[UPDATE] Sea Shepherd Kampagne Waltzing Matilda

16.Februar 2010

Position 240 Meilen südwestlich von Australiens Heard Island

Steve Irwin feuert Krokodilhorde auf die japanische Walfangflotte

news_100216_1_1_Merryn_Redenbach_holding_crocodile_egg_(BV7671)Donnerwetter! Und nun mal etwas ganz anderes.

Die Sea Shepherd Conservation Society lässt immer gerne etwas Humor in ihre Kampagnen einfließen und heute war uns einfach mal danach.

Als eine Ehrung des vergangenen und legendären Steve Irwin, nach dem das Flagschiff der Sea Shepherd benannt ist, lieferte die Mannschaft der Steve Irwin Dutzende Krokodileier auf das Schlachtdeck der Nisshin Maru.

Jedes dieser Eier wurde von Sea Shepherd Unterstützern an Land gespendet die für 50,- Dollar Beitrag noch eine persönliche Mitteilung auf die Eier schreiben konnten. Wenn diese Eier mit Wasser in Berührung kommen, schlüpft ein Babykrokodil aus dem Ei und wächst zusehends schnell.

Ein paar der Eier wurden mit Botschaften von Terri, Bindi und Robert Irwin signiert.

„Ich kann mir nichts Passendes für die Steve Irwin vorstellen, als Krokodileier und Krokodilbabys auf das blutige Deck der Nisshin Maru zu schleudern“, sagte Kapitän Paul Watson.

Natürlich sind weder die Eier noch die Krokodilbabys echt. Wir sehen schon wie die Japaner Sea Shepherd beschuldigen werden nur für diese Aktion Gewalt gegen Tiere zu unterstützen und sie werden es höchstwahrscheinlich auch versuchen, da sie den Unterschied zwischen Fakten und Fiktion nicht wirklich wiedergeben können.

„Vor seinem tragischen Tod wollte sich  Steve unseren Bemühungen die Wale in der Walschutzzone zu verteidigen, anschließen.“, sagte Kapitän Paul Watson. „Deshalb fragten wir Terri Irwin um Erlaubnis unser Schiff nach ihm zu Ehren zu benennen.“

Die Auslieferung der Krokodile lief richtig gut. Japanische Wasserwerfer versorgten die Eier mit der Feuchtigkeit um sie aufbrechen zu lassen und die Krokodile auf dem Deck der Nisshin Maru freizulassen.

„Steve hätte das gemocht“, sagte Dritter Offizier Vincent Hayes aus Williamston, Victoria.

Somit heißt es heute hier unten im Südpolarmeer — Krokodile an die Macht!

Danke Steve

news_100216_1_2_Crew_throwing_crocodile_egg_during_action_(BV7049)

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11 Antworten auf [UPDATE] Sea Shepherd Kampagne Waltzing Matilda

  1. Sakshin sagt:

    haha!
    großartige aktion!!
    macht weiter so!

  2. Lisa sagt:

    super, super, macht weiter so,

  3. 4nature sagt:

    lustig :D
    aber waren das plastig Krokodile? weil die landen ja höchst wahrscheinlich alle im Meer…

  4. ThomasBuiter sagt:

    Die Krokodile und auch die Hülle sind aus einem ungiftigen verdaulichen Maissubstrat hergestellt woweit ich es verstanden habe.

  5. Nobody sagt:

    Es handelt sich um ein chemisches Polymer, das Wasser binden kann und sich dabei ausdehnt. Wird in Windeln, Monatsbinden, Windeln für inkontinente Erwachsene usw. benutzt.
    Problem an der Sache ist, dass es sich um ein Polyurethanderivat handelt, das in dem kalten Wasser lange schwimmfähig bleibt und in dem Fall, dass es von kleineren Tieren, z.B. Vögeln (Pinguine) oder Fischen als Futter betrachtet wird, nach Fressen dann den Magenausgang blockiert, bzw. auch in kleine Teile gebissen werden kann, die sich dann in Kiemen setzen und dort aufquellen usw.

    Sozusagen ist das eine Art künstlicher Schwamm, der sich nur sehr langsam zersetzt und im Verdauungstrakt weiter wachsen und dann verhärten kann. Deshalb auch die Verkaufsverbote in verschiedenen Ländern, weil Kinder unter drei Jahren evtl. den Schwamm im Ei verschlucken könnten, der sich dann im ungunstigsten Fall um das 6-10fache ausdehen und zu Ersticken oder anderen Problemen führen kann.

