Sea Shepherds Walschutzkampagne rettete 528 Wale das Leben

Sea Shepherd News: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100412-1.html

Operation Waltzing Matilda ist ein sensationeller Erfolg geworden

Die japanische Walfangflotte lief zu der Walschutzzone im Südpolarmeer aus, um die von der japanischen Regierung bestimmte Quote von 935 geschützten Minkwalen, 50 gefährdeten Finnwalen und 50 ebenso gefährdeten Buckelwalen zu erfüllen. Ihr Ziel war insgesamt 1035 Wale zu töten.

Das Eingreifen durch die drei Schiffe der Sea Shepherd Conservation Society verhinderte, dass diese Zahl erreicht wurde. Die  Sea Shepherd Crewmitglieder haben diese Quote sogar erfolgreich mehr als halbiert. Ihr Erfolg bei der Rettung der Buckelwale lag bei 100% und 98% bei den Finnwalen.

Keiner der 50 angestrebten Buckelwale wurde erlegt.

Von den 50 Finnwalen, wurde leider einer getötet.

Und von den anvisierten 935 Minkwalen  wurden 506 Stück getötet.

Insgesamt mordeten die illegalen japanischen Walfänger 507 Wale.

Sea Shepherd rettete erfolgreich 528 Walen das Leben – unser größter Schlag gegen die Walfangquote jemals.

Die Arbeit der Monate davor hat sich ausgezahlt. Die immensen Kosten waren es wert. Der Verlust der Ady Gil war es ebenso wert wie die Inhaftierung ihres Kapitäns Pete Bethune.

Unser Dank geht an die Mannschaften der Steve Irwin, der Bob Barker und der Ady Gil. Danke auch den hunderten von Freiwilligen die an Land geholfen haben und die Tausenden von Unterstützern weltweit. Und Dank der Hilfe von Bob Barker und Ady Gil konnte Sea Shepherd die Walmörder jagen, sich ihnen in den Weg stellen, sie immer wieder stören und ihre Walfangaktivitäten somit für ein Drittel der Saison unterbrechen.

Was bedeutet dieses finanziell für die japanische Flotte?

Wenn man rechnet, dass ein Wal etwa eine viertel Million Dollar einbringt, haben wir die japanische Walfangflotte erfolgreich um zirka 132 Millionen Dollar an Einnahmen gebracht.

Wir können mit Sicherheit ausschließen, dass die japanische Walfangindustrie diese Saison irgendeinen Profit erzielt hat. Die Walfangflotte müsste mindestens 700 Wale verarbeiten, um überhaupt ihren Schnitt zu machen.

Zu ihren Verlusten kommen noch der erhöhte Verbrauch an Treibstoff als die Schiffe von den Sea Shepherds gejagt wurden, die Kosten für die Sicherheits- und Abwehrsysteme, Kosten für die Überwachungsflüge, Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit, Verluste durch Personalkosten (als die Schiffe verfolgt wurden, war für die Flenser auf dem Fabrikschiff nichts zu tun). Wenn keine Wale an Deck aufgeschlitzt werden können, sitzen die Flenser tatenlos in der Schiffsmesse und trinken  Sake oder Tee beim Zocken.

„Der Mangel an Proben könnte die Genauigkeit unserer Forschungsarbeiten beeinflussen“, sagte Fischereimitarbeiter Takashi Mori zu dem geringen Fangergebnis.

„Das wollen wir auch stark hoffen, denn viel wichtiger für uns ist die Tatsache, dass der Schwund an Proben auch ihren Gewinn betrifft“, sagte Kapitän Paul Watson. „Wir haben sie dieses Jahr über einen langen Zeitraum hart getroffen, und jede Aktion mit ihren Risiken hat sich ausgezahlt. Dort draußen im Südpolarmeer schwimmen nun 528 Wale frei herum, die ohne unser Eingriffen sehr wahrscheinlich tot wären. Es ist ein freudiger Tag für meine Mannschaft und mich und vielen Umweltschützern weltweit, wirklich ein sehr schöner Tag.“

Um seiner Rolle als Opfer von ‚Ökoterroristen’ gerecht zu werden, beschuldigte Mori Sea Shepherd durch ‚gewalttätige Übergriffe’ den Walfang für 31 Tage lahm gelegt zu haben.

Die Sea Shepherd Conservation Society ist überaus stolz die tödlichen Walfangaktivitäten für 31 Tage ‚lahm’ gelegt zu haben.

„Ich hätte es nicht besser umschreiben können“, sagte der Kapitän der Bob Barker Chuck Swift. „Wir haben ihre widerlichen Aktionen für 31 Tage lahm gelegt und es freut mich zu hören, dass wir nun von offizieller japanischer Seite eine Bestätigung für unseren Erfolg bekommen. Danke Herr Mori für diesen Nachweis.“

Sea Shepherd repariert grade die Schäden an der Bob Barker, sucht einen potentiellen Ersatz für die zerstörte Ady Gil, und arbeitet daran Kapitän Pete Bethune bei seiner Verteidigung zu helfen, der immer noch als Gefangener im Krieg gegen die Walfänger in Japan einsitzt.

Wie Kapitän Watson sagte:“ Schiffe sind ersetzbar, bedrohte und geschützte Wale sind es nicht. Wir haben ein Schiff verloren und ein Besatzungsmitglied in Haft, aber niemand wurde ernsthaft verletzt. Ich denke wir haben dieses Jahr verdammt gute Arbeit geleistet. Nun müssen wir uns reorganisieren, Spenden sammeln, unsere Schiffe reparieren und neu ausstatten um es bei unserer Rückkehr im Dezember noch besser zu machen.“

Operation Waltzing Matilda war die sechste und bis jetzt erfolgreichste Kampagne in der Walschutzzone im Südpolarmeer.

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73 Antworten auf Sea Shepherds Walschutzkampagne rettete 528 Wale das Leben

  1. Michael Mittelstädt sagt:

    @ Kazuko

    Anthrozentrische Weltbilder sind weit verbreitet und werden durch viele kulturell geprägte Denkweise und Religionen unterstützt. Da wird die eigene Positionsfindung zu einer “Glaubensfrage” oder zumindest zu einer Frage kollektiver oder persönlicher Werte. Gilt für alle, nicht nur Seiji.

    Nationalisten, Nationalismus, Nationalstolz….. wird es noch einige Zeit geben. Die Globalisierung hat auch das Problem, dass die Menschen nicht nur Angst haben, ihren Job zu verlieren, sondern offensichtlich urmenschlich auch etwas für die die Definition Ihrer Identität und ein Zugehörigkeitgefühl zu einer Gruppe brauchen.

    Seiji Oujiru hat das von mir als erforderlich bezeichnete Denken und Handeln als Weltbürger(in) als Multikulti abqualifiziert. Das ging an meiner Frage damals etwas vorbei. Ich bin nicht der Ansicht, dass Nationalstolz oder Zugehörigkeitsgefühl zu einer ethnischen Gruppe zwangsläufig dem Danken und Handeln als Weltbürger(in) entgegensteht. Stolz ist eine Emotion, Denken ist etwas anderes. Es es bedeutet allerdings, dass man für sich selbst eine (für das System Planet Erde verträgliche ) Position zwischen den Polen Rationalität und Emotionalität finden muss. Damit tun sich einige schwer.

    Der Nationalstaat ist unverändert, anderslautende Ansätze in der UN und im EU-Parlament mal unberücksichtigt, Träger und Basis politischer Entscheidungsprozesse, der Gesetzgebung und international wirkender Handlungen. Ich glaube zwar, dass das im Zeitalter globaler Unternehmen und Märkte häufig zum Problem wird, aber momentan haben wir nichts anderes. Ich würde mir sogar manchmal wünschen, dass die deutsche Bundesregierung in Sachen Artenschutz, Umweltschutz etc. stärker national agieren würde und sich nicht in der uneinigen EU verstecken würde.

    Insofern interessiert mich wirklich, warum in Japan der Umgang mit einem m.E. unter objektiven Gesichtspunkten absolut nachrangigem Wirtschaftszweig (letztlich ist es ein “Institut” plus die Fangflotte) dermaßen zum Symbol nationaler Standhaftigkeit wird.

