Antrag zum Schutz des Blauflossenthunfischs gescheitert – Sea Shepherd tritt auf den Plan

Sea Shepherd News: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100324-2.html

Die Vereinten Nationen sind bei dem Antrag, den Blauflossenthunfisch in die Liste der gefährdeten Arten aufzunehmen zu keiner Einigung gekommen. Dies wurde auf der kürzlich abgehaltenen Versammlung der Organisation “Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Flora and Fauna (CITES)” (Anm.: Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen, kurz: CITES) bekannt.

Die Entscheidung fiel, nachdem sich Japan, Kanada und viele arme Nationen gegen die Schutzmaßnahme stellten. Die Bestände des Blauflossenthunfisches sind seit Beginn der industriellen Fischerei um mindestens 85% gesunken. Die Fangquoten sind von der Internationalen Kommission zum Schutz des Atlantischen Thunfisches (International Commission for the Conservation of Atlantic Tunas, kurz: ICCAT) auf sage und schreibe 13.500 Tonnen festgelegt, doch in Wirklichkeit werden über 60.000 Tonnen pro Jahr getötet. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Blauflossenthunfisch im Mittelmeer in weniger als fünf Jahren ausgestorben sein könnte. Die Quote ist zu hoch, sie wird nicht überwacht und es mangelt an politischem Handlungswillen. Es ist immer die gleiche Geschichte.

Monaco (das den CITES-Schutzantrag eingebracht hat) behauptet, dass die Maßnahmen zur Überlebenssicherung des Blauflossenthunfisches nicht streng genug umgesetzt wurden. Die Organisation, die für die Überwachung des Thunfischfangs verantwortlich ist, ist ICCAT.

Der Blauflossenthunfisch wurde zur Aufnahme in die Liste der gefährdeten Arten des CITES-Anhangs I vorgeschlagen. Dies würde zu einem kompletten Handelsverbot unter CITES-Mitgliedern führen. Ein Expertengremium der “UN Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation” (UN Food and Agriculture Organization) hatte den Fall untersucht und war zu dem Schluss gekommen, dass eine Auflistung der Art im Anhang I notwendig sei. Eigentlich haben sogar die wissenschaftlichen Berater des ICCAT einen Handelsstopp als gerechtfertigt empfohlen.

Wiederum ist es das Drängen Japans, das zur Auslöschung der Art führt. Japan arbeitete mit seinen Verbündeten zusammen und sorgte dafür, dass der Schutzantrag gekippt wurde. Über 80% des Blauflossenthunfischs wird in Japan verkauft und Firmen, die große Vorräte dieses wertvollen Fisches gelagert haben, warten nur darauf, dass die Art ausstirbt. Sie werden enorme Profite machen und in der Lage sein, den Markt zu kontrollieren. Es ist einfach zu viel Geld bei gierigen und egoistischen Interessengruppen, illegalen Fischhändlern und selbstsüchtigen politischen Kräften im Spiel, die wieder einmal gewonnen haben. Der Blauflossenthunfisch hat keine Chance.

Die Sea Shepherd Conservation Society wird diesen Sommer im Mittelmeer ankommen und gegen das illegale Überfischen des Blauflossenthunfisches eintreten. Sea Shepherd wird alles tun, was innerhalb internationaler Gesetze möglich ist, um den prachtvollen Blauflossenthunfisch zu schützen. Die Vorbereitungen für die Kampagne zur Verteidigung des Blauflossenthunfischs im Mittelmeer sind voll im Gange – zu Wasser, zu Luft und zu Land. Die Steve Irwin, Sea Shepherds Flaggschiff, ist gerade aus der Antarktis zurückgekehrt, wo sie gegen die illegalen Walfangaktivitäten eingeschritten ist. Jetzt ist sie unterwegs, um internationale Naturschutzgesetze in europäischen Gewässern zu vollstrecken.

Steve Roest
Generaldirektor
Sea Shepherd Conservation Society

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15 Antworten auf Antrag zum Schutz des Blauflossenthunfischs gescheitert – Sea Shepherd tritt auf den Plan

  1. Seiji Oujiru sagt:

    Es gibt also weiter Maguro, Toro, Chutoro sowie Otoro.

    Und die Europäer haben ihre veganen Wohlstandskinder auf der Steve Irwin ausnahmsweise mal selbst an der Backe!

    Besser geht es eigentlich gar nicht.