    Nur die Schale selbst beinhaltet zum Teil eine modifizierte Stärke, damit unter Wassereinfluss das Polymer-Tier im Innern langsam Wasser aufnehmen kann und die Schale platzen lassen kann.

    Auskunft gibt der Hersteller:
    Yiwu Cool Girl Arts & Crafts Factory
    http://coolgirl.en.alibaba.com/

    Bzw. auch:
    Pujiang Kintaro Toys Co., Ltd
    Yiwu Xuezhongqing Adhesive Tapes Co.

    Einfach die “Consumer Affairs” Listen der USA und Kanada nach “banned products” durchsuchen.

  6. ThomasBuiter sagt:

    Und was sagt uns, dass es sich um die Eier aus Deiner Beschreibung handelt? Denn auf der Herstellerseite findet man keinerlei Informationen. Falls Du Dich auf das Bild beziehst, war es ein reines Beispielbild.

    Der Warnhinweis für unter 3 Jährige gilt übrigens bei ALLEN Produkten die verschluckbare Teile enthalten (wie die laut Dir verdaubare Eierschale).

    Wenn Du mit einem fundierten Link oder konkreten Produktdaten daherkommst können wir das gerne diskutieren.

  7. Nobody sagt:

    Ein “Datenblatt” zu den Eiern bekommst Du bei den 11 größten Herstellern dieser Eier, ich habe den Link für einen Hersteller angegeben (Mailadresse war vorhanden). Die anderen Hersteller kannst Du über diesen Link herausfinden und anschreiben:
    http://www.frbiz.com/q-crocodile_eggs/

    Die Produkte ähneln sich vom Aussehen: andere Farben, andere Tiere. Wie üblich besteht ein Copyrightvermerk, der einer freien Nutzung entgegensteht.

    Für weitere Informationen – in jeder Unibibliothek auszuleihen, die einen Fachbereich Chemie hat, sonst Fernleihe – sind Bücher über technische und industrielle Anwendungen von Kunststoffen. Z.B. ein einfach zu lesendes Buch ist Saechtling, Kunststoff Taschenbuch, ISBN-3-446-40352-3

    Letztlich ist es auch egal: Da ist ein Ei, das ist wasserdurchlässig, im Ei befindet sich ein Kunststoffprodukt, das Wasser aufsaugt wie ein Schwamm und sich dabei um das – je nach eingesetztem Polymer – um etwa das 2-6fache (in Sonderfällen bis 10fache) ausdehnt. Von den Herstellern werden diese Eier als “plastic toy” bezeichnet, die Haltbarkeit des Produktes wird sowohl von den Herstellern, als auch auf den Spielzeugseiten mit “long time” angegeben:

    http://www.tootoo.com/d-rp15786157-Growing_egg_growing_easter_egg_growing_animal_growing_toy_expanding_toy_educational_toy_kid_s_toy/

    Schließlich möchte das Kind sehen, wie das Kunststofftier wächst. Polyurethane sind in zimmerwarmem Wasser sehr lange haltbar, UV-Strahlung setzt dem Kunststoff zu. In kaltem Wasser annähernd unbegrenzt haltbar, kann das Produkt also weit verschwemmt werden.

    Größere Säuger (beispielweise Seelöwen, Delfine), aber auch Pinguine und andere Vogelarten, ebenso Fische können das aufnehmen und daran verenden – je nachdem, wo die Produkte letztlich angeschwemmt werden. Die Poren des “Polymerschwammes” füllen sich dabei mit kleinen Rückständen und Verdauungsresten von aufgenommener Nahrung, was zu einer Faulgasentwicklung und weiterhin auch zu Verstopfungen des Darmtraktes führen, da ab einer bestimmten Größe der Schwamm nicht mehr ausgeschieden werden kann.

