Operation Kein Kompromiss: Verteidigung der Unversehrtheit des Walschutzgebietes im Südpolarmeer

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100423-1.html
Sea Shepherd Schiffe kehren 2010/2011 zurück in die Antarktis

sanc•tu•ar•y – Substantiv
1. ein geweihter oder heiliger Ort.
2. Judentum. (ein) das biblische Gotteshaus <http://dictionary.reference.com/browse/tabernacle> oder der Tempel in Jerusalem. (b). das Allerheiligste dieser Orte der Anbetung.
3. ein besonders heiliger Ort in einem Tempel oder einer Kirche.
4. der Teil einer Kirche rund um den Altar; die Kanzel.
5. eine Kirche oder ein anderer geweihter Ort, an dem Flüchtlinge früher Anspruch auf Immunität gegen ihre Festnahme erlangten.
6. Immunität, die bei Zufluchtnahme an einen solchen Ort geboten wird.
7. jedweder Ort der Zuflucht; Asyl.
8. ein Landstrich, wo Vögel und Wildtiere, insbes. solche, die zum Zeitvertreib gejagt werden, Zuflucht nehmen können in die Sicherheit vor ihren Jägern .

Herkunft:
1300–50; ME < LL sānctuārium, equiv. to sānctu- (r. L sānct- ), Komb. Form von sanctus
( see Sanctus <http://dictionary.reference.com/browse/Sanctus> ) + -ārium <http://dictionary.reference.com/browse/-ary> – —Verwandte Formen: sanc•tu•ar•ied, Adjectiv

—Synonyme: 1. Kirche, Tempel, Altar, Schrein, Heiligtum, Allerheiligstes. 8. schützen, bewahren. (ca.1380). Allgemeine (nicht-kirchliche) Bedeutung von “Ort der Zuflucht oder des Schutzes” ist belegt aus 1568; als “stillgelegte Fläche für wilde Pflanzen oder Tiere zum Zweck des Brütens und Lebens ” ist sie aus 1879 dokumentiert.
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Verteidigung des Sanktuariums/Schutzgebietes

Die Sea Shepherd Schiffe und die Crew werden im Dezember 2010 ins Südpolarmeer zurückkehren, um erneut gegen die illegalen japanischen Walfangaktivitäten im Walschutzgebiet des Südpolarmeers einzuschreiten.

“Das Southern Ocean Whale Sanctuary (Walschutzgebiet des Südpolarmeers) ist ein international etabliertes Wal-Sanktuarium wie in S-A-N-K-T-U-A-R-I-U-M”, sagte Kapitän Paul Watson. „Was ist nur an diesem Wort ‚Sanktuarium’ dran, was die Leute nicht verstehen. Sanktuarium bedeutet kein Töten, es bedeutet Schutz, es bedeutet Zufluchtnahme, es bedeutet Asyl, und wir beabsichtigen, die Wale innerhalb des Sanktuariums zu schützen, mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen.“

Die Sea Shepherd Conservation Society ist nicht interessiert an einem Kompromisshandel mit Japan, der das Abschlachten von Walen im Südpolarmeer legalisieren soll. Den Walfängern eine Tötungsquote zu geben wird es nicht legal machen, weil man nicht in einem etablierten Wal-Sanktuarium eine Tötungsquote legalisieren kann. Man kann nicht den kommerziellen Walfang in den Gewässern südlich des sechzigsten Breitengrades legalisieren, ohne damit das Antarktis-Abkommen zu verletzen, das kommerzielle Betätigung in den Gewässern rund um den antarktischen Kontinent verbietet. Der einzige Weg, den kommerziellen Walfang im Südpolarmeer zu legalisieren ist, das Wal-Sanktuarium im Südpolarmeer zu demontieren und das Antarktis-Abkommen zunichte zu machen.

Die Sea Shepherd Schiffe werden in das Schutzgebiet des Südpolarmeers zurückkehren bi seine Tötungsquote von null Walschlachtungen eingeführt ist.

“Die Tötung nur eines einzigen Wals ist eine Verletzung internationaler Umweltschutzrechte“, sagte Kapitän Paul Watson. „Zusätzlich zum Schutz des Lebens einzelner Wale verteidigen wir außerdem die Unversehrtheit des Wal-Sanktuariums im Südopolarmeer. Walfangschiffe aus Japan oder irgendwo anders haben keine legale Berechtigung, Wale innerhalb des Sanktuariums zu töten.“

Die Sea Shepherd Conservation Society lehnt den Kompromiss ab, der von Nationen wie Neuseeland und den U.S.A. mit Japan ausgehandelt wurden.

“Ich bin verwundert, dass diese Nationen mit Wilderern verhandeln”, sagte Kapitän Watson. „Sie verhandeln nicht mit Elefanten-Wilderern, Haifischflossenjägern und Drogendealern, also warum wird auf die japanischen Walfänger besondere Rücksicht genommen? Die Antwort ist natürlich, dass Japan eine Wirtschaftsmacht ist und Forderungen stellt, die durch wirtschaftlichen Druck verstärkt werden.

Die Sea Shepherd Conservation Society rekrutiert Freiwillige, die bereit sind, Walfangschiffe in antarktischen Gewässern zu betreten, Freiwillige, die bereit sind, ihr Leben und ihre Freiheit zu riskieren, um die Wale zu schützen. Die Bestrafung von Kapitän Pete Bethune für das Betreten des Walfangschiffs, das unser Schiff Ady Gil gerammt und versenkt hat, wird Sea Shepherd nicht abschrecken. Sea Shepherd hat jetzt schon ein Dutzend Freiwillige, die bereit sind, sich als Gefangene mit nach Japan zurücknehmen zu lassen, wenn es in der nächsten Saison sein muss.

Die Kampagne im nächsten Dezember wird die 7. Sea Shepherd Kampagne zum Eingreifen gegen die Walwilderei der Japaner im antarktischen Wal-Sanktuarium sein.

Sea Shepherds nächste Kampagne wird Operation Kein Kompromiss heißen, zur Bestätigung unserer Ablehnung des Kompromisshandels, der vor der Internationalen Walfangkommission auf dem Tisch liegt.

