Klingenkreuzen/Wortgefecht mit den Goliaths des verhängnisvollen Untergangs

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/editorial-100602-1.html
Mittwoch, 2. Juni 2010
Klingenkreuzen/Wortgefecht mit den Goliaths des verhängnisvollen Untergangs

Original: Crossing (S)words With the Goliaths of Doom

Kommentar von Kapitän Paul Watson

Japan hat eine hochtechnisierte Gesellschaft und leistet dementsprechend erbitterten Widerstand. Die japanische Walfangindustrie wird unterstützt von Regierung, Medien, Gewerkschaften, der Yakuza, den rechtsextremen Nationalisten und häufig der japanischen Öffentlichkeit.

Wir machen uns keine Illusionen darüber, dass wir politisch, finanziell, technologisch, zahlenmäßig und psychologisch ausgespielt werden.

Uns ist ebenso klar, dass wir in einem erbitterten Kampf stehen, der nicht nur in den abgeschiedenen und feindlichen Gewässern vor der Küste Antarktikas ausgefochten wird, sondern auch in den Schlagzeilen, im Fernsehen, in Gerichtssälen, Vorstandsetagen und quer durch den Wahnsinn der Internetportale sozialer Netzwerke.

Für jeden Dollar, den wir geben, um Wale zu schützen, geben die Walfänger tausend und mehr Dollars aus um sie zu töten und das Schlachten zu verteidigen.

Die japanische Regierung besticht und bedroht ganze Nationen. Japan ist schließlich eine der wirtschaftlich führenden Mächte des Planeten, mit einer Regierung, die über einhundert Millionen Menschen repräsentiert. Japan verfügt über eine Regierungsbürokratie, die einen mächtigen Einfluss auf ihre Medien und Institutionen ausübt.

Die neuseeländische Regierung, die eine Nation von drei Millionen Staatsangehörigen repräsentiert, hat kürzlich trotz der Einwände der Mehrheit neuseeländischer Staatsbürger, die Walfang ablehnen, Unterwürfigkeit gegenüber Japan gezeigt.

Die Regierung von John Keys ging so weit, einen ihrer eigenen Staatsbürger im Stich zu lassen, nachdem sie verweigert hatte, die Rechte eines in Neuseeland registrierten Schiffs zu verteidigen, das bösartig und gewalttätig von einem illegalen japanischen Walfangschiff zerstört worden war.

Ein Schiff unter neuseeländischer Flagge, zerstört auf hoher See, und die Regierung Neuseelands erklärt sich selbst als hilflos gegenüber solch tödlicher Aggression gegen ihre Flagge und Staatsbürger.

Wenn eine Regierung nicht einmal den Mut aufbringt, illegalen Walfang vor der eigenen Haustür zu bekämpfen, dann ist es eine beängstigende Herausforderung für einen Staatsbürger das zu tun, was Kapitän Pete Bethune so mutig unternommen hat.

Es ist ebenso eine beängstigende Herausforderung für eine kleine Nicht-Regierungs-Organisation wie die Sea Shepherd Conservation Society, es mit einer wirtschaftlichen Supermacht wie Japan aufzunehmen.

Und dennoch haben wir das getan und wir haben bewiesen, dass wir ein ernstzunehmender Gegner des illegalen Walfangs sind. Beinahe zweitausend Wale sind noch am Leben, weil wir eingegriffen haben. Wir haben es gewagt, der Katze die Glocke umzuhängen und wir haben überlebt.

(s. Fabel von der Katze und den Mäusen: http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=625&kapitel=10&cHash=8cc889f2ecfab_de2#gb_found Anm. d.Ü.)

Es war nicht einfach. Es hat uns Millionen Dollar gekostet, den Verlust eines Multimillionen-Dollar-Hightech-Schiffes, die Einkerkerung eines unserer Kapitäne und Schikanierung unserer Crew durch Polizei und Beamte der Einwanderungsbehörde.

Doch wir tun, was wir tun, mit den uns zur Verfügung gestellten Mitteln nach unseren besten Möglichkeiten. Wir sind ein kleiner Hirte, wie David, und versuchen, das Leben der sanften Wale vor den grausamen Harpunen der japanischen Walfänger zu retten – der Goliaths des Todes.

