TV-Tipp: Jagdzeit

Auf Arte am Dienstag den 2. Februar 2010.

Seit zwei Jahren gab es keine Kampagne von Greenpeace ins Südpolarmeer, da es scheinbar nach endlosen Diskussionen gegen den Walfang, erneut Zeit ist um wieder nur verbal und auf dem Papier etwas gegen den illegalen japanischen Walfang zu unternehmen. Einsätze im Südpolarmeer sind nach Angaben von Greenpeace kontraproduktiv und werden Japan nicht dazu bewegen ihren Walfang einzustellen.

Diese Einsicht kam relativ Zeitgleich mit der Festnahme von zwei Greenpeace-Aktivisten die Walfleisch aus einem Warenhaus entnahmen um den illegalen Handel damit zu belegen. Sollte aber Japan unbehelligt weiterhin Wale jagen können werden sie aller vorraussicht nach ihre volle Walfangquote von ca. 1000 Walen pro Jahr im Südpolarmeer erreichen können. Japans neue Regierung hat angekündigt auf absehbare Zeit nicht auf den Walfang verzichten zu wollen. Das einzige was zur Zeit hilft ist die Wirtschaftskrise und die Sensibilität der japanischen Bevölkerung was verschwendung von Steuergeldern und Subventionen betrifft. Dieses wird man nicht erreichen in dem man die japansichen Walfänger gewähren lässt wie sie wollen.

Der Film bietet einen interessanten Einblick in das Geschehen in der Antarktis in der der Walfangsaison von 2007/2008 auch wenn die Sichtweise sehr auf Greenpeace fokusiert ist.

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5 Antworten auf TV-Tipp: Jagdzeit

  1. Dirk sagt:

    Der Film war gar nicht so schlecht wie von mir befürchtet. Angela Graas hat die –teilweise sehr schwierigen- Situationen an Bord gut eingefangen.

    Aber die Frage bleibt. Wieso wurde die Kampagne abgebrochen? Die Kosten für die Betankung sind natürlich sehr hoch, aber im Verhältnis zum jährlichen Spendenaufkommen doch eher Peanuts. Es machte doch überhaupt keinen Sinn, erst um die halbe Welt zu fahren und anschließend -erfolglos- aus „Geldmangel“ abzubrechen.

    Damit wurde die gesamte Kampagne (die insgesamt sicherlich ein Vielfaches gekostet hat) wertlos!

  2. Lucia sagt:

    Die Abfahrt der Esperanza war sicherlich schwer zu entscheiden – das merkte man den Bildern von der Crew dort auch an, der Abbruch tat ihnen allen sehr weh.
    Ein Erfolg war es dennoch denke ich, die Fangzeit wurde um zwei Wochen verkürzt und es bleibt zu hoffen, dass der Maschinist nicht recht behalten hat, was den nach der Abfahrt der Esperanza zu befürchtenden besonderen Arbeitseifer der illegalen Walschlächter angeht.

    Ein ganz anderer Erfolg lag aber auch in der Abfahrt und der wird dezeit täglich von den beiden SSCS Schiffen betätigt. Zwei Schiffe können sich abwechseln, je eines kann zum Bunkern das Fanggebiet verlassen und das andere hält Kontakt und die Position der Fangflotte geht nicht verloren. Sie zu suchen ist mehr als mühsam.
    Eine Kooperation von GP und SSCS würde so die Arbeit und die Bunkerzeiten noch besser verteilen. Das wäre für alle ein Vorteil und dazu noch von noch größerer Wirkung.
    Dieser Möglichkeit stehen Resentiments gegenüber die derzeit unüberwindlich erscheinen.
    Das ist meines Erachtens sehr schade, GP sollte über seinen Schatten srpingen und die Strategie ändern. Der Nachweis, dass die SSCS-Taktik erfolgreich ist, ist doch erbracht.
    Und unter solchen Voraussetzungen – einer Zusammenarbeit mit möglichst vielen Schiffen – hätte die politische Arbeit und die Öffentlichkeitsarbeit von GP in Japan sicher einen größeren Erfolg. So würden beide Strategien sich gegenseitig unterstützen.

  3. Jan sagt:

    Der Schluss ist eine Unverschämtheit, weil im Abspann die Zahl der geretteten Wale gezeigt und dadurch suggeriert wird, das sei allein auf die Anwesenheit der Esperanza und damit auf Greenpeace zurückzuführen.

    Aber wie wir alle wissen, war das Südpolarmeer 2007/2008 nicht ganz so menschenleer wie Regine Frerichs das zwischendrin behauptet.

  4. Regina sagt:

    Jan,wenn dich das ärgert darfst du nicht im Greenpeace Blog lesen,
    weil die Zuschauer des Filmes immer noch der Meinung sind,das Greenpeace aktuell aufs Meer fährt.Das finde ich die grösste Sauerei,sich so mit fremden Federn schmücken und die Wale im Stich zulassen.Dieses immer wieder kehrende Greenpeace würde etwas erreichen,ist für mich mittlerweile der grösste Schwachsinn.Das einzigste,was sie erreichen,den Massen zu suggerieren das sie etwas tun und das Geld aus der Tasche ziehn.

  5. ThomasBuiter sagt:

    Tja Regina,

    so ist es leider. Greenpeace unternimmt nicht gerade viel um solche Missverständnisse aufzuklären. Bei einem Spendenvolumen in Deutschland von über 43 Mio Euro (2008) werde die es auch in Zukunft dabei belassen. Wenn ich teilweise sogar lese, dass viele Menschen denken die Ady Gil sei ein Greenpeace Schiff gewesen, fällt mir eh nichts mehr ein.

    Dann schaut man den Werbefilm auf Arte (die übrigends heute bei “Tiere die Geschichte schrieben” auch wieder aussschliesslich Greenpeace erwähnten) und denkt alles ist gut so wie es ist.

    Mich ermüdet das manchmal aber aufgeben ist net :)