    Zugängliche Beschreibungen dieser und baugleicher Produkte sind in den RAPEX-Listen der EU zu finden (bitte nach unten scrollen zur Referenznummer 15 0944/09 ) Zitat: “containing a cockerel made of hard yellow coloured plastic, painted partly red. The egg shell consists of two glued parts.” Im Gegensatz zu meinen Darstellungen, besteht also auch die Aussenhaut offensichtlich aus zwei Halbschalen aus einer Mischung von Plastik und Stärkeprodukten zusammensetzt, ansonsten müssten die Halbschalen nicht verklebt werden.

    http://ec.europa.eu/consumers/dyna/rapex/create_rapex.cfm?rx_id=244
    http://www.consumerconnect.ie/eng/News_+_Research/Product_Recalls/Toy_dinosaur_and_reptile_eggs_recalled.html
    http://ec.europa.eu/consumers/dyna/rapex/create_rapex.cfm?rx_id=114

    Es ging darum festzustellen, dass die Besatzung der Sea Shepherd mit Plastikteilen geworfen hat, dies ist der Fall. Mehr ist zu dem Thema nicht zu sagen. Insbesondere deshalb nicht, da offenbar der Blogbeitrag im Nachhinein von der Moderation “überarbeitet” wurde, also Texte umgestellt, Fotos herausgenommen und durch andere ersetzt worden sind usw., unter diesen Umständen ist eine sinnvolle und faire Diskussion nicht gegeben.

    Mein Anti-Spam Word war “Rote Rosen”, ok, ist akzeptiert, solange sie nicht aus den berüchtigten Anzuchtbetrieben in Süd- und Mittelamerika kommen.

  8. ThomasBuiter sagt:

    Der Blogbeitrag wurde vom Text nicht verändert. Nur lagen uns keine Bilder zum Postzeitpunkt vor. Die dargestellten Eier waren ein Beispiel und evtl. nicht die Sorte die geworfen wurde.

    Beschwer Dich über die Eier bitte unter info@seashepherd.org

  9. Lucia sagt:

    Es gibt sie offensichtlich überall, in jedem blog, in jedem Forum und Verein, diese oberlehrerhaften Typen, die gönnerhaft ihr Halbwissen möglichst arrogant verpackt – so scheint die Wirkung wohl von den Autoren als die identifiziert zu sein – so kontraproduktiv wie eben möglich der Menschheit entgegenschleudern.

    Die beschriebenen Kunststoffe sind richtig als Polyurethane erkannt – ob das aber für die eingesetzten Krokodile ebenfalls zutrifft kann ich weder bestätigen noch dementieren – nur die Beschreibung ihrer ach so verherenden Wirkung ist leider falsch.
    Und das hängt eben damit zusammen, dass es eine so große Bandbreite an Polyurethanverbindungen gibt – der Schaum in vielen Schokoriegeln gehört übrigens auch dazu!
    Die so quellenden Polyurethane existieren schon seit mehr als 15 Jahren und werden u.a. auch in der Geotechnik eingesetzt. Sie sind für das Grundwasser absolut unschädlich, meine Kinder haben damit übrigens immer sehr gerne gespielt – ich hatt ihnen einige Proben derartiger Kunststoffe aus meinem damaligen Labor mitgebracht.
    Nahrungsreste können sich wenn der Kusntstoff Wasser aufgenommen aht übrigens nicht mehr in irgend welchen Poren festsetzen – die existieren dann nämlich nicht mehr. Die Blähungen durch Faulgase belasten immer noch täglich viele viele Millionen Menschen – sie essen nämlich Fleisch und das können wir nun einmal nicht so recht verdauen, daher verfault es z.T. in unseren Därmen und verursacht dann die Darmwinde.

    Also – nobody – hör auf diesen blog zu zu müllen.

  10. Nobody sagt:

    > Beschwer Dich über die Eier bitte unter info@seashepherd.org

    Informationen habe ich schon eingeholt, bevor ich über die Plastikkrokodile geschrieben habe. Von der Animal Planet-Radaktion bekam ich als Information die Aufschriften der ursprünglichen Verpackungen; drei der Hersteller waren damit herauszufinden. Mit diesen Informationen habe ich dann einen der Hersteller der Eier um Auskunft gebeten und dann die entsprechenden Informationen eingestellt.

    > Sie sind für das Grundwasser absolut unschädlich

    Es geht hier nicht um Unschädlichkeit der Polyurethane für das Grundwasser, sondern darum, dass diese Polyurethane schon in der Speiseröhre von Tieren stecken bleiben können, alternativ unverdaubar im Magen (oder weiterem Verdauungstrakt) verbleiben und damit beispielweise – wie bei anderen Kunststoffen auch – der Magenausgang der Tiere blockiert werden kann, neben weiteren tödlichen Effekten.

    http://oceans.greenpeace.org/de/unsere-ozeane/verschmutzung/der-strudel-aus-muell

    > Nahrungsreste können sich wenn der Kusntstoff
    > Wasser aufgenommen aht übrigens nicht mehr in
    > irgend welchen Poren festsetzen – die existieren
    > dann nämlich nicht mehr

    Selbstverständlich sind die Poren noch da: es genügt Teile des Kunststoffkrokodiles abzubrechen, wie es Zähne oder Schnäbel von diversen Tieren vermögen. Diese Polyurethane, die bei diesen Kunststoffkrokodilen und anderen “Eiexpansionstieren” eingesetzt werden, sind in der inneren Struktur den Bauschäumen sehr ähnlich, wie sie zum Ausschäumen von Fenster- und Türzargen benutzt werden.

