FDP ist für kommerziellen Walfang

Laut einer aktuellen Pressemitteilung stimmt die FDP dem faulen Kompromiss, der zur Beendigung des Moratoriums des kommerziellen Walfangs führen soll, zu.

Pressemitteilung:

HAPPACH-KASAN: Koalition für Fortschritte beim Walschutz

BERLIN. Anlässlich von Beratungen der Agrar- und Umweltpolitiker der Regierungskoalition zum Vorschlag der Internationalen Walfangkommission für ein neues Abkommen erklärt die Agrarexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

Die Koalition bekennt sich klar zum Ziel, den kommerziellen und pseudowissenschaftlichen Walfang auf Dauer zu beenden. Daher begrüßen wir die Reformbemühungen in der Internationalen Walfangkommission (IWC). In dieser festgefahrenen Situation ist es nötig, im Interesse eines besseren Walschutzes Kompromisse einzugehen. Wichtig ist es, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Daher stehen wir dem aktuellen Verhandlungsvorschlag des Vorsitzenden der Walfangkommission für eine zeitweise Festlegung von Quoten offen gegenüber.

Das starre Beharren auf einem Walfangmoratorium, wie es die Walschutzorganisationen betreiben, führt nicht weiter. Seit 1986 gilt das Moratorium und konnte nicht verhindern, dass die Zahl der für wissenschaftliche und kommerzielle Zwecke gefangenen und getöteten Wale weiter gestiegen ist. Wir wollen Fortschritte!

Der aktuelle IWC-Vorschlag muss aber noch in einigen Punkten verbessert werden, damit faule Kompromisse verhindert werden. Wir wollen, dass jeglicher Walfang im Südpolarmeer und die Jagd auf gefährdete Arten wie Finnwale verboten werden.

FDP-Bundespartei
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http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&n_firmanr_=111473&sektor=pm&detail=1&r=411383&sid&aktion=jour_pm&quelle=0

Vielleicht ist ja auch von Euch jemand geneigt, der FDP mitzuteilen, dass kommerzieller Walfang in einer modernen Gesellschaft keinen Platz mehr haben darf.

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39 Antworten auf FDP ist für kommerziellen Walfang

  1. ThomasBuiter sagt:

    Interessanter Artikel dazu in der Süddeutschen wo sich CSU, SPD und Grüne gegen einen solchen Kompromiss äussern.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/431/511536/text/

  2. silentdan sagt:

    danke für den hinweis, ist ja mehr also unglaublich … tzzz FDP.

    @thomas danke für den link zum artikel

  3. Fabi sagt:

    Wer hätte gedacht dass die FDP noch tiefer sinken kann…danke für den Hinweis und den Link!

  4. Calico Jack Rackham sagt:

    Was hätte man auch schon anderes von der Regierung Schwarz-Geld erwarten können.

  5. Andy sagt:

    Auch von mir vielen Dank für die kleine politische Nachhilfestunde :-)

  6. Bernd sagt:

    Endlich mal wieder ein sinnvoller Vorschlag der F.D.P.
    Ich hatte schon befürchtet, mich verwählt zu haben….

  7. hmmm sagt:

    jetzt wäre nur noch zu klären, warum walfang keinen platz in einer modernen gesellschaft haben darf? warum nur walfang, warum nicht gleich die jagd nach allen tieren verbieten? oder nach allen lebenden organismen?

  8. TV – Tipp:

    heute, 22.05., 17:45 auf Phoenix:

    “Vom Verschwinden der Fische”

    Der Beitrag soll den Rückgang der jahrtausendealten Meeresfauna und -flora in Mittelmeer und Nordsee bis zum Jahr 2030 aufzeigen.

    Grafiken und Animationen werden die Entwicklungen der letzten Jahre verdeutlichen.

    Außerdem wird gezeigt, welche Auswirkungen das Verschwinden bestimmter Arten auf den Kreislauf des Lebens im Meer und damit auch auf die Nahrungskette der Menschen hat.

  9. ThomasBuiter sagt:

    @hmmm
    ich bin gegen jegliche Jagd wie wohl viele hier auch. Der Blog konzentriert sich aber auf die Ausbeutung der Meere. Waljagd ist eines der grausamsten Jagdmethoden die es gibt, wenn man bedenkt, dass KEIN Wal sofort tot ist sondern häufig 20 Minuten und länger in seinem eigenen Blut erstickt bevor er die Qualen hinter sich hat.

    Gegenfrage: Hat ein solch grausames Töten in einer modernen Gesellschaft noch Platz?

    Für Jagd zulande gibt es einen guten anderen Blog: http://anti-jagd.blog.de/ der auch im Blogroll verlinkt ist.

    Der Kompromis sollte er zustande kommen wird auf lange Sicht mehr Wale durch Harpunen töten als es derzeit schon geschieht.

    Unter: http://blog.migaloo.de/2008/10/17/schau-dir-an-wie-weit-wir-schon-gekommen-sind/ kannste Dir ja ein kleines Bild davon machen wogegen wir uns einsetzen.

  10. sakshin sagt:

    jagd ist meiner meinung nach nicht zwangsläufig was schlechtes und manchmal ist sie sogar nötig.
    in deutschland ist es zum beispiel so, dass wir ja für viele tiere keinen wirklich natürlichen lebensraum haben, sondern eine kulturlandschaft mit ackerbau usw.
    tiere wie z.b. wildschweine finden dadurch unnatürlich viel futter und haben gleichzeitig keine natürlichen feinde mehr.
    das natürliche gleichgewicht kann sich also gar nicht von alleine herstellen.
    wenn wir also in deutschland nicht jagen würden gäbe es unnatürlich viele wildschweine und die würden mit der zeit auf den feldern einen so immensen schaden anrichten, das es sogar zu nahrungsmittelengpässen bei uns kommen könnte.
    bei walen sieht das ganze aber anders aus. es gibt keine unnaürlich hohe walpopulation. im gegenteil.
    außerdem ist der walfang im gegensatz zur “normalen” jagd grausam und die tiere quälen sich nachdem sie getroffen sind noch minutenlang bis sie sterben.
    bei der normalen jagd ist das tier in der regel schon tot bevor es überhaupt den schuss hört, oder gar den treffer der kugel spürt.

  11. Welche Idioten haben die eigentlich gewählt?

  12. Lutra sagt:

    Eine seltsame Einstellung, die du da hast, sakshin.

    Zu deinen „Argumenten“:

    1. Jagd ist vom ethischen Gesichtspunkt immer etwas Schlechtes, da kein Lebewesen sein Leben freiwillig hergibt und unter allen Umständen überleben will. In dieser Hinsicht unterscheiden sich Mensch und Tier überhaupt nicht. Wie begründest du, dass das menschliche Leben wichtiger ist, als das eines Wildschweins? Außerdem: Schon mal was von menschlicher Überbevölkerung und den ökologischen Konsequenzen gehört?

    2. Massive Jagd auf bzw. „Reduzierung“ von Tierpopulationen (sofern man sie nicht gezielt ausrottet) hat zur Folge, dass sich die „übrig gebliebenen“ Individuen sprungartig vermehren (bedingt durch weniger innerartliche Konkurrenz, frei gewordenen Reviere etc.). Dies wurde von Ökologen in langjährigen Studien bereits mehrfach nachgewiesen. Das Bild vom Jäger als Schützer des ökologischen Gleichgewichts ist ein Märchen. Wenn du das bezweifelst, dann schau dir mal die Lehrinhalte der Jägerprüfung an: Das Verstehen ökologischer Zusammenhänge spielt hier nämlich so gut wie keine Rolle – und genauso leer sind auch die Argumente der Jägerschaft.

    3. Der in den letzten Jahren massiv angestiegene Maisanbau dient v.a. als Tierfutter, also letztendlich den menschlichen Gelüsten nach Fleisch. Dass sich Wildschweine an Maisfeldern gerne bedienen, braucht einen also nicht zu wundern. Verursacher des vermehrten Nahrungsangebots ist der Mensch. Warum müssen das die Tiere mit ihrem Leben bezahlen?

