Sea Shepherd geht beim Walschutzgebiet im Südpolarmeer keine Kompromisse ein

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100210-1.html

Mittwoch, 10. Februar 2010
Sea Shepherd geht beim Walschutzgebiet im Südpolarmeer keine Kompromisse ein

Japanische Medien berichten, dass der japanische Fischereiminister den sogenannten wissenschaftlichen Walfang zurückzufahren beabsichtigt.

Im Gegenzug möchte Japan den kommerziellen Walfang in japanischen Gewässern wieder aufnehmen.

Die japanische Zeitung Asahi Shimbun berichtet, dass der Fischereiminister Hirotaka Akamatsu diesen Vorschlag im Juni auf dem Treffen der internationalen Walfangkommission (IWC) in Marokko vortragen wird.

Der Plan den antarktischen Walfang zu reduzieren um den kommerziellen Walfang auf Minkewale in japanischen Gewässern wieder aufnehmen zu können zeigt einen Wechsel der Politik auf.

Japan hat diesen Vorschlag bereits mit anderen Anti-Walfang-Nationen wie den USA und Walfangbefürwortern wie Norwegen diskutiert.

Die Sea Shepherd Conservation Society lehnt einen solchen Kompromiss strikt ab und wird  sich weiterhin jeglichen Walfangaktivitäten im südpolaren Walschutzgebiet in den Weg stellen.

„Jeglicher Walfang muss im südpolaren Walschutzgebiet eingestellt werden“, sagt Kapitän Paul Watson. „Dies ist ein Walschutzgebiet. Was ist am Wort Schutzgebiet so schwierig, dass Japan es nicht versteht? Das südpolare Walschutzgebiet ist ein international anerkanntes Schutzgebiet. Solange dieses Schutzgebiet besteht ist es für Sea Shepherd eine Hauptpriorität dieses, nach geltendem internationalen Umweltschutzrecht, zu schützen.“

Japan zu erlauben Wale im südpolaren Walschutzgebiet zu töten ist so, als ob man einem Bankräuber erlaubt eine Bank auszurauben, nur weil er verspricht weniger Geld zu nehmen, als er eigentlich vorhatte.

Kommerzieller Walfang ist laut Antarktisvertrag verboten. Das Töten von bedrohten Finn- und Buckelwalen ist nach internationalem Umweltschutzrecht verboten.

„Japan versucht eine Erlaubnis dafür zu bekommen, legal Wale in ihren eigenen Gewässern zu töten und bietet dafür an, das Töten im südpolaren Walschutzgebiet einzuschränken“, sagte Kapitän Watson „Dies ist inakzeptabel. Die Quote im Schutzgebiet hat null zu sein.“

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2 Antworten auf Sea Shepherd geht beim Walschutzgebiet im Südpolarmeer keine Kompromisse ein

  1. felix sagt:

    Eine wirklich komplizierte Situation, in der die Wale am meisten leiden…

  2. Seiji Oujiru sagt:

    Kompromisslosigkeit als Edelmut angepriesen ~ einfach unfassbar.

    [Wie war das nochmal mit der Chuzpe?!]