    Sie sind etwas zäher, also nicht ganz so spröde eingestellt, damit das Kunststofftier eine gewisse “natürliche Griffigkeit” hat und sich nicht so grindig rauh anfasst; ebenso wird auf diese Weise eine gewisse “körperliche Struktur” des Kunststofftieres erreicht; das geht nur über eine Porigkeit des Kunststoffgewebes. Je nach Kunststofftier kann die Härte des Polyurethankörpers eingestellt werden – bis zu einem Gefühl nach Hartplastik.

    Bei dem von mir gewählten Vergleich geht es dabei nicht um das chemische Herstellungsverfahren – also evtl. Isocyanate im Bauschaum – oder der Art der Aufschäumung, sondern ausschließlich um einen Vergleich der Struktur des final aufgeschäumten Polyurethankörpers aus einem Bauschaum mit den bei den Kunststoffkrokodilen in den Eiern verwendeten Polyurethanen.

    Die Poren unterhalb der “Haut”oberfläche des Kunststoffkrokodiles sind aus oben beschriebenen Gründen immer vorhanden und treten sofort hervor, sobald Stücke abgeschnitten, abgerissen, abgebissen werden; in ähnlicher Weise, wie die Poren sichtbar werden, sobald überstehende Reste eines erhärteten Bauschaumes abgeschnitten werden, die Haut mag glatt sein, es ist trotzdem ein Gewebeschaum mit der entsprechenden Porigkeit in unterschiedlicher Dicke unter der Haut vorhanden.

    > nur die Beschreibung ihrer ach so verherenden Wirkung ist leider falsch.
    > Und das hängt eben damit zusammen, dass es eine so große Bandbreite an
    > Polyurethanverbindungen gibt

    Die oben beschriebenen Wirkungen, der in diesen Kunststofftieren befindlichen Polyurethane und nur um diese geht es, sind vorhanden, wissenschaftlich beschrieben und nachweisbar und nicht “leider falsch”, wie behauptet wird; deshalb auch das Einfuhrverbot für Spielzeuge, die diese speziellen Polyurethane enthalten, in allen EU-Ländern und USA, Kanada und vielen weiteren Ländern seit Ende 2007 und verstärkt 2008 und 2009; die Begründung ist in den Links beschrieben und bezieht sich auf die Verdauungstraktproblematik durch die aufquellenden, aufgequollenen und evtl. spitzen Teile, die in die Magenwände eindringen können.

    Es geht nicht um den menschlichen Fleischkonsum oder Ernährungsgewohnheiten in diesem Fall, sondern um Tiere, die diese – wie in diesem Blog-Bericht beschrieben – von Sea Shepherd-Schiffen geworfenen Plastikkrokodile aufnehmen können. Während beispielsweise Pinguine, Seelöwen, Delfine ihren täglichen Fleischkonsum leidlich gut überleben, sieht das mit den gefressenen Polyurethankrokodilen aus diesen Eiern anders aus. Meerestiere verenden daran, dass diese Polyurethane nicht verdaubar sind und die Verdauungskanäle verstopfen oder sich je nach Festigkeit Teile davon in Magenwände drücken und zu Geschwüren führen können, usw. siehe oben.

  11. JackvKrae sagt:

    ob die eier den von dir hier eingestellten links entsprechen kann ich aufgrund mangelnder chemischer kenntnisse und ohne die eier gesehen und mit deinen hier eingestellten links und der produktbeschreibung verglichen zu haben nicht beurteilen – so sollte es wohl allen gehen. es stellt sich nun mir hier die frage ob du hier nun sinnfreie, selbstlose und nicht nachprüfbare aufklärungsarbeit betreibst oder ob du auch einen “punkt” hast, auf den ich dich bitten würde, in ein bis maximal zwei sätzen zu kommen.