    4. Wie definierst du das „natürliche Gleichgewicht“?

    5. Nahrungsmittelengpässe beim Menschen in Europa? Das hört sich eher nach Paranoia an.

    6. Du hast offensichtlich ein völlig verklärtes Bild von der Jagd. Glaubst du allen Ernstes, dass JEDER Jäger bei JEDEM Schuss, den er abgibt, IMMER SOFORT tödlich trifft? Glaubst du das wirklich, oder hast du dich von Jagdpropaganda einlullen lassen? Gibt doch bei wiki mal “Nachsuche” ein.

    7. Deine Unterscheidung zwischen Waljagd und Jagd auf landlebende Säugetiere ist in meinen Augen völlig schizophren. Um es mit Albert Schweitzer auf den Punkt zu bringen: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“

  13. @sakshin

    “jagd ist …sogar nötig”

    -> ja, warum denn? weil:

    “wir ja für viele tiere keinen wirklich natürlichen lebensraum haben”

    -> und warum das nicht? weil WIR ihn kaputtgemacht haben!

    “z.b. wildschweine… haben gleichzeitig keine natürlichen feinde mehr”

    -> nein, natürlich nicht. Die haben wir nämlich alle weggeballert. Mit “nötiger” Jagd. Luchse, Füchse, Wölfe, Bären…

    “das natürliche gleichgewicht kann sich also gar nicht von alleine herstellen”

    -> jetzt nicht mehr. Bevor wir alle natürlichen Feinde ausgerottet haben, konnte es das schon.

    “wenn wir also in deutschland nicht jagen würden gäbe es unnatürlich viele wildschweine”

    -> nein, nein, wenn wir in Deutschland nicht gejagt HÄTTEN, gäbe es NICHT unnatürlich viele Wildschweine…

    also, auf geht’s, machen wir doch den einen gravierenden Fehler wieder gut, indem wir ihn einfach wiederholen. Ballern wir sie weg. Das muß ja gutgehen, schließlich haben wir jede Logik auf unserer Seite…

  14. sakshin sagt:

    klar, wir können den tieren ihren natürlichen lebensraum zurückgeben, das bedeutet dann aber das wir uns wieder in irgendwelche hölen zurückziehen.
    abgesehen davon war der mensch (homo sapiens) schon immer auch ein jäger.
    wer von den jagdkritikern hier sagt denn z.b. ein wolf ist aus ethischen gesichtspunkten schlecht weil er jagt?
    außerdem hab ich nie geschrieben das JEDER jäger IMMER gleich tödlich trifft, sondern das es in der regel so ist.
    in der regel ist es auch so.
    abgesehen davon find ich jagd die etisch deutlich bessere variante als massentierhaltung.
    die tiere die gejagt werden hatten wenigstens bis dahin ein artgerechtes leben, im vergleich zu den meisten kühen wo zum beispiel unsere milch herkommt.
    deswegen finde ich es, solange man nicht komplett vegan lebt ein bisschen heuchlerisch gegen jagd im allgemeinen zu wettern.

  15. Fabi sagt:

    @icaneatcauliflower:
    Wir haben noch nicht mal alle natürlichen Feinde weggeballert…Niederwild z.B. könnte nach wie vor noch vom Fuchs gejagt werden, nur wird der auch zur Zeit gezielt ausgerottet (damit dem Jäger größere Populationen zum austoben bleiben…der böse Fuchs würde sie ja sonst brutal dezimieren), sonst würde das Bestandsregulierungs-Argument der Jäger ja nicht mehr ziehen…

  16. Calico Jack Rackham sagt:

    Die wollen also den Walfang verhindern, indem sie ihn erlauben. Was für eine bescheuerte Argumentation ist das denn.

    Muss man Mitglied bei Schwarz-Geld sein um das zu verstehen ?

  17. Michael P. sagt:

    @ sakshin

    Ich finde es gut, dass Du ziemlich differenziert denkst: Aber andererseits vergisst Du dabei, dass man Füchse, Dachse usw. nicht jagd, um sie zu essen.
    Und es ist ja wirklich belegt, dass durch Jagd die Populationsgrößen ansteigen – das ist doch echt ein Wahnsinn, was die Jagdlobby uns anlügt, nur um ihr ekelhaftes Hobby weiterzumachen.
    Und ich verstehe auch nicht, dass wenn man Wildtieren mehr Freiraum bietet, selbst wieder in die Höhle ziehen muss.

    Grundthesen zur Jagd:
    http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/grundthesen-zur-jagd

  18. @ sakshin

    “klar, wir können den tieren ihren natürlichen lebensraum zurückgeben, das bedeutet dann aber das wir uns wieder in irgendwelche hölen zurückziehen.”

    -> möglicherweise wäre das eine Verbesserung gegenüber heute…
    Im Übrigen habe ich den Eindruck, dass Einige von uns sich – jedenfalls mental – durchaus da befinden: im Neandertal. Und Jäger gehören ganz sicher dazu.

    “abgesehen davon war der mensch (homo sapiens) schon immer auch ein jäger.”

    -> Ja.
    Und es hat auch der Kain den Abel erschlagen.
    Der Mensch war schon immer auch ein Mörder.
    Wäre dieses leidige “Argument” von logischer Relevanz, hätte ich nun jedes Recht, Dich um die Ecke zu bringen. Das müßte Dir sehr recht sein, denn Du “wärest tot, bevor Du den Schuß hörst”, wofür ich ohnehin die Wahrscheinlichkeit nicht gering ansetze. Auch dann, wenn ich un-regel-mäßiger Weise nicht gleich treffen würde. Du müßtest Dich sogar freuen, denn Du hättest ja sicher bis dahin ein “artgerechtes Leben” gehabt? In Deiner mentalen Neandertaler-”Höle”.

    “wer von den jagdkritikern hier sagt denn z.b. ein wolf ist aus ethischen gesichtspunkten schlecht weil er jagt?”

    -> Keiner, natürlich. Eine ethische Entscheidung setzt eine Wahlmöglichkeit voraus. Der Wolf hat keine Wahl. Du schon. Ich jedenfalls “kann Blumenkohl essen”, anstelle von Mitgeschöpfen.

    “außerdem hab ich nie geschrieben das JEDER jäger IMMER gleich tödlich trifft, sondern das es in der regel so ist.
    in der regel ist es auch so.”

    -> Na prima. Dann ist ja alles gut.

    “abgesehen davon find ich jagd die etisch deutlich bessere variante als massentierhaltung.”

    -> das ist intellektuell unzumutbar!

    “die tiere die gejagt werden hatten wenigstens bis dahin ein artgerechtes leben (-> ja, so wie Du. Also, Tschüß dann ?), im vergleich zu den meisten kühen wo zum beispiel unsere milch herkommt.”

    -> “unsere”?

    “deswegen finde ich es, solange man nicht komplett vegan lebt (-> das tun hier die meisten!) ein bisschen heuchlerisch gegen jagd im allgemeinen zu wettern.

