, Italien und Griechenland zu verprellen.

Präsident Nicolas Sarkozy versuchte, den Blauflossenthunfischfang zu verbieten, wurde aber von den eigenen Fischern ausgehebelt.  Er versucht nun den Export von Blauflossenthunfisch nach Japan zu verbieten, was eine Menge helfen würde, aber französische Fischer drohten damit die Häfen mit ihren Booten zu blockieren, wenn man ihren Forderungen nicht nachkommt.

Dies ist ein wichtiges Jahr im Kampf um den Erhalt des Blauflossenthunfisches.

Die Sea Shepherd Conservation Society versucht die Wilderei zu stoppen und wird auch nicht vor Drohungen und Gewalt seitens der Fischer zurückweichen. Unsere Kampagnen im Südpolarmeer gegen die japanischen Walmörder haben uns die letzten sechs Jahre genug Erfahrung und Entschlossenheit gebracht um es mit den Gewalttätigkeiten von Wilderen weltweit aufzunehmen.

„Wir haben zwar ein Schiff verloren, aber was zählt der Verlust eines Schiffs zu dem Verlust des Blauflossenthunfisches als Art“, sagte Kapitän Watson.

Schiffe sind ersetzbar, Fischarten nicht.“

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7 Antworten auf Sea Shepherd kündigt ihre Mittelmeerkampagne gegen den Fang von Blauflossenthunfisch an

  1. Jan sagt:

    Thunfisch vor der Ausrottung: Sushi war sein Schicksal

    Die weltweite Sushi- und Carpaccio-Manie hat den Thunfisch an den Rand seiner Existenz getrieben. Albert von Monaco geht mit einer delikaten Idee dagegen vor.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/592/501843/text/

  2. Jan sagt:

    Eh, migaloo, jetzt bin ich nicht mehr der erste Kommentar :)

  3. ThomasBuiter sagt:

    tut mir leid, ich konnt nicht anders :)

  4. Jan sagt:

    Ach komm, war doch nicht Ernst gemeint. Die SZ-Kommentarfunktion ist sowieso das Schlechteste was es bei Tageszeitungen gibt. Man sieht immer nur einen Kommentar sofort, die nächsten drei nach einem Klick und alles nach dem FIFO-Prinzip (First in, first out). Thread-Anzeige negativ. Da lob ich mir Telepolis. Sogar SPON (Spiegel online) ist da noch besser. Da gibt es wenigstens eine Zitat-Funktion. Das einzig Positive bei der SZ ist, dass ab 19:00 Uhr bis zum nächsten Morgen und ab Freitagabend über das ganze Wochenende hinweg keine neuen Kommentare eingestellt werden “um die Qualität der Kommentarfunktion zu verbessern”, sprich zensieren zu können, und die SZ hat dafür außerhalb von Bürozeiten kein Geld. Wenn man es hinkriegt, kurz vor 19:00 Uhr zu posten, bleibt man stunden- oder sogar tagelang an erster Stelle.

  5. Jan sagt:

    Die Artenschutzorganisation CITES hat ein weltweites Exportverbot für den Blauflossen-Tunfisch (Thunnus thynnus) empfohlen. Ein derart drastische Schutzmaßnahme sei aus wissenschaftlichen Gründen angeraten, um die Erhaltung der bedrohten Art zu sichern, erklärte die Organisation des Washingtoner Artenschutzabkommens (Convention on International Trade in Endangered Species) am Freitag in Genf.

    Quelle:
    http://derstandard.at/1263706823316/Blauflossen-Tunfisch-braucht-drastische-Schutzmassnahme