Die Japaner nehmen einen Gefangenen auf ihrem Raubzug ins Walschutzgebiet

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100215-4.html

Montag, 15. Februar 2010
Die Japaner nehmen einen Gefangenen auf ihrem Raubzug ins Walschutzgebiet

Die japanische Regierung gab bekannt, sie werde Kapitän Peter Bethune aus Neuseeland nach Japan verbringen, um ihn vor einem japanischen Gericht anzuklagen. Die genauen Anklagepunkte sind noch unbekannt.

Die Sea Shepherd Conservation Society und Kapitän Peter Bethune waren sich bereits vor dem Entern der Shonan Maru Nr. 2 über diese Möglichkeit im Klaren.

“Kapitän Peter Bethunes 3-Millionen-Dollar-Schiff, die Ady Gil, wurde vom Kapitän der Shonan Maru Nr. 2 gerammt, versenkt und zerstört. Der Vorfall verletzte eines der sechs Crewmitglieder und hätte alle sechs leicht ums Leben bringen können,” sagte Kapitän Paul Watson. “Kapitän Bethune war rechtlich befugt, den Mann zu konfrontieren, der ihn beinah getötet hätte und sein Schiff zerstörte. Und nun ist der selbe Kapitän, der das Schiff zerstörte und dessen Besatzung fast ums Leben gebracht hätte im Begriff, Kapitän Bethune als sein Gefangener mit nach Japan zu verschleppen. Die Frage, die jetzt gestellt werde muss, lautet: Wer sind hier die Piraten?”

Die Sea Shepherd Conservation Society wird die Gelegenheit nutzen, die Menschen in Neuseeland und Australien zur Unterstätzung von Kapitän Peter Bethune aufzurufen. Die japanischen Wilderer plündern ungestraft das Walschutzgebiet im Südpolarmeer und sind nun im Begriff, einen mutigen Kiwihelden ins Land der aufgehenden Sonne zu verschleppen, um ihn dort für die Verteidigung der Wale zu kreuzigen.

Kapitän Peter Bethune ist nicht länger nur ein Mann, der den Weltrekord im Bootfahren brach und den Mut hatte, die Wale zu verteidigen. Er wird nun zum Symbol der Bürger Australiens und Neuseelands und ihrer Liebe zu den Großen Walen.

Das letzte Mal, dass ein Kiwi als Gefangener nach Japan geführt wurde, war im großen Krieg des Imperialismus, als die Japaner versuchten, die Völker Australiens und Neuseelands zu versklaven. Nun sind sie zurückgekommen, um die Gewässer Australiens uns Neuseelands zu plündern und wieder tragen sie ihre Gesetzesbrüche stolz und arrogant zur Schau und nehmen Gefangene.

“Ich glaube nicht, dass Australien und Neuseeland die Misshandlung Peter Bethunes durch die Verbrecher aus Japan tatenlos hinnehmen werden, die jedes Jahr das Walschutzgebiet Südpolarmeer für Profite im Namen wissenschaftlicher Forschung ausplündern,“ gab Laura Dakin aus Canberra, Chefkoch an Board der Steve Irwin, bekannt.

“Wenn die Japaner Peter Bethune in Japan vor Gericht stellen, wird diese Gerichtsverhandlung die Aufmerksamkeit der Welt auf sich ziehen,” sagte Kapitän Paul Watson. “Was denkt sich die japanische Regierung dabei? Die juristische Verfolgung von Kapitän Peter Bethune wird der Auslöser einer internationalen Kampagne für die Freilassung Kapitän Bethunes und das Ende des brutalen illegalen Schlachtens von Walen im Walschutzgebiet Südpolarmeer sein.“

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Eine Antwort auf Die Japaner nehmen einen Gefangenen auf ihrem Raubzug ins Walschutzgebiet

  1. Lutra sagt:

    Unsere Welt braucht Menschen wie Pete Bethune mehr denn je und ich kann ihm nur meinen größten Respekt für seinen außergewöhnlichen Mut aussprechen, denn die Gefahren der Aktion waren ihm sicherlich voll bewusst. So sehen moderne Helden aus: Menschen, die zur Tat schreiten, ohne dass sie dafür fette Kohle abkassieren. Menschen, die wissen, dass sie von „ihren“ Politikern auf jeden Fall im Stich gelassen werden, weil diese negative wirtschaftliche und diplomatische Konsequenzen befürchten. Menschen, die freiwillig ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um andere Lebewesen zu schützen. Aktivisten, die ihre Ideale im Angesicht dessen aber TROTZDEM behalten und sie in die TAT umsetzen, weil für sie das Recht auf Leben und die körperliche Unversehrtheit anderer mehr zählt als kleingeistige Gebietsansprüche und gnadenlose Profitgier.

    Was findet man auf der Gegenseite? Eine zahlenmäßig überlegene Walfangflotte, die das Töten von Menschenleben billigend in Kauf nimmt, wenn nicht sogar beabsichtigt und das mit dem Wissen, dass ihre Regierung sie unter allen Umständen in Schutz nehmen wird und sie mit keinerlei gerichtlichen Konsequenzen zu rechnen hat. Ein in Sachen Walfang starrsinniger und arroganter Staat, der offensichtlich von dümmlichem Nationalstolz getrieben wird. Und eine heuchlerische und lügnerische Propagandamaschine, die bewusst Tatsachen verdreht, sie leugnet oder vertuscht, um ihre kommerziellen Interessen als Walforschung zu verkaufen und in ihrer Hilflosigkeit und Amoralität mittlerweile soweit gesunken ist, dass sie die Sea Shepherd-Aktivisten als Kakerlaken beschimpft.

    Größter Respekt für Pete Bethune und Sea Shepherd!

    Gruß, Lutra