    -> ich nicht. Wieso auch. Ich mein das ganz ehrlich. Und heuchlerisch find ich genau diese haarsträubend unintellektuellen Rechtfertigungsmanöver der Jäger, die ich nicht mehr hören kann, weil es immer die Gleichen blöden Schutzbehauptungen sind. Das kommt daher, dass es keine intellektuelle Rechtfertigung für die Jagd in unseren Breiten mehr gibt, all diese ausgelutschten “Argumente” sind längst widerlegt. Das einzige Motiv für die Jagd ist bei uns die Lust am Töten, und das ist krank. Dazu ist nur eine Psyche fähig, die in ihrer Vergangenheit auf traumatische Weise einen Machtverlust oder Minderwertigkeit erlebt hat und die auf diesem Weg versucht, sich ein Machtgefühl über andere Kreaturen zu verschaffen. Weil es auf anderen Gebieten nicht geht, z.B. auch intellektuell. Mit der Lust daran, die Todesqual eines verendenden Lebewesens zu verursachen, die man diesem zugefügt hat, weil man die Macht darüber hatte, wird versucht, das eigene traumatische Defizit zu erlösen. Ausnahmslos! Nur, erstens funktioniert das nicht und zweitens liegt es außerhalb der gesunden Norm.
    Was die Jäger da verteidigen, ist ein ganz primitives, archaisches Verhaltensmuster (deshalb die Konnotation Neandertal). Und die Presse ist voll mit Belegen dafür, dass Jäger psychisch weniger stabil sind als der Durchschnitt und bevorzugt in Situationen, in denen es um Machtverlust geht, die Kontrolle verlieren. Mit fatalen Folgen, wenn ausgerechnet die bewaffnet sind. Sei es der Jäger, der auf der Autobahn einen anderen Autofahrer wegen einer Rangelei erschossen hat oder der Münchner Lehrer, der einen Schüler erschoß, weil der ihn zuhause aufsuchte.
    Und, und, und…
    Ein paar sind wenigstens so ehrlich einzugestehen, wie (primitiv) sie funktionieren:

    http://www.lusttoeter.de/news/dielustttoetersindunteruns/index.html,

    s.a. Die Zeit, 2003, eine wissenschaftliche Studie dazu (der Trieb zu töten entspringt dem limbischen System, dem unbewußten und dem logischen Denken nicht zugänglichen Teil des Gehirns, in dem unsere Steinzeit-Verhaltensmuster gespeichert sind):

    http://www.lusttoeter.de/news/jaegerpsychologiedasgrollenderseele/index.html

    und eine Geschichte aus einem der wunderbarsten Bücher der Welt:
    http://www.abschaffung-der-jagd.de/informationen/jaegerinderdichtung/auffreiemfelde/index.html

    und außerdem – hier noch ein schönes Lied über die See, “Me and the Sea”. Wer mag, kann da auch voten und eine hoffnungsvolle junge Nachwuchsband damit unterstützen:http://www.myspace.com/glaskaros

  19. matt sagt:

    das die FDP so bescheuert Argumentiert ist doch absolut typisch für ihr allgemeines, politisches Handeln.
    Man siehe die Argumentation einer Steuersenkung obwohl eine Erhöhung nötig ist.
    Nur schön das blaue vom Himmel runter versprechen und bei so kritischen Themen wie dem Walfang schön mit dem Strom der anderen Nationen schwimmen.
    -.-

  20. Jabba sagt:

    Sakshin hat meiner Meinung nach Recht. Würde die Jagd von einem Tag auf den anderen eingestellt, dann hätten wir ein Problem. In Deutschland gibt es kaum Urwälder. Auch das, was auf den ersten Blick als ursprüngliche Natur erscheint, ist in Wirklichkeit zumeist eine Kulturlandschaft. Außerdem haben wir jetzt nun einmal einen Mangel an natürlichen Räubern.

    Etwas anderes ist die Jagd zu Sport- und Unterhaltungszwecken, und auch z.B. der Walfang aus einem sonst sich selbst überlassenen Ökosystem.

    Was die FDP betrifft: Die lassen wirklich gar nichts aus.

  21. sakshin sagt:

    @icaneatcauliflower:
    “Und es hat auch der Kain den Abel erschlagen.
    Der Mensch war schon immer auch ein Mörder.
    Wäre dieses leidige “Argument” von logischer Relevanz, hätte ich nun jedes Recht, Dich um die Ecke zu bringen. Das müßte Dir sehr recht sein, denn Du “wärest tot, bevor Du den Schuß hörst”, wofür ich ohnehin die Wahrscheinlichkeit nicht gering ansetze. Auch dann, wenn ich un-regel-mäßiger Weise nicht gleich treffen würde. Du müßtest Dich sogar freuen, denn Du hättest ja sicher bis dahin ein “artgerechtes Leben” gehabt? In Deiner mentalen Neandertaler-”Höle”.”

    deine argumentation wird unsachlich, was ein zeichen dafür ist, das dir offensichtilich die sachlichen argumente ausgehen.

    jagd als hobby find ich allerdings auch pervers.
    trotzdem muß man zwischen sinnvoller und sinnloser jagd unterscheiden. schwarz-weiß malerei hilft da nicht weiter.
    die jagd auf dachse ist natürlich völliger unsinn und kein förster käme auf die idee einen dachs zu schießen. (im gegensatz zu hobby-jägern).
    bei füchsen muß man da ein bisschen differenzieren.
    zum beispiel in einem tollwutgebiet macht es durchaus sinn füchse zu jagen, weil tollwütige füchse die krankheit sehr stark verbreiten und auch eine gefahr für den menschen darstellen. (im gegensatz zu etwa wildkatzen, die sich wenn sie tollwut haben eher zurückziehen und deswegen keine gefahr für den menschen darstellen.)

    im gegensatz zu dir weiß ich wovon ich schreibe, weil ich immerhin forstwissenschaften studiert habe weiß ich aber auch das es ohne jagd nicht geht.
    das ändert sich auch nicht dadurch das das nicht in deinen kopf will.
    da es aber schwierig ist mit menschen zu diskutieren, die weder sachliche argumente auf ihrer seite haben und zweitens idiologisch so verbohrt sind, das sie eh keine meinung außer ihrer eigenen annehmen können macht es auch keinen sinn hier weiter zu argumentieren.

    abgesehen davon ist massentierhaltung wirklich pervers und wer fleisch ist und milch trinkt ist mehr tierquäler als jeder “vernünftige” jäger und ein heuchler wenn er sich über die jagd aufregt.

  22. @ sakshin
    “abgesehen davon war der mensch (homo sapiens) schon immer auch ein jäger.”
    „@icaneatcauliflower:
    “Und es hat auch der Kain den Abel erschlagen.
    Der Mensch war schon immer auch ein Mörder.
    Wäre dieses leidige “Argument” von logischer Relevanz, hätte ich nun jedes Recht, Dich um die Ecke zu bringen. Das müßte Dir sehr recht sein, denn Du “wärest tot, bevor Du den Schuß hörst”, wofür ich ohnehin die Wahrscheinlichkeit nicht gering ansetze. Auch dann, wenn ich un-regel-mäßiger Weise nicht gleich treffen würde. Du müßtest Dich sogar freuen, denn Du hättest ja sicher bis dahin ein “artgerechtes Leben” gehabt? In Deiner mentalen Neandertaler-”Höle”.”
    deine argumentation wird unsachlich, was ein zeichen dafür ist, das dir offensichtilich die sachlichen argumente ausgehen.“

    -> ooch, ich hätt’ schon noch ein paar (s.u.). In diesem Fall hab ich die allegorische Argumentation eingesetzt, weil ich davon ausging, das wäre leichter verständlich……………….?

    „im gegensatz zu dir weiß ich wovon ich schreibe, weil ich immerhin forstwissenschaften studiert habe weiß ich aber auch das es ohne jagd nicht geht.“

    -> Du weißt das nicht, Du glaubst das (zu wissen). Weil sie Dir das auf der Uni erzählt haben? Ich habe nicht alles geglaubt, was sie mir auf der Uni erzählt haben und habe es immer vorgezogen, selber zu denken. Und in meinem Fach war es so, dass viele Lehrinhalte von der Industrie bestimmt waren. Aber das ist natürlich, gottseidank, in den Forstwissenschaften ganz anders…

    „das ändert sich auch nicht dadurch das das nicht in deinen kopf will.“

    -> stimmt! Glückwunsch! Das will nicht in meinen Kopf! Weil ich lieber selber denke, statt alles zu glauben, was mir vorgesetzt wird. Und wenn jemand unbedingt an etwas glauben will, ist das auch schwer zu ändern. Wenn Du das „wissen“ würdest statt nur zu glauben, hättest Du die zitierten Studien zur Kenntnis genommen, die die Jagd“argumente“ widerlegen. Die nicht zur Kenntnis zu nehmen geht nur, wenn man lieber glauben will, als „wissen“. Und dafür gibt es psychische Gründe …(s. unten. und oben)

    „wer fleisch ist und milch trinkt ist mehr tierquäler als jeder “vernünftige” jäger und ein heuchler wenn er sich über die jagd aufregt.“

    -> o.k., ich bin aus Fleisch, aber das hast Du nicht gemeint, also ich esse kein Fleisch und trinke keine Milch. „Vernünftige Jäger“ gibt es nicht. Ich habe weiter oben Studien zitiert, die das belegen und möchte mich nicht dauernd wiederholen, damit es auch der letzte kapiert. Das funktioniert ja eh nicht, auch unter vereinfachten Bedingungen. Und keiner, der sich über Jagd aufregt, ist ein Heuchler.