    Auf der anderen Seite: Wenn ich die nationale Aufgeregtheit in Deutschland bei Fußballeuropa- und Weltmeisterschaften sehe……

    Gruß

    Michael

  2. Helmut Treib sagt:

    Danke an alle hier, die uns im Kampf gegen die Vernichtung der Ozeane und ihrer Bewohner in irgendeiner Weise unterstützen.
    Es gibt Menschen, die Sea Shepherd hassen und bekampfen, es gibt Menschen die Sea Shepherd mögen und unterstützen und es gibt viele Menschen die Sea Shepherd bisher noch nicht kennen.
    Wir befassen uns nicht mit Leuten in der zuerst genannten Gruppe.

    Ansonsten ist nach wie vor mein Kommentar vom 06.Januar 2010 gültig:

    ” Wir sollten Leuten wie z.B. dem angeblichen Japaner Seiji Oujiru und …. hier die Beachtung schenken, die sie verdienen, nämlich gar keine.

    …………….

    Je mehr Leute wie diese beiden lamentieren, je mehr wissen wir daß wir auf dem richtigen Weg sind.

    Wir werden sie nicht überzeugen können und sind darauf auch nicht angewiesen.

    Wir konzentrieren uns auf das Wesentliche, danke an alle Menschen die uns dabei unterstützen.

    In diesem Sinne und
    Für die Ozeane!
    Helmut Treib

  3. Kazuko sagt:

    @ Michael Mittelstädt
    Am 17. April 2010 um 13:09 Uhr

    Anthropozentrische Weltbilder sind weit verbreitet und werden durch viele kulturell geprägte Denkweise und Religionen unterstützt.

    -> Oh ja, aber sie unterscheiden sich z.T. stark. Auch Naturschutz ist nicht selten durch ein anthropozentrisches Weltbild motiviert.
    Ich würde hier aber betonen, wie der Mensch andere Lebewesen wertschätzt. Degradiert er sie zur Ware oder nimmt er sie dankbar und mit Hochachtung als Ressource zum Überleben an.

    Nationalisten, Nationalismus, Nationalstolz….. wird es noch einige Zeit geben. Die Globalisierung hat auch das Problem, dass die Menschen nicht nur Angst haben, ihren Job zu verlieren, sondern offensichtlich urmenschlich auch etwas für die die Definition Ihrer Identität und ein Zugehörigkeitgefühl zu einer Gruppe brauchen.

    -> Auch hier kommt es immer darauf an, welcher Extreme man sich bedient. Da teile ich wiederum Ihre Einschätzung
    \”Ich bin nicht der Ansicht, dass Nationalstolz oder Zugehörigkeitsgefühl zu einer ethnischen Gruppe zwangsläufig dem Danken und Handeln als Weltbürger(in) entgegensteht.\”

    Ich würde mir sogar manchmal wünschen, dass die deutsche Bundesregierung in Sachen Artenschutz, Umweltschutz etc. stärker national agieren würde und sich nicht in der uneinigen EU verstecken würde.

    -> Das kann ich nur bedingt nachvollziehen. Die europäischen Schutzbemühungen wie sie z.B. in der Vogelschutzrichtlinie oder Wasserrahmenrichtlinie als Ziele formuliert sind, werden von den Landesregierungen und der Bundesregierung momentan demontiert. Dabei sind gerade die großen zusammenhängenden Schutzgebietssysteme wie auch die Schutzzonen mariner Ökosysteme von großer Bedeutung.
    Die Landesegierungen umgehen die EU-weiten Schutzziele, in dem sie die Partikularinteressen weniger bedienen. Wer am lautesten schreit, bekommt Zustimmung. Die sich durchsetzenden Lobbygruppen sind immer wirtschaftlich motiviert. Sie besitzen das Kapital und haben die Kontakte, um pseudodemokratische Ziele zu erreichen. Das trifft für Japan in der IWC ebenfalls zu.
    Auf der anderen Seite steht die europäische Agrar- und Fischereipolitik in deutlichem Widerspruch zum Schutz großer Ökosysteme. Da merkt man wieder, wer hier Einfluss ausübt.

    Insofern interessiert mich wirklich, warum in Japan der Umgang mit einem m.E. unter objektiven Gesichtspunkten absolut nachrangigem Wirtschaftszweig (letztlich ist es ein “Institut” plus die Fangflotte) dermaßen zum Symbol nationaler Standhaftigkeit wird.

    -> Das würde mich auch interessieren. Mit verantwortlich ist sicherlich die starke Lobby aus Politik und Wirtschaft, die in Verbindung mit den Medien meinungsbildend ist. In solchen medialen Veranstaltungen wird auch gern die nationale Souveränität hervorgehoben, was bei dem nationalbewussten und stolzen japanischem Volk sicherlich mehr zu emotionalen als rationalen Stimmungen führt.

    Auf der anderen Seite: Wenn ich die nationale Aufgeregtheit in Deutschland bei Fußballeuropa- und Weltmeisterschaften sehe……

    -> Sie sagen es, ich meide Fußballstadien. Zum Glück werden auf dem Rasen keine Tiere zerteilt. Wenn ich mir aber den spanischen Stierkampf ansehe, werden durchaus Paralellen sichtbar.

    Beste Grüße
    Kazuko

  4. Seiji Oujiru sagt:

    @Michael Mittelstädt:

    “Aber ich habe das Gefühl, das Richtige zu tun.”

    “Ich denke, dass die Waljagdgegner und viele Ihrer Kritiker hier im Blog ähnlich denken.”

    -> Und das ist auch gut so. Ich will doch nicht mit Leuten reden, die von Ihrer Meinung selbst nicht überzeugt sind. ;-)

    “Ich akzeptiere, dass der Tierschutz und speziell der Wal- und Delfinschutz manchmal sehr emotional gelebte (westliche) Wertvorstellungen sind, aber sind Nationalstolz, Stolz, mit dem man sich gegen ausländische Bevormundung wehrt, die Denkategorie “unehrenhaft” (und Gegenstück “ehrenhaft”), Ihre Ablehnung des Multikulti bzw. Betonung des Nationalstaates und nationalen Interesses nicht letztlich auch “Werte”?”

    -> Wenn Sie sich meinen Stellungnahme zum Thema Werte noch mal genau durchlesen, wird Ihnen sicher auffallen, dass ich mich nicht gegen Werte ans sich gewandt habe, sondern dagegen, Werte als Worthülse zur missbrauchen. ~ Hier noch mal zum Nachlesen: “Nachhaltigkeit” und “Werte” sind zwei Worthülsen, die im Deutschen Sprachgebrauch stets dann vorgeschoben werden, wenn die Motivation für das Handeln eines Akteurs nur vage festzumachen oder gar mit Widersprüchen behaftet ist. ~ Gegen klar definierte STANDPUNKTE ist jedoch nichts einzuwenden.

    “Sie sind erklärtermaßen pro Waljagd, ich bin dagegen. Ich habe versucht, in Ihren Argumenten außerhalb des sich Verwehrens gegen “Überstülpens westlicher Moralvorstellungen und “kulturellen Imperalismus” eine rationale Begründung für die Notwendigkeit der japanischen Waljagd zu finden. Ehrlich gesagt habe ich bisher weder von Ihnen noch sonst wo ein streng rationales Argument gelesen, warum Japan Wale jagen muss.”

    -> Japan muss seinen Walfang nicht begründen. Vielmehr muss der Westen seine kürzlich erworbenen Tabus begründen, welche unter anderem besagen, dass Wale nicht gejagt gehören. Wer eine These oder Forderung aufstellt, muss diese beweisen bzw. begründen! So einfach ist das. Und ehrlich gesagt habe ich bisher weder von Ihnen noch sonst wo ein streng rationales Argument gelesen, warum Japan keine Wale jagen sollte. Da kommen nur hohle Argumente wie das nachfolgende von Ihnen:

    “Ich würde ja noch Verständnis haben, wenn die Waljagd einen erforderlichen Beitrag für die Ernährung des japanischen Volkes bringen würde, aber soweit ich das bisher recherchiert habe, ist das nicht der Fall. Walfleischkonsum wird lediglich zum Symbol japanischer Kultur (erklärt, gemacht).”