“Wenn sie den Kompromiss durchdrücken, werden wir mit Konfrontation antworten”, sagte Kapitän Watson von Colorado Springs, Colorado aus, wo er eine Vorlesung am Colorado College hält. Neuseeland behauptet, dass der Kompromiss die Tötungsquote im Südpolarmeer halbieren werde. Wir haben sie bereits halbiert, sodass der Kompromiss nicht Zusätzliches bringen wird. Wir sind nicht zufrieden mit der Hälfte, wir wollen 100% Schutz, nichts weniger. Wenn der Kompromiss die Quote halbiert, dann werden wir zurückkehren und die verminderte Quote halbieren, oder mehr als halbieren. Wir werden das Sanktuarium nicht verlassen bevor die letzte Harpune verschwunden ist.

Die dritte Staffel von Whale Wars wird ab dem 4. Juli in den U.S.A. auf Animal Planet ausgestrahlt.

Es wird keine Unterwerfung und keinen Rückzieher von Sea Shepherd geben, es gibt Keinen Kompromiss, bis wir die japanische Walfangflotte aus dem Wal-Sanktuarium des Südpolarmeers vertrieben haben – für immer !

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16 Antworten auf Operation Kein Kompromiss: Verteidigung der Unversehrtheit des Walschutzgebietes im Südpolarmeer

  1. Seiji Oujiru sagt:

    “Sanktuarium bedeutet kein Töten, es bedeutet Schutz, es bedeutet Zufluchtnahme, es bedeutet Asyl, und wir beabsichtigen, die Wale innerhalb des Sanktuariums zu schützen, mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen.”

    -> Das ist natürlich richtig.

    “Der einzige Weg, den kommerziellen Walfang im Südpolarmeer zu legalisieren ist, das Wal-Sanktuarium im Südpolarmeer zu demontieren und das Antarktis-Abkommen zunichte zu machen.”

    -> Das ist natürlich ebenfalls richtig. Und ein absolut gangbarer Weg, der beschritten werden sollte, um dem sprachlichen wie juristischen Formalismus gerecht zu werden.

    “Die Sea Shepherd Conservation Society rekrutiert Freiwillige, die bereit sind, Walfangschiffe in antarktischen Gewässern zu betreten, Freiwillige, die bereit sind, ihr Leben und ihre Freiheit zu riskieren, um die Wale zu schützen.”

    -> Sea Shepherd wird immer verzweifelter, jetzt werden schon Kamikaze-Enterkommandos angeheuert.

    “Die Kampagne im nächsten Dezember wird die 7. Sea Shepherd Kampagne zum Eingreifen gegen die Walwilderei der Japaner im antarktischen Wal-Sanktuarium sein.”

    -> Der Fokus lag also sieben Jahre lang einzig und allein auf Japan, während Norwegen, Island sowie die Färöer-Inseln über diesen Zeitraum ohne Zwangsbeglückung durch die Schiffe von Sea Shepherd blieben. ~ Das macht die politische [= antijapanische] Agenda dieser Organisation ziemlich durchschaubar. Selbst den Walfanggegnern sollte diese Erkenntnis langsam dämmern.

    “Sea Shepherds nächste Kampagne wird Operation Kein Kompromiss heißen”

    -> Das passt zu Sea Shepherd!

    “Wenn sie den Kompromiss durchdrücken, werden wir mit Konfrontation antworten”

    -> Es ist genau wie antizipiert: Sea Shepherd [respektive Paul Watson] geht es nicht um Recht, sondern um Rechthaberei! ~ Bisher wurden die lebensgefährlichen Protestaktionen im Südpolarmeer mit der “Aufrechterhaltung des Gesetzes” begründet. Doch wenn diese Argumentationsgrundlage wegen eines ausgehandelten Kompromisses wegfällt, werden die Proteste nicht aufhören, sondern gehen mit “Konfrontation” weiter. ~ So viel zum Thema “we are not a protest organisation but a law enforcement agency”.

    “Die dritte Staffel von Whale Wars wird ab dem 4. Juli in den U.S.A. auf Animal Planet ausgestrahlt.”

    -> Das Geldscheffeln mit einer Millionenquote an Zuschauern, internationalen Senderechten, Kauf-DVDs sowie Merchandising geht also weiter. ~ Und Paul Watson beschwert sich allen Ernstes darüber, dass Greenpeace nur ins Südpolarmeer schippere, um Fotos für bessere Spendenwerbung zu machen. Da kann man nur noch den Kopf schütteln.

    “Es wird keine Unterwerfung und keinen Rückzieher von Sea Shepherd geben, es gibt Keinen Kompromiss, bis wir die japanische Walfangflotte aus dem Wal-Sanktuarium des Südpolarmeers vertrieben haben – für immer !”

    -> Oh ja, Paul! Du Testosteron-Protz! ~~~ Viel Feind, viel Ehr’! :-)

  2. toca sagt:

    ohja, Kamikaze Enterkommandos… lach ^^

    Viel mehr dienen diese Aktionen der öffentlichen Aufmerksamkeit auf die Problematik. Und Aufmerksamkeit schaffen solche Aktionen ganz bestimmt. Vor allem wenn Japan dabei Menschen aus Gebieten verschleppt, die eigentlich von anderen Ländern kontrolliert werden. Vor allem wenn es darum geht dass Naturschützer ein Walschutzgebiet verteidigen wollten, gegen das Japan glasklar verstößt. Dies ist jedoch dem entsprechenden Land vorbehalten welches für die Kontrolle über den jeweiligen Teil des internationalen Gewässers (und Walschutzgebiet) zuständig ist.

    Und dann kommt er wie jedes mal natürlich wieder mit Antijapanstimmung. Tatsächlich ist es doch so, dass man in einem so genannten SCHUTZGEBIET die entsprechenden Gesetze und Richtlinien durch Rückenwind eben dieser viel besser und legaler durchsetzen kann. Und ob das Schutzgebiet irgendwann tatsächlich abgeschafft wird, wird sich schon noch zeigen.
    Tatsächlich wäre Sea Shepherd das Land Japan vermutlich sowas von egal, wenn es nicht ILLEGALEN WALFANG in einem WALSCHUTZGEBIET betreiben würde! Dann würde es garantiert auch einfacher Fallen mehr positive Worte über Japan zu finden.
    Japan scheint sich allerdings wohl in dieser Rolle zu fühlen, Wale in einem WALSCHUTZGEBIET auf brutalste Art und Weise abzuschlachten. Und ja, aufgrund der Größe dieser Wale gibt es nunmal keine wirklich Humane Methode diese sozial hochkomplexen Säugetiere zu töten.