    „da es aber schwierig ist mit menschen zu diskutieren, die weder sachliche argumente auf ihrer seite haben und zweitens idiologisch so verbohrt sind, das sie eh keine meinung außer ihrer eigenen annehmen können macht es auch keinen sinn hier weiter zu argumentieren.“

    -> da hast Du auch wieder Recht. Dann mal gut Holz!

    @ Michael P.

    „ @ sakshin Ich finde es gut, dass Du ziemlich differenziert denkst:“
    -> und ich finde es löblich, dass Du erwünschte Eigenschaften hervorzuloben versuchst. Hoffentlich klappt das auch.
    Der Artikel („Grundthesen zur Jagd:http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/grundthesen-zur-jagd“)
    von der Albert-Schweitzer-Stiftung, den Du dankenswerterweise eingestellt hast, ist ausgezeichnet (die haben da auch hochqualifizierte Wissenschaftler). Die krassesten Feststellungen daraus finde ich:
    „Schockierend dabei ist, dass die Behörden, die Abschusszahlen festlegen, keinerlei fundierte Erkenntnisse über die tatsächlichen Bestands- …zahlen haben“
    -> das gilt ja auch für die Wale…
    „Inzwischen ist hinlänglich wissenschaftlich bewiesen, dass diese vermeintliche Bestandsdezimierung die sozialen Strukturen im Tierreich zerstört und u.a. somit die Tiere zu einer unkontrollierten Vermehrung anregt. Am Ende ist genau das Gegenteil der ursprünglichen Absicht erreicht: die Bestände erhöhen sich.“
    „Bei der Betrachtung der Strukturen in der Jägerschaft und dem Agieren der politischen Instanzen ist nur ein konsequenter Schluss möglich: die in Deutschland praktizierte Jagd ist eine Hobby- und Spaßjagd, bei der Trophäenkult, das gesellschaftliche Erlebnis und die Lust am Töten mit dem damit verbunden Ausleben von Machtgefühlen im Vordergrund steht. Letzteres wird immer wieder durch Jägerberichte aus Insider-Kreisen bestätigt.“
    „Die Jagd findet in einer von der Gesellschaft oft wenig gekannten und wenig beachteten Subkultur – Tradition genannt – statt, deren Handeln durch eine für diesen Bereich lobbyistisch geprägte Gesetzesgebung legitimiert wird.“
    -> das kennen wir auch von irgendwo her
    „Jagdunfälle und »Fehlabschüsse«, wenn z.B. bei einer Treibjagd ein Pferd oder eine Kuh erlegt wird,
    -> oder ein 14-jähriges Mädchen…
    “rütteln regelmäßig auf und rücken die Jagd für einen Moment in den Focus der Bevölkerung.“
    „Wichtig ist auch zu erkennen, dass die Jagd keiner umfassenden behördlichen Kontrolle unterliegt. Der »Jagdschutz« obliegt den Jägern selbst, was einer Selbstkontrolle gleichkommt, die für ein demokratisches Gesellschaftssystem einen untragbaren Zustand darstellt.“
    -> !
    @ Jabba

    „Sakshin hat meiner Meinung nach Recht.“

    -> möchtest Du da nicht noch mal drüber nachdenken? Und vllt. vorher die Artikel lesen, die weiter oben gepostet wurden?

    „Würde die Jagd von einem Tag auf den anderen eingestellt, dann hätten wir ein Problem.“

    -> Wir HABEN bereits das Problem. Und zwar, WEIL die Jagd nicht rechtzeitig eingestellt wurde!

    Wenn man ein Problem hat, weil man einen Fehler gemacht hat, kann es doch nicht zielführend sein, den gleichen Fehler weiter zu machen und dabei auf bessere Zeiten zu hoffen? Hab’ ich weiter oben schon mal geschrieben…es ist so mühsam…Dann muss man zurück an den Punkt, wo man angefangen hat mit dem fehlerhaften Verhalten und von da aus den richtigen Weg einschlagen! Das löscht auch nicht die Folgen der Fehler aus der Vergangenheit aus, aber es verhindert wenigstens, dass es wie bei ungehindertem Weitermachen immer noch schlimmer wird. Und natürlich ist das schwierig und kompliziert, das wird es aber immer, wenn Leute wie in der Steinzeit ihren Trieben freien Lauf lassen und die Großhirnrinde nicht kontrollierend einschalten. Das ist das Gleiche, wie mit der maßlosen Gier der Ölmultis. Natürlich ist es schwieriger (bis unmöglich), das Öl aus dem Wasser wieder raus zu holen, als gar nicht erst unter Wasser nach Öl zu bohren. Aber deswegen jetzt einfach so weiter machen? Oder die Gier der Banker. An den Hedge-Fonds hat sich gar nichts geändert und die Boni sind noch genau so hoch wie vorher. Wer das bezahlt, sind Du und ich mit unseren Steuern. Und die machen einfach ungehindert weiter wie bisher. Und erhöhen die Mehrwertsteuer und kürzen im Gesundheitswesen, usf. Die machen alle hirnlos alles kaputt und der kleine Mann aus dem Volk badet’s aus. Während die ihre Schäfchen (respektive Dollars) im Trockenen haben.
    Wenn wir jetzt also die Wildschweine abknallen (und nachdem es diesen Jägern bisher nicht gelungen ist, ihr Rumgeballere so einzuteilen, dass sinnvolle Bestandsgrößen von Wölfen, Bären und Luchsen erhalten blieben, ist damit zu rechnen, dass sie das immer noch nicht können) wird mit deren Dezimierung eine andere Art überhandnehmen, wie es der gesetzmäßige Verlauf in diesem menscheninduzierten Teufelskreis eben will. Dann nehmen möglicherweise die Schadinsekten zu, die sonst von den Wildschweinen gefressen würden. Danach „müssen“ wir dann die vernichten. Davon gehen dann die Bienen mit drauf (tun sie eh schon). Und dann wird es spannend – die bestäuben nämlich unsere Nahrungspflanzen. Solange sie da sind.

    „ In Deutschland gibt es kaum Urwälder.“

    -> Das stimmt leider. Und wenn, gehören sie den Chinesen.