Aber Öffentlichkeitsarbeit ist ein teurer Luxus und aufgrund der Natur der Medien und der Manipulationen der Experten für Öffentlichkeitsarbeit, erscheint in der heutigen Medienkultur Goliath oft als das Opfer von David. Und damit haben wir die Absurdität einer Industrie, die buchstäblich Tonnen heißen Bluts in die See pumpt und das Leben von Tausenden fühlender, intelligenter Lebewesen auslöscht, und dabei die Verteidiger dieser wundervollen Geschöpfe als „gewalttätige Terroristen“ bezeichnet!

Wir haben die Absurdität, dass ein Walfangschiff mit voller Absicht ein Sea Shepherd-Schiff rammt und zerstört, ein Crewmitglied verletzt und beinahe sechs Menschen tötet, und dabei den Kapitän des zerstörten Sea Shepherd-Schiffes beschuldigt, gewalttätig zu sein, weil er ein Netz zerschnitten, ein Schiff betreten und etwas übelriechende ranzige Butter auf ein Walfangschiff geworfen haben könnte.

Wir haben die Absurdität von Waljägern, die mit Kugeln auf uns schießen, akustische Waffen und Blendgranaten einsetzen und die „Foul“ schreien, wenn wir mit ranziger Butter nach ihnen werfen. Sie versuchen, uns zu töten und wir müssen tun, was wir tun, indem wir gefährliche Maßnahmen gegen uns selbst riskieren, um nicht sie zu verletzen!

Japan zahlt eine Menge Dollars um die Manipulatoren anzuheuern, die die Walkiller als Opfer darstellen. Und sie machen das, indem sie die richtigen Knöpfe drücken.

Zu den Taktiken gehört die Strategie, die Feindseligkeit der japanischen Öffentlichkeit Blogger anzuheuern, um Kommentare auf News Sites oder den Websites sozialer Netzwerke zu posten und Sea Shepherd zu beschuldigen, aus rassistischen Motiven Japaner anzugreifen, weil sie Japaner wären und nicht etwa kriminelle Walfänger.

Rechtsextreme Nationalisten haben lautstark vor dem Gerichtshof in Tokyo demonstriert und die Todesstrafe für Kapitän Bethune gefordert wegen seiner „Gewalttätigkeit“. Dabei war es sein Schiff, das von dem Kapitän der Shonan Maru 2 zerstört worden ist, einem Mann der bisher noch von keiner einzigen Behörde wegen seines Verbrechens vernommen worden ist (Japan hatte sich geweigert, sowohl an australischen als auch neuseeländischen Ermittlungen mitzuwirken).

Die Frage für Sea Shepherd ist, wie sollen wir uns verteidigen gegen Cyber-Blogger, Agenten für Öffentlichkeitsarbeit, rechtsextreme Fanatiker und die ökonomische und politische Macht der japanischen Nation?

Die Antwort ist, dass wir nur uns selbst und unserer Mission treu bleiben müssen. Unser Ziel war seit dem ersten Tag klar, als wir uns ins Südpolarmeer wagten, und das ist, die Wale zu verteidigen und zu retten ohne den Walfängern physischen Schaden zuzufügen. Das war unser Ziel und das wird unser Ziel bleiben und der Fokus all unserer Taktiken.

Unsere Klienten sind die Großwale und die Menschen der Welt, die sie schützen wollen. Unsere Waffen sind die Wahrheit, durch die Augen der Kamera gesehen, unterstützt von der Courage, die aus Mitgefühl entsteht und bestärkt durch die glühende Leidenschaft für die Heiligkeit allen Lebens und den Respekt davor und für die Aufrechterhaltung internationaler Schutzrechte.

Die Wahrhaftigkeit unseres Mitgefühls wird unterstrichen durch die Tatsache, dass kein Tropfen Blut vergossen wird um die Crew der Sea Shepherd-Schiffe zu verpflegen und dass Sea Shepherd keinen einzigen Menschen verletzt hat, seit ich die Organisation im August 1977 gründete.

Anschuldigungen, die Crew von Sea Shepherd sei rassistisch motiviert, sind erbärmlich absurd. Die Schiffe sind bemannt mit Männern und Frauen aller Rassen und Nationalitäten. Unsere letzte Kampagne umfasste Japaner, Chinesen, Nord- und Südamerikaner, Ost- und Westeuropäer, Afrikaner, Australier und Neuseeländer, einschließlich Maori.