    Würde Japan sich nicht jedes Jahr in den Mittelpunkt stellen, in dem sie ein international anerkanntes Walschutzgebiet umgehen (mitlerweile offensichtlich für jeden), könnte man sich auch mehr den anderen Walfangnationen widmen. Um überall gleichzeitig zu sein hat Sea Shepherd leider im Moment noch zu wenig Schiffe.
    Und so lang die Walfangquote im antarktischen Walschutzgebiet nicht auf Null gesunken ist wird sich daran vermutlich auch nichts ändern.

    Es wäre schön wenn das Geld über die Zuschauerzahlen so direkt bei Sea Shepherd ankommen würde, tatsächlich bringt es nur eine effektive Werbung ein. Aber mal sehen was die nächsten Jahre bringen. Da Sea Shepherd eine non-profit-organisation ist, bei der auch tatsächlich kaum jemand ein Gehalt bekommt, verdient sich daran auch keiner eine Goldene Nase. Das Geld geht direkt in die Aktionen, aber das brauch ich dir ja nicht sagen Seiji, du bist in der Regel ja recht gut informiert und stellst dich hier nur blöder als du sowieso schon bist.. :-)
    Die zwei neuen zusätzlichen Schiffe die in diesem jahr zur Sea Shepherd Flotte dazustießen, wurden schließlich auch rein durch Spendengelder fiannziert. (Durch Bob Barker und Ady Gil, deshalb heißen ja auch die Schiffe so. ^^ Ein großer Teil der Ady Gil wurde außerdem durch Investoren finanziert, als die Ady Gil davor noch Earthrace hieß und einen neuen Weltrekord für die schnellste Weltumrundung aufstellte.)

  3. Seiji Oujiru sagt:

    @toca:

    “ohja, Kamikaze Enterkommandos… lach ^^ Viel mehr dienen diese Aktionen der öffentlichen Aufmerksamkeit auf die Problematik.”
    -> Über den Zusatz “Kamikaze” kann gestritten werden, aber das sind ohne Zweifel Enterkommandos. Und diese Enterkommandos sind in der Tat dazu da, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen – das habe ich auch mit dem “media stunt” im Auftrag der “media whore” gemeint. Die so generierte Aufmerksamkeit jedoch als Rechtfertigung für derartige Enter-Aktionen zu benutzen, halte ich für deplaziert.

    “Und Aufmerksamkeit schaffen solche Aktionen ganz bestimmt.”
    -> Ja, das tun sie. Paul Watson ist ein Medienprofi und Spin Doctor, wirft das aber stets seinen Gegnern vor, wenn von denen mal Kritik an seinen Methoden geübt wird.

    “Vor allem wenn Japan dabei Menschen aus Gebieten verschleppt, die eigentlich von anderen Ländern kontrolliert werden.”
    -> Wir wollen doch mal nicht Ursache und Wirkung verdrehen! Es ist kaum denkbar, dass ein Land das illegale Betreten eines Schiffes in jenen Gebieten duldet, die von ihm kontrolliert werden. Genauso wenig kann ich mir vorstellen, dass ein Seefahrer verpflichtet ist, einen fremden Eindringling auf sein Ursprungsschiff zu überführen. Wo kämen wir denn da hin? Shuttleservice für Piraten? Peter Bethune in Japan den Prozess zu machen ist absolut korrekt. ~ Und wollte nicht auch Sea Shepherd den Kapitän der Shonen Maru #2 in Gewahrsam nehmen?

    “Vor allem wenn es darum geht dass Naturschützer ein Walschutzgebiet verteidigen wollten, gegen das Japan glasklar verstößt.”
    -> Worum es geht, ist völlig egal. Der Zweck rechtfertigt nicht die Mittel.

    “Dies ist jedoch dem entsprechenden Land vorbehalten welches für die Kontrolle über den jeweiligen Teil des internationalen Gewässers (und Walschutzgebiet) zuständig ist.”
    -> Aha…

    “Und dann kommt er wie jedes mal natürlich wieder mit Antijapanstimmung.”
    -> Natürlich kommt “er” das. Und leugne diese Stimmung jetzt bloß nicht, da stünden nämlich die Fakten gegen Dich. :-p

    “Tatsächlich ist es doch so, dass man in einem so genannten SCHUTZGEBIET die entsprechenden Gesetze und Richtlinien durch Rückenwind eben dieser viel besser und legaler durchsetzen kann. Und ob das Schutzgebiet irgendwann tatsächlich abgeschafft wird, wird sich schon noch zeigen.”
    -> Ja, das wird sich zeigen.

    “Tatsächlich wäre Sea Shepherd das Land Japan vermutlich sowas von egal, wenn es nicht ILLEGALEN WALFANG in einem WALSCHUTZGEBIET betreiben würde!”
    -> Erstens ist der Walfang dank einem Schlupfloch in den Regeln bereits legal und zweitens stehen die Chancen gut, dass die IWC auf ihrer nächsten Sitzung den kommerziellen Walfang für Japan, Norwegen und Island offiziell wieder erlauben wird. Und für diesen Fall hat Paul Watson bereits angekündigt, noch härter mittels Konfrontation vorgehen zu wollen. Fazit: Sea Shepherd ist die Unterscheidung zwischen legal und illegal ziemlich scheißegal und Japan stand und wird unabhängig von der Legalität seines Handelns weiter am Pranger stehen.

    “Dann würde es garantiert auch einfacher Fallen mehr positive Worte über Japan zu finden.”
    -> Positive Worte würden Sea Shepherd, Paul Watson und seine Anhänger höchstens dann finden, wenn der Japanische Walfang gänzlich eingestellt würde.

    “Japan scheint sich allerdings wohl in dieser Rolle zu fühlen, Wale in einem WALSCHUTZGEBIET auf brutalste Art und Weise abzuschlachten.”
    -> Wenn Du Worte GROSS schreibst, um auf ihre etwaige Wichtigkeit hinzuweisen, ist das wie eingespieltes Lachen in Sitcoms, welches dem Zuschauer sagt, wann es angeblich witzig wird.