    „ Auch das, was auf den ersten Blick als ursprüngliche Natur erscheint, ist in Wirklichkeit zumeist eine Kulturlandschaft. Außerdem haben wir jetzt nun einmal einen Mangel an natürlichen Räubern.“

    -> und kaum taucht auch nur einer auf, versetzt er – Bruno, ein einzelner Bär in einem weiten Land – das ganze Land in panische Angst! Ganz Bayern macht sich in die Hosen! Wenn das nicht peinliches Instinktverhalten statt rationeller Überlegung ist. Und zack! steht so ein Killerpsycho auf dem Plan und knallt ihn ab. Jahrhundertgefahr gebannt – Bayern wird nicht gefressen. Schöne neue Welt…

    Was mir bis über die Erträglichkeitsgrenze auf die Nerven geht, ist dieses
    „außerdem haben wir jetzt nun einmal…“
    Damit meine ich nicht Dich persönlich, sondern diese weit verbreitete Haltung, von der es noch viel krassere Vertreter hier im blog gibt, die grundsätzlich jede eindeutige, klare Sicht der Dinge – ohne die es einfach nicht mehr geht – zwanghaft weichspülermoderieren müssen. Wir wissen seit Jahrzehnten, dass bspw. die Atommüllendlager in den Salzstöcken „nicht ganz dicht sind“ – der Bundeskohl hat es einfach trotzdem gemacht und unsere Bundeskanzlerin hat es immer noch nicht kapiert – obwohl sie angeblich Physik studiert hat. Mir hat mal ein Professor, der Missbildungen aus Tschernobyl untersuchte, gesagt, diese Missbildungen wären so grauenvoll gewesen, dass er sie nicht hätte veröffentlichen können…es ist 5 nach 12! Für die Wale, für den Golf von Mexiko, für das Klima und für die Meere, für die ganze Umwelt! Wenn das nun einer hier äußert, kommt zwanghaft alsbald irgendein posting hinterher, das dem allen die Spitze zu nehmen versucht und das Ganze weichrelativiert. Das sind immer Leute, die sich als „Realisten“ zu verkaufen versuchen, die ganz besonders „vernünftig“ denken können. Traurigerweise gelingt ihnen das sogar bisweilen, weil da ein Haufen Show dabei ist. Doch leider ist das Gegenteil der Fall. In Wahrheit sind das die größten Angsthasen, denen die Erkenntnis der Realität solche Angst macht, dass sie sich die lieber schön gefahrlos reden und sich kommod im Strom der kognitiven Mittelmässigkeit einrichten. Da fühlen sie sich nämlich sicher. Leider konterkarieren sie damit die Bemühungen derer, die den Mut haben, sich im Dienst der Umwelt aus der Masse herauszustellen, die Wahrheit beim Namen zu nennen und eine eindeutige, wenn auch manchmal einsame Position zu beziehen. Wenn das jedes Mal dann passiert, wenn einer fragwürdige Vorgänge bei Greenpeace hinterfragt oder Straftaten der Walfänger darlegt, dann ist das als „friendly fire“ höchst kontraproduktiv und schädlich für die Rettung der Umwelt.
    „es ist jetzt nun mal so, wie es ist, und darum kann/soll man auch nichts machen“, das fadenscheinig begründen zu wollen und alles weiterlaufen zu lassen wie bisher, das ist kein vernünftiger Realismus, sondern Ängstlichkeit, sich die Wahrheit einzugestehen, wie es wirklich um unseren Planeten steht, es ist Angstvermeidungstaktik auf Kosten anderer und unverantwortlicher Mangel an Weitblick.
    „Etwas anderes ist die Jagd zu Sport- und Unterhaltungszwecken,“
    -> es gibt nur noch Jagd zu Sport- und Unterhaltungszwecken. Jede andere Begründung ist nichts als Schall und Rauch und längst widerlegt. (Lies doch bitte mal die letzten hier geposteten Artikel.) Folglich ist JEDE Jagd „etwas Anderes“.
    „und auch z.B. der Walfang aus einem sonst sich selbst überlassenen Ökosystem.“
    -> Liebelein, Du träumst doch wohl? Die Meere sind jetzt gerade dabei, ins saure Milieu umzukippen. Muscheln und Seepocken weisen bereits dünnere Schalen auf. Jedes Lebewesen braucht lebensnotwendig den zu seiner Lebensform passenden pH-Wert, Du auch.
    Jeder Tropfen Wasser auf der Welt ist schon einmal vom Himmel gefallen, in einem Gewässer gelöst gewesen, durch Erdreich gewandert und höchstwahrscheinlich von einem Lebewesen aufgenommen und wieder ausgeschieden worden.
    Und dieses Wasser ist voller Öl, voller Plastik
    (der Plastikteppich im Pazifik ist so groß wie Mitteleuropa, die Strände sind voll mikrofeinen Plastikgranulats und die Fische, die Ihr esst, haben das längst in sich aufgenommen. In Plastik sind Phtalate – Weichmacher- drin.),
    und voller Schadstoffe (PCB, DDT, Phtalate, Quecksilber usf.).
    Die Menschen, die in Minamata das Quecksilber aus dem Meer aufgenommen haben, hatten schwerste Erkrankungen und ihre Kinder schwerste Behinderungen. Was die nachgewiesene Quecksilberbelastung mit Walen und Delfinen macht, wissen wir noch nicht, es ist aber naheliegend, dass es vergleichbare Folgen hat wie beim Menschen, auch, weil unsere Gehirnzellen sehr ähnlich sind. Die deutschen Männer verlieren zunehmend ihre Potentia generandi (die Zeugungsfähigkeit, aufgrund der Phtalate im Wasser), was die Reproduktionsmedizin boomen lässt und wahrscheinlich wieder einige Simpel dazu inspiriert, das Arbeitsplatzargument aus dem Ärmel zu ziehen, womit traditionell die Industrie unsere Regierung erpresst, wenn es um die Reduktion von Schadstoffen geht. Wobei natürlich bei der Zeugung im Glas nicht das kräftigste Spermium das Rennen macht, sondern irgendeins… Und in der Muttermilch ist dann PCB. Watson hat schon Recht, wir machen uns erst selber immer kränker und dann rotten wir uns aus. Schade eigentlich…?
    Und die Wale? Gift im Wasser, tödlicher Lärm im Wasser, Wilderer auf dem Wasser…
    Über die Walpopulationen wissen wir gar nichts! Nicht wie groß sie sind, nichts über ihre Reproduktionszyklen, nicht einmal, wie alt sie werden, nichts Endgültiges über ihr Zugverhalten. Wer kann sagen, dass diese ewigen Klugscheißer, die was über Populationsgrößen faseln, nicht dieselbe Population doppelt und dreifach gezählt haben, weil wir Zugverhalten und Alter nicht kennen? Und dann sagen, hau’n wir sie weg, es gibt doch genug?

    Und wo – in drei Teufels Namen – ist da ein „sich selbst überlassenes Ökosystem“???

    Nimm’s nicht persönlich, Jabba, es ist diese kranke Welt, die mich so aufregt.

    For the oceans…
    icaneatcauliflower

  23. Andreas sagt:

    ist ja amüsant….stelle mir gerade so einen milchtrinkenden Jäger auf einem Hochsitz vor, der seinen Landjäger verspeist und darüber nachdenkt, hm….man muss ja Lebewesen erschießen, weil sie Krankheiten verbreiten. hmmm…nunja, Zweibeiner sind da ja ausgenommen….da kann man ja Medikamente entwickeln….

    ist doch klar, es gibt halt Leute, die ballern gerne…bekommen gar noch die Lizenz dazu und haben das Gefühl, sie tun was Gutes…..

    Das Gegenteil ist der Fall….überall wor der Mensch in der Natur rumpfuscht, richtet er Schäden an…..sägt seinen eigenen Ast ab….der Mensch braucht die Natur….umgekehrt ist es nicht so….

    Die Jagd ist völlig überflüssig und wird nur durch den Lobbyismus, den diese Leute in der Politik ausüben, überhaupt noch erlaubt.

  24. TV-Tipp:

    morgen, 27.05.10 um 19:30 auf arte

    “Tiere im Klimawandel”

    (über die Auswirkungen des Klimawandels in den Ozeanen)

  25. michel sagt:

    sakshin jabba.seid ihr jäger?

  26. Hydroprogne sagt:

    @Andreas Am 26. Mai 2010 um 18:59 Uhr

    Leider leisten Sie hier keinen Beitrag zu einer sachlichen Diskussion. Pauschalierungen und Polarisierungen, wie Sie sie hier formulieren sind kontraproduktiv

    “ist doch klar, es gibt halt Leute, die ballern gerne…bekommen gar noch die Lizenz dazu und haben das Gefühl, sie tun was Gutes…..”

    -> Auch wenn das, was Sie da sagen auf einzelne zutrifft, sollten Sie differenzieren, sonst nimmt Sie niemand ernst.