    -> Vorab gesagt: theoretisch könnte jedes Volk ohne jegliches Fleisch leben. Zwar mit Gesundheitsschäden, doch es ginge. Aber dann würde die Welt genau in jener vegetarischen Irrenanstalt hausen, in welche die wenigsten Erdenbewohner eingeliefert werden wollen. ~ Und generell gilt hier wieder, dass Japan nicht begründen muss, warum es Wale fängt, selbst wenn Walfleisch angeblich nichts zur Ernährung des Japanischen Volkes beiträgt. Dabei ist das Anbieten von Walfleisch zusätzlich zu anderen Fleischprodukten sehr wohl ein Beitrag zu Ernährung wie auch eine Verbreiterung der Angebotspalette. Ihr Argument ist zudem sehr beliebig gewählt, genauso gut könnten Sie den Franzosen vorwerfen, Forschschenkel trügen nichts zur Ernährung des Französischen Volkes bei. Oder die Deutschen auffordern, keine Pute mehr zu essen, da Putenfleisch zur Ernährung nicht zwingend nötig ist.

    “Kultur ist letztlich auch nichts anderes als eine Sammlung von lokalen/regionalen Verhaltensweisen und Wertvorstellungen und unterliegt bekanntlich dem Kulturwandel.”

    -> Das ist richtig, aber nicht zu Ende gedacht: Kultur ist eine Sammlung von lokalen/regionalen Verhaltensweisen, deren Wandel aber auch lokale/regionale Ursachen hat. ~ Oder wollen sie wirklich behaupten, durch externen Druck entstandene Änderungen lokaler/regionaler Verhaltensweisen wären ein Kulturwandel?

    “Sie haben in einem Beitrag Menschenrechte über Tierrechte gestellt.”

    -> So ist es! Und ich bin sicher, dass das die meisten Menschen ähnlich handhaben. :-)

    “Über diese Werthierarchie kann man sich streiten, aber mir geht es hier primär um Ihre dahinter stehende Logik.
    In früheren Beiträgen haben Sie mal dargestellt, dass Sie Katzen haben. Sofern Sie die Katzen nicht streng rational zur biologisch veträglichen Vernichtung von Kleinnnagern in der Wohnung halten, ist das eine Form subjektiver Tierwertschätzung.”

    -> Exakt! Es ist – genau wie Ihre Vorliebe für Wale – eine SUBJEKTIVE Wertschätzung. Weil mein Kater einfach süß ist, um es mal ganz platt zu sagen. Weil er, wie es Paul Watson einmal ausdrückte, nichts weiter tun muss, als an meine Eitelkeit zu appellieren, um Futter und Zuwendung zu erhalten.

    “Wale scheinen Sie nicht zu mögen (warum eigentlich?).”

    -> Wale sind für mich Nutztiere, vergleichbar mit Dammwild. ~ Wie jemand für Wale eine subjektive Wertschätzung zu entwickeln kann, ist für mich nicht nachvollziehbar. Die sind nämlich – im Gegensatz zu Katzen – nicht süß, können nicht von uns gestreichelt werden und können nicht an unsere menschliche Eitelkeit appellieren. [Ich habe das bereits früher einmal mit dem Kindchenschema begründet, sie erinnern sich vielleicht.]

    “Letztlich sind damit meiner Meinung Sie wie ich und die vielen Walschützer Anhänger subjektiver Wertvorstellungen.”

    -> Korrekt!

    “Ich werde Sie hier nicht von Ihren Wertvorstellungen abbringen können, aber vielleicht können Sie erläutern, warum offensichtlich viele japanische Bürger so emotional bei ausländischer Kritik reagieren und warum so stur und mit so viel Emotionalität die Waljagd zum Symbol der japanischen Kultur und der nationalstaatlichen Nichtunterwerfung deklariert wird.”

    -> Das ist eine … gute Frage! Die Antwort darauf wird etwas in die Länge gehen und ist eine Spekulation meinerseits, ich kann nämlich nicht in andere Menschen hineinschauen. ~ Zunächst ein kleines Gegenbeispiel: Japan ist das einzige nicht-westliche Land der Welt, welches mit der Industrialisierung von Anfang an und durchgehend mithalten konnte. Dies kam aber nicht vollständig aus eigener Leistung, viel Know-how musste importiert werden. Es kamen massenhaft westliche Ingenieure nach Japan und brachten all die schönen Dinge mit, die Umweltschützer von heute so hassen, z.B. den Verbrennungsmotor, die Harpune [die hat Japan aus Norwegen gekauft] und neuerdings auch Fast-Food-Restaurants. Fazit: Einfluss von Außen ist völlig in Ordnung, so lange er gewollt ist. ~ Das Dumme ist nur, dass viele Dinge einfach nicht gewollt sind. Und dazu zählen auch Gaijins, die meinen, sie müssten den Japanern vorschreiben, wie sie ihr eigenes Land zu führen haben. ~ Um das mal an einem Beispiel zu verdeutlichen: erinnern Sie sich noch an die internationalen Proteste vor Niederländischen Botschaften, weil der Jyllands-Posten es gewagt hat, zwölf Mohammed-Karikaturen abzudrucken? Und was haben die Proteste gebracht? Nichts! Und das ist auch gut so! Denn die Niederländer entscheiden selbst, was in ihrem Land erlaubt ist und was nicht. Die Deutschen wehren sich ebenfalls immer intensiver gegen die Fremdbestimmung aus Brüssel, denn Deutschland hat eigene Interessen, die denen der EUdSSR oft zuwider laufen. Und die Schweizer haben sich über ein halbes Jahrhundert geziert, um überhaupt Mitglied der Vereinten Nationen zu werden. Sie sehen: auf Sturheit und Emotionalität haben die Japaner kein Patent und sie müssen nichts Schlechtes sein. Sogar im Gegenteil! [An der Stelle herzliche Glückwünsche an das Fürstentum Liechtenstein für das Kippen der auf Druck Deutschlands ausgehandelten Amtshilfe bei Steuerhinterziehung!] ~ Für die besonders große Aversion der Japaner gegenüber Fremdbestimmung dürfte aber der Zweite Weltkrieg gesorgt haben. Um genau zu sein nicht der Krieg selbst und auch nicht die Atombomben, sondern die Nachkriegszeit. Für Deutschland hat die Niederlage nach dem Zweiten Weltkrieg bedeutet, dass die westlichen Nazis einfach durch andere westliche Faschisten [primär die USA] ersetzt wurden. Schön für euch, denn die Deutsche Gesellschaft und Kultur blieb so nach dem Krieg größtenteils die Gleiche und durfte sich 1968 selbst revolutionieren. In Japan dagegen wurden östliche Faschisten durch westliche Faschisten ersetzt, die Konsequenzen können Sie sich an Ihren zehn Fingern abzählen.

  5. Michael Mittelstädt sagt:

    @ Seiji Oujiru,

    ich denke, dass die unterschiedlichen Positionen ausreichend dargestellt sind. Da unsere Sichtweise / Wertschätzung von Walen kulturell vorgeprägt oder einfach personenbezogen deutlich unterschiedlich ist und letztlich auch andere persönliche subjektive Wertvorstellungen dahinter stehen, werden wir nicht zusammenkommen.

    Ich kann allerdings nachvollziehen , dass Sie und Ihre Landsleute sich gegen moralisierende Bevormundung durch Ausländer wehren. Prinzipiell und weil wir im Westen selbst alles andere als perfekt sind. Der Vorwurf, dass wir (manchmal) mit unterschiedlichen Maßstäben messen, ist leider richtig.

    “Ihr Argument ist zudem sehr beliebig gewählt, genauso gut könnten Sie den Franzosen vorwerfen, Forschschenkel trügen nichts zur Ernährung des Französischen Volkes bei. Oder die Deutschen auffordern, keine Pute mehr zu essen, da Putenfleisch zur Ernährung nicht zwingend nötig ist.”

