28. Januar 2010
Ermittlungsbeamte der neuseeländischen Schifffahrtsbehörde sind in Australien eingetroffen, um die Mannschaft des Antiwalfangschiffes zu befragen, welches nach einer Kollision mit einem japanischen Walfangschiff gesunken ist.
Kapitän Paul Watson sagte, dass die Besatzungsmitglieder der Ady Gil bereits von Beamten der neuseeländischen Schifffahrtsbehörde erwartet werden, als das Sea Shepherd Schiff Steve Irwin heute früh in Freemantle anlegte.
Er sagte, dass wahrscheinlich auch australische Schifffahrtsbeamte die sechs Crewmitglieder im Rahmen ihrer Ermittlungen zu dem Zusammenstoß mit dem japanischen Walfangschiff Shonan Maru No. 2 am 6. Januar zu Befragungen heranziehen werden.
Das futuristische Kohlefaserschiff sank an den Folgen der Kollision, die bei Walschutzaktivitäten im Südpolarmeer vor der Antarktis in den australischen Hoheitsgewässern stattfand.
Kapitän Watson sagte, die Steve Irwin bleibt etwa 48 Stunden in Freemantle um zu tanken, Lagerbestände aufzufüllen und vier Besatzungsmitglieder der Ady Gil an Land zu bringen, bevor sie wieder für sechs Wochen auslaufen.
Der Kapitän der Ady Gil, Pete Bethune und ein weiteres Crewmitglied kehren auf der Steve Irwin zum Südpolarmeer zurück, um die Jagd nach der japanischen Walfangflotte wieder auf zunehmen.
Kapitän Watson wiederholte seine Feststellung, dass die Shonan Maru No. 2 absichtlich auf die Ady Gil zugehalten habe – eine Behauptung die von den Japanern zurückgewiesen wird. Sie sagen, das Schiff wäre ihnen vor den Bug gefahren.
„Es war vorsätzliches Rammen“, erklärte er der Presse in Freemantle.
„Soweit es mich betrifft, war es ein Mordversuch. Dies waren keine (japanischen) Walfänger. Das waren die Sicherheitstruppen der Regierung an Bord.“
Kapitän Watson sagte, Ady Gil, eine amerikanische Fernsehgröße und Tierschutzaktivist nach dem das Schiff benannt worden ist, sei „sehr interessiert“ die Sea Shepherd-Gruppe mit einem weiteren Boot zu fördern.
„Er nahm es (das Sinken seines Schiffes) etwas persönlich und er ist sicherlich in der Lage Spenden dafür zu sammeln.“, sagte er.
Er sagte, eine Ady Gil 2 könne nächstes Jahr unter Pete Bethune in die Antarktis fahren.
Das Sea Shepherd Schiff Bob Barker nimmt unterdessen weiter die Jagd nach der japanischen Walfangflotte in der Antarktis auf.
Sea Shepherd