    “Das Gegenteil ist der Fall….überall wor der Mensch in der Natur rumpfuscht, richtet er Schäden an…..sägt seinen eigenen Ast ab….der Mensch braucht die Natur….umgekehrt ist es nicht so….”

    -> Das ist erwiesener Maßen gar nicht so. Der Mensch verursacht sehr große Probleme in der Natur, das ist unbestritten. Andererseits ist durch die entstandenen Kulturlandschaften eine große Vielfalt ermöglicht worden.

    “Die Jagd ist völlig überflüssig und wird nur durch den Lobbyismus, den diese Leute in der Politik ausüben, überhaupt noch erlaubt.”

    -> Wenn Sie die Jagd von heute auf morgen abschaffen würden, hätte das weitreichende Folgen in der Natur, die nicht so positiv sind, wie Sie sich das wünschen.
    Die derzeitige Ausübung der Jagd ist in weiten Teilen widersinnig, da bin ich ganz Ihrer Meinung. Die Ursachen hierfür sind aber komplex. Von einer Jagd im Sinne der ökologischen Notwendigkeit sind wir weit entfernt, doch es gibt wenige Jäger, die mit viel Kenntnis und Verstand eine Jagd betreiben, die vernünftig ist. Schauen Sie sich mal die Standpunkte des ökologischen Jagdverbandes an.
    Das die Jagd notwendig ist liegt daran, dass der Mensch in der von ihm geprägten Kulturlandschaft nicht die notwendige Populationen an Räubern zulässt. Der Mensch als Jäger muss diese Rolle übernehmen.

    Die Hege der Wildbestände (z.B. Winterfütterungen etc.) haben nur den Zweck, mit hohen Wildbeständen hohe Abschusszahlen zu gewähren. Dieses ist nur ein zentraler Kritikpunkt.
    Die Jägerschaft sammelt viele Leute um sich und viele dieser bringen Motive mit, die zwar zur Jagdgesellschaft gehören, aber die nicht vereinbar sind mit einer ökologisch begründeten Jagd.
    Beispiele hierfür sind
    - die Trophäenjagd, d.h. die bezahlten Abschüsse aus Prestige.
    - die Jagd auf wandernde Tierarten.
    - die Jagd von Räubern, nur um Konkurrenten zu minimieren.
    - die Jagd als Freizeitvergnügen

    Das unter der Jägerschaft Dilettantismus verbreitet ist, zeigen die vielen Jagdvergehen. Dass diese nur selten wirksam bestraft werden, liegt an der Lobby, die Ihnen ja auch ein Dorn im Auge ist. Die Jagdtreibende Gesellschaft kennt sich untereinander und hilft sich untereinander.

    Dennoch sollte man nicht alle Jagd betreibenden Menschen in einenn Topf werfen.

    Um noch mal auf das Thema Waljagd (Blogthema) zu kommen. Die Jagd auf Wale ist aus meinem Blickwinkel abzulehnen.
    Es ließe sich zwar eine ökologisch begründete Position einnehmen, nur ist diese in den ausgeräumten Weltmeeren mehr als fraglich.

  27. Jabba sagt:

    “Dann muss man zurück an den Punkt, wo man angefangen hat mit dem fehlerhaften Verhalten und von da aus den richtigen Weg einschlagen!”

    Mal abgesehen vom konkreten Fall: Das ist nicht immer möglich. Und wo setzt Du überhaupt den Zeitpunkt an? 1904 als hier der letzte freilebende Wolf getötet wurde, 1835 beim Abschuss des letzten Bären, im Mittelalter, als der Mensch sesshaft wurde, vor der ersten Hetzjagd in einer afrikanischen Savanne?

    “Und wo – in drei Teufels Namen – ist da ein „sich selbst überlassenes Ökosystem“???”

    Die Formulierung war wirklich unglücklich. Das Ökosystem ist eher seinem Schicksal überlassen. Stell Dir vor, die Bestände von Jagdwild wären am kollabieren. Dann wären Schutzmaßnahmen vermutlich kein Problem.

    Die verlinkten Artikeln finde ich, abgesehen von Heuss Zitat, nicht so überzeugend. (Hobby-)Jäger haben Spaß am Töten. Das ist offensichtlich, traurig und abstoßend. Die Artikel sagen aber nicht, was passiert, wenn wir auf einmal ganz damit aufhören zu jagen. Ich kann schon das Gejammer wegen Wildschäden (Biodiversität?), Wildunfällen und Wildschweinen in Vorgärten hören.

    Die Jagd muss dringend reformiert (siehe auch folgendes Gutachten http://bit.ly/b4ZTIx ), und am besten Profis überlassen werden. Besonders die Wildfütterung gehört verboten. Ich habe aber Zweifel, ob unsere vom Menschen geprägte Umwelt ohne weiteres in ein natürliches Gleichgewicht zurückfinden kann.

  28. sakshin sagt:

    @michel: nein ich bin kein jäger, aber jemand der sich ziemlich ausgiebig mit ökologie speziell in unseren wäldern beschäftigt hat.

    “Dann muss man zurück an den Punkt, wo man angefangen hat mit dem fehlerhaften Verhalten und von da aus den richtigen Weg einschlagen!”

    was heißt fehlerhaftes verhalten?

    wie jedes tier was omnivor (allesfresser) ist hat der mensch das getan was seiner natur entspricht, nämlich gejagt und gesammelt. noch lange bevor er sich niedergelassen hat und anfing ackerbau zu betreiben.

    der mensch hat heute den unschätzbaren vorteil das er selber wählen kann ob er tierische produkte zu sich nehmen will oder nicht, aber selbst wenn jemand vegan lebt wir für seine nahrung potentieller natürlicher lebensraum als kulturland genutzt.
    wer also meint das die menschliche evolution, die ja nicht unwesentlich damit zusammenhing sich gegen die natur zu behaupten ein fehler ist hat ja alle freiheit sich wieder in eine höhle zurückzuziehen und sich von dem zu ernähren was er so findet.

    wenn man also alle eingriffe in die natur sein lassen würde hätten wir in deutschland innerhalb von einigen hundert jahren dichten buchenwald und für die derzeit 82 mio menschen, die hier leben gäbe es weder genug platz noch genug zu essen.

    der mensch kann nur existieren weil er landschaft kultiviert, mit allem was dazu gehört. eben auch der jagd

  29. Jabba sagt:

    Nachtrag:
    “Die Raubtiere haben nie bei uns die Wildbestände nennenswert reguliert. Es waren immer Krankheiten, Winterhärte und der Nahrungsmangel.” J. Reichholf http://bit.ly/bhjLu0

    Das ist doch mal ein Gegenargument.

  30. Dirk sagt:

    @ Hydroprogne
    “Das unter der Jägerschaft Dilettantismus verbreitet ist, zeigen die vielen Jagdvergehen.”

    Diesen Eindruck kann ich leider nur bestätigen. Ich hatte auf einer Geburtstagsfeier mal das “große Vergnügen”, mich mit einem Jäger kurz zu unterhalten.

    Sein Zitat (wortwörtlich!!!!):
    “Ich finde es so geil, über Leben und Tod zu entscheiden”!

    OK..er war sowieso eine ganz arme Wurst, nicht richtig in der Mütze und hatte schon reichtlich dem Alkohol gefrönt. Ich befürchte aber, dass diese debile Einstellung in der “möchte-gern-elitären” Jägerschaft leider kein Einzelfall ist.

  31. sakshin sagt:

    @ jabba:
    du hast vollkommen recht. raubtiere haben wildbestände nie nennenswer reguliert. jedenfalls nicht alleine, sondern immer nur im zusammenspiel mit den anderen einflüssen die du nennst.

    das problem ist das 1. raubtiere und beutetiere sich gegenseitig regulieren, d.h. wenn die population der beutetiere sinkt geht auch die zahl der jäger zurück, und dann kann die population der beutetiere wieder steigen.

    die anderen einflüsse, insbesondere nahrungsmangel gibt es aber dank der kulturlandschaften bei uns nicht mehr als nennenswerten regulierungsfaktor, ebensowenig wie wildkrankheiten (die vor allem zum schutz des viehs bekämpft werden). dank der klimaerwärmung sind harte winter auch eher selten.
    was bleibt da noch zur regulierung außer der mensch?