Sea Shepherd hat online eine Verurteilung des Rassismus gepostet. Wir verabscheuen Rassismus und wir verabscheuen diejenigen, die feigerweise Rassismus als Rechtfertigung benutzen um ihren Hass auf uns zu lenken.

Anschuldigungen, ich sei Anti-Asiat, sind absurd. Ich liebe meine Tochter und sie ist Halbchinesin.

Doch Rassismus-Anklagen sind eine mächtige Waffe in den Händen der Experten für Öffentlichkeitsarbeit und seit Rassismus allgemein für sozial verwerflicher gehalten wird als das Abschlachten von Walen, werden falsche Rassismus–Anklagen erhoben, um das Mitgefühl für Wale zu übertrumpfen.

Eine Anklage, die wir immer wieder hören ist, warum wir auf den japanischen Walfängern herumhacken? Sie ignorieren bequemerweise unsere Geschichte aggressiven Widerstands gegen norwegische, isländische, färöische und sowjetische Walfangaktvitäten. Ebenso ignorieren sie, dass ich als Kanadier ein führender Gegner der Schlächterei an kanadischen Robben war.

Eine andere Tatsachenverdrehung der Agenten für Öffentlichkeitsarbeit ist, dass wir das, was wir tun um des Geldes Willen tun. Diese Anschuldigung ignoriert die Tatsache, dass Sea Shepherd eine kleine Organisation mit knappen Geldmitteln ist, hauptsächlich, weil wir kein Geld ausgeben um Geld aufzutreiben. Man sieht keine Sea Shepherd-Leute andere Leute an Straßenecken belästigen, an Türen klopfen oder Leute zu Hause anrufen, um sie nach Geld zu fragen. Wir heuern keine Spendensammelagenturen an. Bei Sea Shepherd ist es im Wesentlichen alles Mundpropaganda, und da wir keine Steuergelder ausgeben, ist die freiwillige Quelle unserer Beiträge über jeden Tadel erhaben.

Sea Shepherd könnte weder existieren noch irgendetwas erreichen ohne unsere Freiwilligen. Freiwillige bringen Leidenschaft in ein Anliegen, die Art von Leidenschaft; die man nicht anheuern oder kaufen kann. Es ist diese Leidenschaft, die uns effektiv macht und die bestimmt, wer wir sind.

Uns ist klar, dass wir nicht jedermanns Liebling sind. Für jeden Unterstützer haben wir viele andere, die gegen uns sind, einige die uns richtig hassen. Was bedeutet das für uns? Es bedeutet, dass wir effektiv sind, weil nur Leute, die nichts tun, keine Feinde haben.

Der verstorbene amerikanische Schriftsteller und Umweltschützer Edward Abbey sagte einmal zu mir „Paul, Du weißt, dass Du einen Nerv in der Gesellschaft getroffen hast, wenn die Leute anfangen, Dich zu hassen. Und je mehr Leute Dich hassen, desto effektiver wirst Du. Du bist nicht hier, um den verdammten Chevron-Umweltpreis zu gewinnen, Dein Job ist, den Planeten zu retten – vor uns, und das bedeutet, dass viele von „uns“ jetzt nicht mögen werden, was Du tust. Mach’ sie wütend, wenn Du sprichst, mach’ sie wütend, wenn Du handelst, aber das Entscheidende ist, dein Job ist, sie wütend zu machen, sie zum Nachdenken zu bringen und zum Angst bekommen.“

Die Sea Shepherd Conservation Society ist einzigartig in ihrer Sorglosigkeit darüber, was andere Gruppen, Regierungen oder Einzelpersonen über uns denken oder sagen.

Was wir tun, tun wir für die fühlenden Lebewesen der Meere. Was wir tun, tun wir im Interesse ungeborener Generationen.

Unser Ziel im Südpolarmeer ist, den Walfang, durch welche Gruppe Menschen und aus welchem Grund auch immer, komplett abzuschaffen. Das Walschutzgebiet im Südpolarmeer ist ein Schutzgebiet und das bedeutet keinerlei Töten von Walen. Das hat nichts zu tun mit Kultur oder Rasse und es hat ausschließlich zu tun mit der Aufrechterhaltung internationaler Umweltschutzrechte zur Verteidigung und zum Schutz des Walschutzgebiets.

Das ist alles, worauf wir uns konzentrieren müssen- den Schutz des Schutzgebiets!

