Steve Irwin Update: Pitcairn Island

Sea Shepherd News: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100330-1.html

Dienstag, 30. März 2010

Wenn man die lange Route von Neuseeland nach Panama fährt, liegen nicht sehr viele Häfen auf dem Weg, die man unterwegs anlaufen kann. Es ist ein Tradition bei Sea Shepherd die Pitcairn Insel anzulaufen. Dieser felsige Brocken mit seiner vulkanischen Oberfläche liegt auf dem halben Weg, mitten im Pazifik. Es ist die Heimat der Meuterer aus dem bekannten Buch, deren Nachfahren der Seeleute von damals, heute noch dieses kleine abgelegene Schmuckstück von Insel bewohnen.

Als die Steve Irwin die Nordküste Pitcairns umfuhr und Adamstown hinter sich lies, hielt die MOSS, das Langboot der Insel, auf die Steve Irwin zu, beladen mit Früchten, selbst gefertigten Werkstücken und Dinge, die zum Tauschen oder Handeln geeignet sind.

Die Crew der Steve Irwin ließ sich an der Backbordseite des Wracks der Bounty vorbei gleiten und hielt auf einen Ankerplatz an der Westseite zu, wo die Wetterbedingungen gemäßigter sind und die wind abgewandte Seite der Insel und die Wellen ein ruhiges Ankern erlauben. Der Anker hatte den Sand nicht einmal richtig berührt, als die Einwohner Pitcairns schon die Leiter heraufkletterten, beladen mit farbenfroh gewebten Beuteln voller Bananen, Papajas, Passionsfrüchten, Jackfrucht, Auberginen und einer Menge anderes frisches Obst. Das Tauschgeschäft lief gut als die Sea Shepherd Mannschaft den Pitcairn Einwohnern Mehl, Kaffee und andere Pakete mit dringend benötigten Mitteln übereichte.

Als die Pässe der Crew auf der Brücke der Steve Irwin abgestempelt wurden, übereichte der Bürgermeister von Pitcairn, Mike Warren Kapitän Locky MacLean eine Tafel, mit dem Wappen der Insel, welcher im Gegenzug eine Sea Shepherd Flagge für die Insel und ihre Bewohner übergab.

Pirate Pawl, direkter Nachfahre der Bounty Meuterer in der siebten Generation, erklärte: „ Wir sind verrückt nach Walen und lieben die Dinge die ihr tut, alles Gute für Euch!“ Er und sein Partner verdienen sich auf der Insel ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Pitcairn T-Shirts, Schmuckstücken aus Perlmutt und Piratenbandanas. Sie spendeten großzügig einige Bandanas und die T-Shirts wurden in Anerkennung des Totenkopf Logos getauscht, dass Sea Shepherd und die Bewohner von Pitcairn gemeinsam teilen.

Die einzige Verbindung der Insel zur Zivilisation ist ein Frachtschiff, das dreimal im Jahr von Neuseeland kommend hier anlegt. Einige Bewohner fragten nach dringend benötigten Ersatzteilen und Öl für einen Generator der schon in den letzten Zügen lag. Unsere Techniker suchten ein paar nötige Ersatzteile zusammen und dann war es Zeit an Land zu gehen.

Ein Besuch auf Pitcairn ist nicht komplett, ohne einmal an Land gegangen zu sein und die Hälfte der Mannschaft machte sich auf den Weg nach Bounty Bay zum Bootsschuppen und der Landestelle, an der sich die gewaltigen Wellen brechen. Ähnlich wie die Meuterer der Bounty damals vor 220 Jahren, nutzen die Bewohner heute noch ein Langboot um durch die Wellen ans Ufer zu kommen(nur das die Ruder gegen einen starken Dieselmotor ersetzte wurden).

Nach einer 2 Stunden Tour an Land, die Sonne ging inzwischen unter und auf der geschützten Seite der Insel kam langsam Wind auf und zerstörte den Schutz den die Insel der Steve Irwin somit gab. Als die MOSS abdrehte und ein paar letzte Lebewohl und Dankesrufe noch von beiden Decks der Schiffe  gerufen wurden, lichtete die Steve Irwin den Anker und drehte den Bug nach Nordost, die blinkenden orangeroten Lichter von Adamstown hinter sich lassend.

Mit über 3000 Meilen vor uns bis zu unserem nächsten Landaufenthalt in Panama, wirkt das Auslaufen von Pitcairn, als ob man einen geschäftigen Mittelpunkt der Zivilisation hinter sich lässt, irgendwo versteckt in dem abgelegenen Teil des Pazifiks.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.