    “Und ja, aufgrund der Größe dieser Wale gibt es nunmal keine wirklich Humane Methode diese sozial hochkomplexen Säugetiere zu töten.”
    -> Was ist denn “sozial hochkomplex” und was eine “humanistische Methode zu töten”? Und wäre Sea Shepherd überhaupt zufrieden, wenn die Wale fortan humanistisch getötet würden?

    “Würde Japan sich nicht jedes Jahr in den Mittelpunkt stellen,”
    -> Sea Shepherd stellt Japan jedes Jahr in den Mittelpunkt.

    “in dem sie ein international anerkanntes Walschutzgebiet umgehen (mitlerweile offensichtlich für jeden), könnte man sich auch mehr den anderen Walfangnationen widmen.”
    -> Ach, es macht für Dich also einen Unterschied, wo Wale getötet werden? Selbst wenn Island mehr Wale tötet als Japan? ~ Wenn dem wirklich so ist, dann solltest Du eigentlich für den Japanischen Kompromissvorschlag in der IWC und für die Abschaffung des Walschutzgebietes im Südpolarmeer sein! Denn damit würde die Ungerechtigkeit behoben, dass Japans Walfang verächtlich ist, der Walfang Islands jedoch nicht. Und Du willst doch Japan sicher nicht ungerecht behandeln, oder? :-)

    “Um überall gleichzeitig zu sein hat Sea Shepherd leider im Moment noch zu wenig Schiffe.”
    -> Aber Sea Shepherd könnte seine Einsatzorte abwechseln. Ein Jahr geht es gegen Japan, im nächsten Jahr gegen Norwegen und im darauffolgenden Jahr gegen Island. Wo ist da das Problem? ~ Dieses Jahr gegen die Walfänger Europas zu fahren böte sich an, da die Schiffe eh bereits im Mittelmeer sind.

    “Und so lang die Walfangquote im antarktischen Walschutzgebiet nicht auf Null gesunken ist wird sich daran vermutlich auch nichts ändern.”
    -> Da hast Du Recht. Paul Watson will alles, ansonsten mozt er weiter. Wie ein kleines Kind.

    “Es wäre schön wenn das Geld über die Zuschauerzahlen so direkt bei Sea Shepherd ankommen würde, tatsächlich bringt es nur eine effektive Werbung ein.”
    -> Ach, ist es nicht so, dass Animal Planet den Kraftstoff und das Essen für die Sea Shepherds bezahlt? ~ Mal davon abgesehen haben 18 x 43 Sendeminuten zur Primetime im US-Fernsehen einen Gegenwert von vielen Millionen Dollar. [Der Traum aller Greenpeacer, deren Fotosafaris im Vergleich zu den Fotosafaris von Sea Shepherd eben nicht gewalttätig genug waren, als dass sie mit einer eigenen Fernsehserie belohnt würden.]

    Aber mal sehen was die nächsten Jahre bringen. Da Sea Shepherd eine non-profit-organisation ist, bei der auch tatsächlich kaum jemand ein Gehalt bekommt, verdient sich daran auch keiner eine Goldene Nase.
    -> Das habe ich auch nicht behauptet. ~ Ich weiß sehr wohl, dass Paul Watson von seinen Helfern sogar bezahlt werden möchte.

    Das Geld geht direkt in die Aktionen, aber das brauch ich dir ja nicht sagen Seiji, du bist in der Regel ja recht gut informiert und stellst dich hier nur blöder als du sowieso schon bist.. :-)
    -> Im persönlich werden bist Du echt gut. [Hast Du es nötig?]

    Die zwei neuen zusätzlichen Schiffe die in diesem jahr zur Sea Shepherd Flotte dazustießen, wurden schließlich auch rein durch Spendengelder fiannziert. (Durch Bob Barker und Ady Gil, deshalb heißen ja auch die Schiffe so. ^^ Ein großer Teil der Ady Gil wurde außerdem durch Investoren finanziert, als die Ady Gil davor noch Earthrace hieß und einen neuen Weltrekord für die schnellste Weltumrundung aufstellte.)
    -> Wie Du bereits angedeutet hast, sind das Einzelspenden, welche mit regulären Spenden nicht zu vergleichen sind. ~ Was sagen die Investoren eigentlich dazu, dass Sea Shepherd ihr Geld im Südpolarmeer zu Schrott gefahren und daraufhin bei einem Abschleppversuch versenkt hat?

  4. toca sagt:

    Niemand verlangt Japan, dass Sie Gefangene zurück zur Steve Irwin oder Bob Barker fahren. Doch die Untersuchung des Vorfalls muss ja wohl von der Regierung vor Ort durch geführt werden. Deshalb haben diese ja auch die kontrollierende Funktion in diesen Teilen des internationalen Gewässers.
    In gewissen Umständen heiligt der Zweck die Mittel sehr wohl. Wenn an mir ein Verbechen ausgeübt wird habe ich z.b. auch in Deutschland die Möglichkeit eine bürgerliche Verhaftung an dieser Person durch zu führen, wenn man davon ausgehen muss dass dringende Fluchtgefahr besteht, oder die Personalien nicht fest zu stellen sind. Die selben Rechte hatte in dieser Situation übrigens auch Pete Bethune. Und eine unter gewissen Vorraussetzungen persönlich zustellen zu lassen ist selbst auch bei uns nichts ungewöhnliches, nur das man hier besser an der Haustür klingeln kann. Über Recht und Unrecht muss natürlich erstmal die zuständige Regierung entscheiden, wobei die Chancen auf rechtmäßigkeit recht gut stehen, wie auch bereits mehrere Anwälte bestätigten. Das waren unabhängige Anwälte die nicht zur Verteidigung gehören. Auf jedenfall hat das japanische Walfangschiff in meinen Augen hier mehr oder weniger Fahrerflucht begangen und ist in diesem Sinne vorübergehend ins Exil abgehauen, bis Sie nächstes Jahr wieder versuchen werden unentdeckt in das antarktische Walschutzgebiet einzureisen. Klar, jetzt versuchen Sie rechtfertigung durch die IWC zu erlangen. Das was Japan hier tut ist nicht rechtsmäßig, das hätt längst die IWC und sämtliche Länder erkannt. Nur ist die IWC vermutlich völlig mittellos oder willenlos irgendetwas zu unternehmen. Ich hoffe nicht dass der Antrag bei der IWC durch geht, dann würde Sie (IWC) sich selbst degradieren und sich eingstehen wie ineffektiv sie tatsächlich sind.
    Ich habe die Wörter jedes mal groß geschrieben damit auch der letzte dieses Wort liest und versucht einmal zu verstehen. Natürlich ganz bewusst provokant. Ich konnte mir selbst dabei ein müdes lächeln nicht vermeiden da mir klar kommt dass darauf von dir eine Provokation kommen muss.
    Die brutale Art der Tötung gibt Sea Shepherd garantiert besonderen Antrieb. Aber sicher wäre SSCS nie zu frieden, egal ob friedvoller oder nicht. Wale sind in den meisten unserer westlichen regionen nunmal hoch respektiert und nunmal auch geliebt von den meisten Menschen, wenn ich jetzt mal z.b. von Norwegen, Island und Färöer Inseln absehe. Diese werden in diesem Zusammenhang genauso schlecht angesehen wie Japan. Japan gibt einem aber die beste Grundlage etwas dagegen zu tun. Nicht aus angeblichem Rassismus sondern das illegale töten im Walschutzgebiet. Illegal deshalb weil diese angebliche Forschung nie sinnvolle Ergebnisse brachte und daher keine tatsächliche Forschung besteht, was wie gesagt jeder bereits sieht. Natürlich müsste die IWC diese Forschungsgründe abschaffen, oder auf minimalste Stückzahlen reduzieren, obwohl ich dafür auch nicht einstehen könnte, aber wäre das dennoch ein großer Fortschritt in dieser Thematik. Leider muss ich jetzt erstmal wieder arbeiten gehen, ich werde evtl. gegen Abend noch ein paar Sätze anhängen da ich jetzt nicht fertig gewurden bin.. :-)
    Achso zum Schluss noch, ja persönlich werden kann ich gut, nicht weil ich es nötig habe, sondern weil es diese Diskussionen immer wieder aufheitert. Vielleicht etwas einseitig, aber ich bin mir sicher, selbst du kannst dem ein lächeln abgewinnen.. :-P

  5. JackvKrae sagt:

    -> Sea Shepherd wird immer verzweifelter, jetzt werden schon Kamikaze-Enterkommandos angeheuert.

    naja, kamikaze ist schon etwas weit hergeholt und zudem von anderen besetzt…aber wenn wir es etwas weiter spinnen und ein wenig in der geschichte zurückblicken, ist es doch so das ghandi mittels zivilem ungehorsam die briten in die knie zwang. daher braucht es einfach keiner kamikaze-kommandos – es braucht nur freiwillige, die einer passage auf einem walfänger und einem zwangsaufenthalt in japan gelassen entgegensehen. einer erregt aufsehen, fünf sind keine meldung wert, aber hundert erschüttern die welt!

  6. toca sagt:

    Ohje, da haben sich heute morgen aber ein paar kleine Fehler eingeschlichen in der Hektik und müdigkeit. Einen Satz will ich nochmal korrigiert schreiben, da hier ein Wort im Satz fehlte:
    “Und eine Rechnung unter gewissen Vorraussetzungen persönlich zustellen zu lassen und unterschreiben zu lassen ist selbst auch bei uns nichts ungewöhnliches, nur das man hier besser an der Haustür klingeln kann.” Da aber von Flucht auszugehen war, hat man es eben etwas unkonventioneller durch geführt. Auf jedenfall kam die Rechnung da an, wo sie hin sollte.

    Ja Paul Watson lässt sich die Hilfe bezahlen. Aber um genauer zu sein lässt die Organisation sich dies bezahlen, das geht nicht auf sein persönliches Konto. Das halte ich auch für sinnvoll, so wird vor Spaßbewerbungen oder halbherzigen Bewerbungen vorgebeugt und die Spendenkasse füllt sich ebenfalls ein wenig.

    Was die Investoren zu dem versenken der Ady Gil durch die Japaner sagen kann ich dir leider nicht sagen, vielleicht interessiert es Sie auch nicht so besonders, da es denen sicherlich darum ging als Sponsor bei der Weltumrundung und daraus resultierenden Guinnessbuch Eintrag erwähnt zu werden. Diese haben ja nichts mit dem Sponsoring für Sea Shepherd zu tun, das wurde ja erst viel später entschieden. Und Ady Gil rief anschließend in einem sehr schönen Video zum Spenden der Ady Gil 2 auf und wollte wieder einen großen Teil dazu geben.

    Du hast auch gefragt ob es eine Rolle spielt wo die Wale getötet werden. Im Prinzip spielt es keine Rolle, aber man nimmt sich doch erst die jenigen vor bei denen die Gesetzeslage klar hinter einem ist. Klar nimmt man sich dann erstmal Wilderer im internationalen Schutzgebiet vor.

    Du hast gemeint ich müsste doch dafür sein dass das Walschutzgebiet aufgehoben wird, damit es mehr Gerechtigkeit gibt.
    Meine Antwort: Nein, ich müsste höchstens dafür sein dass solche Schutzgebiete überall in jedem Gewässer auf der Welt vorhanden sind, damit Gleichberechtigung herrscht! (auch für die Tiere)

    Selbst wenn das Walschutzgebiet aufgehoben werden sollte würde Sea Shepherd natürlich nicht aufhören etwas gegen die Wilderer auf unseren Ozeanen zu unternehmen. Außerdem beziehen sich schützende Gesetze für die Tiere ja nicht nur auf das Schutzgebiet, SSCS wird auch weiterhin gesetzlichen Rückenwind haben. Auch wenn nicht jede dieser Walfangnationen alle internationalen Bestimmungen und Verordnungen zum Schutz wildlebender (Meeres-)Tiere anerkennen mag.
    So lang es diese Art von Jagd gibt, wird es auch immer Gegner geben die nicht einfach wegschauen werden. Und eine Umweltschutzorganisation die sich so schnell geschlagen geben würde, wäre doch eine schlechte. :-)

  7. Seiji Oujiru sagt:

    @toca:

    Niemand verlangt Japan, dass Sie Gefangene zurück zur Steve Irwin oder Bob Barker fahren.
    -> Doch, im Falle der Festsetzung von Benjamin Potts und Giles Lane auf der Shonan Maru #2 im Jahre 2008 wurde genau das verlangt. Aber zum Glück war das Australische Zollschiff Oceanic Viking vor Ort, um die Beiden zu transportieren. ~ Und was ist eigentlich die Alternative zur Überführung? Genau! Die Gefangenen mit nach Japan zu nehmen. Doch das passt Sea Shepherd noch weniger. ~ Aber Deine Entgegnung geht ohnehin ungeschickt am Kern der Sache vorbei, denn es ging um die Verdrehung von Ursache und Wirkung. Deshalb noch mal nur für Dich: es ist kaum denkbar, dass ein Land das illegale Betreten eines Schiffes in jenen Gebieten duldet, die von ihm kontrolliert werden. Du musst mir ja nicht Recht geben, jedoch würde ich mich in einer stillen Minute mal damit auseinandersetzen.

    Doch die Untersuchung des Vorfalls muss ja wohl von der Regierung vor Ort durch geführt werden. Deshalb haben diese ja auch die kontrollierende Funktion in diesen Teilen des internationalen Gewässers.
    -> Von welcher Regierung müssen Zwischenfälle in internationalen Gewässern untersucht werden? Sicher nicht von der Regierung vor Ort, denn eine solche gibt es in internationalen Gewässern nicht. Alles andere wäre begriffswidrig! Das ist auch der Grund, weshalb Japan [wie viele andere Nationen ebenfalls] den Anspruch Australiens [und vieler weiterer Nationen] auf internationale Gewässer im Südpolarmeer nicht anerkennt. Sonst wären dort wo internationale Gewässer sein sollten ja keine internationalen Gewässer. ;-) [Es braucht folgerichtig auch keine Erlaubnis, um in nichtexistente Hoheitsgebiete Frankreichs einzufahren - da können die Forscher auf der Base Dumont d’Urville noch so schimpfen.]

    In gewissen Umständen heiligt der Zweck die Mittel sehr wohl. Wenn an mir ein Verbechen ausgeübt wird habe ich z.b. auch in Deutschland die Möglichkeit eine bürgerliche Verhaftung an dieser Person durch zu führen, wenn man davon ausgehen muss dass dringende Fluchtgefahr besteht, oder die Personalien nicht fest zu stellen sind.
    -> Das ist doch an den Haaren herbeigezogen. Dein Vergleich geht ja schon an der Prämisse vorbei, dass das von mir verwendete das Sprichwort zwingend das Fehlen eines rechtlichen Handlungsfadens voraussetzt. ~ Der Vergleich mit dem Straßenverkehr ist viel passender: da kannst Du auch nicht während der Fahrt mit einem Messer und einem Brief von Deinem Auto auf die Laderampe eines Lkw springen, nur weil der Lkw zuvor Dein Motorrad zu Schrott gefahren hat, welches Du wiederum aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit nicht rechtzeitig aus der Fahrbahn bekommen hast.

    Die selben Rechte hatte in dieser Situation übrigens auch Pete Bethune. Und eine unter gewissen Vorraussetzungen persönlich zustellen zu lassen ist selbst auch bei uns nichts ungewöhnliches, nur das man hier besser an der Haustür klingeln kann.
    -> Wenn auf dem Weg zur Haustüre eine Straftat begangen wird, sieht die Situation jedoch schon wieder ganz anders aus.

    Über Recht und Unrecht muss natürlich erstmal die zuständige Regierung entscheiden, wobei die Chancen auf rechtmäßigkeit recht gut stehen, wie auch bereits mehrere Anwälte bestätigten. Das waren unabhängige Anwälte die nicht zur Verteidigung gehören.
    -> Welche Regierung? Welche Anwälte? ~ Wieso weiß ich davon nichts? Ich bin Deiner Meinung nach doch recht gut informiert und stelle mich nur blöder an, als ich ohnehin schon bin. :-)

    Auf jedenfall hat das japanische Walfangschiff in meinen Augen
    -> Auf jeden Fall oder in Deinen Augen? Das ist ein großer Unterschied!

    hier mehr oder weniger Fahrerflucht begangen
    -> Au, das mit der Fahrerflucht ist jetzt aber ein Kamikaze-Argument. ;-) ~ Kennst Du eigentlich die Faustformel “Stahl vor Plastik”? In der fraglichen Situation war sehr wahrscheinlich die Shonen Maru #2 der Kurshalter und die Ady Gil ausweichpflichtig. Und wenn dem nicht so war, so hätte Peter Bethune zum Manöver des letzten Augenblicks greifen und die Kollision mit allen Mitteln abwehren müssen. Bei einem Sportboot mit einer derart aberwitzigen Beschleunigung wäre das kein Problem gewesen, es hieß früher ja nicht umsonst Earthrace. ~ Eine Untersuchung des Vorfalls würde ich begrüßen und bin auch der Meinung, dass das was da passiert ist Konsequenzen haben und nicht im Sand verlaufen wird. ~~~ Sehr bedauerlich für Peter Bethune. :-p ~ Aber keine Panik, Japan wird keinen Eindringling mit einer Rechnung auf ein Schiff von Sea Shepherd schicken, das Geld für die Lackierung der Shonan Maru #2 wird auf dem Landweg eingeklagt.

    und ist in diesem Sinne vorübergehend ins Exil abgehauen, bis Sie nächstes Jahr wieder versuchen werden unentdeckt in das antarktische Walschutzgebiet einzureisen.
    -> Ist schon ein trauriger Zustand, wenn sich nicht der Terrorist sondern der Terrorisierte sich verstecken muss.

    Klar, jetzt versuchen Sie rechtfertigung durch die IWC zu erlangen. Das was Japan hier tut ist nicht rechtsmäßig, das hätt längst die IWC und sämtliche Länder erkannt.
    -> Die IWC und sämtliche Länder hat bereits erkannt, dass das, was Japan hier tut, rechtmäßig ist.

    Nur ist die IWC vermutlich völlig mittellos oder willenlos irgendetwas zu unternehmen.
    -> Sie ist willenlos, da es keinen Grund gibt, etwas zu unternehmen.