Und auf dem Weg zur Erreichung dieses Ziels sollten wir uns nicht ablenken lassen durch Kritik an unseren Motivationen, unseren Strategien, unseren Taktiken und unserem Verhalten.

Wir müssen nur zwei Regeln befolgen. Wir werden niemanden verletzen und wir werden nicht die durch internationales Recht gesetzten Grenzen überschreiten. Das ist der Grund, aus dem wir drei Jahrzehnte überlebt haben, ohne strafrechtliche Verurteilungen oder Prozesse.

Wir sind keine Protest-Organisation. Wir praktizieren keinen zivilen Ungehorsam.* Wir sind einfach eine Nicht-Regierungs-Organisation gegen den Walfang, privat finanziert und dem Anliegen gewidmet, internationale Umweltschutzrechte im Angesicht unternehmerischer, politischer und bürokratischer Korruption und Missbrauchs aufrechtzuerhalten. (*s. Gandhi, Anm.d.Ü.)

Wir müssen einfach nur über die Kritik hinwegsehen, alle negativen Einstellungen in den Medien oder websites sozialer Netwerke ignorieren. Wir müssen ganz besonders über die Manipulationen der Profis für Öffentlichkeitsarbeit hinwegsehen. Wir sollten weder jemals die entgegengesetzten Meinungen derer beantworten noch zur Kenntnis nehmen, die uns vom vorrangigen Fokus und Ziel der Abschaffung des Walfangs im Walschutzgebiet des Südpolarmeers ablenken würden.

Wir gewinnen diesen Krieg zur Rettung der Wale im Südpolarmeer. Unsere TV-Show Whale Wars ist gewaltig und sie macht der Öffentlichkeit unsere Kampagne und Japans fortgesetzte illegale Walfangeinsätze sehr gut bewusst. Wir haben einen größeren Film in Arbeit und wir machen Schlagzeilen in den Ausgaben der prominentesten Medien der Welt. Das Gerichtsverfahren gegen Kapitän Peter Bethune zeigt deutlich, wie einflussreich wir wirklich sind. Er wird behandelt wie eine international bedeutende Persönlichkeit und wie ein Held, wie es auch sein sollte. Spezielle Polizeieskorten und die japanische Küstenwache veranstalteten sogar eine große öffentliche Demonstration als Konsequenz von Pete’s Aktionen, eine Demonstration, die belegte, wie „professionell“ sie mit Anti-Boarding-Methoden sind. Sie vergessen, das Pete nicht einfach irgendein Harpunenschiff betrat, sondern das Sicherheitsschiff der Flotte und dass er sich fast zwei Stunden auf dem Schiff aufhielt, bevor er sich beim Kapitän der Shonan Maru 2 vorstellte, um den Mann wegen der Zerstörung seines eigenen Schiffes, der Ady Gil, zur Rede zu stellen.

Wir gewinnen den Krieg, weil wir die Zahlen beeinträchtigen. Wir kappen Tötungsquoten um die Hälfte und machen illegale Profite zunichte. Letzten Endes geht es in Wirklichkeit nur um die Finanzen und unsere Mission ist, die Walfänger in den Bankrott zu treiben – sie wirtschaftlich zu versenken.

Während wir uns für die Rückkehr ins Südpolarmeer vorbereiten, machen wir uns keine Illusionen darüber, dass der Kampf in den Whale Wars deutlich aggressiver werden wird und dass Japan die Verteidigung seiner illegalen Walschlächterei eskalieren wird.

Doch diesmal haben wir mehr als nur die moralische Unterstützung der australischen und neuseeländischen Öffentlichkeit, wir haben außerdem die Zusage der australischen Regierung, Japan vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu bringen, und diese Klage ist teils aufgrund des Drucks durch Sea Shepherd zustandegekommen.

Wir könnten in der nächsten Saison mit noch gewalttätigeren Mitteln attackiert werden. Wir könnten geentert werden. Wir könnten Bordgänger aussenden, um die Walfänger zu blockieren. Wir könnten wieder angeschossen werden. Wir könnten festgenommen und als Kriegsgefangene zurück nach Japan verschleppt werden, um für unseren Einsatz vor Gericht gestellt zu werden. Die japanische Regierung könnte einen Weg finden, mich gefangenzunehmen, vor der Kampagne oder sogar während der Kampagne. Wir wissen nicht, was geschehen wird, aber wir wissen, dass wir nicht

Wenn sie mich aus irgendeinem Grund vor der Kampagne ergreifen, habe ich Kapitäne, die übernehmen und unsere Schiffe ohne mich zurück ins Südpolarmeer bringen. Ein solcher Vorgang kann uns nicht abschrecken. Wenn Kapitän Bethune zu Haft verurteilt wird, wird es uns nicht abschrecken. Wenn wir bereit sind, unser Leben zu riskieren, um die Wale zu schützen, ist es kaum ein Abschreckungsmittel, für ihren Schutz in Haft zu gehen.

