Aktivistenschiff wurde abgeflaggt

Original: http://www.themercury.com.au/article/2010/03/09/132411_tasmania-news.html

Sally Glaetzer/ themercury.com.au

Anti-Walfang Aktivisten machen das Beste aus der Situation um ihr zwangsgestrandetes Schiff in Hobart.

Das Sea Shepherd Schiff Bob Barker wird wohl noch einige Wochen in Hobart festliegen, denn das afrikanische Land Togo hat ihnen die Flagge gestrichen. Aber die Organisation wird die Zeit nutzen, um Schiffsführungen zu machen und Spenden zu sammeln.

„Wir suchen noch nach einem Land für die neue Schiffsregistrierung der Bob Barker, nun ist sie ein flaggenloses Schiff und liegt somit bis auf weiteres am Dock fest“, sagte Sea Shepherd Mannschaftsmitglied Locky MacLean gestern. „Wir arbeiten daran, vielleicht bekommt sie eine Registrierung in den Niederlanden, so wie die Steve Irwin.“

Der 50 Jahre alte, ehemalige Walfänger wird während seines Zwangsurlaubs am Macquire Kai festgemacht.

„Wir werden Touren durch das Schiff veranstalten und wir machen einen MerchandiseStand“, sagte Herr MacLean.

„Bob wurde viel Male umgebaut. Momentan ist es wie ein Schiff in einem Schiff mit unsichtbaren Decks… es gibt jede Menge versteckter Gänge.“

Die Bob Barker und die Steve Irwin liefen am Samstag nach einer dramatischen Kampagne gegen japanische Walfänger im Südpolarmeer in Hobart ein.

Auf beiden Schiffen wurde einer Razzia von der Australische Bundespolizei durchgeführt, die Anschuldigungen der japanischen Regierung nachgingen. Es wurden keine Anklagen erhoben.

Die Steve Irwin wird sich bald auf dem Weg zu ihrer nächsten Kampagne gegen die Blauflossenthunfischwilderei im Mittelmeer machen.

„Wir brauchen etwa 60 Tage um nach Frankreich zu kommen, somit hat die Steve Irwin eine lange Fahrt vor sich“, sagte Locky MacLean, der auf dieser Reise als Kapitän fungiert.

Die Mannschaft hofft, dass Tasmanien ihnen vegane Lebensmittel spendet, sowie Sojamilch, frisches Obst und Tofu.

Die Sea Shepherds werden im August nach Australien zurückkehren und die „stärkste Flotte aller Zeiten“ für die nächste Sommerkampagne mitbringen. Das heißt mit einem Ersatz für den im Januar nach einer Kollision mit einem Walfangschiff versunkenen Karbonfaser Trimaran Ady Gil.

„Wir versuchen uns für einen Schiffstyp zu entscheiden, der manövrierfähiger und schneller als die Harpunenboote sein wird“, sagte Herr MacLean.

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11 Antworten auf Aktivistenschiff wurde abgeflaggt

  1. Seiji Oujiru sagt:

    Nachdem die Rechten [Stichwort: Geert Wilders] in den Niederlanden immer mehr Fuß fassen, wächst zum Glück die Hoffnung, dass Den Haag die Öko-Spinner von Sea Shepherd irgendwann nicht mehr toleriert.

    Dass selbst Togo diesbezüglich weiter entwickelt ist als die Niederlande ist schon richtig peinlich. :-)

  2. ThomasBuiter sagt:

    Da lieber Seiji befindest Du Dich im Irrglauben über meine Landsleute. Togo ist nicht weiter entwickelt sondern von Entwicklungshilfe abhängig und darum war die Entflaggung in diesem Fall überhaupt erst möglich. Wobei laut togolesischem Register die Bob Barker immer noch aufgeführt ist.

  3. JackvKrae sagt:

    da das barcelona-abkommen von 1921 auch staaten ohne meeresküste das recht einräumt schiffe zu beflaggen kann das doch bei 193 offiziellen und 12 nicht annerkannten statten doch nicht allzuschwer werden einen zu finden der das macht…z.b. Vatikanstadt (anerkannter staat)…da sollten es die harpunen-fetischisten schwer haben druck auszuüben. müsste der jute paul mal um ne audienz anfragen.

  4. madison sagt:

    Ich glaube das der Vatikanstaat immo ganz andere Sorgen hat und unter der Flagge möchte ich nicht segeln…

  5. Mausewix sagt:

    da kann ich mich madison nur anschliesen *sich ein sscs schiff mit grossem kreutz vorstellt* uaa ne las ma da bettel ich dann lieber bei der merkel um audiens und selbst das is zum grusseln

  6. JackvKrae sagt:

    wenn du die flagge jedes landes ablehnst, weil ein vertreter oder bediensteter dieses landes diese oder jene moralische und/oder juristische schandtat begangen hat, wird die luft ziemlich dünne. schlussendlich ist es ein buntes stück stoff.

  7. madison sagt:

    … ach so ich dachte es geht um die Registrierung… dann können die auch ne Unterhose hinhängen. Mal schauen welches Land die Japaner als nächstes bestechen müsen um die Flagge zu streichen… Entwicklungshilfe nach Bob Barker Art

  8. Andreas sagt:

    na, die Bundesregierung verurteilt doch das Massenschlachten. Wäre ja mal Zeit zu Handeln.

    Eine Anfrage an Merkel, in Verbindung mit einer PM, wäre ja mal interessant ;-)

  9. Mausewix sagt:

    also ich hab mal die partein angeschrieben *G* mal schauen was bei rauskommt

  10. Dirk sagt:

    Eine Schiffsregistrierung sollte kein unlösbares Problem darstellen, zumal es einige prominente und auch einflussreiche Unterstützer gibt (z. B. Fürst Albert II. von Monaco)

    Paul wird die aktuelle Situation nun dankend annehmen, um den Fokus der Öffentlichkeit auf das korrumpierende japanische System der „Entwicklungshilfe“ zu lenken. Mal wieder ein schönes japanisches Eigentor.. “Clever geht irgendwie anders..”.

    Einige Mitarbeiter der japanischen Fischerei-Behörde sollten sich evtl. mit dem Thema “Seppuku” intensiver auseinandersetzen. Das wäre zwar keine Lösung, aber dann hätten wir endlich auch einmal etwas “traditionelles” ;o)

    Ein Artikelauszug aus der TAZ:
    Atherton Martin war früher Umweltminister der Dominikanischen Republik. 2000 trat er nach eigenen Angaben aus Protest gegen den japanischen Stimmenkauf von diesem Amt zurück. Heute meint er, die Staatengemeinschaft sehe nur die Spitze eines Eisbergs, was japanische Einmischungsversuche in die Politik kleiner, finanzschwacher Staaten betreffe: “Das ist mehr als Erpressung, das ist Erpressung in Vollendung.”

    Soviel zum Thema „Einmischung in die Souveränität anderer Staaten“

  11. Moby Dick sagt:

    So so, der PR-Praktikant Seiji setzt seine Hoffnung auf die Faschos in Holland… da kommt mal wieder zusammen was zusammen gehört…