    Ich hoffe nicht dass der Antrag bei der IWC durch geht, dann würde Sie (IWC) sich selbst degradieren und sich eingstehen wie ineffektiv sie tatsächlich sind.
    -> Mitnichten, die IWC würde das erste Mal seit Jahrzehnten zeigen, dass sie handlungsfähig und überdies auch noch kompromissbereit ist!

    Ich habe die Wörter jedes mal groß geschrieben damit auch der letzte dieses Wort liest und versucht einmal zu verstehen. Natürlich ganz bewusst provokant. Ich konnte mir selbst dabei ein müdes lächeln nicht vermeiden da mir klar kommt dass darauf von dir eine Provokation kommen muss.
    -> Ehrlich gesagt bin ich es jetzt, der sich ein müdes Lächeln ob der Tatsache abringt, dass Du mich [erfolglos] zu provozieren trachtest.

    Die brutale Art der Tötung gibt Sea Shepherd garantiert besonderen Antrieb.
    -> Und macht Sea Shepherd besonders anfällig und verletzlich! ~ Ich kann es zum Beispiel absolut nicht verstehen, warum nicht grundsätzlich vor deren Augen so viele Wale wie möglich gefangen werden. Wie in den letzten beiden Folgen der zweiten Staffel von Whale Wars zu sehen ist, bekommen Paul Watson und seine Crew nach solchen Demütigungen gar nichts mehr auf die Reihe. Veganer kochen eben auch nur mit Wasser!

    Aber sicher wäre SSCS nie zu frieden, egal ob friedvoller oder nicht.
    -> Deshalb bin ich ja der Meinung, dass der Titel „Operation Kein Kompromiss“ gut zu Sea Shepherd passt.

    Wale sind in den meisten unserer westlichen regionen
    -> Was in den westlichen Regionen üblich ist, juckt in den östlichen Regionen nicht immer.

    nunmal hoch respektiert und nunmal auch geliebt von den meisten Menschen, wenn ich jetzt mal z.b. von Norwegen, Island und Färöer Inseln absehe.
    -> Und worauf beruht dieser Respekt? Der ist nichts weiter als die Hinterlassenschaft der Hippie-Generation, verursacht durch den US-Amerikaner [und Esoteriker] John Cunningham Lilly, der dem Zeitgeist entsprechend die Theorie postulierte, Wale seien so intelligent wie Menschen. Und bei dieser Hypothese blieb es, weder er selbst noch ein anderer Wissenschaftler haben je den Beweis hierfür angetreten. [Googeln zwecklos.] Das einzige Indiz, welches Lilly zur Stützung seiner Vermutung hatte, war die Tatsache, dass das Gehirn der meisten Wale größer ist als das der Menschen. Und dieses Indiz ist schon längst entkräftet: die Größe des Gehirns sagt keinesfalls etwas über die Intelligenz des zugehörigen Lebewesens aus. ~ Zu dieser Desinformation Lillys wurde dann noch dramatisch inszenierter Walgesang auf Schallplatte gereicht – und schon gab es wieder etwas zum protestieren, nachdem sich jeglicher Widerstand gegen die Kriege der USA als nutzlos herausstellt hatte.

    Diese werden in diesem Zusammenhang genauso schlecht angesehen wie Japan.
    -> Das weiß Sea Shepherd aber geschickt zu verbergen.

    Japan gibt einem aber die beste Grundlage etwas dagegen zu tun. Nicht aus angeblichem Rassismus sondern das illegale töten im Walschutzgebiet. Illegal deshalb weil diese angebliche Forschung nie sinnvolle Ergebnisse brachte und daher keine tatsächliche Forschung besteht, was wie gesagt jeder bereits sieht.
    -> Ach so! Das Vorschieben von Forschungsgründen macht den Walfang Japans also verachtenswerter als den jener Länder, welche diese Maskerade nicht betreiben und andere Gründe vorschieben. ~ Und ja, natürlich ist auch mir klar, dass das mit dem wissenschaftlichen Walfang nur eine Lüge ist, um nichts Illegales zu tun. Und genau das soll jetzt dank dem Kompromissvorschlag ja aufhören, dann ist Japan nicht mehr auf ein Schlupfloch angewiesen, um sein gutes Recht wahrzunehmen.

    Natürlich müsste die IWC diese Forschungsgründe abschaffen, oder auf minimalste Stückzahlen reduzieren, obwohl ich dafür auch nicht einstehen könnte, aber wäre das dennoch ein großer Fortschritt in dieser Thematik.
    -> So lange der kommerzielle Walfang wieder erlaubt wird, gerne.

    Leider muss ich jetzt erstmal wieder arbeiten gehen, ich werde evtl. gegen Abend noch ein paar Sätze anhängen da ich jetzt nicht fertig gewurden bin.. :-)
    -> Bemühe Dich nicht extra!

    Achso zum Schluss noch, ja persönlich werden kann ich gut, nicht weil ich es nötig habe, sondern weil es diese Diskussionen immer wieder aufheitert. Vielleicht etwas einseitig, aber ich bin mir sicher, selbst du kannst dem ein lächeln abgewinnen.. :-P
    -> Die Phrase mit dem Lächeln abgewinnen magst Du scheinbar…

    Mit den ganzen Standart-Argumenten, die Du und auch icaneatcauliflower hier gepostet habt, sind auch Walfanggegner aus Australien in einer Talkshow gegen ihre Kontrahenten angetreten. Und sind dabei teilweise schön vorgeführt [= widerlegt] worden:

    http://www.youtube.com/watch?v=10oSLfTdjjU (DHL ist überall!)
    http://www.youtube.com/watch?v=TutP_PwFQ50

  8. Jabba sagt:

    “die Größe des Gehirns sagt keinesfalls etwas über die Intelligenz des zugehörigen Lebewesens aus.”
    Eigentlich geht es um die Faltung der Hirnrinde und das Verhältnis von Gehirn- zu Körpermasse.

    “[Googeln zwecklos.]”
    http://bit.ly/atkD1Q

  9. Seiji Oujiru sagt:

    @Jabba: Und wo ist jetzt der Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe? ~ Oder ist das mal wieder ein Beitrag ohne Pointe?