  2. ThomasBuiter sagt:

    Du befürwortest also die Ausrottung von Arten, damit Sushi weiterhin auf dem Speiseplan stehen kann? Sehr nachhaltige Einstellung.

  3. Sushi ist mal wieder so eine Perversion der zivilisierten Welt. Da gehört ursprünglich überhaupt kein Fisch rein. Die Füllung, die der Erfinder des Sushi vor gar nicht langer Zeit da rein tat, war – Gurke!

    Lohnt sich übrigens, veganes Sushi mal selber zu machen – echt lecker. Und echt zivilisiert.

    Es ist ohnehin davon auszugehen, dass es eine Schwäche der Menschen ist, nicht ohne Fleisch auskommen zu wollen. Alle Weltreligionen (die früher als Verfassungen dienten) beinhalten Verbote dazu, die auf sehr augenscheinliche Weise uminterpretiert wurden.
    Moslems sollen kein Schweinefleisch essen (und auch kein Blut und nichts Verendetes = Leichenteile!) und Hindus keine Kühe, Buddhisten überhaupt keine Tiere und in der Bibel steht: Früchte und Samen habe ich euch gegeben, die sollen eure Nahrung sein. Da gingen dann christliche Mönche hin und erklärten Biber zu Fischen (die irgendwie keine Tiere sind, weil sie bekanntermassen auf Bäumen wachsen?) wegen ihres schuppigen Hinterteils, damit sie sie in der Fastenzeit essen konnten, und verspeisten Schwäne, weil die wegen ihres weißen Gefieders so rein waren, dass sie irgendwie auch nicht als Tiere zählten (Fastenzeit = Karneval = lateinisch: fleischfrei). Und im Islam und Judentum lassen sie das verbotene Blut aus den Tieren rauslaufen, unter extrem tierquälerischen Bedingungen, dem Schächten, statt sich klar zu machen, um was es wirklich geht. Nämlich, dass sie nichts essen sollen, wo Blut drin ist – oder war. Irgendwie ganz schön erbärmlich, das alles.

    30.000 Kinder sterben jeden Tag an Hunger.

    Unsere Schnitzel fressen ihnen ihr Essen weg. Mit dem Futter, das wir in unsere Fleischproduktion stecken, könnte man die 3. Welt dreifach überernähren. Kein einziges Kind müßte so elend zu Grunde gehen. Ich jedenfalls möchte daran nicht Schuld tragen.

    Nur 1/3 der gesamten Weltproduktion an Getreide geht in die Mehl- bzw. Brotherstellung, der Rest in Tierfutter.

    Und – Wissenschaftler wissen mittlerweile, dass wir die Klimakatastrophe jetzt sofort stoppen könnten, wenn wir uns alle fleischlos ernähren würden.

    In diesem Sinne – frohe Ostern!

    for the oceans,
    ja- und die Kinder dieser Welt…

    icaneatcauliflower

  4. Jens sagt:

    Seiji, bis jetzt hab ich deine Kommentare ja immer nur gelesen und nix gesagt, ich dachte mir “ok, als Japaner (mit Nationalstolz?) fühlt er sich durch die Artikel immer vor den Kopf gestoßen und geht deswegen auf Kontra Kurs” aber die Vernichtung einer Art wegen Geldgeilheit toll zu finden? Da müßte eigentlich auch dem letzten Japaner ein Licht aufgehen das sowas nicht mehr passieren darf… bitte denk nochmal selber drüber nach, selbst bei allem hass von dir auf Sea Shepherd wirst du doch tief in dir nicht sagen das dieses Vorgehen von Japan gut zu heißen ist?

  5. Lutra sagt:

    @ Jens:

    Deinen Glauben an das Gute im Menschen in allen Ehren – aber Troll und Müllschleuder Seiji ist von der gleichen Kategorie wie sein Landsmann Joji Morishita (Vertreter der japanischen Walfängerlobby): In puncto Ökologie völlig unterbelichtet, Gehirnwäscheopfer nationalistischen Gedankenguts und rücksichtslosen Profitdenkens, sowie höchst resistent gegen Erkenntnisprozesse, selbst wenn der gesunde Menschenverstand schon laut schreit. Warum sonst hat er sich hier noch nie auf eine ökologische Diskussion eingelassen und versprüht nur Zynismus und Schadenfreude?

    Kleine Kostprobe von Morishitas „Verstandesleistung“: Er ist der festen Überzeugung, dass die Wale den Menschen die Fische wegfressen. Auf die Frage, warum es zu einer Zeit, als es noch viel mehr Wale gab, nämlich vor ihrer industriellen Bejagung, auch viel mehr Fische gab, antwortet er, das frage er sich auch (frei zitiert aus dem Buch „Die Bucht“).