    Der Einwand ist prinzipiell richtig, allerdings ist meine Wertschätzung von Fröschen und Puten deutlich geringer als die von Walen. Das ist zugegebenermaßen willkürlich und subjektiv.

    “Oder wollen sie wirklich behaupten, durch externen Druck entstandene Änderungen lokaler/regionaler Verhaltensweisen wären ein Kulturwandel?”

    Ja. Warum sich Verhaltensweisen ändern, ist im Grunde egal.
    Natürlich sind Verhaltensänderungen stabiler, wenn diese mit einem positiven Gefühl verbunden sind und nicht mit dem Gefühl der individuellen oder kollektiven Niederlage. Ich setze daher lieber auf Überzeugung bzw. die Einsicht, dass die gewünschte / als notwendig erachtete Verhaltensänderung Sinn macht. Win-Win ist immer besser. Manchmal muss man dafür selbst in den sauren Apfel beißen und Kompromisse in Kauf nehmen.

    Ich danke Ihnen für die Diskussion.

    Michael Mittelstädt

  6. Joe sagt:

    @Michael

    “Sie haben in einem Beitrag Menschenrechte über Tierrechte gestellt.”

    Was soll diese Differenzierung? Menschen sind Tiere, nichts sonst. Irgendwelche Aliens, die vielleicht demnächst kommen und Japaner, vor allem die im Ausland lebenden, besonders schmackhaft finden, werden vermutlich zwischen Alienrechten und Erdbewohnerrechten unterscheiden, aber genauso Unrecht haben. Uhu, da werden sie heulen, die ihrer Spitzenstellung beraubten Menschen.

    @Sushi

    “Denn die Niederländer entscheiden selbst, was in ihrem Land erlaubt ist und was nicht. ” “Und das ist auch gut so! ”

    Schwachsinn. Es gibt staatenübergreifende Rechtsgrundsätze wie z.B. die allgemeinen Menschenrechte. Wenn sich Adolf Nazi nicht daran hält, kriegt er zurecht Ärger mit den anderen. Wenn sich Japan nicht an das ebenfalls konsensual festgelegte Naturschutzrecht hält, kriegt es Ärger mit den Nachbarn, ersatzweise mit Sea Shepherd. Völlig zurecht! Die Zeiten, wo jeder Staat machen kann, was er will, sind vorbei. Falls Japan die Pfählung für dort so bezeichnete Ökoterroristen wieder einführt, wäre das nicht “gut so”. Und Leute, die mit diesem Argumentationsmuster antreten gehören in die Umerziehungsanstalt. Die sind eine Gefahr für das Gott sei Dank inzwischen kultivierte menschliche Rechtsempfinden.

  7. Joe sagt:

    @Sushi

    “In Japan dagegen wurden östliche Faschisten durch westliche Faschisten ersetzt, die Konsequenzen können Sie sich an Ihren zehn Fingern abzählen.”

    Ach Gottele, die Konsequenz ist wohl die beiderseitig geleistete Unterdrückung der “wahren” japanischen Kultur, als deren standhafter und exklusiv wahrheitsbesitzender Vertreter sich unser Sushi hier versteht. Außer Walfang gehört dazu doch noch mehr. Lass mal bitte hören, Sushi, was ist die wahre japanische Kultur (lach, wegschmeiss). Eins kenn ich doch wohl schon: Ahnenkult im heiligen Schrein, oder nicht?

  8. Mausewix sagt:

    *kopf auf tischplatte haut*

    junx diskutiert doch nicht soeinen mist sorry aber was ich hier noch lese hat meiner meinung nach nichts mehr mit dem zu tun worum es geht bzw gehen solte

    kann man das ding nicht schliesen is ja grauam zu lesen was hier pasiert sorry thomas aber must mal gesagt werden

  9. Seiji Oujiru sagt:

    @Michael Mittelstädt:

    “Der Einwand ist prinzipiell richtig, allerdings ist meine Wertschätzung von Fröschen und Puten deutlich geringer als die von Walen. Das ist zugegebenermaßen willkürlich und subjektiv.”

    -> Sogar dann, wenn diese Frösche genauso wie manche Wale in Ihrem Bestand bedroht sind?

    “Warum sich Verhaltensweisen ändern, ist im Grunde egal.”

    -> Für mich ist das ein Widerspruch zum vorher Gesagten, denn im Falle eines Fremdeinwirkens ist die besagte Kultur eben nicht mehr lokal/regional, sondern entspringt dem Denken einer externen Gesellschaft. ~ Dazu möchte ich drei Dinge bemerken: (a) Wenn das freiwillig geschieht – in Ordnung. (b) Wenn das auf externen Druck hin geschieht – nicht in Ordnung. (c) Wenn das mit Gewalt erzwungen wird – indiskutabel. ~ In den Punkten a und c sind wir uns sicher einig, wenngleich ich bereits die ersten radikalen Walschützer am Horizont Beschneidungs- und Nazivergleiche grummeln höre. Im Punkt b unterscheiden wir uns jedoch, und meine [fürs Erste ;-)] abschließende Frage an Sie ist jetzt, ob dies generell oder nur im Bezug auf die Wale und/oder Japan so ist?

  10. Kazuko sagt:

    @ Seiji Oujiru
    Am 18. April 2010 um 14:08 Uhr

    Sie stellen den gesamten Natur- und Artenschutz in Frage! Oder habe ich Sie da falsch verstanden?

    Die Nichtbeachtung des Natur- und Artenschutzes widerspricht meinem klar definierten Standpunkt!

    Nahezu alle Walarten sind gefährdet bzw. stark gefährdet.
    Der Blauwal, der seit 1966 nicht mehr gejagt werden darf, hat sich seit dem in seinem Bestand nicht mehr erholt. Weltweit wird der Bestand auf schlappe 5000 Individuen geschätzt. Als Ursache wird vermutet, dass sich die Tiere nicht mehr zur Paarung in den Weltmeeren finden. Ein weiteres Problem ist die Überfischung und die Vermüllung der Weltmeere. Die gigantischen Plastikteppiche lassen nicht nur viele Wale elendig krepieren.

    Trotz des Schutzes der Blauwale, konnte in japanischen Fleischtheken Blauwalfleisch nachgewiesen werden.
    Das gleiche Schicksal der Ausrottung droht den anderen Walarten.

    Eine Aufhebung des Walfangmoratoriums öffnet viel mehr Möglichkeiten auch die stark bedrohten Walarten zu jagen. Wer soll das kontrollieren?

    Warum soll Japan seinen Walfang nicht begründen müssen? Die Funktion der Wale in den globalen marinen Ökosystemen ist noch gar nicht genau verstanden.

    Das Argument
    “Ich würde ja noch Verständnis haben, wenn die Waljagd einen erforderlichen Beitrag für die Ernährung des japanischen Volkes bringen würde, aber soweit ich das bisher recherchiert habe, ist das nicht der Fall. Walfleischkonsum wird lediglich zum Symbol japanischer Kultur (erklärt, gemacht).”
    finde ich nicht hohl.

    Erklären Sie doch bitte mal die Gesundheitsschäden bei fleischloser Ernährung! Was ist mit den Gesundheitsschäden bei fleischlastiger Ernährung?

    “vegetarische Irrenanstalt” Das ist doch leeres Getöse!

    Froschschenkel und Putenfleisch sind keine Rechtfertigung für die Waljagd!
    Sie stehen völlig unabhängig und werden ebenfalls kritisiert. Die Nutzung dieser Tiere hängt aber von einer Vielzahl von Faktoren ab.

    Tierrechte werden immer den Menschenrechten untergeordnet. Man darf die Tierrechte aber aufwerten und muss sie nicht unwürdig behandeln. Das heißt z.B. keine Tiere quälen, Tiere nicht zur Ware degradieren, etc. Das darf man verlangen, zumindest aus subjektiver Wertschätzung.