  32. Hydroprogne sagt:

    sakshin
    Am 27. Mai 2010 um 08:46 Uhr

    “der mensch kann nur existieren weil er landschaft kultiviert, mit allem was dazu gehört. eben auch der jagd”

    -> Ich würde es mal anders formulieren: Der Mensch kann nur existieren, weil er Landschaft kultiviert, mit allem was dazu gehört, aber nicht dieser Form der Jagd!

    sakshin
    Am 27. Mai 2010 um 21:07 Uhr

    “das problem ist das 1. raubtiere und beutetiere sich gegenseitig regulieren, d.h. wenn die population der beutetiere sinkt geht auch die zahl der jäger zurück, und dann kann die population der beutetiere wieder steigen.”

    +

    “was bleibt da noch zur regulierung außer der mensch?”
    .
    .
    Sie beschreiben einfache Lotka-Volterra-Zyklen. Für den Menschen, insbesondere den jagenden Allesfressern, gelten diese in dieser Form aber nicht.

    Beispiel Rebhuhn: Obwohl auf der Roten Liste stehend, darf es noch gejagt werden, da Jagdrecht über dem Naturschutzrecht steht. Die Zahl der Jäger nimmt aber weiter zu und die Jagdstrecken des Rebhuhns sind beachtlich und die Bestände nehmen weiter ab.

    Beispiel Hochwild: Mal abgesehen von den künstlich hoch gehaltenen Populationsdichten, werden bei der Jagd, insbesondere der Trophäenjagd, nicht die Schwächsten und Kleinsten geschossen, wie es echte Raubtiere erledigen würden, sondern die Stärksten. Das zeigt die Widersinnigkeit.

    Beispiel Wale: Auch wenn die Populationen schon klein sind, der Mensch will weiter jagen, was hier als regulierender Eingriff beispielsweise im Vergleich zu den Wildschweinen in Mitteleuropa gar nicht notwendig ist. Es sei denn, der Mensch will einen Konkurrenten um nutztbare Ressourcen in den Weltmeeren ausrotten oder im Bestand gering halten.

    Wo auch der Mensch in diese Beziehungsgefüge eingreift, entstehen mittelfristig bis langfristig Probleme. Dabei war die Prägung der Kulturlandschaften nicht das Problem. Derzeit prägt der Mensch aber Industrielandschaften. Die Industriealisierung der Lebensmittelbeschaffung, ob in den Weltmeeren, Seen, Flüssen, Landflächen, der Mensch räumt aus, übernutzt, lässt verarmen und spielt den Regulator. Ökosysteme sind flexibel und regulieren sich neu, aber der Einfluss des entkoppelten Menschen nimmt leider nicht ab, sondern zu. Die Auswirkungen sind bedrohlich. Ob das nicht den regulierenden (deregulierenden) Menschen überfordern wird?

  33. sakshin sagt:

    @ Hydroprogne:
    \”Sie beschreiben einfache Lotka-Volterra-Zyklen. Für den Menschen, insbesondere den jagenden Allesfressern, gelten diese in dieser Form aber nicht.\”
    richtig, ich beschreibe diesen zyklus als reaktion auf die aussage das raubtiere noch nir tierbestände reguliert haben. deswegen gelten diese zyklen für die (ehemals) heimischen beutegreifer wie z.b. wolf und luchs.

    wie sie völlig richtig schreiben sind rebhuhnjagden völliger unsinn.
    ebenso wie die hochwildjagd, solange es dabei um trophäen geht und nicht um einen gesunden bestand.

    ich habe nie gesagt das jagd immer gut ist. jagd ist aber eben auch nicht immer schlecht und man muß das sehr differenziert betrachten.

    unseren förstern traue ich durchaus zu ihrer aufgabe (zu der eben auch die regulierung der wildbestände gehört) verantwortungsvoll gerecht zu werden.
    bei jägern, die aus hobby jagen bin ich mir da oft nicht so sicher.

    außerdem wurde hier mehrfach behauptet das die populationen durch die bejagung steigen, was auch nur auf bestimmte tierarten zutrifft.

    walfang ist meiner meinung nach so etwas wie die jagd nach bären oder wölfen.
    ökologisch gesehen absoluter unsinn und nur durch wirtschaftliche intressen vorrangetrieben.
    das die behauptung es gehe beim walfang um wissenschaftliche arbeit völliger schwachsinn ist, darüber müssen wir uns glaub ich nicht unterhalten.

    ich bin absolut strikt gegen jede form von walfang.

  34. TV – Tipp:

    heute, 28.05.10 um 19:30 auf arte

    “Tiere im Klimawandel” -> Polkappen

  35. Lutra sagt:

    @sakshin:

    >>Ich habe nie gesagt das jagd immer gut ist. jagd ist aber eben auch nicht immer schlecht und man muß das sehr differenziert betrachten.

    Zu so einer Auffassung kann man nur gelangen, wenn man die ethische Komponente (JEDE Lebensform, nicht nur der Mensch, will sein Leben behalten) einfach ausblendet. Das tust du hier permanent. Nur deshalb kannst du so nüchtern über die ANGEBLICHE Notwendigkeit der Regulation von Tierbeständen reden. Mich würde interessieren, ob du dich schon damit auseinandergesetzt hast, wie es aussieht, wenn einer der edlen Waidmänner einmal nicht richtig getroffen hat (Schon mal was von Sonntagsjägern gehört?) und dabei die Gedärme der Tiere aus dem Bauch quellen, Kiefer weggeschossen und Vorder- oder Hinterläufe zerfetzt werden?? Schaltest du das schön weg und denkst dir (wie hier behauptet) einfach schnell, dass es ja nicht die Regel ist (Beweise dafür?)? Es genügt eben nicht, nur ökologische Fragen zu beleuchten. Es sei denn, man befürchtet, sich dann von lieb gewonnenen Argumentationsmustern trennen und sich mit einer anderen Seite der Realität auseinandersetzen zu müssen!

    >> unseren förstern traue ich durchaus zu ihrer aufgabe (zu der eben auch die regulierung der wildbestände gehört) verantwortungsvoll gerecht zu werden.

    Du vergisst, dass Förster in allererster Linie ÖKONOMISCHE und NICHT ökologische Interessen bei der Ausübung ihres Berufes haben. Mit Sicherheit sind im Ökologischen Jagdverein (ÖJV) viele ökologisch fortschrittliche und jagdreform-freundliche Leute zu finden, aber ein Förster wird die Notwendigkeit der Jagd berufsbedingt unter dem wirtschaftlichen Gesichtspunkt sehen. Und jeder, der in ländlichen Gegenden wohnt und sich einmal vor Ort ein Bild davon macht, wie der Wald aussieht, nachdem dort Erntemaschinen (die zum Teil auch nachts arbeiten) ihr Unwesen getrieben haben, der erkennt spätestens bei diesem Anblick, dass es hier einfach nur um eins geht: SATTE PROFITE. Hier lohnt es sich, einmal die volkswirtschaftliche Bedeutung der Forstwirtschaft anzuschauen!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Forstwirtschaft

  36. sakshin sagt:

    @ lutra:

    bei der forstwirtschaft in deutschland geht es schon lange nicht mehr um satte gewinne, sondern darum ein nicht zu großes defizit zu erwirtschaften.

    außerdem betreiben wir in deutschland eine nachhaltige forstwirtschaft, das heißt es wird nicht mehr holz geschlagen als auch wieder nachwächst.
    außerdem werden nur in wenigen ausnahmen kompette waldstücke gerodet. (im gegensatz zu anderen ländern, wo immer ein ganzes waldstück auf einmal platt gemacht wird und im nächsten jahr dann das nächste usw…)
    bei uns wird durchforstet, das bedeutet das die meisten bäume stehen bleiben und man nur bestimmte bäume aus einem bestand holt.