Jetzt, nachdem die Japaner erfolgreich eines unserer Schiffe versenkt haben, ohne irgendeine Konsequenz, können wir erwarten, dass sie versuchen dürften, unsere anderen Schiffe zu versenken. Die Regierung Neuseelands hat ihnen grünes Licht gegeben, gewalttätig zu sein, aber wir sind zuversichtlich, dass die niederländische Regierung nicht so feige sein wird. Und das Entscheidende ist, dass unsere Schiffe ersetzbar sind – das Leben der Wale ist das nicht.

Wenn ich aus irgendeinem Grunde als Gefangener nach Japan gebracht werde, kann ich versprechen, dass es keine Reue meinerseits geben wird, keine Entschuldigungen, keine Händel und keine Gnadengesuche. Mein ganzes Leben war dem Schutz der Wale und der Geschöpfe der Meere gewidmet. Ich werde niemals eine Nation, einen Gerichtshof oder irgendwelche Leute für mein Mitgefühl für das Leben unserer Schutzbefohlenen um Entschuldigung bitten – niemals !

Jeder Wal, den wir gerettet haben, hat einen Nagel tiefer Zufriedenheit in den Schild unserer moralischen Integrität getrieben. Nichts, was diese Killer oder ihre Träger sagen oder tun, kann diesen mitfühlenden Schutzschild wegreißen. Wenn ich heute sterben müsste, geschähe das mit einem klaren Bewusstsein von den Leben, die ich gerettet habe und einem Leben ohne Bedauern für das, was ich all die Jahre getan habe, um diesen Goliaths des verhängnisvollen Untergangs entgegenzutreten, diesen Leuten, die für Geld die Sonne vom Himmel reißen würden, wenn sie nur könnten.

Und so stehen wir vor einer weiteren Saison zunehmend gewalttätiger Auseinandersetzungen mit einem skrupellosen Feind in den abgelegenen und feindlichen Gewässern am Ende der Welt.

Und deshalb bereiten wir uns vor für unsere 7. Walschutzkampagne: Operation Kein Kompromiss.
Es gibt ein chinesisches Sprichwort, das sarkastischerweise kundtut: ”Mögest Du dazu verflucht sein, in interessanten Zeiten zu leben.“

Alles, was ich dazu sagen kann, ist “laßt uns das Beste aus diesem Fluch machen und lasst uns unsere Zeit auf der Erde so interessant für unsere Gegner machen wie wir irgend können“.

Zurück in die Schlacht ins Südpolarmeer im Dezember – kein Rückzug, kein Kapitulieren, keine Entschuldigungen, kein Bedauern, keine Besorgnisse, und kein Kompromiss!

Wir haben Wale zu retten und DAS ist unser einziger Fokus und unsere einzige Wahrheit – die Verteidigung des Lebens gegen die feigen Huren des Todes.

Wir werden diesen Kampf zur Rettung der Wale gewinnen, aber nur, wenn wir mit Mut vorgehen und einer hingebungsvollen und bestimmten Entschlossenheit, um unseren Fokus auf das Ziel gerichtet zu halten und uns nicht davon abbringen zu lassen durch die Trivialitäten anthropozentrischer Dünkel und Überheblichkeit.

In diesem Moment schwimmen Wale im Südpolarmeer, die jetzt tot wären, ihr Fleisch eingefroren, abgepackt in irgendeinem Kaufhaus in Japan, wären da nicht die Sea Shepherd-Aktionen. Unsere Aktionen haben sie am Leben erhalten und indem wir sie retten, könnten wir vielleicht, nur vielleicht, in der Lage sein, uns selbst zu retten. Denn wenn die Wale ausgerottet sind, und die Fische dezimiert, sterben die Ozeane, und wenn die Ozeane sterben – stirbt die Menschheit!

Es ist wirklich eine Frage des Selbsterhalts.

So einfach ist das !

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