    Das mit Ihrer Katze lassen wir mal lieber. Wie man allerdings ein ganzkörpereinspeichelndes, parasitendurchseuchtes Tier niedlich finden oder subjektiv wertschätzen kann, ist mir persönlich unbegreiflich.

    Dammwild ist wildlebendes Nutzwild, welches explizit zur Bejagung nach Mitteleuropa geholt wurde. Es wird gefüttert und gepeppelt, damit die Bestände eine hohe Abschusszahl garantieren. Sie dienen neben der Fleischversorgung zur Jagdbefriedigung. Dieses ist mir wenig begreiflich, aber eher akzeptierbar als die Jagd auf Wale (subjektiv). Was die ökologische Bedeutung anbelangt, birgt die der Wale wesentlich mehr Geheimnisse.

    Im Grunde verstehe ich nicht, weshalb sie den Aspekt der Nachhaltigkeit so ins Lächerliche ziehen. Sofern Sie aus der Perspektive des Menschen jedwede Nutzung der natürlichen Ressourcen tolerieren und das Recht des einzelnen Menschen so stark in den Vordergund stellen, dass beispielsweise eine Geburtenkontrolle undenkbar ist und die Reduktion der Artenvielfalt bedingungslos zum Wohle der Menschheit in Kauf nehmen, erkenne ich ein Dilemma in Ihrem Weltverständnis.

    Durch die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen wird zwar aktuell in vielen Teilen der Welt Wohlstand durch Wachstum erlebbar, aber früher oder später wird die Endlichkeit der Ressourcen zu massivem Elend führen. Elend, das größer ist als die Kriege vergangener Jahrhunderte und die mehr Elend schaffen als der Verzicht auf Wohlstandsvöllerei. Verteilungskämpfe um beispielsweise die knappe Ressourcen Wasser gibt es heute schon. Allerdings bleibt die wichtige Frage, wie Wohlstand ohne Wachstum aussehen könnte.

    Wenn man die hier vorgetragenen konträren Standpunkte der Wertschätzung der Wale von einer Metaebene aus betrachtet, wäre die Lösung des Problems vielleicht nur noch die bewaffnete Auseinandersetzung, ein Verteilungskampf um die knapper werdende Ressource Biodiversität oder meinetwegen auch um die knapper werden wertgeschätzten Geschöpfe.

    Sea Shepherd und Japan haben bereits begonnen.

  11. Seiji Oujiru sagt:

    @Mausewix:

    “*kopf auf tischplatte haut*”
    -> Du hast gerne ein Brett vor dem Kopf, gell?

    “junx diskutiert doch nicht soeinen mist”
    -> Man, bist Du cool, weil Du “Junx” mit x geschrieben hast! ~ Und erkläre mir mal, warum das “Mist” ist, worüber wir diskutieren…

    “sorry aber was ich hier noch lese hat meiner meinung nach nichts mehr mit dem zu tun worum es geht bzw gehen solte”
    -> Hinweis: Du bestimmst nicht, worum es geht oder gehen sollte.

    “kann man das ding nicht schliesen”
    -> Da spricht der Umwelt- und Walschützer sowie Zensor. Eine gefährliche ideologische Kombination, die sich gegenseitig zu bedingen scheint.

    “is ja grauam zu lesen was hier pasiert”
    -> Dann lies es halt nicht, niemand zwingt Dich dazu. [Alter Spruch, aber er stimmt.] Aber dafür bist Du viel zu neugierig und streitlustig, genau wie alle “Aktivisten”. :-p

    “sorry thomas aber must mal gesagt werden”
    -> Der arme, gebeutelte Thomas wird es Dir sicher aufs Großmütigste verzeihen. Nicht wahr, Thomas?

  12. Seiji Oujiru sagt:

    Sie stellen den gesamten Natur- und Artenschutz in Frage! Oder habe ich Sie da falsch verstanden?
    -> Wenn ich lese, dass wegen irgendwelcher brütenden Vögel eine Autobahn nicht gebaut werden kann, bin ich in der Tat verleitet, den Natur- und Artenschutz generell in Frage zu stellen. ~ Doch zum Glück stehe ich z.B. auf Wildkatzen und habe sogar eine Patenurkunde für das „Rettungsnetz Wildkatze“ an der Wand hängen. Sie müssen mich also falsch verstanden haben. [Was eine Überraschung...]

    Die Nichtbeachtung des Natur- und Artenschutzes widerspricht meinem klar definierten Standpunkt!
    -> Das ist ihr lästiges Recht, das ich Ihnen weder streitig machen kann, noch will.

    Nahezu alle Walarten sind gefährdet bzw. stark gefährdet.
    -> Nein, sind sie nicht. Eine Lüge [oder Übertreibung] wird auch der penetrantes Repetieren der Selbigen nicht richtiger. Bitte etwas mehr differenzieren statt nur zu pauschalisieren!

    Der Blauwal, der seit 1966 nicht mehr gejagt werden darf, hat sich seit dem in seinem Bestand nicht mehr erholt. Weltweit wird der Bestand auf schlappe 5000 Individuen geschätzt.
    -> Na ja, die IUCN geht von 10k-20k Blauwalen aus, auf der englischsprachigen Wikipedia ist von bis zu 12k Exemplaren die Rede, einzig die FAZ zitiert eine Untersuchung der WDCS mit 5k Stück. ~ Natürlich ist das alles lächerlich wenig, aber hören Sie auf, sich die für Ihr Ansinnen besten Zahlen herauszupicken.

    Als Ursache wird vermutet, dass sich die Tiere nicht mehr zur Paarung in den Weltmeeren finden.
    -> Daran ist der Walfang aber nicht schuld.

    Ein weiteres Problem ist die Überfischung und die Vermüllung der Weltmeere. Die gigantischen Plastikteppiche lassen nicht nur viele Wale elendig krepieren.
    -> Auch daran ist nicht der Walfang schuld. ~ Doch Japan hat eine der längsten Küstenlinien der Welt und es gibt jährliche Aufräumprogramme gegen den angeschwemmten Müll. Vielleicht wollen sie da ja mal aktivistisch tätig werden?

    Trotz des Schutzes der Blauwale, konnte in japanischen Fleischtheken Blauwalfleisch nachgewiesen werden.
    -> Lecker! Wo denn? ~~~ Nein, mal im Ernst: wann war das, wo war das und gibt es dafür eine seriöse Quellenangabe? Blauwal steht nicht auf der Japanischen Abschussliste, er muss folglich aus Island oder Norwegen importiert sein. ~ Sollte diese Geschichte also stimmen, wäre sie ein Grund für Sea Shepherd, die Anti-Walfang-Aktionen auch mal gegen Europa zu richten, anstatt sich auf Japan zu versteifen.

    Das gleiche Schicksal der Ausrottung droht den anderen Walarten.
    -> Das ist doch pure Spekulation.

    Eine Aufhebung des Walfangmoratoriums öffnet viel mehr Möglichkeiten auch die stark bedrohten Walarten zu jagen. Wer soll das kontrollieren?
    -> Das Umweltschützer immer gleich einen Dammbrucheffekt befürchten, hat schon was Symptomatisches. ~ Für mich ist das ein Kompromissvorschlag, doch wenn er sich zugleich als ein Freifahrtschein erweisen sollte, wäre mir das sehr genehm. ~ Aja: Laut Sea Shepherd macht Japan doch bereits jetzt, was es will. Wieso sollte Japan also nun versuchen, mit einer internationalen Vereinbarung zu zementieren, was angeblich eh bereits Fakt ist?
    Warum soll Japan seinen Walfang nicht begründen müssen? Die Funktion der Wale in den globalen marinen Ökosystemen ist noch gar nicht genau verstanden.
    -> Dann müssen Sie diese Funktion der Wale im globalen marinen Ökosystem erklären und die Wichtigkeit dieser Funktionen begründen, denn Sie wollen hier etwas von Japan und nicht Japan etwas von Ihnen. Um noch mal Ihre Rolle in dem Spiel zu klären: Sie sind eine Bittstellerin, mehr nicht.