  6. moseh sagt:

    @ jens: Deine Bekehrung Seijis ist gut gemeint, der Junge ist aber nur hier, um seine Anti-Thesen zu verbreiten. Diskussionen sind zwecklos. Patriotisch seinem ach so geliebten Japan ist er auch nicht, warum lebt er sonst in der westlichen Welt? Wegen Hartz IV?
    Der Junge ist lächerlich, ein Patriot des Märchenlandes!

  7. Seiji Oujiru sagt:

    Hallo Tomasu-kun, die Sachlage verhält sich so:

    Wenn der Blauflossenthunfisch jetzt unter Schutz gestellt wird, gibt es sofort kein Maguro auf Nigiri und Maki mehr. Wenn wir ihn aber weiter fangen, bliebe er zumindest bis zu seinem [angeblichen!] Aussterben erhalten.

    Außerdem hat das Beispiel vieler Walarten gezeigt, dass eine Spezies, die einmal unter Schutz gestellt wurde, dies auf unabsehbare Zeit bleibt ~ selbst wenn sich der Bestand wieder erholt. Es gäbe also nicht nur sofort, sondern auch für immer kein Maguro mehr.

    Da genieße ich lieber bis zu einem etwaigen Ende des Blauflossenthunfisch den Selbigen weiter, als mein Sushi freiwillig zu kastrieren. Und ja, dies selbst dann, wenn es die Ausrottung einer Spezies bedeutet.

    Damit dürfte Deine Frage beantwortet sein, auch wenn Du/ihr die Antwort vermutlich wieder nicht verstehen wollt.

    Aja, “Nachhaltigkeit” ist DIE Worthülse der letzten zehn Jahre. ;-)

  8. Seiji Oujiru sagt:

    @ icaneatcauliflower:

    Was Du hier verzapftst, ist eine ganz typische Lebenslüge der Vegetarier und Veganer. Da kann ich nur noch lachen.

    Sushi ist sogar ganz explizit an Fleisch, um genau zu sein an Fisch gekoppelt, weil es ursprünglich [bereits vor über 1000 Jahren] eine Methode war, um Fisch haltbar zu machen. Tatsächlich kam das Grünzeug [Kappa, Oshinko, Kampiyo, etc] erst später dazu.

    Na ja, keine Ahnung von nichts, aber das Maul ganz groß aufmachen.

    Eine Minute mit Google hätte Dir diese Blamage im Übrigen erspart.

  9. Andreas sagt:

    Ab heute wird so manch isländischer und japanischer Geschäftemacher nicht mehr so gut schlafen ;-)

    Greenpeace-Blockade verhindert Walfleisch-Export –

    http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1201526&kat=64

  10. ach, seihi…

    (google Dir doch mal, was im Bayrischen seihern heißt, Du machst i.d.R. Deinem Namen alle Ehre)
    was Du da ansprichst, ist die weltweit verbreitete – und oft jahrtausendealte – Methode, Fisch (rotten fish in Island) oder Eier (in China) oder was auch immer in der Erde zu verbuddeln und ihrem gesteuerten Verwesungsprozeß zu überlassen, hmmm, lecker… es gibt ja auch Madenkäse :-) (und der Mensch ist, was er isst..im Zweifelsfall auch roh)
    Du meinst mit Reis in der Erde verbuddelten Fisch, das ist aber nicht das Sushi, das irgendwelche halbgebildeten Schickimickis heutzutage meinen vertilgen zu müssen, um in zu sein. Du weißt doch selber schon, dass das Gemüse erst später dazu kam? Na also, und das Zeug gibt es seit rund hundert Jahren, Deinen Buddelfisch würde wohl niemand als Sushi kaufen oder verkaufen. Dass jetzt irgendwelche Hirnis das im Internet als Sushi bezeichnen ist ein systemintrinsischer Effekt. Hat es sich noch nicht zu (Pseudo-)Japanern rumgesprochen, dass nicht alles, was im Internet steht, die alleinige und reine Wahrheit ist? Und google ist zwar was Feines, aber zur Erlangung von Bildung nur nachrangig geeignet…

    P.S.: die Nachricht von Andreas find ich mal wirklich bedeutsam!