  10. Seiji Oujiru sagt:

    @JackvKrae:

    “einer erregt aufsehen, fünf sind keine meldung wert, aber hundert erschüttern die welt!”

    -> Hunderte wären eine diplomatische Krise, würden insofern also wirklich die Welt erschüttern. Die nötigen Reaktionen wären wohl sehr unangenehm… ~ Doch das Ganze ist derart hypothetisch, dass ich nicht weiter darüber nachdenken werde, solange nicht 100 Kamikaze-Schwimmer auf dem Weg zu den Walfangschiffen sind.

  11. Seiji Oujiru sagt:

    @toca:

    Auf jedenfall kam die Rechnung da an, wo sie hin sollte.

    -> Dafür hätte auch ein Fax gereicht. Paul Watson ist mit Kommunikationsgeräten ja reichlich ausgestattet. ;-)

    Du hast auch gefragt ob es eine Rolle spielt wo die Wale getötet werden. Im Prinzip spielt es keine Rolle, aber man nimmt sich doch erst die jenigen vor bei denen die Gesetzeslage klar hinter einem ist. Klar nimmt man sich dann erstmal Wilderer im internationalen Schutzgebiet vor.

    -> Irgendwie klingt das nicht sehr überzeugend, wenn man bedenkt, dass Island mehr Wale als Japan und vor allem auch gefährdete Wale fängt. ~ Aber gut, Du glaubst anscheinend wirklich, was Du schreibst. Deshalb folgendes: Island und Norwegen legitimieren ihren Walfang nach §5 [Einspruchsrecht] des Moratoriums von 1986, Japan nach §8 [Wissenschaftlicher Walfang]. Anscheinend ermöglicht §5 den Walfang in eigenen Gewässern, während dieser nach §8 ausgeschlossen ist, sonst würde Japan auch in den eigenen Gewässern auf die Jagd gehen. [Ich bin kein Experte für die Verträge der IWC, ich wäre um Aufklärung dankbar, warum Island und Norwegen in ihren eigenen Hoheitsgewässern jagen dürfen, Japan jedoch nicht.] Falls möglich, wäre Japan ein Wechsel zur Methode Islands und Norwegens anzuraten, denn dann können sie sich in die eigenen Gewässer zurückziehen und die Sea Shepherd’sche Argumentationsstruktur fällt flach. [Nicht, dass sie wirklich interessierte...] ~ Der Kompromissvorschlag ist jedoch die beste Lösung, denn er ermöglicht allen drei Nationen den Walfang in ihren eigenen Gewässern, ohne dass sie sich scheinheiliger Weiße auf einen der beiden Paragraphen berufen müssen. Jetzt muss nur noch das Walschutzgebiet im Südpolarmeer weg, denn da winkt Japan eine Extraquote – nur fair ob der Tatsache, dass in Japan 25x mehr Leute leben als in Island und Norwegen zusammen.

  12. Jabba sagt:

    “Und wo ist jetzt der Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe?”

    Erstmal ist es egal, ob Lilly ein Hippie war. Zweitens suggeriert Dein Beitrag, eine hohe Intelligenz bei Walen sei reines Hirngespinst und wissenschaftlich nicht haltbar.

    “Das einzige Indiz, welches Lilly zur Stützung seiner Vermutung hatte, war die Tatsache, dass das Gehirn der meisten Wale größer ist als das der Menschen.”

    Das stimmt. (Quellenangabe wäre nett gewesen.) Die Forschung hat sich allerdings seit 1967 weiterentwickelt, wie der von mir verlinkte Artikel zeigt.

    “[…] Wale seien so intelligent wie Menschen. Und bei dieser Hypothese blieb es, weder er selbst noch ein anderer Wissenschaftler haben je den Beweis hierfür angetreten. [Googeln zwecklos.] ”

    Das ist ohne eine allgemeingültige Definition von Intelligenz eine sinnlose Aussage. Man kann Intelligenztests entwerfen, bei denen Delfine besser als Affen abschneiden. (Die Intelligenz von Affen wird gelegentlich mit der von Menschenkindern verglichen). Man kann auch Tests entwerfen, bei denen Delfine dumm dastehen.

    Jedenfalls zeigen Delfine oft und in hohem Maß Leistungen, die ich intelligent nenne (z.B. Erlernen von Sprachen, Abstraktionsvermögen, “kreatives” Problemlösen, komplexes Sozialverhalten, Spielen)

    Google liefert hierzu viele interessante Treffer, z.B. http://bit.ly/IMYc7 und “Dolphins: Deep Thinkers” auf Youtube.

  13. toca sagt:

    Diese Einspruchsklausel zeigt einmal mehr wie zahnlos die IWC ist. Wozu wird so etwas beschlossen, wenn jeder Einspruch erheben kann während er auch noch in der IWC ist.
    Ich kann auch nicht auf die Straße gehen, jemanden ermorden und vor Gericht sagen ich erhebe Einspruch gegen das vom Staat angewandte Gesetz und kann anschließend fröhlich einfach weiter machen. Klar letzterer Gedanke wird von anderen Gesetzen geregelt und besteht auf ganz anderer Ebene, zeigt aber dennoch die sinnlosigkeit der oben angewandten Methode auf. Ich brauche keine Regelungen wenn sie keiner beachten muss. Die IWC ist in der Hinsicht echt ein Witz.

  14. Jabba sagt:

    Whales Might Be as Much Like People as Apes Are
    http://www.wired.com/wiredscience/2009/06/whalepeople/

  15. Lutra sagt:

    Man kann nur hoffen, dass diese Forschungsergebnisse bald dazu führen werden, dass sämtliche Delfin- und Walhaltung verboten wird.

    Auf der anderen Seite zeigen solche Berichte nur die Beschränktheit unserer Spezies. Grundrechte wird nur den Tierarten zugestanden, die uns ähnlich sind und von denen dies nachgewiesen wurde. Typisch menschliche Wissenschaftshörigkeit und Hybris…

  16. icaneatcauliflower sagt:

    TV-Tipp:

    zur Intelligenz der Tiere
    heute, 19:30 auf ZDF
    “Terra X”

    und ein (uralter) Klassiker, wunderschön:
    heute, 20:15 auf super rtl
    “Die Wüste lebt”