    Das Argument
    “Ich würde ja noch Verständnis haben, wenn die Waljagd einen erforderlichen Beitrag für die Ernährung des japanischen Volkes bringen würde, aber soweit ich das bisher recherchiert habe, ist das nicht der Fall. Walfleischkonsum wird lediglich zum Symbol japanischer Kultur (erklärt, gemacht).”
    finde ich nicht hohl.
    -> Ich schon. Und ich hab wenigstens erklärt, warum. :-p

    Erklären Sie doch bitte mal die Gesundheitsschäden bei fleischloser Ernährung! Was ist mit den Gesundheitsschäden bei fleischlastiger Ernährung?
    -> Darüber gab es hier bereits eine Diskussion, ich bitte Sie bei ernsthaftem Interesse einfach dort nachzulesen. Schlagwort für die Suche: „Allesfresser“.

    “vegetarische Irrenanstalt” Das ist doch leeres Getöse!
    -> Das gerade Sie sich darüber aufregen, hat eine gewisse Ironie, nicht?

    Froschschenkel und Putenfleisch sind keine Rechtfertigung für die Waljagd!
    -> Das sollte auch keine Rechtfertigung für die Waljagd sein, sondern die Beliebigkeit von Michael Mittelstädts Kritik am Konsum von Walfleisch demonstrieren. Danke für Ihre Bestätigung! :->

    Sie stehen völlig unabhängig und werden ebenfalls kritisiert. Die Nutzung dieser Tiere hängt aber von einer Vielzahl von Faktoren ab.
    -> Ah, es gibt ihn also doch: den Tierrassismus, der die Tiere nach einer Vielzahl von Faktoren in lebenswertere und unlebenswertere Spezies einteilt. ~ Letztendlich ist es so wie bei den Pflanzen: analog zu Nutzpflanzen und Zierpflanzen gibt es Nutztiere und “Ziertiere”.

    Tierrechte werden immer den Menschenrechten untergeordnet. Man darf die Tierrechte aber aufwerten und muss sie nicht unwürdig behandeln. Das heißt z.B. keine Tiere quälen, Tiere nicht zur Ware degradieren, etc. Das darf man verlangen, zumindest aus subjektiver Wertschätzung.
    -> Und wo ist jetzt Ihr Problem? Ich bin der Meinung, dass der Mensch über dem Tier steht und Sie sind es offenkundig auch. ~ Nur sind Nutztiere eben sehr wohl Ware und dürfen sehr wohl geschlachtet werden.

    Das mit Ihrer Katze lassen wir mal lieber.
    -> Kater, wenn ich bitten darf! [Und nein, das hat mit Alkohol nichts zu tun.]

    Wie man allerdings ein ganzkörpereinspeichelndes, parasitendurchseuchtes Tier niedlich finden oder subjektiv wertschätzen kann, ist mir persönlich unbegreiflich.
    -> Ganzkörpereinspeichelndes! Also, Deutsche Substantivkomposita sind ja schon lustig, aber wenn es an die Adjektive geht … köstlich! ~ Danke im Übrigen für Ihre Stellungnahme im Bezug auf Katzen! Die sagt viel über Sie aus.
    Dammwild ist wildlebendes Nutzwild, welches explizit zur Bejagung nach Mitteleuropa geholt wurde.
    -> Und sie meinen, das macht meinen Vergleich ungültig? ;-)

    Es wird gefüttert und gepeppelt, damit die Bestände eine hohe Abschusszahl garantieren.
    -> Wale füttern ist ein wenig schwierig und total überflüssig.

    Sie dienen neben der Fleischversorgung zur Jagdbefriedigung.
    -> Meinen Sie, um es mal in Ihrem Vokabular auszudrücken, die Befriedigung der Mordlust? Wenn ja, dann requiriere ich dieses westliche Pro-Jagd-Argument aus Ihrer Feder auch für die Walfänger Japans.

    Dieses ist mir wenig begreiflich, aber eher akzeptierbar als die Jagd auf Wale (subjektiv).
    -> Wieso ist das für Sie [subjektiv] eher akzeptierbar? Für mich ist das [subjektiv wie objektiv] in beiden Fällen gleich akzeptabel.

    Was die ökologische Bedeutung anbelangt, birgt die der Wale wesentlich mehr Geheimnisse.
    -> Und die wären? ~ Außerdem gibt es so viele andere Geheimnisse, über welche die Menschheit bei einer Walfleischmahlzeit nachdenken kann. [Zugegeben, der Satz war zynisch, aber Sie wissen, was ich meine.]

    Im Grunde verstehe ich nicht, weshalb sie den Aspekt der Nachhaltigkeit so ins Lächerliche ziehen.
    -> Im Grunde verstehe ich nicht, warum Sie die Frage nach [Japanischem] Walfang zwanghaft mit Nachhaltigkeit assoziieren. ~ Aber gut: die IWC wurde gegründet, um Quoten für *nachhaltigen* Walfang festzulegen – und nicht, um ihn dauerhaft zu untersagen. Doch genau darauf läuft es gerade hinaus, vor allem seit dem totalen Moratorium von 1986. Wissen Sie eigentlich, was Moratorium heißt? Da steckt das Lateinische Wort „mora“ = Zeitraum drin. Und ein Zeitraum hat für Gewöhnlich einen Anfang und ein ENDE. Und das Ende ist nah, die von Japan größtenteils bejagten Wale haben sich für die gesetzten Quoten hinreichend erholt. Wenn es dieses Jahr nicht klappt, dann eben in absehbarer Zeit.

    Sofern Sie aus der Perspektive des Menschen jedwede Nutzung der natürlichen Ressourcen tolerieren und das Recht des einzelnen Menschen so stark in den Vordergund stellen, dass beispielsweise eine Geburtenkontrolle undenkbar ist und die Reduktion der Artenvielfalt bedingungslos zum Wohle der Menschheit in Kauf nehmen, erkenne ich ein Dilemma in Ihrem Weltverständnis.
    -> Sie implizieren einen generellen Widerspruch zwischen der Freiheit des menschlichen Individuums und der Artenvielfalt. Ob zu Recht sei dahin gestellt – ich tue jetzt einfach mal so, als lägen Sie richtig. Ein Dilemma erkenne ich aber dennoch nicht, da ich nicht davon ausgehe, dass die menschliche Freiheit den Menschen selbst dazu verführt, seine Umwelt dergestalt zu entstellen, dass diese für ihn keine lebenserhaltende Grundlage mehr böte. Alles andere sind Endzeit-Fantasien von Ökoneurotikern.

    Durch die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen wird zwar aktuell in vielen Teilen der Welt Wohlstand durch Wachstum erlebbar, aber früher oder später wird die Endlichkeit der Ressourcen zu massivem Elend führen.
    -> Stimmt! Die Endlichkeit von Öl, Kohle und Uran sowie die begrenzte Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser werden vor allem dort zu Elend führen, wo bereits jetzt Elend vorherrscht. Das führt dann aber immerhin zu der von Ihnen angestrebten Bevölkerungsreduktion. [Wow, der Satz war noch viel zynischer!] Die Wale haben damit jedoch nichts zu tun, auch wenn sie hier eine spukhafte Fernwirkung herstellen möchten.

    Elend, das größer ist als die Kriege vergangener Jahrhunderte und die mehr Elend schaffen als der Verzicht auf Wohlstandsvöllerei.
    -> Wenn ein Wohlstandskind von Wohlstandsvöllerei faselt, entbehrt das nicht einer gewissen Komik.

    Verteilungskämpfe um beispielsweise die knappe Ressourcen Wasser gibt es heute schon. Allerdings bleibt die wichtige Frage, wie Wohlstand ohne Wachstum aussehen könnte.
    -> Klar gibt es heute schon Verteilungskämpfe: mit Waffen irgendwo in Hintertupfistan um Trinkwasser und mit Geld in den Industrienationen um Rohstoffe. Das hat aber immer noch nichts mit den Walen zu tun. Glauben Sie wirklich, diese Meeresbewohner wären derart wichtig? Oder brauchen Sie diese Verbindung nur als argumentative Stütze?