  11. Seiji Oujiru sagt:

    @Andreas: Mit dieser Meldung habe ich gar kein Problem. Was da passiert ist, ist keine Angelegenheit Japans, sondern eine Angelegenheit Islands. Wenn die Isländer ihr Walfleisch nach Japan exportieren wollen, sollen sie diesen Export rechtssicher durchführen.

    @Lutra: Haben wir vom “Dumpfling” zur “Müllschleuder” gewechselt? Es gilt das Gleiche wie bereits zuvor: Du deklassierst Dich selbst. Interessant aber, dass Du Dich von mir wiederholt provozieren lässt. Hast ein volatiles Temprament. :-)

    @moseh: Eigentlich verhält es sich so, dass die Grünen [und Linken] die Propheten des Märchenlandes sind. ~ Bist Du eigentlich auf Hartz IV, oder warum bringst Du dieses Thema aufs Tablett? Es hat schließlich eher was mit Wahlen statt mit Walen zu tun.

  12. Lutra sagt:

    @ S.:

    Danke für die Bestätigung: Wieder mal nur Schadenfreude und leeres Gerede.

  13. moseh sagt:

    @ all: Es ist sehr schade, daß dieser Blog in letzter Zeit zu einer Brutstätte Seijis leerem Gedankengut mutiert. Und das nur, weil wir immer auf sein stumpfes Gerede reinfallen. Man muß diesen Schwachmaten ignorieren. Er hat in der Realität mit Japan eh nix am Hut.

  14. Seiji Oujiru sagt:

    @icaneatcauliflower: Dein Getöse hilft Dir jetzt auch nichts mehr. :-p

    @Lutra: Stimmt, von der Anti-Walfang-Fraktion kommen keine Inhalte.

    @moseh: Also, wenn der “Schwachmat” sein “stumpfes Gerede” zum Besten gibt, dann gibt es sofort einen Schwall an Reaktionen. Das führt zur Erkenntnis, dass dieses Blog ohne den “Schwachmaten” nichtmal halb so interessant wäre. Ohne ihn heißt es nämlich meist “0 Kommentare”.

  15. Seiji Oujiru sagt:

    Ah ja, @icaneatcauliflower, noch ein Nachtrag:

    Was “seihern” heißt, weiß ich bereits aus diesem Thread:

    http://www.forum.migaloo.de/index.php?page=Thread&postID=552&highlight=

    Ist wirklich interessant, was da so geschrieben wird. Ich wollte mich eigentlich schon vor geraumer Zeit dazu äußern, aber jetzt fällt es mir dank Deinem “seihern” wieder ein. :-)

    ~

    (1) Da wird tatsächlich über Zensur diskutiert, weil es euch nicht passt, was ich schreibe. [Ich war wirklich der Auslöser! Sollte ich darauf stolz sein?]

    (2) Weil ihr die Zensur nicht als Zensur verkaufen wollt, soll es als Sperren von Kritikern verkauft werden.

    (3) Da das immer noch Zensur ist, werden die Kritiker pauschal zu “Trolls” degradiert. [Totschlagargument Nr. 1 im Web 2.0]

    (4) Die Definition von “Troll” lässt auf sich warten, aber ihr werdet sicher alles daran setzen, dass sie mich mit einschließt.

    (5) Besonders wichtig ist das Mundtodmachen von Personen, welche SS angeblich “in Misskredit” bringen – in diesem Blog betrifft das dann wohl wieder mich.

    (6) Völlig übersehen tut ihr dabei aber, dass sich SS mit seinen kontroversen Methoden selbst in Misskredit bringt [und stolz darauf ist.]

    (7) Da ihr mangels Argumenten der von mir hervorgebrachten Kritik [dem "Misskredit"] nicht begegnen könnt, soll zensiert oder gesperrt werden.

    (8) Und dass viele von euch selbst gerne Beleidigungen austeilen [oder erfolglos mein Argumentationsmuster zu durchschauen versuchen ;-)] überseht ihr ebenfalls völlig. Sonst hätten sich so mancher SS-Supporter schon lange trollen müssen…

    FAZIT: Dieser Thread ähnelt einem internen Memorandum von Scientology, wie man mit Abweichlern und Kritikern umzugehen habe.

    ~

    Mal eine Frage zum Schluss: Ist die Tatsache, dass sich im Forum von Animal Planet so viele “Trolls” herumgetrieben haben, nicht eventuell ein Zeichen dafür, dass die “Trolls” eben doch keine dumme Minderheit sind, sondern nur ihr Gehirn eingeschaltet haben?