Sea Shepherd News: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100526-1.html
Der Strafprozess gegen den freiwilligen Mitarbeiter der Sea Shepherd Conservation Society Kapitän Pete Bethune begann heute am 27. Mai in Tokio. Kapitän Bethune wird seit März dieses Jahres festgehalten und bleibt in Hochsicherheitsverwahrung in Tokio. Er wurde festgenommen, nachdem er im Februar das japanische Walfangschiff Shonan Maru 2 geentert hatte, um gegen das Versenken des Sea Shepherd Schiffes Ady Gil (auf welchem er Kapitän war) und Japans illegale Walfangaktivitäten Protest einzulegen. Ihn erwarten einige Anklagepunkte, eingeschlossen unbefugtes Betreten und Sachbeschädigung.
Entgegen der vielen Falschmeldungen aus den Medien die bereits im Umlauf sind, erklärt sich Kapitän Bethune zu keinem der angegebenen Anklagepunkte für „schuldig“. Sollte dies der Fall sein, wäre eine Gerichtsverhandlung praktisch sinnlos. Es entspricht zwar den Tatsachen, dass Kapitän Bethune einige Fakten bestätigt habe die zu den Anklagepunkten führen (sowie das Entern der Shonan Maru 2, welches ja öffentlich bekannt ist), aber dies noch kein Schuldeingeständnis darstellt. In Japan werden Anklagegründe anders behandelt als wie in der Strafgerichtsbarkeit der Vereinigten Staaten.
Kapitän Bethune enterte die Shonan Maru 2, um dem Kapitän des Schiffes die Rechnung über 3 Millionen Dollar zu präsentieren, der die Beschädigungen durch die Shonan Maru 2 zu verantworten hat, die letztendlich zu der Zerstörung der Ady Gil führten. Bethune enterte dieses Schiff aber auch, um es vom Abschlachten weiterer Wale abzuhalten. Seine Aktion bewirkte, dass die Shonan Maru 2 sich frühzeitig von den illegalen Walfangaktivitäten in der Walschutzzone des Südpazifiks zurückziehen musste.
Sea Shepherds Rechtsbeistand in Seattle, die Kanzlei Harris & Moure, stellt zwei ihrer Anwälte für den Zeitraum der Verhandlung in Tokio zu Verfügung, um Bethunes Verteidiger in Japan zu unterstützen und um Sea Shepherds Position in Bezug auf die Strafsache und Japans illegale Walfangaktivitäten darzustellen. Harris & Moures Geschäftsführer, Dan Harris, wird ab 26. Mai und während der Verhandlungen für Fragen der Medien in Tokio verfügbar sein.
Steve Dickinson, welcher Harris & Moures Angelegenheiten in Asien von Qingdao, China leitet, wird bei der Gerichtsverhandlung als Übersetzer und Verbindungsmann zu Sea Shepherd in den Vereinigten Staaten fungieren. Herr Dickinson begann seine juristische Laufbahn bei einer bekannten Anwaltskanzlei in Tokio und spricht fließend japanisch.
Sea Shepherd

Siehe dazu auch
Anti-whaling activist likely to admit four charges
http://www.nzherald.co.nz/nz/news/article.cfm?c_id=1&objectid=10647640
Moin Michael,
dieses Gerücht kommt von der japanischen Presse. Pete wird sich keiner Anklagepunkte schuldig bekennen.
@Tomasu:
Woher hast Du Deine Information, dass Peter Bethune sich nicht in vier von fünf Anklagepunkten für schuldig bekannt hat?
Hier mal vier ausgewählte Quellen aus allen Winkeln der Erde, die etwas anderes behaupten:
[DE] http://www.ovb-online.de/nachrichten/welt/walfanggegner-bekennt-sich-schuldig-780959.html
[AT] http://www.derstandard.at/1271377642268/Japan-Prozessauftakt-gegen-Walschuetzer
[US] http://www.nypost.com/p/entertainment/tv/rough_waters_sBYSY5hBPBUfnuFD2UhGXM
[NZ] http://www.zeenews.com/news630047.html
Sind diese Presseorgane alle Japanischer Desinformation aufgesessen? Oder anders gefragt: recherchieren die Journalisten in Europa, Nordamerika und Ozeanien derart schlecht?
Aber sei es drum: 15 Jahre Haft fände ich mal arg übertrieben. Bethune wollte auf der Shonan Maru #2 niemandem körperlich schaden und wurde von Paul Watson unter Ausnutzung der ethnischen Überzeugungen des Angeklagten zu seinem Tun angestiftet. Deshalb fände ich es auch viel wichtiger, den Drahtzieher all dieser Aktionen an Japan auszuliefern: Kapitän Watson. Bethune ist doch nur ein kleiner Fisch. ~ Allerdings bin ich auch gegen einen Freispruch, ein bisschen muss auch der kleine Fisch für seine Gesetzesübertretungen sitzen. :-p
@ Seiji chan
ich dachte Du hast japanische Wurzeln. Hab ich mich wohl geirrt.
Im japanischen Rechtsytem gibt es die Floskel “Schuldig bekennen” nicht,
Sorry dass ich dich des japanischen Rechts als wissend eingestuft hatte,
@Tomasu-wannabe-sensei:
Erstens kann sich Bethune trotzdem schuldig bekennen, zweitens hast Du von “schuldig bekennen” gesprochen und drittens hast Du meine Frage nicht beantwortet.
Mein Tipp: weniger Wortklauberei [Du weißt immer sehr genau, wie ich meine Aussagen meine], weniger Stänkerei und mehr auf den Diskussionspartner eingehen.
Sorry,passt nicht ganz,aber ich würde gerne wissen,ob hier http://www.japantag-duesseldorf-nrw.de/305.html
Japantag in Düsseldorf jemand das Thema Walfang zur Sprache gebracht hat?
“Pete Bethune faces up to Japanese court” vom 31.05.10
http://www.nzherald.co.nz/nz/news/article.cfm?c_id=1&objectid=10648659
( 3 Seiten)
“PM: Little Govt can do if Bethune convicted” vom 24.05.10
http://www.nzherald.co.nz/nz/news/article.cfm?c_id=1&objectid=10647139
Die USA halten die australische Klage für riskant und nicht hilfreich für den Walschutz. Verliert Australien die Klage, stehen alle waljagdablehnenden Staaten dumm da.
“The US has warned that Australia’s decision to take Japan to court over whaling is an uncertain gamble on whales’ lives.
If Australia loses, all other anti-whaling countries will have lost as well, Washington’s top whale policy official, Monica Medina, says.
Ms Medina, the US commissioner at the International Whaling Commission, told the Herald yesterday the US wanted to save whales now using the diplomatic route, rather than take a chance on favourable litigation.
”This is a ‘bet the whales’ case,” she said of the Australian case to be lodged at the International Court of Justice this week.”"
Quelle: http://www.brisbanetimes.com.au/environment/whale-watch/us-warns-of-risks-in-australias-whale-action-20100530-wnj0.html