    Wenn man die hier vorgetragenen konträren Standpunkte der Wertschätzung der Wale von einer Metaebene aus betrachtet, wäre die Lösung des Problems vielleicht nur noch die bewaffnete Auseinandersetzung, ein Verteilungskampf um die knapper werdende Ressource Biodiversität oder meinetwegen auch um die knapper werden wertgeschätzten Geschöpfe.
    -> Um Biodiversität wird es nur in Ihren Träumen [= Ihrer persönlichen Metaebene *g*] bewaffnete Auseinandersetzungen [= Kriege] geben.

    Sea Shepherd und Japan haben bereits begonnen.
    -> Das ich nicht lache… Sea Shepherd bildet sich lediglich ein, Krieg führen zu können! ~ Paul Watson spricht zwar gerne von „Krieg“ und hat seine eigene Fernsehserie mit „Wars“ im Titel, aber wäre sein Konflikt mit Japan tatsächlich ein ernstlicher Krieg, so läge er schon lange gefinnt auf dem Grund des Ozeans.

    => Sie hätten beim bloßen Wortgefecht bleiben sollen. Das können Sie besser als Diskussion. :-p

  13. Seiji Oujiru sagt:

    @Helmut Treib:

    “Es gibt Menschen, die Sea Shepherd hassen und bekampfen, es gibt Menschen die Sea Shepherd mögen und unterstützen und es gibt viele Menschen die Sea Shepherd bisher noch nicht kennen.”

    -> Mögen viele aus letzterer Gruppe alsbald zur ersteren Gruppe gehören. :-)

    “Wir befassen uns nicht mit Leuten in der zuerst genannten Gruppe.”

    -> “Wir”?! Benutzt Du immer die 1. Person Plural, wenn Du über Dich selbst sprichst?

    “Wir sollten Leuten wie z.B. dem angeblichen Japaner Seiji Oujiru und …. hier die Beachtung schenken, die sie verdienen, nämlich gar keine.”

    -> Mein Guter Helmut, wie Du siehst, wurde mir mittlerweile in über 60 Beiträgen genau jene Menge an Beachtung geschenkt, welche ich verdiene. ~ Während Du völlig ignoriert wurdest! Doch jetzt muss ich Dir einfach schreiben, bevor Du noch denkst, Deinem Kommentar wäre nichts hinzuzufügen gewesen…

  14. Seiji Oujiru sagt:

    @Joe:

    “Irgendwelche Aliens, die vielleicht demnächst kommen”
    “Adolf Nazi”
    “Umerziehungsanstalt”

    -> Ich habe mal in gegoogelt und folgendes für Dich gefunden:
    http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de/aerzte/

  15. Jabba sagt:

    “Das gleiche Schicksal der Ausrottung droht den anderen Walarten.
    -> Das ist doch pure Spekulation.”
    Es ist die Aufgabe der Walfangnationen, diesen Spekulationen nachzugehen, und sie zu entkräften. So interpretiere ich jedenfalls das Seerechtsabkommen von 1982 (UNCLOS ’82, Article 119,120 http://bit.ly/12fhJd )

    Das Beispiel Damwild zeigt, dass intensive Bejagung Wildpflege nötig macht. Wie Sie selbst zugeben, könnte das bei Walen schwierig werden.

    Übrigens hat die IWC 2003 den Walschutz ausdrücklich in ihr Programm aufgenommen.

  16. Seiji Oujiru sagt:

    “Es ist die Aufgabe der Walfangnationen, diesen Spekulationen nachzugehen, und sie zu entkräften. So interpretiere ich jedenfalls das Seerechtsabkommen von 1982 (UNCLOS ‘82, Article 119,120 http://bit.ly/12fhJd )”

    -> Es ist seit jeher guter Brauch, dass derjenige, welcher eine Theorie aufstellt, diese beweisen muss. ~ Aber gut: die Tatsache, dass Wale immernoch da sind, obwohl sie seit Dekaden mehr oder weniger intensiv und mehr oder weniger legal bejagd werden, dürfte diese Spekulationen ausreichend entkräftet haben.

    “Übrigens hat die IWC 2003 den Walschutz ausdrücklich in ihr Programm aufgenommen.”

    -> Dann kann die IWC den Walschutz auch wieder ausdrücklich aus dem Programm nehmen.

  17. Joe sagt:

    @Sushi

    Danke für die Mühe mit dem Shrink-Link. Berufsbedingt brauche ich die Liste aber nicht.

    “Adolf Nazi” ist übrigens eine Wortschöpfung unseres verehrten Altbundeskanzlers Schmidt, so wie die “Gutmenschen” von Göring bekannt gemacht wurden.

    Wenn auch nicht wahrscheinlich, so doch bestimmt nicht psychotisch ist das Alien-Argument. Ein kleiner Tipp für deinen beschränkten Denkapparat: Schon mal gehört, was eine Allegorie ist? Nun ja, dass dir zu dieser Allegorie kein Gegenargument einfällt, ist einerseits entlarvend, andererseits aber überaus verständlich: Es gibt nämlich keines. Da wendest dann auch du eine der psychiatrisch einschlägig bekannten Abwehrstrategien an.

  18. Seiji Oujiru sagt:

    @JackvKrae: Ich bin “Klimaleugner” [klingt schon so genial-böse wie "Holocaustleugner"]. Folglich lese ich solche “Berichte” mit einem großen Grinsen auf den Lippen. ~ Bitte mehr von solch amüsantem Schwachsinn!

  19. Seiji Oujiru sagt:

    @ Joe: Du kannst gar nicht beurteilen, wovon Du sprichst. :-)

  20. Jabba sagt:

    “dass Wale immernoch da sind, obwohl sie seit Dekaden mehr oder weniger intensiv und mehr oder weniger legal bejagd werden, dürfte diese Spekulationen ausreichend entkräftet haben”

    Sei Jahrtausenden. Die meiste Zeit vom Kajak bzw. Walboot aus mit Handharpunen. Dann kamen Harpunenkanonen, Überfischung usw. Die Bestände wurden so lange dezimiert, bis ein ein Moratorium nötig wurde.

    Oder meinen Sie die Zeit nach 1987? Dass man eine Spezies noch nicht ausgerottet hat, bedeutet nicht, dass man sie nicht ausrotten kann.

  21. Kazuko sagt:

    @ Seiji Oujiru
    Am 22. April 2010 um 23:26 Uhr

    „Sie hätten beim bloßen Wortgefecht bleiben sollen. Das können Sie besser als Diskussion.“
    -> Und wieder muss ich über den drolligen Seiji Oujiru lachen! Wie kommen Sie eigentlich im Zuge unserer kleinen Scharmützel auf die naive Idee, ich würde mit Ihnen hier diskutieren? Sorry, aber das lässt bezüglich Ihrer Diskussionskultur tief blicken *§*

    .
    „Wenn ich lese, dass wegen irgendwelcher brütenden Vögel eine Autobahn nicht gebaut werden kann, bin ich in der Tat verleitet, den Natur- und Artenschutz generell in Frage zu stellen.“
    -> Sie können ja mal mit dem Diskutieren anfangen und belegen, welche Autobahn denn wegen brütender Vögel nicht gebaut wurde! Meinen Sie das im Kontext von Alternativprüfungen? Sie durchmischen mit Ihrem Laienverständnis einige Inhalte und quirlen braunes Zeug. Zugegeben, das ist bei Ihnen ja nichts Neues ;-)

    .
    „Als Ursache wird vermutet, dass sich die Tiere nicht mehr zur Paarung in den Weltmeeren finden.
    > Daran ist der Walfang aber nicht schuld.“
    -> Nein, natürlich nicht und auch sonst wirkt sich der Mensch nicht durch sein Handeln auf den Zustand der Weltmeere aus.

    .
    „Blauwal steht nicht auf der Japanischen Abschussliste.“
    -> Gut so, aber wer mit „Research“ die Weltöffentlichkeit verkackeiert, hat ein Vertrauensverlust.