    zur ethikfrage: ich bin der meinung das jagd generell ein natürlicher vorgang ist. wenn ein bär jagd ist das auch nicht unethisch. weil er ja angeblich keine andere wahl hat. dabei könnte er auch aas fressen.
    genauso wie es ein natürliches verhalten von bären und wölfen ist zu jagen so ist es auch ein natürliches verhalten des menschen. der mensch hat schon gejagt lange bevor er sesshaft wurde.
    die jagd eines raubtiers wird auch nicht dadurch unethisch, das das opfer oft nicht gleich tot ist, warum sollte es dann beim menschen so sein.

    jeder fehlschuss ist tragisch und sollte vermieden werden. jeder jäger ist dazu angehalten nur zu schießen wenn er sich sicher ist das er das tier auch sauber treffen kann.
    klar kommt es hin und wieder vor das ein tier leidet weil es nicht sauber getroffen ist.
    das ist in jedem einzelnen fall tragisch, aber nicht unbedingt vermeidbar.
    wenn man das als beurteilungskriterium heranzieht müßte man aber auch z.b. das autofahren verbieten.
    jedes jahr sterben hunderte tiere im straßenverkehr, und die sind im seltensten fall sofort tot.
    wenn man die ethikfrage konsequent durchspielt kann man eigentlich gar nichts mehr machen. weil man mit fast allem verantwortlich ist für das leid irgendeines lebewesens.

  37. Seiji Oujiru sagt:

    Hui, hier war ja mal mächtig was los! Die FDP scheint ein echter Kommunikationsbeschleuniger zu sein, sonst wären nicht so viele neue Gesichter auf- und gleich wieder abgetaucht.

    Aber Leute, seid mal ehrlich: es gehört viel Fantasie dazu, aus dieser Presseerklärung eine “Unterstützung für den kommerziellen Walfang” heraus zu lesen.

    Die Motivation für viele Kommentare hier dürfte eher im Politik-”Bashing” als im Tierschutz liegen. ;-)

    Im Übrigen gibt es sogar Walfanggegner, die für den besagten Kompromiss sind: http://whaleanddolphintalk.blogspot.com/2010/05/winning-battle-but-losing-war.html

  38. Lutra sagt:

    @sakshin

    >>bei der forstwirtschaft in deutschland geht es schon lange nicht mehr um satte gewinne, sondern darum ein nicht zu großes defizit zu erwirtschaften.

    –> Es wäre vielleicht besser, wenn du dich informierst, bevor du solche Behauptungen aufstellst.

    Beispiel Bayern:

    Die Bayerischen Staatsforsten haben 2009 einen Umsatz von 305,8 Millionen Euro mit einem Jahresüberschuss von 35,1 Millionen Euro gemacht.

    http://www.baysf.de/de/home/unternehmen_wald/ueber_uns/zahlen_und_fakten.html

    Zitat aus der Selbstdarstellung: „[…] Nicht mehr die Verwaltung der Wälder steht im Mittelpunkt, sondern ihre unternehmerische Bewirtschaftung. […]“

    Vorwort zur Kurzfassung der zweiten Bundeswaldinventur
    „Die Bundeswaldinventur hat gezeigt, dass wir in Deutschland über enorme Holzvorräte verfügen – es wächst mehr Holz nach als wir nutzen. Holz ist eine sich selbst erneuernde Rohstoffquelle mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und vielen Vorteilen für unsere Umwelt. Dies ist ein ökologisches und auch ökonomisches Potenzial, das es zu erschließen und zu nutzen gilt. Mit der gerade verabschiedeten Charta für Holz wurde das Ziel formuliert, die Nutzung einheimischer Hölzer in den nächsten zehn Jahren um 20 Prozent zu steigern, das ist ehrgeizig, aber mit vereinten Kräften machbar. “

    http://de.wikipedia.org/wiki/Forstwirtschaft#Wald_als_Wirtschaftsfaktor

    >> zur ethikfrage: ich bin der meinung das jagd generell ein natürlicher vorgang ist. wenn ein bär jagd ist das auch nicht unethisch. weil er ja angeblich keine andere wahl hat. dabei könnte er auch aas fressen.
    genauso wie es ein natürliches verhalten von bären und wölfen ist zu jagen so ist es auch ein natürliches verhalten des menschen. der mensch hat schon gejagt lange bevor er sesshaft wurde.
    die jagd eines raubtiers wird auch nicht dadurch unethisch, das das opfer oft nicht gleich tot ist, warum sollte es dann beim menschen so sein.

    –> Stellst du ernsthaft die ethische Urteilskraft eines Bären (oder anderen Fleisch fressenden Tieres) und Menschen auf die gleiche Stufe und suchst in der Tierwelt nach Verhaltensrichtlinien für den Menschen? Dann müsstest du konsequenterweise auch den Sozialdarwinismus gelten lassen: Wenn in der Tierwelt „Survival of the fittest“ natürlich ist, worum sollte es in der Menschenwelt unnatürlich sein?

    Das Argument „Das war schon immer so“ heißt nicht automatisch, dass es damit für immer und ewig richtig und ethisch zu rechtfertigen ist. Es ist in vielen Fällen ein völlig hohles und unüberlegtes Totschlagargument.

    >>jeder fehlschuss ist tragisch und sollte vermieden werden. jeder jäger ist dazu angehalten nur zu schießen wenn er sich sicher ist das er das tier auch sauber treffen kann.
    klar kommt es hin und wieder vor das ein tier leidet weil es nicht sauber getroffen ist.
    das ist in jedem einzelnen fall tragisch, aber nicht unbedingt vermeidbar.
    wenn man das als beurteilungskriterium heranzieht müßte man aber auch z.b. das autofahren verbieten.
    jedes jahr sterben hunderte tiere im straßenverkehr, und die sind im seltensten fall sofort tot.
    wenn man die ethikfrage konsequent durchspielt kann man eigentlich gar nichts mehr machen. weil man mit fast allem verantwortlich ist für das leid irgendeines lebewesens.

    –> Eine ziemlich irrationale und bequeme Sichtweise, um sich nicht näher mit der ethischen Problematik auseinandersetzen zu müssen. Weil ich von A nach B fahre und dadurch UNBEABSICHTIGT Lebewesen töte, kann ich das also auch gleich mit Absicht tun und sie gezielt töten? Übertrage diese Argumentationsweise mal auf den Menschen!

    Dass wir Menschen immer auf irgendeine Weise Leben vernichten, darum kommen wir klar nicht herum. Aber es macht wohl einen beträchtlichen Unterschied aus, wenn ich versuche, mich so zu verhalten, dass dies möglichst wenig geschieht oder aktiv dazu beitrage, dass es nicht geschieht.

    Bitte nicht persönlich nehmen, aber deine „Argumente“ habe ich schon in (zu) vielen Diskussionen gehört. Es sind klassische Beispiele für selbstbezogenes und egoistisches menschliches Denken. Vom ethischen Standpunkt aus sind sie unreif und unüberlegt.

  39. hier möchte ich eine Mitteilung von pro Wildlife an Euch alle weitergeben, mit der herzlichen Bitte um weitere Unterstützung:

    Deutschland korrigiert laxe Walschutzposition!

    Danke an alle, die bei Ministerin Aigner protestiert haben – mit Erfolg: Deutschland wird nach einem aktuellen Bundestagsbeschluss auf der kommenden Tagung der Internationalen Walfangkommission (21.-25.Juni) ein konkretes Ende des kommerziellen Walfangs fordern. Nun bleiben uns nur noch wenige Tage, um auch die EU zu einer Ablehnung des faulen Deals und einer starken Walschutzposition zu bewegen. Bitte zahlreich mitmachen und alle Freunde aktivieren!

    … Appell an die EU-Ratspräsidentschaft
    http://www.prowildlife.de/Protestaktion_1