    .
    „ … er muss folglich aus Island oder Norwegen importiert sein. ~ Sollte diese Geschichte also stimmen, wäre sie ein Grund für Sea Shepherd, die Anti-Walfang-Aktionen auch mal gegen Europa zu richten, anstatt sich auf Japan zu versteifen.“
    -> Prinzipiell in Ordnung, die haben aber nur zwei Schiffe, da muss man Schwerpunkte setzen. Dagegen können Sie aber was tun: Spenden Sie mal an Sea Shepherd und überlegen Sie mal, warum Norwegen und Island Walfleisch exportieren.

    .
    „Das Umweltschützer immer gleich einen Dammbrucheffekt befürchten, hat schon was Symptomatisches.“
    -> Richtig und die Symptome sind die Zustände der globalen Ökosysteme. Kompromisse können nur noch sehr klein sein.

    .
    „Dann müssen Sie diese Funktion der Wale im globalen marinen Ökosystem erklären und die Wichtigkeit dieser Funktionen begründen, denn Sie wollen hier etwas von Japan und nicht Japan etwas von Ihnen. Um noch mal Ihre Rolle in dem Spiel zu klären: Sie sind eine Bittstellerin, mehr nicht.“
    Da müsste ich jetzt mit Ihnen diskutieren und am Ende ist es Ihnen wieder zu kompliziert. Daher noch mal ganz einfach für Sie wiederholt: Es gibt keinen Beweis für das Kippen globaler Ökosysteme. Sie arbeiten aktiv daran, möglichst schnell so einen Beweis zu erhalten. Das ist ehrenwert aber nicht besonders klug. Damit es auch Leute Ihres Gemüts verstehen, muss man diese globalen Zusammenhänge in einfachen Tierparabeln verpacken ;-).

    .
    „Froschschenkel und Putenfleisch sind keine Rechtfertigung für die Waljagd!
    >Das sollte auch keine Rechtfertigung für die Waljagd sein, sondern die Beliebigkeit von Michael Mittelstädts Kritik am Konsum von Walfleisch demonstrieren. Danke für Ihre Bestätigung! :->“
    -> Ich kann Sie nur darin bestätigen, dass Sie es wieder nicht verstanden haben und das ist eigentlich nicht so schmeichelhaft für Sie :- >

    .
    „> Ah, es gibt ihn also doch: den Tierrassismus, der die Tiere nach einer Vielzahl von Faktoren in lebenswertere und unlebenswertere Spezies einteilt. ~ Letztendlich ist es so wie bei den Pflanzen: analog zu Nutzpflanzen und Zierpflanzen gibt es Nutztiere und “Ziertiere”.“
    -> Auch hier ist Ihnen erneut die Differenzierung nicht gelungen. Ganz und gar nicht geklappt hat aber Ihr Transfer auf ökosystemare Zusammenhänge. Aber das wäre ja auch zu viel verlangt ;-)

    .
    „> Und wo ist jetzt Ihr Problem? Ich bin der Meinung, dass der Mensch über dem Tier steht und Sie sind es offenkundig auch. ~ Nur sind Nutztiere eben sehr wohl Ware und dürfen sehr wohl geschlachtet werden.
    -> Eine Diskussion lohnt hier auf Ihrer vereinfachten Grundannahme nicht.
    „Danke im Übrigen für Ihre Stellungnahme im Bezug auf Katzen! Die sagt viel über Sie aus.“
    -> Ach ja?

    .
    „Sie dienen neben der Fleischversorgung zur Jagdbefriedigung.
    > Meinen Sie, um es mal in Ihrem Vokabular auszudrücken, die Befriedigung der Mordlust?“
    -> Jagdbefriedigung und Mordlust sind zwei verschiedene Paar Schuhe, die durchaus gewisse Überschneidungsbereiche aufweisen können. Es wird doch immer deutlicher, dass Sie nicht genügend differenzieren.

    .
    “Ein Dilemma erkenne ich aber dennoch nicht, da ich nicht davon ausgehe, dass die menschliche Freiheit den Menschen selbst dazu verführt, seine Umwelt dergestalt zu entstellen, dass diese für ihn keine lebenserhaltende Grundlage mehr böte.“
    -> Das ist ja gar nicht die Frage! Die Frage ist, wie viele Menschen in menschlicher Freiheit in relativ kurzer Zeit abdanken werden [=Sterberate]. Nur weil Sie seit Jahren jeden Abend nach Hause kommen, wo Ihre Pantoffeln und Ihr Sushi auf Sie warten, heißt das doch lange nicht, dass es immer so dekadent weitergeht.

    .
    „Alles andere sind Endzeit-Fantasien von Ökoneurotikern.“
    -> Ja, ja, bei Ihrem Wissen über „Öko“ sind Sie wohl der, der hier Fantasien hegt ;-)

    .
    „Durch die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen wird zwar aktuell in vielen Teilen der Welt Wohlstand durch Wachstum erlebbar, aber früher oder später wird die Endlichkeit der Ressourcen zu massivem Elend führen.
    > Stimmt! Die Endlichkeit von Öl, Kohle und Uran sowie die begrenzte Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser werden vor allem dort zu Elend führen, wo bereits jetzt Elend vorherrscht. Das führt dann aber immerhin zu der von Ihnen angestrebten Bevölkerungsreduktion. [Wow, der Satz war noch viel zynischer!]“
    -> Zynisch, aber wieder mal sehr reduziert. Ich bin nicht die, die die Bevölkerungsreduktion anstrebt! Ich sehe Sie nur als zwingende Folge! Sehen Sie den Unterschied oder würde Ihnen hier nur eine Tierfabel weiterhelfen? :-)

    .
    „Wenn man die hier vorgetragenen konträren Standpunkte der Wertschätzung der Wale von einer Metaebene aus betrachtet, wäre die Lösung des Problems vielleicht nur noch die bewaffnete Auseinandersetzung, ein Verteilungskampf um die knapper werdende Ressource Biodiversität oder meinetwegen auch um die knapper werden wertgeschätzten Geschöpfe.
    > Um Biodiversität wird es nur in Ihren Träumen [= Ihrer persönlichen Metaebene *g*] bewaffnete Auseinandersetzungen [= Kriege] geben.“
    -> Schade, dass Sie das mit der Metaebene nicht verstanden haben, ist nicht Ihr Ding. Sie sind eher für das Handfeste zwischen den Zähnen, nicht wahr? [oh, das war jetzt sehr zynisch und etwas gemein]

  22. Joe sagt:

    @Sushi

    “Joe: Du kannst gar nicht beurteilen, wovon Du sprichst. :-)”

    Ach ja, was du alles weißt, lol. Aber wenn du mir nicht glaubst, dann vielleicht Stephen Hawking? Oder willst du den auch in die Klappse schicken weil deine geistigen und moralischen Fähigkeiten leider etwas unterentwickelt sind?

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,691115,00.html

    Auszug: “Die Außerirdischen sind da draußen, darüber ist sich der an den Rollstuhl gefesselte Physiker Stephen Hawking sicher. Doch er warnt vor Euphorie: Die Menschheit solle sich besser still verhalten. Denn Aliens könnten uns Menschen allzu ähnlich sein – und kommen, um zu plündern und zu zerstören.”

    Übrigens, kleine Buchempfehlung, damit du vielleicht ein bisschen kapierst, wie schlichte Gemüter wie du mit komplexen Gegebenheiten, z.B. ökologischen Zusammenhängen, umgehen. Das ist eine Chance für dich! Du kannst es, wenn du dich anstrengst! Du musst nur wollen [brüll, wegschmeiss, lach]:

    http://mwonline.de/online/literatur/535/Die+Logik+des+Misslingens/D%F6rner,+Dietrich.html

    Ach ja, Sushi, und Hawking und Dörner sind ja nicht allein. Schau mal in die Migaloo Buchempfehlungen, z.B. bei Edward Wilson oder Franz Wuketits. Und da wäre ja auch noch Jared Diamond. Alle in die Klappse, weil unser kleiner Spaßvogel Sushi es besser weiß? Das hat ja sogar was tragikomisches an sich.